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Nematozide Mittel
Die Erfindung bezieht sich auf Mittel und Verfahren zur Bekämpfung des Nematodenbefalles in landwirtschaftlich genutzten Böden sowie auf gewisse neue Pyridinverbindungen, die in solchen Mitteln verwendbar sind.
Nematoden finden sich in gemässigten und tropischen Regionen in allen Arten von Böden in Tiefen bis zu 1,52 m oder mehr unterhalb der Erdoberfläche. Die Nematodenbekämpfung ist wegen der besonderen Erfordernisse, die an ein wirksames nematodenvernichtendes Mittel gestellt werden, schwierig, insbesondere in Böden, die landwirtschaftlich genutzt werden. Beispielsweise soll das ideale nematozide Mittel auf Nematoden nach Absorption oder Berührung toxisch wirken. Es muss gegenüber Pflanzen, die in demselben Boden wachsen, im wesentlichen nichttoxisch sein, und es soll beträchtliche Zeit im Boden verbleiben. Dieses zuletzt genannte Erfordernis ist besonders schwierig zu verwirklichen, da die als Nematozide verwendeten Chemikalien nicht nur verhältnismässig nichtflüchtig, sondern auch gegen mikrobiologischen Abbau beständig sein müssen.
Die meisten der bekannten nematoziden Verbindungen sind halogenierte Kohlenwasserstoffe der üblicherweise als Räuchermittel verwendeten Type. Diese Verbindungen sind zwar wirksam, haben jedoch verschiedene Nachteile, welche unter anderem in einer wesentlichen Toxizität sowohl gegenüber Pflanzen und Tieren als auch in einem besonders hohen Dampfdruck gelegen sind, wodurch sie nur beschränkte Zeit im Boden verbleiben. Es ist zwar grundsätzlich bekannt, dass Pyridinbasen als Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden können (vgl. z. B. deutsche Patentschriften Nr. 749 752, Nr. 693 827, Nr. 443 612 und Nr. 580 032, brit. Patentschrift Nr. 666, 730 und USA-Patentschrift Nr. 2, 427, 286). Es wurde jedoch nunmehr gefunden, dass gewisse Pyridinverbindungen als Mittel für die Vernichtung von Nematoden in Ackerböden besonders wertvoll sind.
Die als nematozid wirksamen Mittel gemäss der Erfindung verwendbaren Verbindungen sind Pyridinbasen und deren Säure-
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EMI1.2
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Nachstehend ist an Hand von Vergleichsversuchen die Wirksamkeit von erfindungsgemäss als nematozide Mittel verwendbaren Verbindungen der nematoziden Wirksamkeit von Verbindungen ähnlicher
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Konstitution bzw. von bekannten Nematodenbekämpfungsmitteln, gegenübergestellt. In den Vergleichs- versuchen wurde die nematozide Wirksamkeit gegen Melvidogyne incognita (Wurzelknotennematoden) sowie der Phytotoxizitätsgrad gegenüber Gurkensämlingen bestimmt.
Der verwendete Versuchsboden wurde durch Mischen von 1/2 Teil feinem weissen Sand und 1/2 Teil üblichem, ofengetrocknetem Bausand hergestellt. Das Sandgemisch wurde nicht sterilisiert. 15 mg der zu prüfenden Verbindung wurden eingewogen und in einen sauberen, trockenen Topf von 200 g einge- tragen.
Die Verbindung wird zuerst in 0,5 ml Lösungsmittel gelöst, worauf das Volumen der Lösung mit
0, 1% Netzmittel- (Tween 20)-Lösung auf 4 ml eingestellt wird ; dann werden 3 g Celatom MP-78 der
Lösung zugefügt, worauf gründlich gemischt wird. 100 g des Versuchsbodens werden dann in den Topf gegeben und der Inhalt des Topfes wird 10 min umgewälzt, um die zu prüfende Verbindung mit dem
Sandboden gründlich durchzumischen. 5 ml der Nematodenlarven-Suspension (s. unter "Herstellung des Impfmaterials") werden dem behandelten Boden im Topf zugesetzt ; es wird gründlich geschüttelt, um das Impfmaterial im Boden zu verteilen. Der Ropf wird dann in einen auf eineTemperatur von 25, 50C eingeregelten Brutraum gestellt.
