AT271983B - Verfahren zur Inhibierung des Wuchses grasartiger Unkräuter - Google Patents

Verfahren zur Inhibierung des Wuchses grasartiger Unkräuter

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Inhibierung des Wuchses grasartiger Unkräuter 
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Inhibierung des Wuchses von Unkräutern des Grastypus auf landwirtschaftlich genutzten Böden unter Verwendung neuer a-Chloracetamide. 



   In den vergangenen Jahren wurden neue Vorauflaufherbizide gefunden, die N-substituierte a-Chloracetamide als Wirkstoffe enthalten. 



   So sind in der DAS 1014380 substituierte Halogenacetamide der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 als Mittel zur Bekämpfung des Keimes von Samen und des Wachstums von Pflanzen beschrieben, worin X irgendein Halogenatom sein kann und Rl bzw. R2 Wasserstoff, aliphatische Radikale mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, Cyclohexyl-, Phenyl-, Benzyl- oder heterocyclisch   substituiertes Methyl oder R 1 und     R2 zusammen   ein ringschliessendes, zweiwertiges Kohlenwasserstoff-,   Thiokohlenwasserstoff- oder   Oxokohlenwasserstoffradikal sein können, wobei die cyclischen Substituenten jeweils noch aliphatische Substituenten wie einen Alkylrest mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen, Halogen- oder Nitrosubstituenten tragen können.

   Die aliphatischen Substituenten sind in ihrer Konstitution ausdrücklich angeführt und können Alkyl-, Alkenyl- und Alkinylgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen sein. Auch   oxoaliphatische   Substituenten sind erwähnt, jedoch sind die beanspruchten ausdrücklich aufgezählt. Alkoxymethylsubstituenten sind nicht erwähnt. Gegenüber diesen zahlreichen, in die Tausende gehenden, möglichen Verbindungen der DAS 1014380 wurde gemäss der Erfindung gefunden, dass eine eng begrenzte Anzahl von substituierten   a-Chloracetamiden,   deren beide Wasserstoffatome am Stickstoff substituiert sind, wobei ein Substituent eine Alkoxymethylgruppe ist, als herbizide Mittel für ein Verfahren zur Inhibierung des Wuchses grasartiger Unkräuter auf landwirtschaftlich genutzten Böden hervorragend geeignet ist. 



   Die Anwesenheit und die Art des Substituenten am Stickstoffatom ist nämlich von besonderer Bedeutung, weil   a-Chloracetamid   selbst keine Wirksamkeit als Vorauflaufherbizide aufweist und viele N-substituierte Typen ebenso ohne Wirksamkeit sind. Versuche, die herbizide Wirksamkeit mit der   Substituentenkonfiguration   in Wechselbeziehung zu bringen, brachten keine brauchbaren Ergebnisse. 



  Die Vorhersage einer Wirkung in Hinblick auf die Aktivität der verschiedenen Substituenten ist gewöhnlich nicht möglich. 



   N-substituierte   a-Chloracetamide   werden durch Umsetzen des   ct-Chloracetylchlorids   mit einem primären oder sekundären Amin, das den gewünschten Substituenten aufweist, hergestellt. Versuche, 

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 dieses Verfahren zur Herstellung von   a-Chloracetamiden   mit Alkoxymethylsubstituenten am Stickstoff zu verwenden, verliefen völlig erfolglos. Die mögliche Aktivität eines   a-Chloracetamids   mit einem Alkoxymethylsubstituenten und einem zweiten Substituenten am Stickstoffatom waren daher Gegenstand eines Untersuchungsprogramms, das auch auf ein indirektes Verfahren zur Herstellung solcher   a-Chloracetamide   gerichtet war, die nach dem herkömmlichen Verfahren nicht hergestellt werden konnten. 



