AT249754B - Mehrfach-Nachrichtenübertragungssystem - Google Patents

Mehrfach-Nachrichtenübertragungssystem

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AT249754B
AT249754B AT724465A AT724465A AT249754B AT 249754 B AT249754 B AT 249754B AT 724465 A AT724465 A AT 724465A AT 724465 A AT724465 A AT 724465A AT 249754 B AT249754 B AT 249754B
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Siemens Ag
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  Mehrfach-Nachrichtenübertragungssystem 
Die Erfindung betrifft ein Mehrfach-Nachrichtenübertragungssystem, insbesondere für Fernsprechen über kurze Entfernungen. 



   DerGesamtaufwand für einen Fernsprech-Hauptanschluss gliedert sich in die Kosten für den Orts-, Bezirks- und Weitverkehr auf. 



   In den letzten Jahren ist der Kostenanteil für den Weitverkehr durch die Einführung von Einseiten-   band-Trägerfrequenzsystemen   hoher Sprechkreiszahlen und   Ubertragung   der gebündelten Signale über koaxiale Leitungen oder drahtlose Wege wesentlich zurückgegangen.   AuchderKostenanteilfürden   Bezirksverkehristgefallen, da auch hier einfache Trägerfrequenzgeräte mit Ein- oder Zweiseitenbandübertragung Eingang gefunden haben ; neuerdings werden auch Pulsmodulationssysteme eingesetzt, die an die Übertragungseigenschaften der Leitungen geringere Anforderungen stellen. 



   Demgegenüber hat sich das Bestreben, das Fernsprech-O"tsnetz mehrfach auszunutzen, bisher vor allem in den europäischen Ländern nicht nennenswert durchsetzen können. Dies liegt vor allem an der ver-   hältnismässig geringen Ausdehnung   der Ortsnetze : In der Deutschen Bundesrepublik haben z. B. zwei Drittel aller   Teilnehmeranschlussleitungen   eine Länge unter 2 km und die durchschnittliche Länge der Verbindungsleitungen der Ortsämter untereinander beträgt nur etwa 4 km. Nach dem heutigen Stande der 
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   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein   Mchrfach-Nachrichtenübertragungssystem   zu finden, das sich insbesondere für Fernsprechen über kurze Entfernungen eignet. 



   Gemäss der Erfindung ist dieses Mehrfach-Nachrichteniibertragungssystem dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Signale in ihrer ursprünglichen Frequenzlage auf getrennten Kabelleitungen mit Kupferleitern mit möglichst kleinem Durchmesser bis zu einer unteren Grenze von etwa 0,2 mm übertragen werden ; zur gemeinsamen Entdämpfung einer Mehrzahl dieser Leitungen werden Mehrfachverstärker eingefügt, die jeweils aus einer gemeinsamen Verstärkeranordnung und einer entsprechenden Anzahl unmittelbar vor-und nachgeschalteter Umsetzer bestehen, die die einzelnen Signale nach dem Frequenzoder Zeitmultiplexverfahren bündeln und entbündeln. 



     Ein Kabelleiterdurchmesser von etwa 0, 2 mm   stellt etwa die untere Grenze dar, die sich bei der Herstellung und beim Einsatz noch sicher beherrschen lässt. Zur Isolierung der Leiter kann beispielsweise Poly- äthylen verwendet werden. Zum Vergleich diene ein Kabel mit 0,4-mm-Leitern (den dünnsten Leitern,   dieheuteim allgemeinen   für kurze   Teilnehmeranschlussleitungen   benutzt werden). Bei gleichem Kabel- 
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 Kabel mit 0,   6- und   0,8-mm-Leitern, wie es für Verbindungsleitungen der Ortsämter untereinander verwendet wird, ergibt sich für 1 km Aderpaar noch eine wesentlich grössere Ersparnis. 



     Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit sieht   die Erfindung eine gemeinsame Entdämpfung mehrerer Leitungen durch Mehrfachverstärker vor, bei denen einer gemeinsamen Verstärkeranordnung nach dem Fre-   quenz- oder Zeitmultiplexverfahren   arbeitende Umsetzer unmittelbar vor-und nachgeschaltet sind. Dieses Verfahren unterscheidet sich grundsätzlich von dem bekannten Verfahren der mehrfach ausgenutzten Leitung, bei dem die Bündelungsgeräte am Anfang und Ende der mit einem breiten Frequenzband belegten Leitung stehen und das Bündelungsverfahren sich daher nach den Eigenschaften der Leitung richten muss.   DieseEinschränkung fällt bei   den Umsetzern nach der Erfindung weg, so dass diese sehr einfach aufgebaut werden können. 



     BeiBündelungnach dem Frequenzmultiplexverfahren   und bei Zweidrahtverbindungen   werden Verstär-   ker und Umsetzer verwendet, die gleiche   Verstärker- bzw.   Modulationseigenschaften in beiden Übertragungsrichtungen haben. Die gemeinsame Verstärkeranordnung eines Mehrfachverstärkers kann beispielsweise aus einem Zweidrahtverstärker mit Gabeln oder einem Verstärker mit negativen Widerständen bestehen. Es wird vorzugsweise Zweiseitenband-Amplitudenmodulation mit unterdrücktem Träger angewendet, für die sich ausser Gegentakt- vor allem   Doppelgegentaktmodulatoren   mit Dioden eignen.

   Von besonderemVorteilist, dass an die Frequenzgenauigkeit der Träger keine hohen Anforderungen gestellt werden müssen, da jeweils zwei demselben Kanal zugeordneten Modulatoren derselbe Träger   zugeführt wird.   



  Da die Trägerfrequenzlage frei wählbar ist, wird ein genügend grosser Trägerabstand vonbeispielsweise 
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 dieAnordnung insofern, als in jeder Leitung ein nur in einer   Übertragungsrichtung   wirksamer Trägerfrequenzverstärker verwendet wird ; insbesondere fallen hiebei die bei Zweidrahtverbindungen bestehenden Stabilitätsprobleme weg. 



   Bei Bündelung nach dem Zeitmultiplexverfahren gelten für   Zweidraht- und   Vierdrahtverbindungen ähnliche Überlegungen wie beim Frequenzmultiplexverfahren. Mit Vorteil werden bei der zeitlichen Bündelung der Signale parametrisch wirkende Schaltverstärker mit Resonanzübertragung verwendet. 



   Die durch die Verwendung extrem dünner Leiter erreichte Kostenersparnis pro Kilometer Aderpaar erlaubt gegebenenfalls einen Übergang von konventionellen Zweidrahtverbindungen mit Kabelleitern von   0,   6   mm Durchmesser und mehr auf Vierdrahtverbindungen mitsehr dünnen Kabelleitern und Mehrfachverstär-   
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 die   Sprchkreiszahl   ohne zusätzlichen Raumbedarf wesentlich erhöhen ; das ist vor allem in Grossstädten von Bedeutung, wo die Kosten für neue Röhren in Kabelgräben sehr hoch sind. 



   Mehrfach-Nachrichtenübertragungssysteme nach der Erfindung eignen sich vor allem für den Einsatz im Ortsnetz,   u. zw.   insbesondere für Ortsverbindungsleitungen. Eine zweckmässige Bündelungsstärke für die Mehrfachausnutzung der Verstärker liegt bei etwa sechs bis zwölf Kanälen. Der hohe Gleichstrom-   widerstand der Leitungen und das Bündelungsprinzip   erlauben nicht ohne besondere Massnahmen eine direkte Übertragung von Gleichstromzeichen für den Wahlvorgang. Für diese Zeichen werden daher zweckmä- 
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 für die Vermittlung erforderlichen Zeichen können aber auch über eine besondere Signalleitung übertragen werden, die für alle oder einen Teil der Niederfrequenzleitungen gemeinsam ist. 



   Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen von Mehrfachverstärkern für die gemeinsame Entdämpfung von sechs Leitungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in : Fig. 1 das Prinzipschaltbild eines Mehrfachverstärkers, Fig. 2 das Blockschaltbild eines Mehrfachverstärkers mit frequenzmässiger Bündelung für Zweidrahtverbindungen, Fig. 3 das Prinzipschaltbild eines Zweidrahtverstärkers mit Gabeln für einen Mehrfachverstärker nach Fig. 2, Fig. 4 das Prinzipschaltbild eines Zweidrahtverstärkers mit negativen Widerständen für einen Mehrfachverstärker nach Fig. 2, Fig. 5 das Blockschaltbild eines Mehrfachverstärkers mit frequenzmässiger Bündelung für Vierdrahtverbindungen, Fig. 6 den Frequenzplan für einen Mehrfachverstärker mit frequenzmässiger Bündelung, Fig.

