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Die Erfindung betrifft das technische Gebiet der Bestuhlung von Zuschauerräumen.
Der Stand der Teclmik im technische Gebiet der Bestuhlung von Zuschauerräumen ist es, Klappstühle mit beweglichen Sitzflächen, aber unbeweglichen Annstützen zu verwenden. Bewegliche, hochklappbare Armstützen sind bekannt, beispielsweise aus dem Automobilbau (z. B. Reihe W124 von Mercedes-Benz).
Die technische Aufgabe, die gelöst werden soll, ist es, beispielsweise für Konzertsäle, Theater, Kinos, andere Veranstaltungsräume eine Reihenbestuhlung derart zu bauen, dass im nicht besetzten Zustand der Bestuhlung dadurch, dass nicht nur die Sitzflächen, sondern auch die Armlehne hochgeklappt sind, mehr Platz für das Durchgehen zwischen den Stuhlreihen vorhanden ist.
Naturgemäss ist bei einer Reihenbestuhlung mit nur einer Armlehne zwischen zwei Sitzen dafür Sorge zu tragen, dass die eine Armlehne zwischen den beiden Sitzen nur dann hochklappt, wenn beide benachbarte Stühle unbesetzt sind.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe gelöst (Fig.. 1), indem die Armlehne in Ruhestellung beispielsweise durch eine Drehfeder, andere Feder oder Gegengewicht nach oben gedrückt wird, und erfindungsgemäss durch ein Mittel zur Zugkraftübertragung, beispielsweise Seil, Teleskopstangen mit begrenztem Auszug, Zugstange mit Freistellung oder anderes nach unten gezogen wird, wenn die entsprechende Sitzfläche in horizontale Stellung gedrückt wird. Wird nur eine Sitzfläche in horizontale Stellung gedrückt, so verhindert der Auszugmechanismus der anderen Zugstange, oder das Unvermögen des Seiles bzw. anderen Mittels zur Zugkraftübertragung, Druckkraft zu übertragen, dass auch die benachbarte Sitzfläche zwangsweise in horizontale Stellung gezogen wird. Vorzugsweise ist das Mittel zur Zugkraftübertragung, Teleskopdruckstange oder dergleichen drehbar gelagert.
Im Sinne dieser Offenlegung ist als "horizontale" Stellung sowohl von Sitzflächenteil als auch Annlehnenteil jeweils auch eine angenhähert horizontale, wie sie sich aus Gründen der Ergonomie und des Komforts ergeben kann, zu verstehen.
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In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Teleskopstange im Teleskoprohr durch Führungen vorzugsweise aus Kunststoff, vorzugsweise aus selbstschmierendem Polyoxymethylen, gegen die Emission von Geklappere, Gequietsche bzw. andere Störgeräusche gesichert.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Armlehne vermittels Feder in ihrer vertikalen Ruhestellung gehalten. Es kann sich beispielsweise um eine Drehfeder handeln, oder aber auch um seine Zugfeder, die an der Armlehne inten nach unten angreift.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird die Armlehne vermittels Gegengewicht in ihrer vertikalen Ruhestellung gehalten.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird die Annlehne vermittels einstückiger Zugstange aus ihrer Ruhestellung bewegt, welche einstückiger Zugstange vermittels Freistellungen im Annlehnenkörper bzw. Sitzflächenkörper gewährleistet, dass die Druckstange weder Zugfunktion ausüben kann noch herausfällt, wenn die benachbarte Sitzfläche in horizontale Stellung bewegt wird.
Als Variante kann ein Teleskop oder dergleichen verwendet werden, dessen Bewegungsmöglichkeit ohne Freistellungen nicht ausreicend wäre, wobei Freistellungen die erforderlice Beweglichkeit sichern.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Mittel zur Zugkraftübertragung zumindest auf einer Teillänge ein Seil oder ähnliches, was eine kostengüstige Lösung ist.
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ausgleichen zu können.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsfonn ist das Mittel zur Zugkraftübertragung derart ausgeführt, dass das Mittel zur Zugkraftübertragung nur eine begrenzte Kraft übertragen kann, bzw.
Sich ab Erreichen einer bestimmten Kraft längt, um das Verletzungsrisiko durch Einklemmen bzw.
Einzwicken und dergleichen zu minimieren. Beispielsweise kann ein Gummiseil, umflochtenes Gummiseil, Zugfeder oder dergleichen verwendet werden. Dieaser verbesserten Ausführungsfonn entspricht es auch, wenn nur ein Teil des Mittels zur Zugkraftübertragung ein derartiges mit begrentzter Kraftübertragungsmöglichkeit ist.
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Die bestimmungsgemässe Verwendung der erfindungesgemässen Bestuhlung erstreckt sich nicht nur auf die angeführten Konzertsäle, Theater, Kinos, Veranstaltungsräume, sondern auch, aber nicht ausschliesslich, auf andere Anwendungsorte einer klapp baren Reihenbestuhlung, beispielsweise Verkehrsmittel, Sitzungsaäume, Sportstadien, bestimmungsgemäss der Religionsausübung gewidmet Räume, Die bestünmungsgemässe Verwendung der erfmdungesgemässen Bestuhlung ist auch nicht auf geschlossene Räume oder feste bzw. dauerhafte Gebäude beschränkt.
