AT248874B - Verfahren zum Kopieren von Druckzeichen und Strichzeichnungen - Google Patents

Verfahren zum Kopieren von Druckzeichen und Strichzeichnungen

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AT248874B
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Description


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  Verfahren zum Kopieren von Druckzeichen und Strichzeichnungen 
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    Belichtungmuster" umfasst   also Licht- oder andere Strahlungsbilder von Text, Kurven usw. und Strahlungsmuster, die aus Signalen bestehen. Mehr jedoch ist die Erfindung für die Verwendung der Registrierung von sicht- barer und ultravioletter Strahlung bestimmt, aber es können auch andere elektromagnetische Strahlungs- arten aufgezeichnet werden. 



   Eine sehr geeignete Weise, um eine Flüssigkeitsmenge in enger Nachbarschaft mit dem eine photo- leitende Schicht enthaltenden Material zur Verfügung zu stellen, besteht darin, dass eine Walze, die mit
Flüssigkeit enthaltenden kapillaren Hohlräumen versehen ist, die an der Walzenoberfläche offen sind, nachdem sie mit Flüssigkeit getränkt wurde, entlang einer ungeladenen Oberfläche gerollt wird, so dass die Flüssigkeitsmenge in den Hohlräumen durch Kapillarkräfte festgehalten wird und den Kontakt der
Flüssigkeit mit der Oberfläche vermeidet. 



   Eine geeignete Konstruktion einer Walze ist eine, die mit einer schraubenförmigen Oberflächenrille   kapillare ; :   Abmessung versehen ist. Eine andere geeignete Form einer solchen Walze ist eine solche, die mit einer Mehrzahl von nebeneinanderliegenden Windungen endloser kapillarer Rillen versehen ist. Es sind noch andere Formen von Walzen möglich,   z. B.   eine Walze mit Vertiefungen oder Aushöhlungen. 



   Wenn eine solche Walze entlang der Oberfläche eines eine photoleitende Schicht aufweisenden, bildmässig belichteten Materials gerollt wird, ziehen die elektrostatischen Ladungen die Flüssigkeit selektiv oder differenziert aus den die Flüssigkeit behaltenden Hohlräumen heraus, wobei die Versetzung der Flüssigkeit, abhängig von der Orientierung dieses Materials, hinsichtlich der Walze unter eventueller Mitwirkung der Schwerkraft   ermöglicht wird. Unter erfolgender differenzierter   Benetzung soll eine Benetzung der belichteten Bildstellen mit verschiedenem Grad und Intensität hinsichtlich der unbelichteten Stellen verstanden werden.

   Der weiter verwendete Ausdruck "selektive Benetzung" bezeichnet eine ausschliessliche Benetzung der belichteten bzw. unbelichteten Bildstellen und ein gleichzeitiges Ausbleiben einer Benetzung der unbelichteten bzw. belichteten Bildstellen. Wenn die hervorragenden Teile der Walzenoberfläche,   d. h. die Scheitel   zwischen den kapillaren Rillen, selbst mit einer Flüssigkeit benetzt werden, kann die Übertragung der Flüssigkeit von diesen Scheiteln auf die Oberfläche, entlang welcher die Walze bewegt wird, erfolgen.

   In manchen praktischen Anwendungen der Erfindung sind   Massnahmen   zu treffen zur Vermeidung von dieser Flüssigkeitsübertragung durch physikalischen Kontakt, aber es ist selbstverständlich, dass die Ansprüche dieser Beschreibung nicht so aufzunehmen sind, dass ein Fall, in dem solche Übertragung stattfindet, ausgeschlossen wäre. Aus einem Grund schädigt die Übertragung nicht notwendigerweise dem Flüssigkeitsmuster, das durch Absetzen von Flüssigkeit unter Einfluss der elektrostatischen Ladungen erzeugt wird : Die zusätzliche Flüssigkeit, die durch Kontakt mit der Walze übertragen wird, beeinträchtigt nur die Qualität der Aufzeichnung. 



   Es können jedoch leicht Massnahmen getroffen werden, um die Übertragung der Flüssigkeit von einer solchen   Walze ; auf   andere Weise als in den Teilen, wo ein Absetzen der Flüssigkeit zum Aufzeichnen erforderlich ist, zu vermeiden. Zum Beispiel kann die Walzenoberfläche aus einem Material bestehen, das hinsichtlich der verwendeten Flüssigkeit lyophob ist, so dass die Scheitelportionen nicht befeuchtet werden. Alternativ oder zusätzlich kann auch die Oberfläche, auf welche die Flüssigkeit abgesetzt wird, aus einem Material bestehen, das hinsichtlich dieser Flüssigkeit in Abwesenheit von elektrostatischen Ladungen lyophob ist. Letzteres ist eine sehr vorteilhafte Eigenschaft, und weitere Einzelheiten unter Berücksichtigung derselben werden nachstehend gegeben. 



   Das elektrische Feld, in dem die Oberflächenbenetzung stattfindet, kann erzeugt werden durch Anlegen einer elektrischen Spannungsdifferenz zwischen eine ausreichend leitfähige Unterlage für die photoleitende Schicht und einen Träger für die Flüssigkeit, wobei ein solcher Träger parallel zu der photoleitenden Schicht angebracht oder bewegt wird, so dass das Feld dazu senkrecht steht. Ein Flüssigkeitsträger kann beispielsweise, wie schon erwähnt wurde, eine Walze sein. Als weitere Ausführungsform kann man eine oder mehrere Spannungen zwischen die Unterlage für die photoleitende Schicht und eine andere Elektrode als den genannten Flüssigkeitsträger, der mit der Flüssigkeit in Kontakt steht, anlegen. Das elektrische Feld kann ein ununterbrochenes, pulsierendes oder intermittierendes Gleichstromfeld oder ein Wechselstromfeld sein.

   Wie im nachfolgenden erläutert wird, beeinflussen die Natur und die Stärke des Feldes die erzielten Resultate. 



   Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass man je nach Wahl der geeigneten elektrischen Feldcharakteristiken   Direktpositiv- oder   Umkehrkopien erzeugen kann, und es ist deshalb zu verstehen, dass, wenn man von selektiver oder differenzierter Benetzung durch die Flüssigkeit entsprechend einem Strahlungsmuster spricht, gemeint wird, dass das benetzende Flüssigkeitsmuster auf sichtbare oder reproduzierbare Weise das Objekt des Strahlungsmusters aufzeichnet. Die   Flüssigkeits- und   Strahlungsaufnahmen brauchen nicht im Sinne von zwei positiven Aufnahmen eines Textes übereinzustimmen ; im Gegenteil, die eine kann "positiv" und die andere "negativ" sein. 

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   Die Flüssigkeit, welche aus der Auftragwalze ausgezogen wird, kann sich unmittelbar auf der pho- toleitenden Schicht absetzen, jedoch ist dies nicht wesentlich. Zwischen der Flüssigkeitsmenge und der photoleitenden Schicht kann eine Schicht vorhanden sein. Das Absetzen der Flüssigkeit kann auf ein Ma- terial erfolgen, das eine photoleitende Schicht enthält, die mit einer andern Schicht bedeckt ist, z. B. eine dünne Schicht eines Materials mit lyophoben Eigenschaften. Ausserdem kann das Absetzen der Flüs- sigkeit auf eine Folie stattfinden, die in Kontakt mit dem die photoleitende Schicht enthaltenden Material steht, während die photoleitende Schicht durch ein elektrisches Feld durchkreuzt wird. 



   Die gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren abgesetzte Flüssigkeit kann eine einzelne Substanz oder eine Lösung sein. Darüber hinaus kann sie eine emulgierte oder suspendierte Substanz enthalten. 



  Beispielsweise kann die Flüssigkeit eine Tinte oder ein Farbstoff sein. In diesem Falle ist das erfindungsgemässe Verfahren ein Einstufenverfahren, in dem durch Verwendung von Entwicklerflüssigkeit ein sichtbares Bild erzeugt wird, das nach der Verdampfung des Lösungsmittels oder des Dispergiermittels keine spezielle Nachbehandlung zum Fixieren erfordert. 



   Als Alternative kann die Flüssigkeit selbst oder eine deren Komponenten be ; spielsweise mit der Atmosphäre oder mit einer Komponente in der Oberfläche, auf die sie sich absetzt, zur Bildung eines Farbstoffes reagieren. Für das Sichtbarmachen sind manche Vorgänge möglich. So kann beispielsweise durch Entwicklung einer bildgemäss belichteten Schicht mittels einer farblosen hydrophilen Zusammensetzung ein sichtbares Bild erhalten werden, indem man über die bildgemäss mit farbloser hydrophiler Zusammensetzung benetzte Oberfläche und in Kontakt damit eine mit einer wässerigen Farbstofflösung versehene Walze bewegt, oder indem man diese Oberfläche mit einer Substanz (beispielsweise in der Form eines Nebels oder eines Dampfes) in Kontakt bringt,

   die mit den in der angebrachten farblosen Flüssigkeit anwesenden Substanzen zu der Bildung einer oder mehrerer farbiger Verbindungen reagiert. 



   Flüssigkeit, welche erfindungsgemäss unter dem Einfluss des elektrischen Feldes abgesetzt wurde, kann in demselben oder durch einen anschliessenden Vorgang auf eine andere Oberfläche zwecks Erzeugung auf dieser Oberfläche eines sichtbaren Bildes übertragen werden, und falls die Zusammensetzung der photoleitenden Schicht auf geeignete Weise gewählt ist, wie die photoleitende Schicht des Beispiels 1, kann das gleiche bildgemäss belichtete Material zur Erzeugung von zwei oder mehr solchen Übertragungsbildern benutzt werden, ohne es wieder einer Strahlung auszusetzen. 



   Sehr geeignete photoleitende Schichten zur Verwendung in   erfindungsgemässen Verfahren sind Schich-   ten, welche photoleitendes Zinkoxyd in einem isolierenden polymeren Bindemittel enthalten, das hinsichtlich des verwendeten flüssigen Materials lyophob ist, beispielsweise ein Bindemittel, das einen oder mehrere Polyvinylester enthält. Sehr geeignet sind photoleitende Schichten, welche säurebehandeltes photoleitendes Zinkoxyd enthalten, wie beschrieben in der belgischen Patentschrift Nr. 612102. 