Nach 7 Tagen wird der behandelte nematodenverseuchte Sand aus dem Topf in 63,5 mm Kunststoffbehälter überführt. 6 Samen derGurkensorte"GreenProfilic"werden inden
Sand gelegt. Die Kunststoffbehälter werden in 63,5 mm Tontöpfe gestellt, welche dauernd in den Sand eines Glashausgestelles eingebettet sind. Das Gestell wird von unten erwärmt und erhält eine zusätzliche Bestrahlung mit zeitgeregeltem Fluoreszenzlicht. Die Glashaustemperatur wird auf 25, 50C eingestellt.
Alle Behälter werden nach Bedarf bewässert. Am Ende des 5. Tages nach dem Besetzen mit dem Samen wird der Topf untersucht und, falls keine Keimlinge sichtbar sind, wird der Topf neuerdings mit Samen besetzt. Am Ende des 28. Tages nach dem ersten Besetzen und dem Neubesetzen des Samens wird der Krankheitsbefall beurteilt.
Jeder Vergleichsversuch umfasst folgende Kontrollreihen :
1. Kontrolle-Topf mit unbehandeltem Sand + Nematodenimpfrnaterial ;
2. Bezugsversuch M-TopfmitSand + mit 30mg 3, 5-Dimethyl-1, 3, 5-2H-tetrahydrothiadiazine- -2-thon (Mylone) behandeltes Nematodenimpfmaterial ;
3. Bezugsversuch N (wahlweise) - Topf mit Sand + mit 30 mg l, 2-Dibrom-2-chlorpropan (Nema- gon) behandeltes Nematodenimpfmaterial.
Zur Herstellung des Nematodenimpfmaterials werden 3 - 4 Pflanzen von Tomaten ("Bonny Best"), deren Wurzeln stark von Nematoden befallen sind, in Leitungswasser gründlich gewaschen. Das gesamte Wurzelsystem wird in Stücke von 6 mm Länge geschnitten. Die Stücke mit Gallen werden in einen Waring-Mischer gegeben und 30 sec mit 400 ml entionisiertem Wasser gemischt. Die erhaltene Suspension wird durch eine Lage Käsetuch geseiht und ist dann gebrauchsfertig. In jeden Versuchstopf werden 5 ml des flüssigen Impfmaterials gegeben.
Zur Einverleibung der Wirkstoffe in den Boden wurde zur Einstellung von Konzentrationen von 300 und 150 y/g bei festen und flüssigen Materialien in der Weise vorgegangen, dass 30 oder 15 mg zu prüfende Verbindung auf Milligramm genau eingewogen und in einen sauberen, trockenen Glastopf gegeben werden. Die Verbindung wird zuerst in 0, 5 ml Lösungsmittel gelöst ; die Lösung wird mit 0, 1'figer Tween 20 Lösung auf 4 ml aufgefüllt und dann mit 3 g trockenem, granuliertem Celatom MP-78 versetzt sowie mit der Verbindung gründlich gemischt. Celatom MP-78 absorbiert die Verbindung und dient als Träger. Das Präparat ist nun so weit fertig, dass es dem Sand einvérleibt werden kann.
Die Konzentration der Verbindungen für die Bezugsversuche wird auf Basis der aktiven Bestandteile
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als auch die festen Materialien werden wie oben beschrieben angesetzt.