   Der Zweck dieser Erfindung besteht nun darin, ein Verfahren zur Inhibierung des Wuchses von grasartigen Unkräutern auf landwirtschaftlich genutzten Böden zu schaffen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man auf den Boden ein herbizides Mittel aufbringt, das als Wirkstoff eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI2.1 
 enthält, worin Reinen Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylrest mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen und   R'einen   Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, einen Alkenylrest mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen oder einen Alkinylrest mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen bedeuten. 



   Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird als Wirkstoff ein N-Alkyl-N-alkoxymethyl-ct-chloracetamid eingesetzt, worin der N-Alkylrest bis zu 4 Kohlenstoffatome und der Alkoxyrestbiszu 12 Kohlenstoffatome hat. Eine weitere günstige Ausführungsform sieht die Anwendung eines   N-Allyl-N-alkenyloxymethyl-tx-chloracetamides   vor, worin der Alkenylrest bis zu 12 Kohlenstoffatome hat. Eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens ist schliesslich durch die Verwendung eines   N-Alkyl-N-alkinyloxymethyl-cx-chloracetamides   als Wirkstoff gekennzeichnet, worin der N-Alkylrest bis zu 4 Kohlenstoffatome und der Alkinylrest bis zu 12 Kohlenstoffatome hat. 



   Die in dem erfindungsgemässen Verfahren eingesetzten neuen Verbindungen der oben angegebenen allgemeinen Struktur können nach dem folgenden Verfahren hergestellt werden :
Ein primäres Amin mit dem gewünschten R'-Substituenten wird zunächst mit Formaldehyd umgesetzt. Die Reaktion folgt der Gleichung 
 EMI2.2 
 
Diese Umsetzung mit Formalin wird vorteilhaft bei Temperaturen zwischen 0 und   200C   in einem Lösungsmittel für Hexahydrotriazin ausgeführt, das mit Wasser nicht mischbar ist. Irgendein Lösungmittel kann verwendet werden, das in Wasser nicht löslich ist, beispielsweise Tetrachlorkohlenstoff, Äther, Chloroform oder Trichloräthylen. Dabei entsteht ein Zweiphasensystem, wobei die nichtwässerige Phase desselben das gewünschte Hexahydrotriazin enthält. 



   Anschliessend kann die weitere Reaktion in demselben organischen Lösungsmittelmedium, das vorzugsweise ein flüchtiges Lösungsmittel ist, durch Zugabe des   a-Chloracetylchlorids   bei oder unter Zimmertemperatur,   z.   B. bei einer Temperatur von-10 bis 20oC, durchgeführt werden. Dieser Teil der Reaktion soll unter wasserfreien Bedingungen durch Trocknen der abgetrennten organischen Lösungsmittelphase und Arbeiten in einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt werden. Die Reaktion läuft wie folgt   ab :   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
In diesem Stadium wird schliesslich ein Alkohol mit einer solchen organischen Gruppe, die in dem Alkoxymethylsubstituenten vorliegen soll, in wenigstens stöchiometrischem Verhältnis zugegeben. Ein Alkoholüberschuss kann mitunter vorteilhaft sein.

   Das Reaktionsgemisch wird dann allmählich auf Rückflusstemperatur erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und das Lösungsmittel durch Erhitzen auf dem Wasserbad unter vermindertem Druck entfernt. Das gewünschte Produkt kann durch Vakuumdestillation gereinigt werden. Das erhaltene Produkt hat die Struktur 
 EMI3.2 
 
Weitere Einzelheiten zu dieser Darstellungsmethode der neuen, als Wirkstoffe dienenden Verbindungen sind in den nachfolgenden Herstellungsbeispielen angegeben. 



     Beispiel l :   Ein in einem Eisbad gekühlter Kolben wurde mit 400 ml Äther und 82 g Propylamin beschickt und 113,4 ml   37%iges   Formalin allmählich zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 2 h gerührt. Die Ätherphase wurde dann von dem Reaktionsgemisch abgetrennt und nach dem Trocknen der Ätherphase wurde das Lösungsmittel verdampft. Das erhaltene Produkt wurde bei   870C   bei 2 mm Druck destilliert. Das als N, NI,   N"-Tripropylhexahydrotriazin   identifizierte Produkt wurde mit einer 
 EMI3.3 
 Reaktionsprodukt wurde mit einem Überschuss n-Butylalkohol behandelt und Triäthylamin zugegeben. 