   Bei der Durchführung der Erfindung sind mit der Verwendung von photoleitenden Schichten, welche mit einer Dicarbonsäure behandeltes photoleitendes Zinkoxyd enthalten, spezielle Vorteile verbunden. 



  Es wurde festgestellt, dass eine derart behandeltes photoleitendes Zinkoxyd enthaltende Schicht ein gutes 
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 rer praktischer Bedeutung in Fällen, bei denen die Entwicklung des latenten Bildes nach dem Belichtungsvorgang stattfindet. 



   Besonders gute Ergebnisse kann man in erfindungsgemässen Verfahren erzielen, wenn man photoleitende Schichten verwendet, welche photoleitendes Zinkoxyd enthalten, das mit einer Dicarbonsäure und einer organischen sauren Phosphorverbindung behandelt wurde und von denen im nachfolgenden Beispiele beschrieben sind, weil der Dunkelwiderstand des Zinkoxyds durch solch eine Behandlung mit einer organischen Phosphorverbindung gesteigert wird. 



   Die Materialien, welche bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens verwendet werden, können eine photoleitende Schicht enthalten, welche mit einer verhältnismässig leitfähigen Rückschicht versehen ist. Die photoleitende Schicht kann eine selbsttragende Schicht sein, welche auf einer Seite mit einer elektrisch leitfähigen Schicht versehen ist, welche während des Vorganges in intimem Kontakt mit einem verhältnismässig leitfähigen Material, wie einer Metallplatte, gehalten werden kann. 



   Um die Erfindung mehr in ihren Einzelheiten und in verschiedenen möglichen Ausführungsformen zu erklären, wird jetzt auf die schematischen Zeichnungen verwiesen, in denen die Fig. la,   Ib   und   1c   drei Stufen eines Verfahrens darstellen, durch welches von negativen Vorlagen positive Bilder erzeugt werden können. Die Fig. 2a, 2b und 2c stellen drei Stufen eines Verfahrens dar, nach welchem von positiven Vorlagen positive Bilder erhalten werden können. Die Fig. 3 stellt einen Teil eines Kopiergerätes dar, welches für ein erfindungsgemässes Verfahren verwendet wird. Die Fig. 4 stellt ein modifiziertes Gerät 

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 dar. Die Fig. 5 stellt einen dritten Typ eines Gerätes dar, in dem die Belichtung und die Entwicklung gleichzeitig vorgenommen werden.

   Die Fig. 6 zeigt ein demjenigen der Fig. 5 ähnliches Gerät, das in ein automatisches Kopiergerät eingebaut ist. 
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 i ein in der weiteren Beschreibung allgemein mit der Ziffer 3 bezeichnetes photoleitendes Material pro- jiziert, das eine photoleitende Schicht 4 gebunden an eine verhältnismässig leitfähige Rückschicht 5 enthält. 



   Nach der Belichtung des photoleitenden Materials 3 wird es zwischen zwei Metallwalzen 6 und 7, wie in Fig.   1b   gezeigt wird, hindurchgeführt. Die Walze 6 hat auf ihrer Oberfläche eine schraubenförmige kapillare Rille 8, welche mit Flüssigkeit 9 gefüllt gehalten wird. Die Walzen 6 und 7 werden mit den negativen bzw. positiven Klemmen einer Gleichstromquelle 10 verbunden, welche während des Durchganges des photoleitenden Materials zwischen den Walzen einen Potentialunterschied zwischen diesen Walzen aufrechterhält.

   An den Flächen 2, wo das photoleitende Material nicht be- lichtet wurde, wirkt die Kapillarrille 8 in der Weise, dass sie die Flüssigkeit 9 ausser Kontakt mit der photoleitenden Schicht 4 hält, an den belichteten Stellen des photoleitenden Materials jedoch setzt sich, wie aus der Fig.   lc   zu entnehmen ist, aus der Kapillarrille 8 in die Walze 6 Flüssigkeit auf die photoleitende Schicht 4 ab, so dass das photoleitende Material nach dem Durchlaufen der zwei
Walzen ein positives Bild der negativen Vorlage 2 trägt, wie dies in Fig.   1c   dargestellt ist. Geeigne- te Spannungen bei Verwendung von verschiedenen Materialien sind in den Beispielen angegeben.

   Bei der
Durchführung eines Verfahrens, wie beschrieben an Hand der Fig. 1, wurde gefunden, dass, wenn der
Spannungsunterschied zwischen den Walzen bis über einen bestimmten Wert gesteigert wird, der von den
Dicken und den Zusammensetzungen der einzelnen Schichten des photoleitenden Materials und von der
Durchlaufgeschwindigkeit zwischen den Walzen abhängt, sich auch auf die unbelichteten Teile des photo- leitenden Materials Flüssigkeit absetzt, wenn auch nicht im gleichen Masse wie auf die belichteten Teile. 



   Die maximal zulässige Zeit zwischen dem Belichtungsvorgang (Fig. la) und dem Entwicklungsvor- gang (Fig. lb) ist vom Material der photoleitenden Schicht abhängig. In manchen Fällen, beispielsweise bei Verwendung einer photoleitenden Schicht, wie in Beispiel 1 beschrieben ist, bleibt das durch Belich- tung   erzeugte Leitfähigkeitsbild   bestehen und kann sogar 30min nach einer Belichtung entwickelt werden. 



   Das in den Fig. 2a, 2b und 2c dargestellte Verfahren betrifft das Kopieren einer positiven Vorla- ge 11. Das photoleitende Material 3, die Flüssigkeit und die eigentlichen Verfahrensschritte sind die gleichen wie in den Fig. la,   Ib   und   1c   mit dem Unterschied, dass die Walzen 6 und 7 umgepolt werden. Die Walze 6 ist nun an die positive Klemme der Gleichstromquelle 10 angeschlossen. Das
Ergebnis ist, dass Flüssigkeit 9 aus der Kapillarrille 8 in der Walze 6 sich auf die photoleitende
Schicht 4 an den nicht belichteten Stellen absetzt, so dass, wie aus der Fig. 2c zu entnehmen ist, das zwischen den Walzen hervortretende photoleitende Material ein direktpositives Bild trägt. 



   Wenn bei Versuchen, die gemäss den Fig. 2a, 2b und 2c durchgeführt werden, die Spannung unter einen bestimmten Wert, der von der Dicke und der Zusammensetzung des photoleitenden Materials und dessen Durchlaufgeschwindigkeit abhängig ist, herabgesetzt wurde, wurde auf die photoleitende Schicht überhaupt keine Flüssigkeit abgesetzt. 



   Wie bereits erwähnt wurde, ist es nicht immer notwendig, ein Gleichstromfeld zu benutzen. Falls die photoleitende Schicht gleichrichtende Eigenschaften besitzt, kann man Wechselstrom verwenden.
Wenn in einem Verfahren nach den Fig.   1b   oder 2b eine Wechselstromquelle mit geeigneter Spannung und Frequenz anstatt einer Gleichstromquelle 10 verwendet wird, wird sich Flüssigkeit auf die belich- teten Flächen der photoleitenden Schicht absetzen, so dass nach der Belichtung des photoleitenden Materials durch eine negative Vorlage auf diesem Material ein positives Bild erzeugt wird. Ein praktisches Beispiel eines solchen Verfahrens ist mit Spannungs- und Frequenzangaben beschrieben.

   Beim Durchführen eines solchen Verfahrens wurde gefunden, dass, wenn Wechselstrom oberhalb einer bestimmten Spannungsgrenze, die vom photoleitenden Material und von der Entwicklungsgeschwindigkeit abhängig ist, verwenset wird, Flüssigkeit sich ebenfalls auf die unbelichteten Stellen, aber nicht im gleichen Masse wie auf die belichteten Stellen, absetzt. Die erforderliche Spannung, um bei Verwendung von Wechselstrom eine bestimmte Absetzung von Flüssigkeit zu erzielen, ist höher als die Gleichstromspannung, welche notwendig ist, um eine gleichwertige Absetzung zu erreichen. 



   Bei Anwendung von Wechselstrom ist es nicht notwendig, eine sinusförmige Wechselstromspannung zu gebrauchen ; es können auch Felder anderer Wellenform, sogar Felder, welche durch die Kombination von   Gleich-und Wechselstromspannungen   gebildet wurden, verwendet werden. 

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   Es ist nicht schwer, die zum Erzielen von guten Ergebnissen erforderliche Gleich- oder Wechselspan- nung durch einige einfache Versuche zu bestimmen. Die Spannung ist keinesfalls kritisch im Sinne, dass eine bestimmte Spannung vor der Erzielung von Resultaten angelegt werden muss. Im Gegenteil, man kann Gegenstände mittels einer innerhalb eines beträchtlichen Spannungsbereiches liegenden Spannung ! kopieren. Bei der Verwendung von Wechselspannung liegt die Frequenz vorzugsweise zwischen etwa 50 Hz und 5 kHz. 



   Die Fig. 3 und 4 erklären zwei verschiedene Weisen, auf welche eine die Flüssigkeit tragende Walze mit Flüssigkeit geladen gehalten werden kann, um Verfahren wie beschrieben unter Verweisung nach den
Fig. 1 und 2 durchzuführen. Teile von den Fig. 3 und 4, die in ihrer Funktion mit Teilen übereinstimmen, welche in bezug auf die Fig. 1 und 2 beschrieben sind, werden mit denselben Ziffern bezeichnet. 