Die üblichen Konzentrationen bei den handelsüblichen Nematoziden und den gemäss der Erfindung angewendeten Wirkverbindungen, wie sie bei den Bodenversuchen verwendet wurden, sind im folgenden angegeben :
30 mg/100 g Versuchssand = 300 y/g
15 mg/100 g Versuchssand = 150 y/g
7,5 mg/100 g Versuchssand = 75 y/g
3,8 mg/100 g Versuchssand = 38 y/g
2,0 mg/100 g Versuchssand = 19 y/g l, 0 mg/100 g Versuchssand = 10 y/g
Die Ergebnisse der Versuche sind nachstehend zusammengestellt :
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Glashaus-Vergleichsversuche unter Bewertung der nematoziden Wirksamkeit von 4-Jodvinylpyrroli- don-vinylpyridin-Komplexen, 2-(α,ss-Dichloräthyl)-pyridin-HCl und 1, 2-Dibrom-3-chlorpropan (Nemagon) :
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<tb>
<tb> Nematoden-Infektion-Index <SEP> 1) <SEP>
<tb> Verbindung <SEP> :
<SEP> Aufwand <SEP> - <SEP>
<tb> mengen <SEP> : <SEP>
<tb> y/g <SEP> Boden <SEP> : <SEP> 300 <SEP> 150 <SEP> 75 <SEP> 38 <SEP> 19 <SEP> 10
<tb> 2- <SEP> ( < x, <SEP> ss-Dichlor- <SEP>
<tb> äthyl)-pyridin-HCl <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> Jod <SEP> -vinylpyrroli <SEP> - <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP>
<tb> don-vinylpyridin- <SEP> 3 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb> Komplexe <SEP> 4 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP>
<tb> 1,2-Dibrom-
<tb> -2-chlorpropan <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 3 <SEP>
<tb> (Nemagon)
<tb>
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= Schlüssel1 = schwere Infektion ; 2 = mässig schwere Infektion ;
3 = mässige Infektion ; 4 = schwache Infektion ;
5 = keine Infektion (vollständige Vernichtung).
2) = Durchschnitt aus 3 Wiederholungen.
Die Erfindung betrifft insbesondere die Verwendung einer Pyridinbase oder eines Säureadditionssalzes der oben definierten Art in Mischung mit einem nicht-phytotoxisch wirksamen Verdünnungsmittel als nematozides Mittel.
Die Erfindung umfasst auch die Verwendung neuer Verbindungen, welche Pyridinbasen und deren
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oder Brom.
Beispiele für Pyridinbasen und deren Salze, die als nematozide Mittel im Rahmen der Erfindung anwendbar sind, umfassen die folgenden Verbindungen :
2 -Vinylpyridin, 4-Vinylpyridinhemioxalat, 2-Vinyl-4-äthylpyridin-bisulfat,
4-Vinyl-2, 6-diäthylpyridin,
4-Vinyl-2-n-propylpyridin, 4-(α-Chlorovinyl)-pyridinhydrochlorid,
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den Boden eingearbeitet, u. zw. vorzugsweise in einer Menge von etwa 0, 1 bis etwa 25, 7 g/m2. Die
Verbindungen können im Boden direkt aufgebracht werden oder sie können mit verschiedenen inerten, festen oder flüssigen Verdünnungsmitteln verdünnt und dann im nematodenverseuchten Bereich zur An- wendung gebracht werden.
Die bevorzugt auf Böden aufgebrachte Menge einer nematoziden Pyridinbase beträgt bei einem durchschnittlichen Nematodenbefall etwa 0,45 g/m2 - 3, 14 g/mZ. WenD ein Säure- additionssalz einer nematoziden Pyridinbase verwendet wird, hängt die angewendete Menge von der
Menge der jeweils vorliegenden Base ab, da die Säuren, die mit diesen Pyridinbasen Salze bilden, wenig . oder nichts zu dernematozidenAktivitätderBase beitragen und die Salze selbst lediglich zur Erleichterung der Handhabung und der Rezeptur benützt werden.
Zur Bildung von Säureadditionssalzen der als nema- tozide Mittel gemäss der Erfindung wirksamen Pyridinbasen können die folgenden Säuren verwendet wer- den : Schwefelsäure, Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Salpetersäure, Oxalsäure, Weinsäure,
Maleinsäure, Benzoesäure, Bernsteinsäure, Platinchlorwasserstoffsäure, Wolframsäure u. dgl.