Es zeigt die Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Mechanismus in einer seitlichen Ansicht. Am Vertikalsteher (1. 1), welcher ein Formrohr sein kann, ist die Sitzfläche bzw. das Sitzflächenteil (1. 2) im Drehpunkt (1. 4) drehbar gelagert. Die dargestellte Position der Sitzfläche ist die horizontale. Ebenso ist das Armlehnenteil (1. 3) um den Drehpunkt (1. 11) drehbar gelagert. Die in der Seitenansicht unsichtbare Feder (1. 10) dreht die Armlehne, wenn deren Position von der Teleskopstange (1. 7) unbeeinflusst ist, in die nicht dargestellte vertikale Position. Die Teleskopstange ist derart, dass unter die dargestellte Länge zusammenschiebbar ist, aber nicht länger werden kann bzw.
Ohne das berschreiten von Sicherheitsgrenzen nicht länger werden kann als es dem Abstand des Befestigungspunktes (1. 5) der Teleskopstange (1. 7) am Sitzflächenteil (1.2) zum Befestigungspunkt (1. 9) der Teleskopstange (1. 7) am Armlehenteil (1. 3) dann entsprticht, wenn sich sowohl Sitzflächenteil (1. 2) als auch Armleimenteil (1. 3) in horizontaler Stellung befinden.
Ist die Sitzfläche mit dem Sitzflächenteil (1. 2) besetzt, also in horizontaler Stellung, so befindet sich der Drehpunkt, welcher das Sitzflächenteil (1. 2) mit dem Teleskop (1. 7) verbindet, in der Position
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ergebende, in Fig. 1 dargestellte Länge hinaus verlängern kann.
Ist die Sitzfläche unbesetzt, so dreht sie sich nach oben und der Befestigungspunkt (1. 5) der Teleskopstange (1. 7) mit dem Sitzflächenteil bewegt sich in eine obere Position, wobe das teleskop zusammengeschoben wird.. Da die Teleskopstange unter den Abstand zwischen den
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Befestigungspunkten (1. 5) und (1. 9) in Fig. 1 hinaus verkürzt werden kann, kann das Annlelmenteil entweder in horizontaler Stellung (1. 3) oder vertikaler Stellung befindlich sein.
Erst wenn die andere benachbarte, in dieser Figur nicht dargestellte Sitzfläche ebenso in vertikale Position geschwenkt wird, der untere Befestigungspunkt der der Teleskopstange (1. 7) äquivalenten Teleskopstange drch die Drehung in die obere Position bewegt wird, kann sich das Annlehnenteil (1. 3) aufgrund der Kraft der Feder (1. 5) in die vertikale Position bewegen, weil es durch keine Teleskopstange mehr i horizontale Position gezwungen wird.
Es zeigt die Fig. 2 eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Mechanismus in einer Ansicht von vorne ohne die Sitzflächenteile und deren Lagerung. Am Vertikalsteher (1. 1), welcher ein Fonnrohr sein kann, ist das in der Zeichnung rechts befindliche, gedachte Sitzflächenteil über Bolzen mit Gelenk (2. 6) mit der Teleskopstange (2. 8) verbunden, welche Teleskopstange (2. 8) mit dem Annlelnenteil (1.3) vermittels Doppeldrehgelenk (1. 9) verbunden ist.
Das in der Zeichnung links befindliche, gedachte Sitzflächenteil ist mit Gelenk (1. 5) mit der Teleskopstange (1. 7) verbunden, welche Teleskopstange (1. 7) mit dem Annlehnenteil (1. 3) vermittels Doppeldrehgelenk (1. 9) verbunden ist, welches Doppeldrehgelenke in einer bevorzugten Ausführungsform eine gemeinsame Achse haben kann.
Die dargestellte Position des Mechanismus ist die, welche er einnimmt, wenn beide gedachten Sitzflächen horizontal sind. Das Armlehnenteil (1. 3) ist um die Drehachse (2. 11) drehbar gelagert und in horizontaler Position befindlich.. Die Feder (1. 10) dreht die Armlehne, wenn deren Position weder von der Teleskopzugstange (1. 7) noch von der Teleskopzugstange (2. 8) unbeeinflusst ist, in die vertikale Position.
Die Lagerung des Sitzes (1. 2) mit Drehpunkt (1. 7) befindet sich in dieser Fig. 2 im Vertikalsteher (1. 1) unter der Bruchlinie.
Es zeigt die Fig. 3 eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Mechanismus in
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sowie das Doppelgelenk (1. 9) der beiden hier nicht, aber in Fig. 2 dargestellten Teleskopstangen (1. 7) und (2. 8).
Die Längsmittelebene des menschlichen Körpers im Sinne der Ansprüche ist die Ebene in der Körperlängsachse von vorne nach hinten, also jene Ebene, die die Pfeilnaht des Schädels aufspannt, das ist gleich jene Ebene, die von den Mittellinien von Brustbein und Wirbelsäule aufgespannt wird.