   7 das Grundschaltbild eines parametrisch wirkenden Mehrfachverstärkers mit zeitlicher Bündelung für Zweidrahtverbindungen, Fig. 8 die zeitlichen Vorgänge bei einem Mehrfachverstärker nach Fig. 7 und Fig. 9 das Blockschaltbild eines Mehrfachverstärkers mit zeitlicher Bündelung für Vierdrahtverbindungen. 



   Das Prinzip eines Mehrfachverstärkers geht aus Fig. 1 hervor. Dem Umsetzer U1 werden sechs Leitungen   K1 - K6   zugeführt, die beispielsweise mit sechs Niederfrequenz-Sprachbändern 0,   3-3, 4   kHz belegt sind ; in diesem Umsetzer wird entweder eine frequenzmässige oder zeitliche Bündelung der Nie-   derfrequenzsignale vorgenommen. DasgesamteBündel der sechs Signale wird im Verstärker   V gemein- 

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 sam verstärkt und im Unsetzer U2 wieder auf die sechs Niederfrequenzwege verteilt. Je nach Art des Verstärkers und bzw. oder der Umsetzer kann die Anordnung ungerichtet oder gerichtet arbeiten; man kann sie also für Zwei- oder Vierdrahtverbindungen verwenden. 



   DengrundsätzlichenAufbaueinesMehrfachverstärkers für Zweidrahtverbindungen mit Bündelung nach dem Frequenzmultiplexverfahren zeigt dasBlockschaltbild der Fig. 2. Zur Bündelung und   Entbündelungder   Signale sind in jeder der sechs Leitungen   Kl - K6   jeweils zwei Frequenzumsetzer   Ml1,   M21-M16, M26 vorgesehen, die gleiche Modulationseigenschaften in beiden Übertragungsrichtungen haben ; als Modulatoren verwendet man zweckmässig Doppelgegentaktmodulatoren mit Dioden - z. B.   Ringmodulatoren -,   die zwei Seitenbänder liefern und den Träger unterdrücken. Zur Aussiebung der   gewünschten Bänder von   2.   4 = 8   kHz Breite können ganz einfache Filter verwendet werden, wenn ein genügend grosser Trägerabstand von beispielsweise 15 kHz gewählt wird.

   Ein solcher Frequenzumsetzer hat eine sehr geringe Durchgangsdämpfung von nur etwa 2 bis 3 dB. 



     Der Verstärker   VZ hat gleiche Verstärkereigenschaften in beiden Übertragungsrichtungen, wie dies z. B. bei den bekannten Anordnungen nach den Fig. 3 und 4 der Fall ist. In Fig. 3 ist das Prinzipschaltbild eines Zweidrahtverstärkers dargestellt, der aus zwei Gabelschaltungen mit Nachbildungen Gl und G2 und zwei unidirektionalen Verstärkern VI und V2 für die beiden Übertragungsrichtungen besteht. Fig. 4 zeigt das Prinzipschaltbild eines sogenannten NLT-Verstärkers (NLT bedeutet negative Leitung mit Transistoren)   ; ein solcher Verstärker enthält   beispielsweise eine überbrückte T-Schaltung mit negativen Längsund Querwiderständen. Der Längswiderstand   WI   und der Querwiderstand W2 stellen Nachbildungen der zu entdämpfenden Leitung dar.

   Zur Umformung in negative Widerstände dienen die Widerstandskonverter Kl und K2 mit dem Übersetzungsverhältnis   1 : I (z. B.   rückgekoppelte Transistoren in Basisschaltung). 



     Um die Anforderungen an die Linearität des Verstärkers zu verringern,   wird man eine so hohe Frequenzlage wählen, dass alle Trägerfrequenzkanäle in einem Band liegen, das eine Oktave nicht überschreitet. 