Während die meisten dieser durch eine deroben angegebenenformeln versinnbildlichtenverbindun- gen in Form der freien Basen stabil sind, haben gewisse von ihnen, insbesondere in wässeriger Lösung, die Neigung, Halogenwasserstoff abzuspalten oder zu polymerisieren. Wenn Halogenwasserstoff abgespalten wird, bildet sich ein Säureadditionssalz eines Halogenwasserstoffs einer freien Pyridinbase, die auf
Grund der Halogenwasserstoffabspaltungsreaktion eine neue Doppelbindung aufweist. Gemäss der Erfin- dung werden die freien Pyridinbasen der oben angegebenen Formel, welche Halogenwasserstoff abspalten können, üblicherweise in Form der Säureadditionssalze gelagert und verwendet, obwohl es auch möglich ist, die potentiell instabile, freie Base herzustellen und unmittelbar danach im nematodenverseuchten Boden anzuwenden.
Ferner werden solche Pyridinbasen, die zur Polymerisation neigen, üblicherweise mit einem Polymerisationsinhibitor in Berührung gehalten, der gewünschtenfalls vor dem Aufbringen der freien Base auf einem nematodenbefallenen Boden entfernt werden kann.
Die Verwendung der durch die allgemeine Formel versinnbildlichten Pyridinbasen als nematodenvernichtende Mittel kann anhand des folgenden Verfahrens erläutert werden : Ein Versuchsboden wird dadurch hergestellt, dass man 2 Teile weissen Putzsand, 2 Teile Bausand und 1 Teil getrockneten Lehm miteinander innig vermischt. Das entstehende Gemisch wird durch ein feines Sieb geführt und so befeuchtet, dass das Produkt krümelig wird. Eine Menge der Pyridinbase oder eines Säureadditionssalzes derselben, deren Aktivität als nematodenvernichtendes Mittel bestimmt werden soll, wird eingewogen und in einen reinen, 113,4 g (4 Unzen) fassenden Topf gebracht.
Als Träger werden 2,5 ml hydratisiertes Siliziumdioxyd zugesetzt und die zu prüfende Verbindung sowie der Träger werden innig gemischt. 100 g des wie vorstehend angegeben hergestellten Gemisches werden dann in den Topf gegeben und der Topf wird etwa 30 min umgewälzt, um ein inniges Mischen zu gewährleisten. 5 ml eines Nematodenimpfmaterials in Form von durch Flüssigkeit erweichten Gallen und Eimassen aus Gurkenwurzeln, die von Meloidogyne incognita - Südländische Wurzelknotennematoden - befallen waren, werden dem behandelten Boden in den 4-Unzentopf zugefügt und der Topf wird erneut geschüttelt, um das Impfmaterial zu verteilen. Der Topf wird dann mit einer Kappe versehen und in einem Brutraum, der auf etwa 25, 5 C (780 F) erwärmt ist, auf ein Regal gestellt.
Nach 10 Tagen wird der Topf dem Brutraum entnommen und der behandelte, nematodenbefallene Boden wird in einen 170 g (6 Unzen) fassenden, mit Wachs überzogenen Papierbecher gebracht, der im Boden Abflusslöcher aufweist. 5 Gurkensamen werden in den Boden eingebracht, der dann bewässert wird. Die mit Wachs überzogenen Papierbecher werden dann in ein Glashaus gebracht, das mit einer Bodenheizung auf 26, 70C (800 F) geheizt war und eine Fluoreszenzbeleuchtung aufwies. Die Papierbecher wurden dort 14 Tage belassen, wobei nach Massgabe des Bedarfs bewässert wurde. Am Ende des 7. Tages nach dem Einpflanzen der Samen wurden die Becher überprüft und wenn kein Sämling feststellbar war, wurden weitere 5 Samen eingepflanzt.
Am Ende der 24 Tage, die nach dem erstenEinbringen der Samen folgten, wurden die Samen aus dem Boden entfernt und deren Wurzeln auf Nematodengallen untersucht. Die Beurteilung bzw. Klassifizierung des Krankheitszustandes erfolgte nach der Zahl der Nematodengallen und der Schwere der Infektion. Versuchstöpfe, die kein Nematozid, und Versuchstöpfe, die handelsübliche Nematozide enthielten, wurden ebenfalls dem Versuch unterworfen.