  Bei Stehenlassen schied sich Triäthylaminhydrochlorid aus und dieses wurde durch Filtrieren entfernt. Das Filtrat wurde bei 2 mm Druck destilliert. Die zwischen 123 und 1250C siedende Fraktion wurde abgetrennt, die dabei erhaltene Verbindung hatte folgende Struktur : 
 EMI3.4 
 
Beispiel 2 : Verwendet man das Verfahren von Beispiel   l,   jedoch unter Einsatz von Propargylamin an Stelle von n-Propylamin und von Nonylalkohol statt n-Butylalkohol, so wird eine Verbindung der folgenden Struktur erhalten : 
 EMI3.5 
 Beispiel 3 : Allylamin wurde mit Formaldehyd kondensiert und das Produkt mit -Chloracetyl- 
 EMI3.6 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
Beispiel 4 : Butylamin, Formalin, Chloracetylchlorid und   2-Äthylhexanol wurden nach dem   Verfahren von Beispiel 1 umgesetzt.

   Das erhaltene Produkt hatte die Struktur : 
 EMI4.2 
   Beispiel 5 :   Äthylamin wurde mit Formaldehyd kondensiert und das Produkt mit a-Chloracetylchlorid nach dem Verfahren von Beispiel 1 umgesetzt. Das Chlormethylderivat wurde dann mit Methanol unter Bildung eines Produkts der folgenden Struktur behandelt : 
 EMI4.3 
 
Beispiel 6 : Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch wurden Methylamin an Stelle von Propylamin und Decinylalkohol an Stelle von Butylalkohol verwendet. Das aus dem Reaktionsgemisch gewonnene Produkt wurde mit der folgenden Struktur identifiziert : 
 EMI4.4 
 
 EMI4.5 
 
 EMI4.6 
 worin   R'der   Rest ist, der von dem primären Amin herrührt. 



   Dieses Produkt wird dann mit Phosphorpentachlorid und dann mit einem Alkohol ROH unter Bildung des folgenden Produktes umgesetzt : 
 EMI4.7 
 
Weitere Einzelheiten dieser Synthese sind in den folgenden Beispielen beschrieben, die die Verfahrensstufen der Umsetzung des N-substituierten Chloracetamids mit Formaldehyd, Phosphorpenta- 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 chlorid und Alkohol erläutern. 



   Beispiel 7: Ein Gemisch von 107 g   N-Methyl-ct-chloracetamid   und 30 g Paraformaldehyd wurde bei 1050C in einem Druckkolben erhitzt, bis alle Feststoffe gelöst waren. Das Reaktionsprodukt wurde in Dioxan gelöst und eine Lösung von 41,6 g Phosphorpentachlorid in 100 ml Dioxan allmählich während 60 min zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 30 min lang auf eine Temperatur von 30 bis 400C erhitzt. Dann wurde das Dioxan unter Vakuum entfernt. Der Rückstand wurde mit Chloroform gewaschen und der erhaltene Niederschlag abfiltriert. Das Filtrat wurde im Vakuum eingeengt und eine Lösung von 37 g n-Butanol in 150 ml Chloroform zugegeben. Nach Abkühlen auf   10 C   wurde eine Lösung von 11 g Triäthylamin in Chloroform zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde über   MgSO   getrocknet und das Lösungsmittel verdampft.

   Das Produkt wurde als   N-Methyl-N- (n-butoxymethyl) - a-   - chloracetamid identifiziert. 
 EMI5.1 
 Formaldehyd, Phosphorpentachlorid und 2-Äthylhexanol behandelt wurde. Das beschriebene Produkt wurde aus dem Endreaktionsgemisch gewonnen. 