   So ist in den Fig. 3 und 4 die Walze 6 die die Flüssigkeit tragende Walze. In der Vorrichtung von
Fig. 3 dreht die Walze 6 in einem Entwicklerflüssigkeit 9 enthaltenden Behälter 12. Es wird eine Rakel 13 vorgesehen, um die Flüssigkeitszufuhr zu regeln. Die Walzen 6 und 7 sind mit einer
Gleichstromquelle 10 verbunden und ein latentes Leitfähigkeitsbild in der photoleitenden Schicht 4 eines photoleitenden Materials 3 wird beim Durchgang des Materials zwischen den Walzen entwickelt, wobei die photoleitende Schicht in Kontakt mit der Walze 6 und die verhältnismässig leitfähige Rück- schicht 5 in Kontakt mit der Walze 7 ist. Die Walzen können auf irgendeine geeignete Weise an- getrieben werden, z. B. durch Zahnradgetriebe mit Hilfe eines elektrischen Motors. 



   In der Vorrichtung der Fig. 4 ist die die Flüssigkeit abgebende Walze 6 die obere Walze der zwei
Walzen, zwischen welchen das photoleitende Material zwecks Entwicklung hindurchgeführt wird und die
Walzenrille wird mittels einer Einfärbwalze 14 mit Entwicklerflüssigkeit geladen, wozu diese Walze in einen Flüssigkeitsvorrat eines Behälters 15 eintaucht und sich in Kontakt mit der Walze 6 dreht. 



   Eine Rakel 13 ist gleichfalls in dieser Vorrichtung vorgesehen zum Regeln der Flüssigkeitsmenge, die durch die Walze während ihres Rotierens zu der Berührungsstelle der Walzen 6 und 7 zugeführt wird. 



   Die Vorrichtung gemäss Fig. 4 wird für das Speisen des photoleitenden Materials zwischen die Walzen mit der photoleitenden Schicht 4 an der oberen Seite verwendet. 



   In den Vorrichtungen der Fig. 3 und 4 werden die als Elektroden fungierenden Walzen 6 und 7 vorzugsweise aus rostfreiem Stahl oder Kupfer oder anderem leitfähigem Material hergestellt, dessen Wi- derstand geringer oder jedenfalls nicht wesentlich höher als der Widerstand der Entwicklungsflüssigkeit ist. Die Durchlaufgeschwindigkeit des photoleitenden Materials 3 zwischen den beiden Walzen wird   z. B. l cm-l m/sec   betragen. 



   Als eine alternative Konstruktion der Walze 6 mit nur einer schraubenförmigen kapillaren Rille kann eine Walze mit mehreren kapillaren Rillen oder mit mehreren kapillaren Vertiefungen verwendet werden. Die Verwendung von kapillaren Öffnungen gestattet eine sehr gute Kontrolle der Flüssigkeitszu- fuhr. Die elektrischen Kräfte, die die Flüssigkeit aus   den kapillaren Hohlräumen herausreissen   und diese
Flüssigkeit sich in der Form eines Bildes absetzen lassen, werden durch die Schwerkraft unterstützt, im
Falle die Flüssigkeit durch eine Bewegung nach unten abgesetzt wird (vgl. Fig. 4), und werden teilweise durch die Schwerkraft neutralisiert, im Falle die Flüssigkeit durch eine Bewegung nach oben (vgl. Fig. 3) abgesetzt wird. 



   Es wird nun auf die Fig. 5 verwiesen, die ein Gerät darstellt, mittels dessen Dokumente und andere
Gegenstände nach einem erfindungsgemässen Verfahren kopiert werden können und bei dem die Belich- tung der photoleitenden Schicht und Entwicklung gleichzeitig vorgehen. 



   Das Gerät enthält einen drehbar aufgestellten Hohlzylinder 16, der ein Glasrohr 17 enthält, das der Reihe nach mit einer durchsichtigen elektrisch leitfähigen Schicht 18 und einer photoleitenden Schicht 19 überzogen ist. Innerhalb des Zylinders 16 ist in der Achsrichtung eine Lichtquelle 20 angebracht. Ein zu kopierendes Dokument 21 wird   z. B.   eingerahmt in dem Zylinder angebracht, so dass es inKontakt mit   der Innenoberfläche   des Glasrohrs 17 liegt,   u. zw.   so, dass, wenn die Lichtquelle eingeschaltet ist, ein Lichtbild des Dokumentes durch das Rohr 17 und die leitfähige Schicht 18 auf die photoleitende Schicht 19 projiziert wird. Das Gerät enthält weiters eine elektrisch isolierende Walze 22 mit einer in der Oberfläche angebrachten kapillaren schraubenförmigen Rille.

   Diese Rille ist in den Figuren nicht dargestellt, aber sie kann die gleiche Form haben wie die Rille 8 der Fig. 1 und 2. Diese Walze steht in Kontakt mit dem Zylinder 16 und einer elektrisch leitfähigen glatten Walze 23, die in einem Behälter 24 für Entwicklerflüssigkeit 24 eintaucht, beispielsweise eine Tinte mit einer ziemlich hohen elektrischen Leitfähigkeit. Es wird eine Rakel 26 vorgesehen, um die   überschüssige Tinte   von der Auftragwalze zu entfernen. Eine Gleich- oder Wechselstromquelle 27 wird einerseits an die elektrisch leitfähige Schicht 18 des Zylinders 16 und anderseits an eine Elek- 

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 trode 28, welche in die Flüssigkeit des Behälters 23 angeordnet ist, angeschlossen.

   Das Gerät um- fasst weiter eine geeignete Antriebsvorrichtung (nicht in der Fig. 5 dargestellt), beispielsweise einen elektrischen Motor und Ketten- oder Zahnradübertragung, um den Zylinder 16 und die Walzen 22 und 23 in der Richtung der Pfeile zu drehen. 



  5 Während des Betriebes des Gerätes wird die Oberflächenrille der elektrisch isolierenden Walze 22 mit Entwicklerflüssigkeit durch die Auftragwalze 23 geladen gehalten. Die sich auf der Walze 22 befindende leitfähige Flüssigkeit ist kontinuierlich mit der Flüssigkeitsmenge in dem Behälter 24, der die Elektrode 28 enthält, verbunden. Mittels dieser Flüssigkeit und der elektrisch leitenden Schicht 18, die an die Spannungsquelle 27 angeschlossen ist, wird eine Gleich- oder Wechselspannungsdifferenz ) durch die photoleitende Schicht 19 angelegt, wobei der Zylinder 16 sich nahe der Oberfläche der
Walze 22 befindet, so dass die photoleitende Schicht durch ein elektrisches Feld durchkreuzt wird. 



   Unter dem Einfluss dieses   elektrischen Feldes wirdEntwicklerflüssigkeit   (Tinte) auf der Rille der Walze 22 angezogen und auf selektive oder differenzierte Weise auf die photoleitende Schicht, entsprechend dem darauf projizierten Lichtbild abgesetzt. 



  Man kann das elektrische Feld auch anders erzeugen, indem man anstatt der leitfähigen Tinte eine nun elektrisch leitfähige Walze 22 an eine Klemme der Spannungsquelle 27 anschliesst. 



   Das   entstandeneTintenbild   auf   derAussenoberfläche   des Zylinders 16 kann auf einem andern Trä- ger, beispielsweise einem Papierbogen, übertragen werden. Das Gerät gemäss der Fig. 5 kann also die
Grundlage eines Schnellkopiergerätes sein, wodurch eine beliebige Zahl Kopien einer Vorlage hergestellt      werden kann. 



   Solch ein Kopiergerät ist in der Fig. 6 dargestellt, in der Teile, welche in Funktion mit auf Fig. 5 anwesenden Teilen   übereinstimmen,   durch dieselben Ziffern bezeichnet werden. Weil das Gerät von
Fig. 6 dazu dient, um ein Tintenbild in sehr ähnlicher Weise wie beim Gerät von Fig. 6 auf dem Zylin- der herzustellen, erübrigt sich eine detaillierte Beschreibung der Fig. 6. Der spezifische Teil des Gerätes nach Fig. 6 unterscheidet sich vom Gerät gemäss Fig. 5 nur darin, dass die elektrisch isolierende Übertra- gungsrolle 22 von Fig. 5 weggelassen ist und die Auftragwalze 23 eine Kapillarrille aufweist, mit der direkt Tinte auf den Zylinder 16 aufgetragen wird.

   Gegen den Zylinder 16 der Fig. 6 rollt eine
Führungswalze 29 und wird ein Papierband 30 zwischen die Berührungsstelle von dieser Walze 29 mit dem Zylinder 16 geführt, so dass das Tintenbild, das allmählich auf der Walze 16 an der Be- rührungsstelle dieser Walze mit der Auftragwalze 23 gebildet wird, allmählich von der Walze 16 auf das Übertragungspapier 30 übertragen wird. Durch Aufrechterhaltung der Bewegung des Gerätes wird das Dokument 21 wiederholt auf das Papierband 30 abgedrückt. 



   Das Übertragungspapier für die Verwendung des Gerätes von Fig. 6 kann ein poröses Papier sein, das schnell Tinte vom Zylinder 16 aufnimmt, so dass ein wirklich schnelles Kopieren möglich ist. Die
Tintenübertragung auf das Papierband kann anders oder darüber hinaus durch Anlegen eines Spannungspo- tentials durch das Band erleichtert werden, beispielsweise durch Anlegen eines Potentials an die Führungs- walze 29. 



   In jeglichem Gerät zur Durchführung der Erfindung, in dem eine Auftrag-oder andere Walze elek- trisch leitfähig sein muss, kann solch eine Walze, wie schon erwähnt wurde, aus Metall bestehen, aber man kann auch andere Materialien, beispielsweise elektrisch leitfähiges Polyvinylchlorid, verwenden. 



   In Geräten wie diese, illustriert an Hand der Fig. 5 und 6, in denen die Flüssigkeitsauftragwalze nicht leitfähig ist, kann eine solche Rolle beispielsweise aus üblichem, nicht leitfähigem Polyvinylchlorid an- gefertigt sein. 



   Vorrichtungen zum Durchführen der Erfindung können eine die Flüssigkeit tragende Walze mit einer in bezug auf die verwendete Flüssigkeit lyophoben, also nicht benetzbaren Oberfläche haben, beispiels- weise eine Walze aus Polyvinylchlorid oder Polyäthylen. 