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In der folgenden Tabelle 1 sind die Ergebnisse dieser Versuche angegeben. Bei der Beurteilung wurde folgende Klassifizierung angewendet : 1 = Schwere Erkrankung, die von unbehandeltem Vergleichsboden
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und 5 = keine Erkrankung. Tabelle 1 :
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<tb>
<tb> Verbindung <SEP> : <SEP> Abschätzung <SEP> der <SEP> Erkrankung <SEP> bei <SEP> einer
<tb> Menge <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> in <SEP> kg/m2 <SEP> (Ibs/acre) <SEP> :
<SEP>
<tb> 29, <SEP> 4 <SEP> 14, <SEP> 3 <SEP> 7, <SEP> 15 <SEP> 3, <SEP> 58 <SEP> 1, <SEP> 79 <SEP>
<tb> (256) <SEP> (128) <SEP> (64) <SEP> (32) <SEP> (16)
<tb> 4-Vinylpyridin <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 3,2 <SEP> 1,5
<tb> 2-Vinylpyridin <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 4,8
<tb> 2-Vinyl-5-äthylpyridin <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 1,6 <SEP> 1
<tb> 5-Vinyl-2-picolin <SEP> 4, <SEP> 3 <SEP> 3,2 <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb> 4-Vinylpyridin-hydrobromid <SEP> 5 <SEP> 4,5 <SEP> 2,5 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb> 2-Vinylpyridin-hydrochlorid <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 4, <SEP> 8 <SEP>
<tb> 2-Vinylpyridin-hemisulfat <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5
<tb> 4-Vinylpyridin <SEP> -hydrochlorid <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 4 <SEP> 1 <SEP>
<tb> 4-Vinylpyridin-hemisulfat <SEP> 5 <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 2,
5 <SEP> 1
<tb> 2-Vinyl-5-äthylpyridin-
<tb> -hydrochlorid <SEP> 5 <SEP> 3 <SEP> 8 <SEP> 1,8 <SEP> 1,1 <SEP> 1, <SEP> 1 <SEP>
<tb> 2-Vinylpyridin-hemioxalat <SEP> 5* <SEP> 4, <SEP> 4* <SEP> 3,5 <SEP> 1,5 <SEP> 1
<tb> 2- <SEP> - <SEP> (a <SEP> - <SEP> Chlorvinyl) <SEP> -pyridin <SEP> - <SEP>
<tb> - <SEP> hydrochlorid <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5
<tb> 2-(α,ss-Dichloräthyl)-pyridin-
<tb> - <SEP> hydrochlorid <SEP> 5* <SEP> 5* <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5
<tb> 2-(α,α,ss-Trichloräthyl)-
<tb> -pyridin-hydrochlorid <SEP> 3,5 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb> 2- <SEP> (a-Bromvinyl)-pyridin-
<tb> -hydrobromid <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5
<tb> 2- <SEP> (α,α,ss-Trichloräthyl)-
<tb> - <SEP> pyridin <SEP> 4 <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP>
<tb>
* = Verkümmern der Pflanzen.
Einige dieser Verbindungen wurden als Nematodenvernichtungsmittel nach der oben angegebenen Prüfmethode angewendet. Es wurden jedoch geringere Mengen der Verbindungen angewendet.
In Tabelle 2 sind die Ergebnisse dieser weiteren Versuche zusammengestellt.
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Tabelle 2 :
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<tb>
<tb> Verbindung <SEP> : <SEP> Abschätzung <SEP> der <SEP> Erkrankung <SEP> bei <SEP> einer
<tb> Menge <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> in <SEP> kg/cm <SEP> (1bs/acre):
<tb> 0, <SEP> 9 <SEP> (8) <SEP> 0, <SEP> 45 <SEP> (4) <SEP> 0, <SEP> 22 <SEP> (2)
<tb> 2-Vinylpyridin-hydrochlorid <SEP> 4 <SEP> 1
<tb> 2-Vinylpyridin-hemisulfat <SEP> 3,6 <SEP> 1
<tb> 2- <SEP> (α-ss-Dichloräthyl)-pyridin-
<tb> - <SEP> hydrochlorid <SEP> 4, <SEP> 8 <SEP> 2,7 <SEP> 1
<tb> 2- <SEP> ( < <SEP> -Chlorvinyl)-pyridin- <SEP>
<tb> - <SEP> hydrochlorid <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 3,2
<tb> 2- <SEP> (a-Bromvinyl)-pyridin-
<tb> - <SEP> hydrochlorid <SEP> 5 <SEP> 4,6 <SEP> 1
<tb>
Es wurde auch ein etwas strengerer Versuch betreffend die Eignung der Verbindungen zur Bekämpfung von Nematodenbefall im Boden durchgeführt.
