<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zur Beschickung von Vliesmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Beschickung von Vliesmaschinen, bei der dem
Einlassförderband od. dgl. der Vliesmaschine ein quergerichteter Transporteur vorgeordnet und für diesen eine in Anpassung an seine Fördergeschwindigkeit selbsttätig arbeitende Abwurfeinrichtung vorgesehen ist, die jeweils den in ihrem Bereich liegenden Abschnitt des vom Transporteur angelieferten Haar-bzw. Fa- serbandes mit vorbestimmter Länge dem Einlassförderband od. dgl. als Querstreifen weitergibt, nach
Patent Nr. 227526. Nach dem Stammpatent wird der Transporteur von einem Kastenspeiser beliefert, und es ist für das vom Transporteur herangebrachte Haar- bzw.
Faserband eine beispielsweise von einer Druck- walze gebildete Klemmstelle unmittelbar vor der Abwurfeinrichtung angeordnet, die eine Rissstelle bil- den und verhindern soll, dass beim Abwerfen vom Transporteur auf das Einlassförderband od. dgl. mehr von den zusammenhängenden Haaren bzw. Fasern mitgezogen werden, als es dem gewünschten Längenabschnitt entspricht. Trotz dieser Klemmstelle ist aber keine saubere Abtrennung des jeweils weiterzugebenden Bandabschnittes erreichbar, weshalb auch schon vorgeschlagen wurde, zum Aufbringen der Haare bzw. Fasern auf den Transporteur eine Hechel vorzusehen und den Abstreifer der Abwurfeinrichtung so auszubilden, dass er sich zur Hechel hin bis in den Auftreffbereich der Haare bzw. Fasern auf dem Transporteur erstreckt. In diesem Fall wird dann nicht von einem gebildeten Haar- bzw.
FaserbandmitHilfeder Abwurfeinrichtung ein Abschnitt abgetrennt, sondern der ganze jeweils gebildete und auf dem Transporteur bis zu einer bestimmten Länge weiterbewegte Bandabschnitt auf einmal abgestreift, so dass die Schwierigkeiten beim sonst erforderlichen Durchtrennen des Bandes nicht mehr auftreten können.
Nun hat aber eine auf den Transporteur auswerfende Hechel den Mangel, dass bei besonders leichten textilen Fasern, vor allem bei synthetischen Fasern, der durch die rasch rotierende Hechtrommel ver- ursachte Luftstrom das Fasergut auf dem Förderband verblasen kann, dass also bei leichten Fasern durch den Luftstrom die Bildung eines Haar- bzw. Faserbandes auf dem Transporteur beeinträchtigt wird. Um den Einfluss der Luftströmung bei leichtem Fasergut auszuschalten, sind zwar bereits Vorrichtungen in Form von sogenannten Saugtrommeln oder perforierten Förderbändern mit unter dem Band angeordneter Absaugeinrichtung bekannt, hiebei handelt es sich aber um verhältnismässig komplizierte Konstruktionen mit erhöhtem technischem Aufwand.
Die Erfindung bezweckt eine weitere Verbesserung der Beschickungsvorrichtung nach dem Stammpatent in der Weise, dass die Bildung des Haar- bzw. Faserbandes auf dem Transporteur auch bei sehr leichten Fasern nicht beeinträchtigt ist.
Die Erfindung zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, dass der Transporteur, zu dessen Belieferung in bekannter Weise eine auf ihn auswerfende Hechel vorgesehen ist, aus wenigstens einer Endloskette od. dgl. und daran befestigten, quer zur Förderrichtung parallelliegenden Roststäben besteht. Durch diese Ausbildung des Transporteurs als luftdurchlässiger Rost kann die aus der Hechel strömende Luft durch die Rostspalten blasen, wobei das Fasergut aber auf den Roststäben hängen bleibt und dort das gewünschte Haar-
<Desc/Clms Page number 2>
bzw. Faserband bildet, wogegen ein luftundurchlässiges Förderband oder ein ungenügend perforierter Transporteur die Gefahr des Wegblasens des Fasergutes mit sich bringt.
Um trotz der besonderen Ausbildung des Transporteurs das Abstreifen des auf ihm gebildeten Haarbzw. Faserbandes mittels der Abwurfeinrichtung nicht zu behindern, sind die Roststäbe erfindungsgemäss an der Kette od. dgl. fliegend befestigt, wobei ihre freien Enden ander. Abwurfseite liegen bzw. zum Einlassförderband od. dgl. hin gerichtet sind. Die einseitige Befestigung der Roststäbe an der Kette od. dgl. ist ohne weiteres möglich, da diese Stäbe ein Band von nur geringem Gewicht zu tragen haben.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise und rein schematisch dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. l, 2 und 3 die wichtigsten Teile einer Beschickungsvorrichtung in Vorderansicht, Seitenansicht und Draufsicht.
Dem breiten Einlassförderband 1 einer beliebigen Vliesmaschine ist ein quergerichteter Transporteur vorgeordnet, der aus einer Endloskette 2a und daran fliegend befestigten, quer zur Förderrichtung parallelliegenden Roststäben 2b besteht. Dabei sind die freien Enden der Roststäbe 2b zum Einlassförderband 1 hingerichtet. Der Transporteur 2a, 2b wird von einer auf ihn auswerfenden Hechel 3 beliefert, so dass auf ihm ein schmales Haar- bzw. Faserband entsteht. Über dem Transporteur 2a, 2b ist eine Abwurfeinrichtung vorgesehen, die aus einem Abstreifer 5 besteht, der an einer über dem Trans- porteur liegenden Welle 6 mit Armen 7 befestigt ist.
Die Welle 6 ist in der einen Drehrichtung
EMI2.1
einem Mitnehmerstiftwird mit Hilfe des an dem einen Arm 7 angreifenden Mitnehmers 11 der Abstreifer 5 zunächst aufwärts gedreht, bis er sich unter dem Einfluss der Schwerkraft vom Mitnehmer löst und mit entsprechendem Schwung den gesamten auf den Transporteur 2a, 2b gebildeten Bandabschnitt auf das Einlassförderband 1 abschiebt, wobei ein Rückpendeln durch den Freilauf 9 verhindert wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Beschickung von Vliesmaschinen, bei der dem Einlassförderband od. dgl. der Vliesmaschine ein quergerichteter Transporteur vorgeordnet und für diesen eine in Anpassung an seine Förder- geschwindigkeit selbsttätig arbeitende Abwurfeinrichtung vorgesehen ist, die jeweils den in ihrem Bereich liegenden Abschnitt des vom Transporteur angelieferten Haar- bzw. Faserbandes mit vorbestimmter Länge dem Einlassförderband od. dgl. als Querstreifen weitergibt, nach Patent Nr. 227 526, dadurch gekennzeichnet, dass der Transporteur, zu dessen Belieferung in bekannter Weise eine aufihnauswerfende Hechel (3) vorgesehen ist, aus wenigstens einer Endloskette (2a) od. dgl. und daran befestigten, quer zur Förderrichtung parallelliegenden Roststäben (2b) besteht.