   Durch die Anwendung einer Walze mit kapillaren Hohlräumen, um die Flüssigkeit nach dem Material zu führen, worauf die Flüssigkeit selektiv oder differenziert abgesetzt werden muss, ist eine sehr gute
Kontrolle der Bildqualität durch einfache Spannungsregelung möglich. 



   Der Gebrauch von kapillaren Behältern für Entwicklungsflüssigkeit in den bekannten Verfahren zum Registrieren von Strahlungsmustern ist bereits beschrieben in der belgischen Patentschrift Nr. 610060, die unter anderem ein Verfahren beansprucht zum Entwickeln von elektrostatischen Ladungsmustern, welches darauf beruht, dass man die elektrostatische Aufnahme in Kontakt oder in die unmittelbare Nähe einer eine Flüssigkeit enthaltenden Vorrichtung bringt, welche eine Menge Flüssigkeit in kapillaren   Hohlräu-   men, Rillen   od. dgl.   festhält, so dass Flüssigkeit aus solchen   Kapillarräumen nur   an Stellen abgegeben wird, wo die Feldstärke (elektrostatische Ladung) ausreichend stark ist, um daraus die Flüssigkeit heraus- 

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 zuziehen.

   Erfindungsgemässe Verfahren, wobei eine kapillare Flüssigkeitsspendevorrichtung angewendet wird, haben die weitere Kennzeichnung, dass die elektrostatische Aufnahme mittels eines elektrischen
Feldes gleichzeitig mit der Entwicklung erzeugt wird. 



   Bei dem Durchführen des erfindungsgemässen Verfahrens ist es möglich, das Anwenden von kapillaren
Behältern für Flüssigkeit zu entbehren. So kann man beispielsweise das photoleitende Material in der un- mittelbaren   Nähe - aber   nicht in Kontakt - der Oberfläche einer Flüssigkeitszufuhrvorrichtung bringen, wobei ein sehr dünner, an dieser Vorrichtung adsorbierter Flüssigkeitsfilm durch die elektrostatische An- ziehung des photoleitenden Materials losgerissen wird. 



   Vorzugsweise wird eine Entwicklerflüssigkeit verwendet, deren Grenzflächenspannung in bezug auf das Trägermaterial durch Grösse und Sinn der elektrostatischen Aufladungen im Trägermaterial so beein- flusst wird, dass die Bildfläche selektiv und/oder differenziert entsprechend dem elektrostatischen Ladungsbild benetzt wird. 



   Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird eine Entwicklerflüssigkeit benutzt, der gegenüber sich die im Augenblick der Entwicklung eine elektrostatische Ladung tragenden Flächenteile des isolierenden Trägermaterials mehr oder weniger lyophil und die im Augenblick der Entwicklung nicht oder weniger geladenen   Flächenteile     mehr   oder weniger lyophob verhalten. 



   Beim Durchführen eines erfindungsgemässen Verfahrens induziert das das Material durchkreuzende elektrische Feld ein mit dem Strahlungsmuster übereinstimmendes elektrostatisches Ladungsmuster. Ungeachtet des wirklichen direkten Effektes des elektrischen Feldes ist einer seiner indirekten Effekte je nach der verwendeten Oberfläche und den verwendeten flüssigen Materialien der, dass, wenn Flüssigkeit mit der ganzen Oberfläche in Kontakt gebracht wird, die Grenzflächenspannung zwischen der Flüssigkeit und stark bestrahlten Stellen dieser Oberfläche differiert von der Grenzflächenspannung zwischen der Flüssigkeit und nicht bestrahlten oder wenig bestrahlten Oberflächenstellen abweicht.

   Beim Durchführen dieser Erfindung liegt der Wert dieses Phänomens darin, dass bei einer geeigneten Wahl von Materialien die Genauigkeit, mit der ein Strahlungsmuster in der Form von Oberflächenbenetzung registriert wird, sehr hoch gemacht werden kann. Zum Beispiel, falls das Material der Oberfläche, auf der die Flüssigkeit sich absetzt, in bezug auf die verwendete Flüssigkeit lyophob ist, aber lyophil gemacht wird, wenn eine genügende elektrostatische Ladung anwesend ist, wird die Herstellung von scharfen Bildern gefördert, indem man eine Walze mit kapillaren Behältern zum Aufbringen der Flüssigkeit verwendet. 



   Die Fähigkeit einer Flüssigkeit, eine gegebene feste Oberfläche zu benetzen, kann in der Form des sogenannten Randwinkels ausgedrückt werden. Dieser Randwinkel ist der Winkel zwischen der genannten Oberfläche und einer Tangente an der Oberfläche eines darauf angebrachten Flüssigkeitstropfens, wobei diese Tangente in einer Ebene liegt, die senkrecht auf der festen Oberfläche steht und durch einen Punkt geht, in dem die Tropfenoberfläche die genannte feste Oberfläche berührt (J. Alexander, Colloid Chemistry, Band 1, Principles and Applications,   4.

   Herausgabe, D. van Nostrand Company,   Inc., New York,   S.     79-80).   Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist es vorteilhaft, eine Flüssigkeit zu verwenden, welche in Abwesenheit von elektrostatischen Ladungen die Oberfläche des die photoleitende Schicht enthaltenden Materials nicht benetzt   (d. h.   eine Flüssigkeit, die mit der festen Oberfläche einen Randwinkel von wenigstens 900 bildet, aber die in Anwesenheit eines elektrischen Feldes der in diesem   Verfahren verwendeten Art und Grösse mit dieser festen Oberfläche einen Randwinkel von weniger als 700 und vorzugsweise 00 ergibt oder sich diesem Wert annähert, so dass auf diese Weise eine Benetzung durch   Ausbreitung erfolgt).

   Vorzugsweise wird eine Flüssigkeit verwendet, die grösstenteils aus Wasser besteht, und für die Oberfläche, auf die die Flüssigkeit sich absetzt, ein hydrophobes Material zu verwenden. 



   Es sei bemerkt, dass, wie in der belgischen Patentschrift Nr. 6100GO erwähnt ist, die Rauhigkeit der festen Oberfläche, auf die sich die Flüssigkeit absetzt, den Randwinkel der Flüssigkeit beeinflusst. 



   Es werden nun weitere Einzelheiten über Materialien angegeben, welche bei der Durchführung dieser Erfindung verwendet werden können. 



   In der belgischen Patentschrift Nr. 610060 sind verschiedene auf dem Markt befindliche Typen von Zinkoxyden beschrieben, die nach   dem"französischen"Verfahren, d. h.   durch Oxydation von Zinkdampf, hergestellt sind. Diese Zinkoxyde sind sehr geeignet zum Durchführen dieser Erfindung. Ein anderer sehr geeigneter Typ von Zinkoxyd ist Zinc Oxide Standard Gold Seal von Durham Chemicals Ltd, Birtley, England. 



   Die photoleitende Schicht enthält vorzugsweise mindestens 50 Gew.-% eines in einem polymeren Bindemittel dispergierten photoleitenden Zinkoxyds. 



   Einige oder alle Zinkoxydkörner sollten vorzugsweise mit einer zweibasischen Carbonsäure behandelt worden sein. Auch sind einige oder alle Zinkoxydkörper vorzugsweise mit einer oder mehreren organi- 

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 schen Phosphorverbindungen behandelt worden,   z. B.   mit einer Menge Phosphorverbindung von 0, 1 bis
10   Gel.-%   des Zinkoxyds. 



   Es wird verwiesen auf die österr. Patentschrift   Nr. 241265,   in der verschiedene Verbindungen mit sau- ren Eigenschaften beschrieben sind für die Behandlung von photoleitenden Zinkoxyden, um seine Eigeni schaften als Bestandteil von photoleitenden Schichten zu verbessern. Die folgenden Verbindungen mit sauren Eigenschaften sind besonders geeignet : aliphatische, nicht substituierte ein-und zweibasische Car- bonsäuren oder aliphatische ein-und zweibasische Säuren, die eine oder mehrere Hydroxylgruppen ent- halten können, wie Milchsäure und Weinsäure ; saure Phosphorverbindungen, vorzugsweise von Phosphor 
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 EMI8.2 
 in denen bedeuten :

     R1   ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe oder ein Chloratom,   R   eine Hydroxylgruppe, ein Chloratom, eine Alkylgruppe, eine substituierte Alkylgruppe, eine
Arylgruppe, eine substituierte Arylgruppe, eine Alkoxygruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine Aryloxygruppe oder eine substituierte Aryloxygruppe, und
Ra eine Alkylgruppe, eine substituierte Alkylgruppe, eine Arylgruppe, eine substituierte Arylgrup- pe, eine Alkoxygruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine Aryloxygruppe oder eine substi- tuierte Aryloxygruppe. 



   Das Zinkoxyd kann gleichzeitig mit verschiedenen Säurearten behandelt werden. Als besonders ge- eignet für die genannte Behandlung des photoleitenden Zinkoxyds hat sich eine kombinierte Verwendung der genannten Dicarbonsäuren und sauren Phosphorverbindungen erwiesen. 



   Beispiele von Bindemitteln, die in einer zu verwendenden photoleitenden Schicht erfindungsgemäss verwendet werden können, sind die in der belgischen Patentschrift Nr. 612102 beschriebenen und in vier
Klassen eingeteilten Verbindungen. 



   Es seien besonders die polymeren Bindemittel   erwähnt. Auch   photoleitende Polymerisate können als Bindemittel verwendet werden,   z. B.   die Polymerisate, welche in den belgischen Patentschriften Nr. 588048 und Nr. 588050 beschrieben sind. Weiters geeignete Bindemittel, die in vorteilhafter Weise die Empfindlichkeit des Zinkoxyds erhöhen, sind in der franz. Patentschrift Nr. 1.   294. 375   beschrieben. 



   Sehr geeignete hydrophobe polymere Bindemittel in einer erfindungsgemäss zu verwendenden photoleitenden Schicht sind beschrieben in der belgischen Patentschrift Nr. 610060. 