In Tabelle 3 sind die Ergebnisse der Überprüfung einiger Verbindungen, insbesonderederVinylpyridine und deren Salzen, angegeben. Bei der Bewertung der nematoziden Aktivität der geprüften Verbindungen wurde derselbe Massstab wie oben angewendet.
Tabelle 3 :
EMI6.2
<tb>
<tb> Verbindung <SEP> : <SEP> Abschätzung <SEP> der <SEP> Erkrankung <SEP> bei <SEP> einer
<tb> Menge <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> in <SEP> kg/m2 <SEP> (1bs/acre):
<tb> 14, <SEP> 3 <SEP> 7, <SEP> 15 <SEP> 3, <SEP> 58 <SEP> 1, <SEP> 79 <SEP>
<tb> (128) <SEP> (64) <SEP> (32) <SEP> (16)
<tb> 4-Vinylpyridin <SEP> 5 <SEP> 4, <SEP> 4 <SEP> 4,5 <SEP> 3,5
<tb> 2-Vinylpyridin <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 4,8 <SEP> 4
<tb> 2-Vinylpyridin-hydrochlorid <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 2,5 <SEP> 1
<tb> 2-Vinylpyridin-hemisulfat <SEP> 5 <SEP> 3,5 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb> 4-Vinylpyridin <SEP> -hydrochlorid <SEP> 5 <SEP> 4,5 <SEP> 2 <SEP> 1
<tb> 4-Vinylpyridin-hemisulfat <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 3,5 <SEP> 1
<tb> 2-Vinyl-5-äthylpyridin <SEP> 4,5 <SEP> 3 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb> 2- <SEP> (a-Chlorvinyl)-pyridin-
<tb> -hydrochlorid <SEP> 5
<tb> 2-(α
,ss-Dichloräthyl)-pyridin-
<tb> -hydrochlorid <SEP> hydrochlorid <SEP> --- <SEP> 5 <SEP>
<tb>
2-Vinylpyridin wurde auch im Freilandversuch auf seine Eignung zur Vernichtung von Südländischen Wurzelknotennematoden untersucht, wobei dieselbe Bewertungsskala (1 - 5) bei der Abschätzung des Ausmasses der Nematodeninfektion angewendet wurde.
Die folgende Tabelle 4 veranschaulicht die Ergebnisse dieses Freilandversuches.
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Tabelle 4 :
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<tb>
<tb> Verbindung <SEP> : <SEP> Abschätzung <SEP> der <SEP> Erkrankung <SEP> bei <SEP> einer
<tb> Menge <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> in <SEP> kg/m2 <SEP> (lbs/acre) <SEP> : <SEP>
<tb> 53, <SEP> 8 <SEP> 35, <SEP> 8 <SEP> 13, <SEP> 4 <SEP> 3, <SEP> 58 <SEP> 1, <SEP> 79 <SEP> 0
<tb> (480) <SEP> (320) <SEP> (120) <SEP> (32) <SEP> (16) <SEP> (0)
<tb> 2 <SEP> -Vinylpyridin <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 4 <SEP> 1* <SEP>
<tb>
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ist, lässt man die Reaktionsmischung langsam auf Zimmertemperatur erwärmen ; bie dieser Temperatur lässt man sie etwa 14 h stehen. Man filtriert dann die Reaktionsmischung, wobei man ein 2-(α,ss-Di- chloräthyl)-pyridin-hydrochloridenthaltendesFiltrat erhält.
