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Vorrichtung zum Spinnen von Glas oder andern anorganischen, glasähnlichen Massen aus Stäben
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zuzuführende Glasfaser- bzw. Glasfadenmenge pro Zeiteinheit konstant sein muss. Es ergibt sich daher, dass der Vorteil eines kontinuierlichen Stababziehverfahrens nach dem Stammpatent nur bis zu einer Fa- denstärke von etwa 0,009 mm auswertbar ist. und dass zur Erzeugung geringerer Fadenstärken bisher auf die bekannten diskontinuierlichen Verfahren mit all ihren im Stammpatent beschriebenen Nachteilen zu- rückgegriffen werden musste.
Die Erzeugung derartig dünner Fäden hat sich aber in letzter Zeit als notwendig erwiesen, da für ver- schiedene Produkte, beispielsweise der Textilindustrie die dickeren Fäden zu spröde sind.
Die Erfindung ermöglicht die Herstellung von sehr dünnen Fäden nach dem kontinuierlichen Verfah- ren des Stammpatentes, indem sie vorsieht wegen der zum Ausziehen sehr feiner Fäden erforderlichen sehr hohen Temperatur an der Abspinnstelle (Spinnspitze) die Lochleiste aus hoch hitzebeständigem Material, z. B. Edelstahl als Düsenhalterung mitnur geringer Höhe auszubilden, in welche deren Unterfläche wesent- lich überragende dünnwandige Edelmetalldüsen eingesetzt sind, an deren Ausgangsöffnungen die erwähn- ten sehr hohen Temperaturen erzeugt werden, wobei gleichzeitig der Abspinn- und Brennerraum mit Ent- lüftungsöffnungen, welche zumindest teilweise in den Düsenhalterungen vorgesehen sind, versehen ist, um den durch die hohe Temperatur an der Spinnspitze entstehenden übermässigen Wärmestau abzuleiten.
Die Verwendung von Platin als besonders geeignetes Material, um hohe Hitzebeanspruchungen aus- zuhalten, ist zwar in der Technik der Glasfasererzeugung bekannt, und es wurde auch schon vorgeschla- gen, zur Einsparung dieses sehr teueren Materials nur dünnwandige trichterförmige Einsätze aus Platin in andere Materialien, beispielsweise Schamott, einzusetzen. Die Erfindung besteht aber nicht in der Ver- wendung von dünnwandigen Platintrichtern, sondern darin, dass in die aus dem Stammpatent bekannte
Lochleiste aus Edelstahl dünnwandige Edelmetalldüsen eingesetzt sind, die über den grössten Teil ihrer
Länge durchaus nicht trichterförmig ausgebildet sein müssen, sondern vorzugsweise zylindrische Gestalt aufweisen und sich lediglich in der Nähe der Ausgangsöffnungen verengen.
Hiezu tritt noch das zweite
Kombinationsmerkmal, dass der Abspinn- oder Brennerraum mit Entlüftungsöffnungen, welche zumindest teilweise in den Düsenhalterungen vorgesehen sind, versehen ist, um den durch die hohe Temperatur an der Spinnspitze entstehenden Wärmestau, der nach kürzester Zeit so gross würde, dass die feinen Glasfä- den zerstört würden, abzuleiten.
Zwar ist schon bekannt, bei Glasschmelzvorrichtungen den Raum oberhalb der geschmolzenen Glasmasse mit Entlüftungsöffnungen zu versehen, doch kann diesen Veröffentlichungen keine Anregung im Sinne des erfindungsgemässen Kombinationsmerkmales entnommen werden, zumal auch bei der Vorrichtung, wie sie im Stammpatent beschrieben ist, bereits eine gewisse Wärmeabfuhr infolge der natürlichen Luftzirkulation stattfand, die normalerweise als ausreichend angesehen wurde.
Der erwähnte grosse Wärmestau ist eine direkte Folge der Erzeugung sehr hoher Temperaturen, die zur Herstellung von Glasfäden erforderlich sind. Hiebei ergeben sich gegenüber den mit der Vorrichtung nach dem Stammpatent zu erzeugenden Fäden zwei Probleme. Einmal ist die Temperatur im Brennerraum zwangsläufig wesentlich höher und ausserdem neigen die dünneren Fäden leichter dazu abzureissen oder wegzubrennen, als die früher üblichen stärkeren. Da ein Abreissen einer grösseren Anzahl der zu einem Faden oder Garn versponnenen Einzelfäden eine untragbare Verschlechterung der Qualität der Garne oder Fäden (Glasseide) zur Folge hätte, muss dies unbedingt verhindert werden, was durch die erfindungsgemässe Kombination der vorerwähnten Merkmale in einfacher und wirkungsvoller Weise gelungen ist.
Die Erfindung ist nachfolgend an Hand von stark vereinfachten schematischen Zeichnungen beschrieben. Es stellen dar : Fig. 1 eine Vorrichtung nach der Erfindung im Seitenschnitt in stark verkleinertem Massstab, Fig. 2 einen Seitenschnitt durch einen erfindungsgemässen Einzelteil in vergrössertem Massstab, Fig. 3 einen Schnitt wie Fig. 2 durch eine andere Ausführungsform, Fig. 4 eine Aufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 3, Fig. 5 eine perspektivische Ansicht des Gegenstandes nach Fig. 2, Fig. 6 eine Aufsicht einer weiter abgewandelten Ausführungsform.
Mit 1 ist allgemein eine Vorrats- und Beschickungsvorrichtung bezeichnet, die bei dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel aus einer die Stäbe 2 aufnehmenden schiefen Ebene 3 besteht. Durch eine Rütteleinrichtung 4 erfährt die schiefe Ebene eine Schwingbewegung in Pfeilrichtung A, die einen laufenden Nachschub der Stäbe gewährleistet. Der vorderste Stab 2'kommt dabei gegen einen geeignet ausgebildeten Anschlag 5 zu liegen, der so angeordnet ist, dass der Stab 2'auf dem Ende des von Vorschubwalzen 6 und 7 erfassten Stabes 2"aufsteht. Entsprechend der Vorschubgeschwindig-
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