   Wenn man Polystyrol-Butadienlatices als Bindemittel verwendet, kann man eine thermische Nachbehandlung anwenden, wie in der USA-Patentschrift Nr. 2,   875,   054 beschrieben. 



   In den erfindungsgemässen Verfahren muss die photoleitende Schicht nicht während einer    verhältnis-   mässig langen Zeit elektrostatische Ladungen tragen, wie dies bei den herkömmlichen xerographischen Techniken der Fall ist. Die Wahl eines Bindemittels für eine erfindungsgemäss zu verwendende   photolei-   tende Schicht ist daher viel weniger kritisch in bezug auf die elektrischen Eigenschaften, so dass der Widerstand des Bindemittels nicht wesentlich höher zu sein braucht als der des Photoleiters. Aus dem gleichen Grunde können die in einem erfindungsgemäss durchgeführten Verfahren photoleitenden Schichten dünner als die üblicherweise in den genannten xerographischen Techniken verwendeten sein. 



   Das Verhältnis von Photoleiter zu Bindemittel in der photoleitenden Schicht beeinflusst natürlich die mechanische Festigkeit und die elektrischen Eigenschaften der Schicht. Wenn man photoleitendes Zinkoxyd in einer Polyvinylverbindung als Bindemittel verwendet, erzielt man gute Resultate bei Verhältnissen von Photoleiter zu Bindemittel von   3 : 1   bis 9 : 1. Die mechanische Festigkeit der Schicht wird ungenügend sein, wenn zu wenig Bindemittel verwendet wird. Wenn zu viel Bindemittel verwendet wird, ist die Bildschärfe unbefriedigend. 



   Der Dunkelwiderstand der photoleitenden Schicht muss im allgemeinen über 1010 Ohm. cm liegen. 



  Die als Bindemittel gewählten Verbindungen bestimmen nicht notwendigerweise die Benetzungskraft des die photoleitende Schicht enthaltenden Materials. Wenn   z. B.   eine hydrophobe Schicht mit wasserabsto- ssenden Eigenschaften gefordert wird, kann die photoleitende Schicht ausser einem Bindemittel, das selbst nicht ausreichend hydrophob ist, mindestens einen speziellen Zusatz enthalten, der die erforderliche hydrophobe Eigenschaft erteilt. Ein Zusatz, der die Hydrophobizität erhöht, ist z. B. Stearinsäure (s. belgi- 

 <Desc/Clms Page number 9> 

   sche Patentschrift Nr. 562337). Ausserdem können einige Bindemittel, die selbst nicht hydrophob oder nicht genügend hydrophob sind, durch eine Nachbehandlung diesbezüglich abgeändert werden. Man kann z. B.

   Bindemittel mit aktiven Hydroxylgruppen mit Diisocyanaten reagieren lassen (s. belgische Patentschrift Nr. 568418). In einigen Fällen kann die Hydrophobizität einer photoleitenden Schicht, nach der Schichtbildung durch Absorption eines geeigneten Stoffes, abgeändert werden. Ausserdem ist hier bereits erwähnt, dass die Benetzung unter dem Einfluss des elektrischen Feldes auf einer Schicht, die zwischen der zur Verfügung gestellten Entwicklerflüssigkeit und der photoleitenden Schicht angeordnet wird, stattfinden kann, so dass es z. B. möglich ist, einem Material, das eine photoleitende Schicht enthält, die hydrophil oder ungenügend hydrophob ist, eine erforderliche Hydrophobizität zu verleihen, indem man auf die photoleitende Schicht ein hydrophobes Material aufträgt, z.

   B. ein hydrophobes Polymerisat, Lack oder Wachs, die eine durchsichtige oder durchscheinende Deckschicht bilden. Umgekehrt kann auf eine photoleitende Schicht, die zu hydrophob ist, eine durchscheinende Schicht eines weniger hydrophoben Stoffes aufgetragen werden oder kann dem Material ein hydrophiler Charakter verliehen werden, indem man die hydrophobe photoleitende Schicht mit einer kleinen Menge eines hydrophilen Kolloids wie Gelatine, Polyvinylalkohol oder ein hydrophiles Derivat dessen, ein Cellulosederivat, Alginsäure oder ein Alginsäurederivat beschichtet. 



  Erfindungsgemäss zu verwendende Materialien, die eine photoleitende Schicht mit oder ohne Deckschicht enthalten, können in der photoleitenden Schicht und/oder in dieser Deckschicht Zusätze enthalten, wie Weichmacher, Dispergiermittel, Aufhellungsmittel, Substanzen, die der Oxydation und Alterung entgegenwirken, Mittel, die den Glanz verbessern, Mattierungsmittel, sensibilisierende Farbstoffe und chlorhaltige Polymerisate, die die Empfindlichkeit erhöhen, wie in der franz. Patentschrift Nr. 1. 294. 375 beschrieben ist. 



  Die Oberfläche der photoleitenden Schicht oder eines andern Materials, die durch die Flüssigkeit befeuchtet ist, muss nicht für die Flüssigkeit undurchdringlich sein. 



  Die Anwesenheit von Mikroporen in der Oberfläche beeinträchtigt die Entwicklung nicht. 



  Die photoleitende Schicht wird in Kontakt mit einem genügend photoleitenden Träger verwendet. 



  Vorzugsweise sind photoleitende Schicht und Träger fest miteinander verbunden und bilden also ein Mehr- schichtenmaterial. Der Widerstand des Trägers ist vorzugsweise bedeutend kleiner als der Dunkelwiderstand der photoleitenden Schicht. Im allgemeinen verwendet man vorzugsweise Trägermaterialien, deren Leitfähigkeit mindestens das hundertfache dieser der photoleitenden Schicht ist. 



  Geeignete leitende Träger für eine photoleitende Schicht sind z. B. Platten oder Folien eines Metalls, wie Aluminium, Kupfer, Bronze, Blei und Zink, oder Glasplatten, die mit einer dünnen Schicht von Zinkoxyd mit einem spezifischen Widerstand von 10 bis 105 Ohm. cm versehen sind, Folien oder Gewebe von Kunststoffen, die mit einer dünnen leitenden Schicht versehen sind, wie in der belgischen Patentschrift Nr. 585555 beschrieben ist, und schliesslich Papier. Brauchbare Papiersorten sind solche, deren Widerstand bei einer relativen Feuchtigkeit von 501o niedriger ist als 10100hm. cm, z. B. die in der belgischen Patentschrift Nr. 602794 beschriebenen Papiersorten. Andere geeignete Papiersorten sind solche, die wenigstens 2% leitende Füllstoffe enthalten, z. B. Kohlenstoff.

   Brauchbar sind ferner Papiere, deren der photoleitenden Schicht zugewandte Seite mit einer besser leitenden Schicht, z. B. einer dünnen Bleioder Aluminiumfolie, einer Dispersion von Metallpulver oder Kohlenstoff in einem Bindemittel oder einer durch Vakuum-Metallisierung aufgetragenen Metallschicht versehen ist. Schliesslich können auch Kohlenstoff enthaltende Gewebe, beispielsweise die Produkte Graphite Cloth Grade WCA, WCB und WCC der Firma Union Carbide Corporation, New York, N. Y., U. S. A., mit Erfolg als leitende Träger benutzt werden. 



  Gewebe oder Papiersorten, die bei der herrschenden Luftfeuchtigkeit keine genügende Leitfähigkeit zeigen, können ebenfalls erfolgreich verwendet werden, vorausgesetzt dass die Rückseite des Trägers vor oder während der Entwicklung mit einer Lösung, deren Widerstand niedriger als 106 Ohm. cm ist, befeuchtet wird. 



  Das zur Sichtbarmachung des Leitfähigkeitsbildes in einer erfindungsgemässen Methode verwendete flüssige Material ist vorzugsweise eine leitfähige polarisierbare Flüssigkeit, aber es können auch Flüssigkeiten mit höherer Dielektrizitätskonstante verwendet werden. Gute Resultate erhält man mit Entwicklungsflüssigkeiten, deren elektrischer Widerstand zwischen 10 und 106 Ohm. cm beträgt. Wie bereits gesagt, kann das flüssige Material eine Emulsion oder eine Dispersion eines festen Stoffes in einer Flüssigkeit sein. 



  Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Flüssigkeit (im nachfolgenden "Entwicklungsflüssigkeit" genannt) vorzugsweise wenigstens 60 Grew.-% Wasser. Sehr geeignete Entwick-   

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 EMI10.1 
 rere der folgenden Verbindungen :   I,   Farbstoffe, anorganische Pigmente, Farbstoffbildner und Bleichmittel. 



   Geeignete organische Farbstoffe sind beispielsweise : 
 EMI10.2 
 
<tb> 
<tb> ! <SEP> Kristallviolstt <SEP> C. <SEP> I. <SEP> 42555
<tb> Malachitgrün <SEP> C. <SEP> I. <SEP> 42000
<tb> Methylenblau <SEP> C. <SEP> I. <SEP> 52015 <SEP> 
<tb> Victoriablau <SEP> C. <SEP> I. <SEP> 42595 <SEP> und
<tb> C. <SEP> I. <SEP> 44045
<tb> t <SEP> Karminrot <SEP> C. <SEP> I. <SEP> 75470 <SEP> 
<tb> Nigrosin <SEP> C <SEP> 140 <SEP> Pulver <SEP> C. <SEP> I. <SEP> 50420
<tb> Chloramine <SEP> Black <SEP> EX <SEP> (dark) <SEP> C. <SEP> I. <SEP> 30235
<tb> Rayon <SEP> Black <SEP> C <SEP> (double <SEP> conc.) <SEP> C. <SEP> I. <SEP> 35255
<tb> Chris <SEP> Cuprofles <SEP> 3 <SEP> LB <SEP> C. <SEP> I. <SEP> Direct <SEP> Black <SEP> 63
<tb> 
 
Diese Farbstoffe werden vorzugsweise in Wasser in einer Menge von 0,3 bis 20   Gen.-%   verwendet. 