DasFiltrat wird durch Eindampfen im Vakuum eingeengt, bis sich Kristalle von 2-(α,ss-Dichloräthyl)-pyridin-hydrochlorid zu bilden beginnen. Das
Konzentrat wird abgekühlt und die Kristalle werden abfiltriert. Das so hergestellte 2- (ex, ss-Dichloräthyl) - -pyridin-hydrochlorid schmilzt bei etwa 125-126, 50C.
Analyse : Berechnet : N = 6, 591o
Gefunden : N = 6, 430/0.
2-(α,ss-Dibromäthyl)-pyridin kann auf ähnliche Weise hergestellt werden. Das Hydrochlorid desselben schmilzt bei etwa 143 bis etwa 145, 50C.
Herstellung von 2- (a-Chlorvinyl)-pyridin.
30 g des 2- (a, ss-Dichlorvinyl)-pyridin-hydrochlorids werden in 100 ml Wasser aufgelöst ; es werden 11, 9 g Natriumbicarbonat zugegeben, wodurch sich die freie Base 2- (ex, ss-Dichlorvinyl) -pyridin bildet.
Die freie Base ist in der alkalischen Lösung unlöslich und wird mit 150ml Äther extrahiert. Die ätherische Lösung wird abgetrennt und getrocknet. Ein aliquoter Teil der getrockneten Ätherlösung, der 10 g 2-(α,ss-Dichlorvinyl)-pyridin in 100 ml Äther enthält, wird im Vakuum zur Trockne eingedampft. Es werden 12 ml wasserfreies Äthanol zugesetzt und die Mischung wird etwa 5 h auf Siedetemperatur unter Rückflusskühlung erhitzt. Die Reaktionsmischung wird langsam auf Zimmertemperatur gekühlt und dann auf etwa 00C abgeschreckt. Während dieser Zeit fällt eine kristalline Fällung von 2- ( (x-Chlorvinyl)-pyridin- - hydrochlorid aus und wird durch Filtrieren abgetrennt.
Durch Zugabe von Äther zum Filtrat erhält man eine weitere Menge an Kristallen derselben Verbindung. Die beiden Kristallmengen werden vereinigt und aus wasserfreiem Äthanol umkristallisiert. 2 ( < x-Chlorvinyl)-pyridin-hydrochlorid schmilzt bei etwa 138-1430C.
Analyse : Berechnet : N = 7, 96%
Gefunden : N = 7, 60%.
2-(α-Chlorvinyl)-pyridin und 2-(α-Bromvinyl)-pyridin können auf ähnliche Weise hergestellt werden.
Andere Verbindungen der neuen Gruppe von nematoziden Wirkstoffen der vorstehend angegebenen Art, wie 2-(α,α,ss-Trichloräthyl)-pyridin-hydrochlorid, können erhalten werden, indem das oben beschriebene Verfahren der Herstellung der gewünschten Verbindung angepasst wird.
Salze vonPyridinbasen der oben angegebenen allgemeinen Formeln werden erhalten, indem man 1 Äquivalent der Base in Äther oder Alkohol gelöst und eine äquivalente Menge der Säure in Abhängigkeit von der Löslichkeit der Säure als ätherische oder wässerige Lösung zusetzt. Das Säureadditionssalz wird dann entweder durch Eindampfen der Lösung oder, wenn das Säureadditionssalz in dem bei der Reaktion verwendeten Lösungsmittel unlöslich ist, durch einfache Filtration erhalten. Die meisten der Salze
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hygroskopisch,pyridin-hydrobromid und 2-Vinyl-5-äthylpyridin-hemisulfat. Andere Salze jedoch, wie 2-Vinylpyridinhemioxalat (F. = 147-1490C) und 2-Vinylpyridin-chlorplatinat (F. = 161-1620C), sind nicht hygroskopisch und können im trockenen Zustand ohne besondere, den Ausschluss von Feuchtigkeit betreffende Vorkehrungen verarbeitet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Die Verwendung einer Verbindung der allgemeinen Formeln
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**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.