  Wie der Frequenzplan der Fig. 6 zeigt, liegen beim Ausführungsbeispiel die Doppelbänder der sechs Kanäle bei einem Trägerabstand von 15 kHz im Frequenzbereich zwischen 100 und 200 kHz. 
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 Träger (z. B.   Tl).   Wie schon erwähnt, sind die Anforderungen an die Frequenzgenauigkeit der Träger gering. 



   Für den Aufbau eines Mehrfachverstärkers mit frequenzmässiger Bündelung für Vierdrahtverbindungen gelten ähnliche Gesichtspunkte wie für die Endgeräte von Trägerfrequenz-Vierdraht-Gleichlagesystemen. 



  Wie das Blockschaltbild der Fig. 5 zeigt, sind in jeder Leitung einfache   richtungsabhängige T rägerfrequenz-   verstärker VT und VT'angeordnet. Den vier Modulatoren eines Sprechkreises (z. B. Mll, M21 und   Mll',   M21') wird jeweils ein gemeinsamer Träger   (z. B. Tl) zugeführt.   Als Modulatoren dienen auch hiebei zweckmässig Doppelgegentaktschaltungen mit Dioden. 



   Bei Mehrfachverstärkern mit Bündelung nach dem   Zeitmultiplexverfahren   können mit Vorteil parame-   trisch   wirkende Schaltverstärker mit Resonanzübertragung verwendet werden. Derartige Schaltverstärker für einen einzigen   Übertragungsweg   wurden bereits vorgeschlagen, u. zw. sowohl für uni-wie auch für bidirektionalenBetrieb.   IhreAnwendung   und Abwandlung bei Mehrfachverstärkern für   Zweidraht- und   Vierdrahtverbindungen wird im folgenden gezeigt. 
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 mit einem als Eingangs- bzw. Ausgangsspeicher dienenden Kondensator Cll,   C21-C16,   C26 enden. 



  Zwischen den   Speicherkondensatoren   und der gemeinsamen Verstärkeranordnung VR liegen im Längszweig jeder Niederfrequenzleitung zwei Abtastschalter (z. B. Sll, S21   in Leitung M) ; mit Hilfe   dieser elektronischen Kurzzeitschalter wird die Energie zwischen zwei jeweils derselben Leitung zugeordneten Speichern über die gemeinsame Verstärkeranordnung in beiden Übertragungsrichtungen ausgetauscht und verstärkt.   Die Energieübertragung   geschieht zeitlich nacheinander in jeder Leitung in einer gegenüber der   Schaltperiode der   Schalter kurzen Zeit. Die Umsetzer zur zeitlichen Bündelung der Signale bestehen also jeweils aus einem Tiefpass und einem Abtastschalter. 



   Die gemeinsame Verstärkeranordnung VR enthält ein zur   Eingangs-und Ausgangs-Speicherreak-   tanz frequenzreziprokes Glied, beim Ausführungsbeispiel also eine Spule Lp, deren Induktivitätswert   veränderbar ist ;   sie dient gleichermassen als Schwingspule für die   Resonanzüber : ragungund als Zwischen-   

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 speicher. Zu beiden Seiten der Spulen Lp liegen im Querzweig zwei elektronische Schalter Sl und S2. Diese beiden Schalter bestimmten durch ihre Schaltfolge die Richtung der   Energieübertragung sie   werden daher im folgenden Richtungsschalter genannt. Ausserdem entkoppeln sie den Eingangs-vom Ausgangsspeicher und ermöglichen so eine reflexionsfreie Übertragung, wie sie bei Zweidrahtbetrieb aus Stabilitätsgründen erforderlich ist. 