   Beispiel 10 : Es wurde das Verfahren von Beispiel 8 mit den darin angegebenen Substanzen ausgeführt, wobei aber n-Butanol an Stelle von Methanol eingesetzt wurde. Es wurde so die Verbindung   N- (n-Propyl)-N- (n-butyloxymethyl)-ct-chloracetamid hergestellt.    



   Beispiel 11: Das Verfahren von Beispiel 7 wurde wiederholt, wobei aber N-Äthyl-a-chloracetamid und Paraformaldehyd eingesetzt wurden. Das erhaltene Produkt wurde dann mit Phosphorpen-   tachlorid behandelt. Das so   hergestellte   N-Äthyl-N-chlormethyl-a-chloracetamid   wurde mit Dodecanol zur Darstellung von   N-Äthyl-N-dodecyloxymethyl-ct-chloracetamid   umgesetzt. 



     Beispiel 12 :   Aus der Reaktion von   N-Allyl- a-chloracetamid   mit Formaldehyd wurde das N-   - Allyl-N-hydroxymethyl-ct-cbloracetamid gewonnen.   Die Behandlung mit Phosphorpentachlorid wie in Beispiel 7 und nachfolgende Zugabe von Äthylalkohol führte zur Bildung von N-Allyl-N-äthoxymethyl- a-chloracetamid. 



   Beispiel 13 : Das Reaktionsprodukt aus   N-Methyl-K-chloracetamid   und Paraformaldehyd, das nach der Methode von Beispiel 7 hergestellt worden war, wurde nacheinander mit Phosphorpentachlorid und 1-Octinylalkohol umgesetzt, wodurch   N-Methyl-N-octinyloxymethyl-a-chloracetamid   gewonnen wurde. 



   Beispiel 14 : Das Verfahren von Beispiel 7   wurde wiederholt und eine Dioxanlösung von N-   -Methyl-N-chlormethyl-a-chloracetamid erhalten. Nach weitgehendem Entfernen des Dioxans wurde eine Chloroformlösung von Pentenylalkohol zugegeben. Das Lösungsmittel wurde verdampft und das ge- 
 EMI5.2 
 Ziehen verschiedener Pflanzen in Gewächshausaussaaten bestimmt, wobei jede Pflanze einen bestimmten botanischen Typus darstellt. 



   Die Saatflächen wurden mit solchen Mengen Herbizid, die einem Verhältnis von 5,6, 1, 12 bzw. 



  0,28 kg/ha entsprechen, behandelt. In der folgenden Aufstellung der herbiziden Wirksamkeit sind diese Pflanzen durch die nachfolgenden Buchstaben dargestellt : 
 EMI5.3 
 
<tb> 
<tb> A <SEP> Wildhafer <SEP> I <SEP> Baumwolle
<tb> B <SEP> Bromgras <SEP> J <SEP> Mais
<tb> C <SEP> Reygras <SEP> (Lolch) <SEP> K <SEP> Sojabohne
<tb> D <SEP> Fuchsschwanz <SEP> L <SEP> wilder <SEP> Buchweizen
<tb> E <SEP> Barnyard <SEP> Gras <SEP> (Hühnerhirse) <SEP> M <SEP> Tomate
<tb> F <SEP> Crabgras <SEP> (Bluthirse) <SEP> N <SEP> Sorghum
<tb> G <SEP> Gänsefuss <SEP> 0 <SEP> Reis
<tb> H <SEP> Zuckerrübe
<tb> 
 
Der relative Wert jeder Verbindung im Hinblick auf ihre herbizide Wirkung auf die verschiedenen Pflanzen wird durch die folgende Zahl angegeben :

   

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> 0 <SEP> keine <SEP> Phytotoxizität
<tb> 1 <SEP> leichte <SEP> Phytotoxizität
<tb> 2 <SEP> mässige <SEP> Phytotoxizität
<tb> 3 <SEP> schwere <SEP> Phytotoxizität
<tb> 
 