   Geeignete anorganische Pigmente sind beispielsweise alle Strukturformen von Kohlenstoff, wie Gra- phit, Russ, Lampenschwarz, Knochenkohle, Holzkohle, Ultramarinblau, Cadmiumsulfid, Titandioxyd,
Zinkoxyd, Eisenoxyd, magnetisches oder nicht magnetisches Eisenoyyd, Aluminiumpulver und Bronze- pulver. 



   Geeignete farblose oder schwach gefärbte Verbindungen, die in eine farbige Verbindung umgesetzt werden können, während oder nach der Benetzung des photoleitenden oder sonstigen Materials in dem elektrischen Feld, durch Reaktion mit einer Substanz, die in oder auf solchem Material anwesend ist, sind Reaktionspartner der folgenden Kupplungsreaktionen : die in der brit.

   Patentschrift Nr. 898,354 be- schriebenen Reaktionen, die Reaktion von Diazoniumverbindungen (beispielsweise die in den USA-Pa- tentschriften Nr. 2,306, 471, Nr. 2,440, 526, Nr. 2,451, 331, Nr. 2,459, 521, Nr. 2,461, 892 und
Nr. 2,493, 963 beschriebenen) mit Kupplern wie a--oder ss-Naphthol, die Reaktion von Ferrisalzen mit aromatischen hydroxylgruppenhaltigen Verbindungen, beispielsweise mit Pyrogallol und Dodecylgallat, die Reaktion von farblosen   Triazolium- und   Tetrazoliumverbindungen, wie diese in den franz. Patent- schriften Nr. 998.055 und Nr. 1.   020.   550 und in der brit. Patentschrift Nr. 670,883 erwähnten, mit einer reduzierenden Verbindung, die klassischen Farbkupplungsreaktionen zwischen oxydierbaren aromatischen Aminoentwicklem und Farbstoffbildnem (s.   z.   B."The Theory of the Photographic Process" von C.

   E. Kenneth Mess, Revised Ed., 1954, The Macmillan Company, New York, S.   584-589),   die Farbreaktionen beschrieben von Feigl in "Spot Tests", 1954, Elsevier Publish. Corp., Amsterdam. Niederlande, die Reaktion von Polyvinylchlorid mit Zinkoxyd (was den Gebrauch einer Lösung oder Dispersion des Polyvinylchlorids in der flüssigen kontinuierlichen Phase und eine Erwärmung erfordert). 



   Alternativ kann diese flüssige Phase auch eine Substanz zum Ausbleichen oder Entfärben eines Farbmaterials in oder auf dem mit der Flüssigkeit benetzten Material enthalten oder kann dieses Bleichmittel oder Entfärbungsmittel dem Material einverleibt sein. 



   Es versteht sich, dass in die   Entwicklungsflüssigkeit   und/oder in das dadurch benetzte Material Katalysatoren, die die Farbbildung oder die Entfärbungsreaktion fördern, erforderlichenfalls gearbeitet werden können. 



   Es ist möglich, eine von zwei farbbildenden Verbindungen in der   Entwicklungsflüssigkeit   und die zweite in dem Material, auf dem sich die Flüssigkeit absetzt, einzuverleiben, oder, wenn die Reaktion einen Katalysator erfordert, beide Verbindungen in die Flüssigkeit und den Katalysator gegebenenfalls in das Material, worauf sich die Flüssigkeit ablagert, zu arbeiten. 



   Die Erzeugung eines sichtbaren Bildes durch eine Farbkupplungsreaktion unter Verwendung eines der Reaktionspartner oder des Katalysators im photographischen Material und in einem andern Partner der Flüssigkeit hat den Vorteil, dass das erzeugte Bild gut haftet und gegen mechanisches Abwischen sehr widerstandsfähig ist. 



   H. Die Grenzflächenspannung beeinflussende Substanzen. 



   Beispiele von Substanzen, die der Entwicklungsflüssigkeit einverleibt werden können, um die Grenzflächenspannung zwischen der Flüssigkeit und der selektiv oder differenziert benetzten Oberfläche zu erhöhen, sind : Kaliumcarbonat, Aluminiumsulfat, Eisensulfat, Cadmiumchlorid und Magnesiumsulfat. Eine Liste anderer derartiger Substanzen ist im "Taschenbuch für Chemiker und Physiker",   J. D'Ans   und   E. Lax,   1949, Springer Verlag, S. 1008, enthalten. 

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 <Desc/Clms Page number 12> 

 



  Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.   Beispiel l :   Man mahlt die folgende Mischung 24 h in einer Kugelmühle : 
 EMI12.1 
 
<tb> 
<tb> Blanc <SEP> de <SEP> zinc, <SEP> Neige <SEP> extra <SEP> pur,
<tb> Typ <SEP> A <SEP> (Handelsname)'4, <SEP> 5 <SEP> kg
<tb> 4%igue <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Flexbond <SEP> D <SEP> 13 <SEP> [Handelsname
<tb> für <SEP> Mischpoly- <SEP> (vinylacetat-vinylstearat) <SEP> (85/15),
<tb> in <SEP> den <SEP> Handel <SEP> gebracht <SEP> von <SEP> Colton <SEP> Chemical
<tb> Company, <SEP> Cleveland, <SEP> Ohio, <SEP> U. <SEP> S. <SEP> A.) <SEP> in <SEP> Äthanol <SEP> 9 <SEP> 1
<tb> 
 Unter Rühren setzt man die folgende Mischung zu der erhaltenen Dispersion zu :

   
 EMI12.2 
 
<tb> 
<tb> 4%ige <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Flexbond <SEP> D-13 <SEP> (Handelsname)
<tb> in <SEP> Äthanol <SEP> 21 <SEP> 1
<tb> lomige <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Monobutylphosphat
<tb> in <SEP> Äthanol <SEP> 300 <SEP> cm3
<tb> lomige <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Bernsteinsäure <SEP> in
<tb> Dimethylformamid <SEP> 300 <SEP> cm3
<tb> lige <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Fluorescein <SEP> in <SEP> Äthanol <SEP> 300 <SEP> cm3
<tb> 
 
Diese Dispersion wird nach dem Walzenstreichverfahren derart auf einen barytierten Papierträger mit einem Oberflächenwiderstand von   108   Ohm. cm aufgetragen, dass man mit einem Liter 10 m2 beschichtet. 



   Auf die getrocknete photoleitende Schicht projiziert man 30 sec episkopisch ein Bild mit acht auf 25 cm   angeordneten,). 00   W-Lampen mittels einer Kamera mit Schneider Kreuznach Xenar   4, 4-Objektiv   (Brennweite : 21 cm) auf Blendeeinstellung 5, 6. Die totale Entfernung vom Original (entlang Spiegel und Objektiv) zum photoleitenden Material beträgt 84 cm. 



   Die Entwicklung des latenten Elektronenbildes wird in der schematisch in der Fig. 3 dargestellten Vorrichtung vorgenommen. Diese Vorrichtung besteht hauptsächlich aus zwei leitfähigen Walzen mit Anschlussklemmen für die Stromquelle und aus einem Tintebehälter. Walze 7 ist ein Aluminiumzylinder mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Länge von 25 cm ; sie dient lediglich als Führungswalze für die zu entwickelnde Schicht. Die Walze 6 ist ein Zylinder aus Chrom-Nickelstahl (18/8) mit einem Durchmesser von 30 mm und einer Länge von 25 cm. Die Oberfläche dieser Walze ist schraubenförmig derart gerieft, dass die   Ril1enwindungen   einander fast berühren. Die Rillen besitzen V-Form von 0, 5 mm Breite und Tiefe. Die Walze 10 rotiert frei in dem Tintenbehälter, so dass die Rille mit Tinte gefüllt wird.

   Die Tinte wird durch Kapillarkräfte festgehalten. 



   Das photoleitende Material wird zwischen die beiden Walzen mit einer Geschwindigkeit von 3 m/min geführt, u. zw. so, dass die Zinkoxydschicht mit der gerieften Walze in Kontakt steht. 



   Von dem Augenblick an, in dem das photoleitende Material, welches das latente Elektronenbild trägt, zwischen die zwei Walzen geführt wird, legt man zwischen die zwei Walzen eine 400 V-Gleichspannung an, indem man die Walze 7 an den negativen Pol und die Walze. 6 an den positiven Pol einer Gleichstromquelle anschliesst. 



   Die zum Entwickeln verwendete Tinte hat folgende Zusammensetzung : 
 EMI12.3 
 
<tb> 
<tb> Aquablack <SEP> U <SEP> (Handelsname <SEP> für <SEP> eine <SEP> 15%ige
<tb> wässerige <SEP> Dispersion <SEP> von <SEP> kolloidalem <SEP> Kohlenstoff, <SEP> in <SEP> den <SEP> Handel <SEP> gebracht <SEP> von <SEP> Columbian
<tb> Carbon <SEP> Company, <SEP> New <SEP> York, <SEP> N. <SEP> Y., <SEP> U. <SEP> S. <SEP> A.) <SEP> 10 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Wasser <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> 
 
Man erhält an den unbelichteten Stellen durch selektive Benetzung ein positives lesbares Bild der Vorlage. 



   Man erzielt ein Bild mit noch grösserer Detailwiedergabe, wenn man vor der Entwicklung die Rückseite des photoleitenden Materials ein wenig anfeuchtet. 

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   Man erhält ähnliche Resultate,. mit einer photoleitenden Schicht, welche Vinnapas B 100/20 VL (Han- delsname für ein Polyvinylacetat, auf den Markt gebracht von Wacker-Chemie   G. m. b. H.,   München) statt Flexbond D-13 (Handelsname) enthält. 



   Gute Resultate ermittelt man ebenfalls, indem man Blanc de zinc, Neige extra pur, Typ A (Handelsname) durch Zinc oxide Standard Gold Seal (Handelsname) ersetzt. 



   Schliesslich erhält man gleich gute Resultate, wenn die Rolle 6 aus Kupfer, Zink oder chromier- tem Stahl besteht. 