   Die Wirkungsweise des Mehrfachverstärkers nach Fig. 7 soll an Hand der in Fig. 8 gezeigten zeitlichen Vorgänge erklärt werden. Es wird zuerst die Energieübertragung in der Niederfrequenzleitung Kl in Richtung vom Speicherkondensator   Cll   zum Speicherkondensator C21 betrachtet, die im Zeitraum 
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 ist nach einer viertel Periodendauer der sinusförmigen Stromschwingung J, hat diese ihren Scheitelwert erreicht und die Energie ist vom Speicherkondensator Cll auf die Spule Lp übergegangen ; in diesem Augenblick werden der Schalter Sl geschlossen, der Schalter S2 geöffnet und der Induktivitätswert 
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   Zum Zeitpunkt t3 ist der Strom   J   auf Null abgesunken und die Spannung U2 am Ausgangsspeicher C21 hat innerhalb des betrachteten Abtastvorgangs ihr Maximum erreicht ; damit ist der Umladevorgang beendet und die Abtastschalter   S11 und S21   und der Richtungsschalter Sl öffnen, so dass wieder sämtliche Schalter offen sind (Fig. 8, Zeilen a, d, e). Die Abtastzeit   t3-tl   mussso bemessen 
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 densator von der Signalstromquelle zur Rechten auf eine bestimmte Spannung U2'aufgeladen worden. 



    ZumZeitpunkt tl'schliessendieAbtastschalter S21, S11   und der Richtungsschalter   Sl.   Im Zeitpunkt   t2'öffnet Sl   und schliesst S2, ausserdem wird der Induktivitätswert der Spule Lp rasch verkleinert. Beim Wechsel der Übertragungsrichtung wird also die Schaltfolge und auch die Schaltdauer der beiden Richtungsschalter SlundS2 innerhalb der Abtastzeit vertauscht, wie dies aus den Zeilen d und e der Fig. 8 deutlich zu ersehen ist. Die Energieübertragung geschieht in der schon besprochenen Wei- 
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 - t3tung ergeben sich ähnliche Vereinfachungen wie bei der Anordnung nach dem Frequenzmultiplexverfahren : Gemeinsame Steuerimpulsfolge für je zwei Abtastschalter und frei wählbare Abtastfrequenz.

   DieAbtastfrequenz, die wenigstens das Doppelte der höchsten Signalfrequenz betragen muss, wird man so hoch wählen, dass keine Schwierigkeiten im Frequenzgang eintreten. Für eine zeitliche Bündelung von sechsKanälen, wie sie dem Ausführungsbeispiel zugrunde liegt, beträgt ein zweckmässiger Wert für dieAbtastfrequenz etwa 15 kHz. Dies bedeutet einen Impulsabstand von To RI 67 lis pro Kanal bei Übertragung innur einer Richtung ; bei wechselzeitiger Übertragung in beiden Richtungen beträgt der Impulsabstand pro Kanal etwa   33 bis.   In der gemeinsamen   Verstärkeranordnung   VR ist der Impulsabstand bei sechs Kanälen etwa 5, 5 jus, entsprechend einer Pulsfolgefrequenz von 180 kHz.

   Bei einer Abtastzeit von etwa 2   lis,   die einfache elektronische Schalter erlaubt, entstehen genügend grosse Lücken, um   Nebensprechen durch     Überschwingen der   Impulse zu vermeiden. Die Grenzfrequenz der Tiefpässe wird zweckmässig knapp über die halbe Abtastfrequenz gelegt. 



   Die elektronischen Schalter, die vorzugsweise Gleichrichter enthalten, und die veränderbare Induktivität Lp werden von Schaltimpulsen gesteuert, die die Pulsversorgung Pv   liefert (Fig. 7).   Die zeitliche Folge und die Dauer dieser Schaltimpulse sind aus Fig. 8 zu ersehen. Zweckmässig wird in der Puls- 
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 schwingt ; dabei bedeutetfrequenz für eine Ubertragungsrichtung (fo = 15   kHz).   An die Frequenzgenauigkeit   dieses G enerators wer-   den keine besonderen Anforderungen gestellt. Dieser Grundgenerator steuert beispielsweise über Phasenschieber drei monostabile Multivibratoren, die die Schaltimpulse P1 und P2 für die Richtungsschalter 
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   ;Anstatt der in Fig. 7 gezeigten Schaltungsanordnung kann auch die dazu duale Schaltung gewählt werden.   In diesem Fall sind die Tiefpässe als untereinander   gleiche T-Glieder ausgebildet, die mit einer Spule enden, und die Abtastschalter stellen Ruhekontakte im Querzweig dar, die während der Abtastzeit öffnen. In der gemeinsamen Verstärkeranordnung ist als Zwischenspeicher ein veränderbarer Kondensator im Querzweig vorgesehen. Die Richtungsschalter zu beiden Seiten des Zwischenspeichers werden durch zwei Ruhekontakte im Längszweig gebildet, die während der Abtastzeit nacheinander öffnen. 