 EMI6.2 
 
<tb> 
<tb> kg/ha <SEP> A <SEP> B <SEP> C <SEP> D <SEP> E <SEP> F <SEP> G <SEP> H <SEP> I <SEP> J <SEP> K <SEP> L <SEP> M <SEP> N <SEP> 0
<tb> N-Methyl-N- <SEP> (n-butyl- <SEP> 5,6 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> - <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 1 <SEP> - <SEP> - <SEP> 2 <SEP> 0 <SEP> 2 <SEP> 2oxymethyl) <SEP> - <SEP> a-chlor- <SEP> 1, <SEP> 12 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 3 <SEP> 2
<tb> acetamid <SEP> 0, <SEP> 28 <SEP> 0 <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 0
<tb> N- <SEP> (n-Propyl)-N- <SEP> 5,

  6 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 0--0 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 3-
<tb> (n-butyloxymethyl)-1, <SEP> 12 <SEP> 0 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 2 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 2 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 2
<tb> a-chloracetamid
<tb> 
 
 EMI6.3 
 
Es ist klar, dass nach der vorstehenden Bewertungstabelle die   a-Chloracetamide,   die aliphatische
Oxymethylsubstituenten haben, sehr wirksame grasspezifische Herbizide bei Anwendungsmengen von 5,6 und 1, 12 kg/ha darstellen. Es ist dabei festzuhalten, dass Nutzpflanzen, Sojabohnen, Mais, Baumwolle und Zuckerrübe durch die Herbizide nicht inhibiert werden, während diese Herbizide gegenüber allen Gräsern stark phytotoxisch wirken, beispielsweise Wildhafer, Bromgras, Lolch, Fuchsschwanz, Hühnerhirse und Bluthirse. 



   Die Herbizide werden als Vorauflaufherbizide eingesetzt, wobei sie gleichmässig auf die Oberfläche aufgetragenoder durch leichte Kultivierung in den Boden eingemischt werden, um die auf der Oberfläche aufgebrachten Herbizide in der obersten Schicht der Erde fein zu verteilen. Der Samen kommt vor bzw. der Sämling bei der Keimung in Berührung mit den Herbiziden, gewöhnlich bevor die Pflanze vom Boden aufläuft. In einigen Fällen wird ein stark inhibierter Sämling auflaufen, kurz bevor die herbizide Wirkung feststellbar ist. In solchen Fällen wird die Pflanze jedoch gleich nach dem Auflaufen zerstört. 



   Obwohl die oben beschriebenen Wirkungsangaben die überragende Wirksamkeit bei Anwendungsmengen von 5,6 und 1, 12 kg/ha zeigen, sind viele dieser Herbizide auch bei geringeren Mengen, beispielsweise 0, 28 kg/ha, wirksam. So zeigen z. B. die Angaben der obigen Tabelle, dass N-Methyl-N-   - (n-butyloxymethyl)- (x-chloracetamid   bei Verwendung in einer Menge von 0,28 kg/ha bei verschiedenen Gräsertypen inhibierend wirkt, aber keine herbizide Wirkung bei Mais, Baumwolle, Zuckerrübe und Sojabohne aufweist. Bei höheren Anwendungsmengen, beispielsweise 5,6 bis 11,2 kg/ha, ist ein breites Spektrum der Wirkung gegenüber Unkraut erkennbar, wobei selbst bei diesen höheren Mengen die Nutzpflanzen nicht beeinträchtigt werden. Einige empfindliche Pflanzen werden bei der Vorauflaufbehandlung bei Anwendungsmengenselbstvon nur 0, 11 kg/ha zerstört.

   Es scheint, dass die Wirksamkeit bis zu einem gewissen Ausmass auf einkeimblätterige Pflanzen beschränkt ist. Es werden indessen gelegentlich aber auch zweikeimblätterige Pflanzen zerstört. 