   Beispiel 2: Man stellt eine Zusammensetzung für eine photoleitende Schicht wie in Beispiel 1 her, ersetzt aber die 300   cm3   einer   l"X) igen   Lösung von Fluorescein in Äthanol durch 120 cm3 einer   la%) eigen   Lösung von Rose Bengale N   (C. 1. 45440)   in Äthanol. Zu dieser Schichtzusammensetzung setzt man nach deren Vermahlung 300 cm3 einer   lloigen   Lösung von   2, 5-Diäthoxy-4-benzoylaminobenzoldiazonium-   chlorzinkat in Dimethylformamid zu. Die erhaltene Zusammensetzung wird als Schicht auf barytiertes
Papier von   90 girt   aufgetragen. 



   Die getrocknete photoleitende Schicht wird 0, 7 sec lang im Kontakt mit einem negativen Filmbild mittels einer 75 W-Glühlampe aus einer Entfernung von 10 cm belichtet. Anschliessend führt man das be- lichtete photoleitende Material mit einer Geschwindigkeit von 3 m/min zwischen die zwei Walzen einer
Entwicklervorrichtung, wie beschrieben in Beispiel 1. Die photoleitende Schicht wird an die gerillte Auf- tragwalze 6 angedrückt, während der Träger, der leicht mit Wasser angefeuchtet ist, mit der Wal- ze 7 in Kontakt steht. Während der Entwicklung ist die Walze 7 an den positiven Pol und die Walze 6 an den negativen Pol einer Gleichstromquelle von 220 V angeschlossen. 



   Als Entwicklerlösung wird folgende Zusammensetzung verwendet : 
 EMI13.1 
 
<tb> 
<tb> Wasser <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> M-Naphthol <SEP> l <SEP> g <SEP> 
<tb> Natriumhydroxyd <SEP> l <SEP> g <SEP> 
<tb> 
 
 EMI13.2 
 bild des negativen Filmbildes. 



     Beispiel 3 :   Ein nach Beispiel 1 hergestelltes und Zinkoxyd enthaltendes photoleitendes Material wird 6 sec lang im Kontakt mit einem Diapositiv mittels einer Lampe von 75 W - 110 V aus 10 cm Entfernung belichtet. 



   Die Entwicklung des hergestellten latenten Elektronenbildes wird mittels der schematisch in Fig. 3 dargestellten   Vorrichtung durchgeführt.   Die Vorrichtung besteht hauptsächlich aus zwei leitfähigen Walzen und einem Tintenbehälter. 



   Die Walze 7 ist ein   Aluminiumzylinder   von 15 mm Durchmesser und 25 cm Länge und dient als Führungswalze für das zu entwickelnde Material. Die Walze 6 ist ein Kupferzylinder von 25 mm Durchmesser und 25 cm Länge und dient als Einfärbwalze. Die Oberfläche dieser Walze ist schraubenförmig gerieft. Die Rillen besitzen V-Form von 0, 5 mm Tiefe und haben einen Scheitelwinkel von 600. 



  Die Walze rotiert frei in dem Tintenbehälter, so dass die Rillen mit Tinte aufgefüllt werden und die Köpfe der Rillen benetzt werden. Die Tinte wird in diesen Rillen durch Kapillarkräfte festgehalten. 



   Das belichtete photoleitende Material wird mit der photoleitenden Schicht auf die eingefärbte gerillte Walze gelegt, so dass die Flüssigkeit auf den Rillenköpfen mit der photoleitenden Schicht in Berührung tritt. Die photoleitende Schicht wird mit einer Durchlaufgeschwindigkeit von 3 m/min zwischen den Walzen hindurchgeführt. 



   Während der Entwicklung legt man zwischen die zwei Walzen eine Spannung von 450 V an, wobei die Walze 7 an dem negativen Pol und die Walze 6 an dem positiven Pol einer Gleichstromquelle angeschlossen sind. Die Entwicklerlösung besteht aus einer   2sl0igen   wässerigen Lösung von Methylenblau. 



   Durch selektive Benetzung erzielt man an den unbelichteten Stellen ein positives lesbares Bild der Vorlage. Wenn man eine Spannung von 400 V anlegt, wird das Bild unvollkommen kopiert, während bei Verwendung einer 600 V-Spannung noch ein lesbares Bild erhalten wird, dessen belichtete Stellen jedoch ebenfalls mit Tinte benetzt sind, aber nicht so stark wie die unbelichteten Stellen. 



   Sonstige Entwicklerwalzen, welche mit sehr verschiedenförmigen kapillaren Rillen oder Öffnungen versehen sind, können ebenfalls verwendet werden und ergeben ähnliche Resultate. 



   So erzielt man ähnliche Ergebnisse, wenn man die oben beschriebene Kupferwalze durch eine Kupferwalze ersetzt, welche mit einer V-förmigen Rille von nur 0, 2 mm Tiefe versehen ist, die einen Scheitelwinkel von 600 besitzt. Die erforderliche Spannung, um mit dieser Walze befriedigende Ergebnisse zu 

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 erzielen, beträgt nur 250 V. Man erzielt noch befriedigende Bildqualitäten innerhalb der Spannungsgrenzen 230 und 350 V. 



   Gute Resultate werden ebenfalls erzielt mit von gerasterten Oberflächen versehenen Walzen, die pro Quadratzentimeter vierhundert 0,193 mm tiefe Näpfchen in Form von scharfen Pyramiden oder pro Quadratzentimeter achtzehn 0,172 mm tiefe Näpfchen in Form von stumpfen Pyramiden aufweisen. 



   Walzen mit solchen Oberflächen können mit den oben erwähnten Spannungen angewendet werden. 



  Je nachdem die Tiefe der Rasternäpfchen zunimmt, soll die Spannung entsprechend gesteigert werden. 
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 fernung 1 sec den Text eines Mikrofilmnegativs mit einer 100 W-Lampe. Das Mikrofilmnegativ wird auf das Formal 13 cm   x   18 cm projiziert. Die Entwicklung durch selektive Benetzung wird mittels der ersten in Beispiel 3 beschriebenen Vorrichtung vorgenommen, wobei der positive Pol der Gleichstromquelle an der Walze 7 und der negative Pol an der Walze 6 angeschlossen sind. Die Entwicklerlösung besteht aus einer   2%igen   wässerigen Lösung von Carbidschwarz E   3000/0 (C. I. 30235).   



   Die belichtete photoleitende Schicht wird mit einer Durchlaufgeschwindigkeit von   2, 5 m/min zwi -   schen die Walzen geführt. Die erforderliche Spannung beträgt 50 V. Man erhält eine positive Kopie der
Vorlage. Wenn man eine Spannung von 40 V benutzt, wird der Text nicht überall völlig reproduziert, während mit einer Spannung von 100 V eine noch brauchbare, aber weniger saubere Kopie erhalten wird. 



   Wenn man den Kupferzylinder 6 durch einen Zylinder aus Chrom-Nickelstahl (18/8) ersetzt, welcher die gleichen Rillenabmessungen aufweist, und den Potentialunterschied und die Entwicklungsgeschwindigkeit unverändert lässt, bleibt die Qualität der entwickelten Bilder die gleiche. 



   Beispiel 5 : Man trägt eine photoleitende Zusammensetzung wie in Beispiel 1 beschrieben derart auf barytiertes Papier mit einem Quadratmetergewicht von 90 g auf, dass man mit einem Liter 10   m2 be-   schichtet. Der Papierträger besitzt einen Widerstand von etwa   109Ohm.   cm. 



   Genau wie in Beispiel 2 kopiert man auf die photoleitende Schicht ein negatives Mikrofilmbild. Die Entwicklung des erzeugten latenten Bildes wird mittels der in Beispiel 3 beschriebenen   Entwic1dervorrich-   tung vorgenommen, wobei der erst beschriebene gerillte Kupferzylinder jedoch durch einen auf gleiche Weise gerillten Zylinder aus Chrom-Nickelstahl (18/8) ersetzt ist. 



   Während der Entwicklung legt man zwischen die zwei Walzen eine Wechselspannung von 220   V -   50 Hz an. Man führt das belichtete photoleitende Material mit einer Geschwindigkeit von 2 m/min zwischen den Walzen. Als Entwicklerlösung verwendet man eine   l% ige   wässerige Lösung von Methylenblau und erzielt ein positives lesbares Bild. 



   Durch Steigerung der Frequenz vermeidet man das leichte Benetzen der nicht belichteten Stellen, wenn man eine Spannung von 300 V verwendet. Steigerung der Frequenz bis 5000 Hz verursacht das völlige Verschwinden des Bildes. 



   Beispiel 6 : Die Belichtung und die Entwicklungsweise bleiben die gleichen wie beschrieben in Beispiel 3. Als   Entwicklerflüssigkeit   verwendet man jedoch Wasser. Dann lässt man eine Mischung von   Eisenteilchen, und   einem Toner, wie er in der   xeragraphischen Pulverentwicklung   verwendet wird, in Kaskade über das erhaltene Wasserbild rieseln. Der verwendete Toner ist positiv aufgeladen und haftet nur an den noch nassen Bildteilen. Nach der Wärmefixage durch Schmelzen der abgesetzten Tonerteilchen erzielt man ein kontrastreiches Bild mit sehr reinem Untergrund. 



     Beispiel 7 :   Eine photoleitende Zusammensetzung wie beschrieben in Beispiel 1 wird derart auf einen Pergaminpapier-Träger von 70   g/m2   aufgetragen, dass man mit einem Liter 12 m2 beschichtet. Man belichtet 6 sec in Kontakt durch ein Diapositiv mit einer Lampe von 75   W - 110   V aus 10 cm Entfernung. 



   Man führt die Entwicklung durch mittels einer   Entwicklungsvorrichtung,   welche, wie dargestellt in Fig. 3, eine Führungswalze und eine   Einfärbwalze   enthält. Die Führungswalze ist die gleiche wie beschrieben in Beispiel 3. Die Einfärbwalze jedoch ist nicht leitfähig und aus Polyvinylchlorid angefertigt. Sie besitzt einen Durchmesser von 30 mm, rotiert mit einer Geschwindigkeit von 25 Umdr/min und ist schraubenförmig gerillt. 