   Das Prinzip des parametrisch wirkenden Schaltverstärkers mit Resonanzübertragung kann auch beim 
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 meinsamen Verstärkeranordnungen VR dürfen hiebei jeweils nur in einer Übertragungsrichtungwirksam sein. 



   Die in Fig. 7 gezeigte Schaltungsanordnung kann für die beiden Übertragungsrichtungen übernommen werden, lediglich das Steuerprogramm für die Richtungsschalter Sl und S2 vereinfacht sich, da die Schaltfolge licht mehr gewechselt werden muss. Für die zeitlichen Vorgänge gilt also nur die eine Hälfte des Diagramms der Fig. 8, die sich nunmehr über eine Abtastperiode To   0 erStreckt ;   die Schaltfolge der Abtastschalter entspricht hiebei der Abtastfrequenz, die beispielsweise 15 kHz beträgt. 



   Bei dem in Fig. 9 gezeigten Mehrfachverstärker mit zeitlicher Bündelung für Vierdrahtverbindungen werden keine   parametrisch wirkenden Schaltverstärker,   sondern einfache unidirektionale Pulsverstärker VP und   VP'verwendet.   Die Arbeitsweise dieser Anordnung entspricht bezüglich der Abtastung etwa den   üblichenPulsmodulationssystemen.     Die Tiefpässe Fll,   F21 usw. sind hiebei mit ohmschen Widerständen   Rill,   R21 usw. abgeschlossen und der Pulsverstärker hat zweckmässig einen hochohmigen Eingangsund   einenniederohmigenAusgangswiderstand. Den vier   Abtastschaltern eines Sprechkreises (z. B. Sll, S21 und Sll', S21') wird jeweils eine gemeinsame   Schaltimpulsfolge (z. B.