   Die festen Zubereitungen, die häufig als Stäube bezeichnet werden, können zusätzlich zu dem aktiven Bestandteil Verdünnungsmittel oder Streckmittel, Dispergiermittel zur Hintanhaltung lokaler hoher Konzentrationen und Mittel, die die Verteilung in der Erde oder in Grundwässern erleichtern, enthalten. Geeignete feste Verdünnungsmittel sind solche, die die Zubereitungen ständig trocken und 

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 freifliessend halten. Demgemäss sind hygroskopische Materialien zu vermeiden, es sei denn, die Zubereitungen enthalten eine weitere Substanz, die als Hilfsmittel wirkt, um sie freifliessend zu erhalten. 



  Wirksame feste Verdünnungsmittel, die vorzugsweise pulverförmig oder granuliert sind, um wirkungsvolle Träger für den Wirkstoff abzugeben, sind natürliche Erden und Tone, wie Porzellanerde (Kaolin), Bentonite und Attapulgit ; andere Materalien in natürlichem Zustand, wie Talk,   Pyrophyllit, Quarz,   Diatomeenerde, Fullererde, Kreide, Mineralphosphate und Schwefel ; chemisch modifizierte Mineralien, wie säurebehandelter Bentonit, gefälltes Kalziumphosphat, gefälltes Kalziumcarbonat und kolloidale   Kieselsäure.   Diese Verdünnungsmittel können einen wesentlichen Anteil, beispielsweise 50 bis 98   Gel.-%   der auf die Pflanze oder auf die Erde angewendeten Zubereitung, ausmachen.

   Konzentriertere Herbizide erfordern eine Verdünnung durch den Verbraucher, um sie im Boden in einwandfreier Weise in den Zustand höchster Wirksamkeit zu bringen. Die konzentrierten festen herbiziden Zubereitungen können mit geringerer Gefahr benutzt werden, wenn sie mit der Oberflächenschicht der Erde mittels einer Scheibenegge, eines Scheibenpfluges oder einer Egge direkt zur Zeit der Anwendung gemischt werden. 



   Flüssige Zubereitungen für die herbizide Anwendung können Lösungen oder flüssige Dispersionen sein. Die Auswahl eines flüssigen Mediums wird bis zu einem gewissen Mass von den physikalischen Eigenschaften des Wirkstoffes abhängen. Die N-substituierten   a- Haloacetamide   können wasserlöslich sein und die einfache Auflösung führt dann zu einer geeigneten Zubereitung. Häufig sind die N-substituierten   a-Chloracetamide   in Wasser nur begrenzt löslich und demgemäss sind wässerige Zubereitungen notwendigerweise Dispersionen kleinerer Teilchen der wasserunlöslichen Substanzen in Suspension in einem wässerigen Medium.

   Die bekannten wasserunlöslichen substituierten   a-Haloacetamidekönnen   zunächst in einem geeigneten organischen Lösungsmittel gelöst werden und die organische Lösung des Wirkstoffes kann dann in Wasser oder in ein wässeriges Medium unter Bildung einer heterogenen Dispersion des Wirkstoffes in Wasser eingebracht werden. 



   Eine Zubereitung, die die Wirksamkeit des herbiziden Bestandteiles unterstützt, enthält auch ein oberflächenaktives Mittel, das eine gleichmässige feine Verteilung aller Bestandteile der Zubereitung sowohl bei festen als auch bei flüssigen Zubereitungen ermöglicht. Ein solches Mittel kann anionisch, kationisch oder nichtionisch sein. Hiezu gehören unter anderem die üblichen Seifen, wie die wasserlöslichen Salze von langkettigen   Carbonsäuren.

   Aminoseifen,   wie die Aminsalze von langkettigen Carbonsäuren, sulfonierte tierische, pflanzliche oder mineralische Öle, quaternäre Salze von Säuren hohen Molekulargewichtes, Harzsäuren, wie Salze der Abietinsäure, Schwefelsäuresalze von organischen Verbindungen hohen Molekulargewichtes, Alginseifen, mit Fettsäuren kondensiertes Äthylenoxyd, Alkylphe-   nole,   Marcaptane u.   a.   einfache und polymere Zubereitungen, die sowohl hydrophile als auch hydrophobe Funktionen haben, um das Mischen von andernfalls unmischbaren Bestandteilen zu ermöglichen. 



   Im allgemeinen werden die oberflächenaktiven Mittel nur einen geringen Anteil der verwendungsfertigen Zubereitung, beispielsweise weniger als 10 und häufig so geringe Werte wie 0,05   Grew.-%,   ausmachen. Im allgemeinen wurde gefunden, dass Konzentrationen von 0, 5 bis 5   Gel.-%   die besten Resultate ergeben. 



   Viele Zubereitungen werden in vorteilhafter Weise durch einen Gehalt von organischen Lösungsmitteln für die wirksamen Bestandteile, wie mit Wasser nicht mischbaren organischen Alkoholen, Ketonen und Kohlenwasserstoffen, z. B. Isopropanol, Benzol, Aceton, Methyläthylketon, Kerosin und chlorierten Kohlenwasserstoffen, beeinflusst. Die Anteile solcher organischer Flüssigkeitszusätze hängen von den Löslichkeitseigenschaften des wirksamen Bestandteils ab und es können so geringe Mengen wie 1 oder so grosse Mengen wie 20 Gew.-% erforderlich sein, um eine in gleichmässiger Weise verteilte Zubereitung zu schaffen, die den gleichmässigen Verteilungszustand während der Lagerung, Anwendung und nach der Anwendung auf die Erde oder Pflanzenoberfläche beizubehalten vermag. 



   Eine geeignete Zubereitung einer herbiziden Masse kann das feste oder flüssige Konzentrat des Wirkstoffes enthalten, wozu Zubereitungshilfsmittel oder Konditioniermittel zugegeben werden können, so dass die Konzentrate mit einem geeigneten   Streck- oder   Verdünnungsmittel beim Feldeinsatz zum Zeitpunkt der Verwendung gemischt werden   können,   Es ist klar, dass für diese Zwecke die Dispergiermittel in grösseren Konzentrationen vorliegen werden, so dass nach der Verdünnung mit Wasser oder einem festen Streckmittel Zubereitungen erhalten werden, die optimale Anteile an Dispergiermitteln und wirksamen Bestandteilen enthalten, Die festen oder flüssigen Zubereitungen werden vorzugsweise mittels mechanischer Vorrichtungen,

   die das Aufsprühen oder Aufstreuen der Zubereitung auf die Erde oder die zu behandelnden Pflanzenoberflächen ermöglichen, aufgebracht. Für diesen Zweck werden leicht fliessfähige Zubereitungen benötigt, die hinsichtlich des physikalischen Zustandes flüssig oder fest sind. Demgemäss ist ein fliessfähiger Träger für die Anwendung der Erfindung von besonderer Be- 

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 deutung, weil ohne ihn die optimalen herbiziden Effekte nicht erreicht werden können. 



   Sowohl die festen als auch die flüssigen Zubereitungen, wie sie zuvor beschrieben sind, sind für die Anwendung der Herbizide geeignet, weil sie die gleichmässige Verteilung erleichtern und die Zerstörung unerwünschter Pflanzen durch Aufrechterhalten des wirksamen Bestandteiles in einer solchen Form, die die sofortige Assimilierung durch die Pflanze und die wirkungsvolle Ausnutzung seiner herbiziden Eigenschaften erlaubt, ermöglichen. Die beschriebenen Konditioniermittel ermöglichen die einwandfreie Anwendung der herbiziden Zubereitung unter Erzielung der gewünschten herbiziden Wirkungen, ohne dass es dazu eines Fachmannes oder umfangreicher Geräte bedarf. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Inhibierung des Wuchses   grasartiger Unkräuter   auf landwirtschaftlich genutzten Böden, dadurch gekennzeichnet, dass man auf den Boden ein herbizides Mittel aufbringt, das als Wirkstoff eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI8.1 
 
 EMI8.2 


AT961864A 1963-11-15 1964-11-13 Verfahren zur Inhibierung des Wuchses grasartiger Unkräuter AT271983B (de)

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