   P10)   zugeführt. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Mehrfach-Nachrichtenübertragungssystem insbesondere für Fernsprechen über kurze Entfernungen, gekennzeichnet durch die Übertragung der einzelnen Signale in ihrer ursprünglichen Frequenzlage auf getrennten Kabelleitungen mit Kupferleitern mit möglichst kleinem Durchmesser bis zu einer unteren Grenze von etwa 0,2 mm und durch die gemeinsame Entdämpfung einer Mehrzahl dieser Leitun- gendurchMehrfachverstärker, die jeweils dUS einer gemeinsamen Verstärkeranordnung und einer entsprechenden Anzahl unmittelbar vor-und nachgeschalteter Umsetzer bestehen, die die einzelnen Signale <Desc/Clms Page number 6> nach dem Frequenz- oder Zeitmult plexverfahren bündeln und entbündeln.
    2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Zweidrahtverbindungen und Bündelung nach dem Frequenzmultiplexverfahren die gemeinsame Verstärkeranordnung aus einem Verstärker mit gleichen Verstärkereigenschaften in beiden Übertragungsrichtungen (z. B. Zweidrahtverstärker mit Gabeln oder Verstärker mit negativen Widerständen) und jeder Umsetzer aus einem Frequenzumsetzer mit gleichen Modulationseigenschaften in beiden Übertragungsrichtungen (z. B. Gegentakt-oder Doppelgegentaktmodulator mit Dioden) besteht, dass vorzugsweise Zweiseitenband-Amplitudenmodulation mitunterdrücktem Träger angewendet wird und dass der Träger jeweils zwei einem Sprechkreis zugeordneten Frequenzumsetzern gemeinsam zugeführt wird.
    3. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vierdrahtverbindungenund Bündelung nach dem Frequenzmultiplexverfahren die gemeinsame Verstärkeranordnung in jeder Leitung aus einem nur in einer Übertragungsrichtung wirksamen Verstärker und jeder Umsetzer aus einem Frequenz- umsetzer (z. B. Gegentakt-oder Doppelgegentaktmodulator) besteht, dass vorzugsweise Zweiseitenband- Amplitudenmodulation mit unterdrücktem Träger angewendet wird und dass der Träger jeweils vier einem Sprechkreis zugeordneten Frequenzumsetzern gemeinsam zugeführt wird.
    4. System nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerabstand und die Trägerfrequenzlage so hoch gewählt ist, dass das gesamte trägerfrequente Band innerhalb einer Oktave liegt.
    5. System nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass bei Bündelung nach dem Zeit- multiplexverfahrenjeder Umsetzer auseinem Filter und einem Abtastschalter besteht, derart, dass die Eingangs-bzw. Ausgangsreaktanzen der Filter als Speicher dienen, deren Spannungen bzw. Ströme von den den einzelnen Kanälen zugeordneten Abtastschaltern periodisch zeitlich nacheinander abgetastet werden, und dass die gemeinsame Verstärkeranordnung aus einem parametrisch wirkenden Schaltverstärker mit Resonanz- übertragung besteht, der einen zur Eingangs- bzw.
    Ausgangsspeicherreaktanz frequenzreziproken parametrisch veränderbaren Zwischenspeicher enthält, dem jeweils ein Richtungsschalter vor-und nachgeschaltet ist, derart, dass zunächst die Signalstromquelle den Eingangsspeicher bei abgeschaltetem Zwischen- und Ausgangsspeicher auflädt, dass hierauf während der jeweiligen Abtastzeit die Energie des Ein- EMI6.1
    6. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Filter als Tiefpässe in r-Schaltungausgebildetsind, dass der Zwischenspeicher durch eine im Längszweig der gemeinsamen Ver- stärkeranordnung liegende, in ihrem Induktivitätswert veränderbare Spule gebildet ist und dass als Abtastschalter Arbeitskontakte im Längszweig und als Richtungsschalter Arbeitskontakte im Querzweig dienen.
    7. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Filter als Tiefpässe in T-Schaltung ausgebildet sind, dass der Zwischenspeicher durch einen im Querzweig der gemeinsamen Verstärkeranordnungliegenden, in seinem Kapazitätswert veränderbaren Kondensator gebildet ist und dass als Abtastschalter Ruhekontakte im Querzweig und als Richtungsschalter Ruhekontakte im Längszweig dienen.
    8. SystemnacheinemderAnsprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei Zweidrahtverbindungen die Schaltfolge und die Schaltdauer der beiden Richtungsschalter nach jeweils einer halben Abtastperiode gegeneinander vertauscht werden, so dass die Energie in den einzelnen Leitungen innerhalb einerAbtastperiodein beiden Richtungen übertragen wird, und dass jeweils zwei einem Sprechkreis zugeordneten Abtastschaltern eine gemeinsame Schaltimpulsfolge zugeführt wird, deren Pulsfolgefrequenz gleich der doppelten Abtastfrequenz ist.
    9. System nach einm der Ansprüche 5 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass bei Verdrahtverbindungen die Schaltfolge und die Schaltdauer jedes Richtungsschalters gleich bleiben, so dass die Energie in den einzelnen Leitungen innerhalb einer Abtastperiode nur in einer Richtung übertragen wird, und dassjeweils vier einem Sprechkreis zugeordneten Abtastschaltern eine gemeinsame Schaltimpulsfolge zu- EMI6.2 wird,10.
    System nach A nspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vierdrahtverbindungen und Bündelung nach dem Zeitmultiplexerfahren jeder Umsetzer aus einem Filter und einem Abtastschalter be- steht, derart, dass die den einzelnen Kanälen zugeordneten Abtastschalter die Filtereingangs-bzw.-aus- gangsspannungen periodisch zeitlich nacheinander abtasten, dass die gemeinsame Verstärkeranordnung <Desc/Clms Page number 7> jeweils aus einem nur in einer Übertragungsrichtung wirksamen Pulsverstärker besteht und dass jeweils vier einemSprechkreiszugeoidnetenAbtastschalterneine gemeinsame Schaltimpulsfolge zugeführt wird, deren Pulsfolgefrequenz gleich der Abtastfrequenz ist.
AT724465A 1964-08-07 1965-08-05 Mehrfach-Nachrichtenübertragungssystem AT249754B (de)

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