   Die Rille hat eine Tiefe von 0, 2 mm und einen Scheitelwinkel von   600.   Die Spannung zwischen der Entwicklerflüssigkeit und der leitfähigen Führungswalze wird mittels einer in der Entwicklerflüssigkeit eingetauchten Elektrode angelegt. Die Köpfe des Oberflächenprofils werden mittels eines um einen Zy- 

 <Desc/Clms Page number 15> 

 lirider gewickelten Schwammes oder Löschpapiers eingehalten, bevor sie mit der belichteten photoleitenden Schicht in Berührung treten. Die erforderliche Spannung zur Entwicklung beträgt 300 V. Die Führungswalze ist an den negativen Pol und die eingetauchte Elektrode an den positiven Pol einer Gleichstromquelle angeschlossen. Man erzielt ein positives Bild. Als leitfähige Entwicklerlösung verwendet man eine   exige   wässerige Lösung von Methylenblau. 



   In diesem Beispiel kann man auch einen leitfähigen Polyvinylchlorid-Zylinder verwenden. In diesem Falle arbeiten die Zylinder als Elektroden. Leitfähiges Polyvinylchlorid wird beispielsweise von Abbey Plastics Corporation, Hudson, Mass.,   U. S. A.,   hergestellt. 



   Beispiel 8 : Eine photoleitende Zusammensetzung wie beschrieben in Beispiel 1 wird nach dem
Walzenstreichverfahren derart auf Pergaminpapier von 80 g/m2 aufgebracht, dass man mit einem Liter
12 m2 beschichtet. 



   Auf diese photoleitende Schicht projiziert man 1 sec lang ein negatives Mikrofilmbild mit einer Lampe von 100 W auf 65 cm Entfernung. Das Mikrofilmnegativ wird auf das Format 13 cm X 18 cm projiziert. 



   Man führt die Entwicklung durch mittels einer Entwicklervorrichtung, die eine Führungswalze und eine Einfärbwalze umfasst. Die Führungswalze ist die in Beispiel 3 beschriebene. Die Einfärbwalze jedoch ist nicht leitfähig und aus Polyvinylchlorid angefertigt. Sie besitzt einen Durchmesser von 30 mm, rotiert bei einer Geschwindigkeit von 25 Umdr/min und ist schraubenförmig gerillt. Die Rille ist 0,2 mm tief und besitzt einen Scheitelwinkel von 600. Die gerillte Einfärbwalze rotiert frei in einem Tintenbehälter, der mit einer   Zeigen   wässerigen Lösung von Carbidschwarz E   3000/0   (C. I.   30235)   gefüllt ist. 



   Die Köpfe des Oberflächenprofils werden mit einem Schwamm gereinigt, der in kontinuierlichem Kontakt mit der gerillten Walze steht. Der Schwamm gewährleistet eine gleichmässige Füllung der Kapillaren. Diese gleichmässige Füllung ist notwendig, um die Spannung während der Entwicklung konstant zu halten. 



   Das belichtete photoleitende Material wird zwischen die Führungswalze und die eingefärbte gerillte Walze geführt, so dass die belichtete photoleitende Schicht mit den sauberen Köpfen der gerillten Walze in Berührung kommt. Bei dem Durchleiten des photoleitenden Materials zwischen den Walzen ist eine Gleichspannung von 300 V zwischen der   leitfähigen Führungswalze   und der   im Tintenbehältereingetauch-   ten Elektrode angelegt. Der positive Pol der Gleichstromquelle wird an die leitfähige Führungswalze und der negative Pol an der eingetauchten Elektrode befestigt. Man erhält eine positive Kopie der Vorlage. 



  Man erhält befriedigende Ergebnisse mit einer Gleichspannung zwischen 250 und 350 V. 



   Beispiel 9: Eine photoleitende Zusammensetzung wird durch Mischen folgender Substanzen hergestellt : 
 EMI15.1 
 
<tb> 
<tb> Zinkoxyd <SEP> (Neige <SEP> extra <SEP> pure, <SEP> Type <SEP> A) <SEP> 37, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Mischpoly- <SEP> (vinylacetat/vinyllaurat) <SEP> (80/20) <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Äthanol <SEP> 133 <SEP> cm3
<tb> 
 
Man bringt diese Zusammensetzung derart auf barytiertes Papier von 80 g/m2 auf, dass nach der Trocknung die Dicke der photoleitenden Schicht 25      beträgt. Die photoleitende Schicht wird durch 1 min in Kontakt mit einer negativen Vorlage durch eine Glühlampe von 75   W - 110   V aus 10 cm Entfernung belichtet. 



   Die Entwicklung wird wie in Beispiel 7 durchgeführt, jedoch unter Verwendung einer nicht leitfähigen schraubenförmig gerillten Einfärbwalze aus Polyvinylchlorid. Als Entwicklertinte verwendet man eine   2%ige   wässerige Lösung von Nigrosine   (C. I.   50420). Die gerillte Walze aus Polyvinylchlorid hat eine Drehzahl von 25 Umdr/min. Wenn man die Führungswalze an den positiven Pol und die in der Entwicklungsflüssigkeit getauchte Elektrode an den negativen Pol einer 300 V-Gleichstromquelle anschliesst, erzielt man ein positives lesbares Bild. 



     Beispiel 10 :   Eine photoleitende Zusammensetzung wird durch Mischen folgender Substanzen hergestellt : 
 EMI15.2 
 
<tb> 
<tb> Zinkoxyd <SEP> (Neige <SEP> extra <SEP> pure, <SEP> Type <SEP> A) <SEP> 15 <SEP> g
<tb> Mischpoly- <SEP> (vinylacetat/vinylstearat) <SEP> (85/15) <SEP> 4 <SEP> g
<tb> Methanol <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> Bernsteinsäure <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g
<tb> 
 
Diese Zusammensetzung wird derart auf barytiertes Papier von 80 g/m2 aufgebracht, dass man nach der Trocknung eine Schichtdicke von 22   u   erhält. Diese photoleitende Schicht bildet mit Wasser einen 

 <Desc/Clms Page number 16> 

 Randwinkel von weniger als 90  und ist als solche nicht geeignet für die Entwicklung mittels einer gerillten Walze, deren Köpfe mit einer wässerigen Entwicklerflüssigkeit benetzt sind.

   Man macht die photoleitende Schicht mehr hydrophob, indem man sie 1 min Trichloräthylen-Dämpfen aussetzt. 



   Die Belichtung und die Entwicklung werden wie im Beispiel 9 vorgenommen unter Verwendung jedoch einer Spannung von 700 V. 



   Beispiel 11 : Eine photoleitende Zusammensetzung wird durch Mischen folgender Substanzen hergestellt : 
 EMI16.1 
 
<tb> 
<tb> Zinkoxyd <SEP> (Neige <SEP> extra <SEP> pure, <SEP> Type <SEP> A) <SEP> 15 <SEP> g
<tb> Mischpoly- <SEP> (vinylacetat/vinylstearat) <SEP> (85/15) <SEP> 4 <SEP> g
<tb> Methanol <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> Monobutylphosphat <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g
<tb> 
 
Man bringt diese Zusammensetzung derart auf barytiertes Papier von   80 g/m2 auf,   dass man nach der Trocknung eine photoleitende Schicht von 26 p Dicke erhält. Diese Schicht bildet mit Wasser einen Randwinkel von weniger als 900 und ist als solche nicht für die Entwicklung mit einer gerillten Walze geeignet, deren Köpfe mit einer wässerigen Entwicklerflüssigkeit benetzt sind. Die photoleitende Schicht wird mehr hydrophob gemacht, indem man sie 1 min Trichloräthylen-Dämpfen aussetzt.

   Die Belichtung und die Entwicklung werden wie im Beispiel 9 vorgenommen, jedoch unter Verwendung einer Spannung von 700 V. 



     Beispiel 12 :   Eine photoleitende Zusammensetzung wird durch Mischen folgender Substanzen hergestellt : 
 EMI16.2 
 
<tb> 
<tb> Zinkoxyd <SEP> (Neige <SEP> extra <SEP> pure, <SEP> Type <SEP> A) <SEP> 15 <SEP> g
<tb> Mischpoly- <SEP> (vinylacetat/vinylstearat) <SEP> (85/15) <SEP> 4 <SEP> g
<tb> Methanol <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> Monobutylphosphat <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g
<tb> Bernsteinsäure <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g
<tb> 
 
 EMI16.3 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 17>
    8. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit einen gelösten Farbstoff enthält. EMI17.1 sigkeit verwendet wird, die eine Verbindung oder Verbindungen enthält, die imstande sind, mit mindestens einer in der photoleitenden Schicht anwesenden Verbindung einen Farbwechsel hervorzurufen.
    10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Feld durch eine Wechselstromspannung von 200 bis 400 V erregt wird.
    11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselstromspannung eine Frequenz von 50 Hz bis 5 kHz besitzt.
    12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es unter Verwendung einer photoleitenden Schicht, die photoleitendes Zinkoxyd und als Bindemittel einen Polyvinylester enthält, durchgeführt wird.
    13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass es unter Verwendung einer photoleitenden Schicht, die photoleitendes Zinkoxyd enthält, das mit einer aliphatischen Dicarbonsäure und mit einer von Phosphor abgeleiteten Oxysäure reagiert hat, durchgeführt wird. EMI17.2 Verwendung einer photoleitenden Schicht, die auf einer Trägerschicht angebracht ist, welche einen spezifischen Volumenwiderstand aufweist, der wesentlich geringer ist als derjenige der photoleitenden Schicht, durchgeführt wird.
    15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass es unter Verwendung einer auf einer Papierfolie angebrachten photoleitenden Schicht durchgeführt wird, während die Papierfolie mit einer Flüssigkeit, deren spezifischer Widerstand kleiner als 106 Ohm. cm ist, benetzt wird.
    16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht eine Aluminiumfolie ist.
    17. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch. gekennzeichnet, dass es unter Verwendung einer Walze als Flüssigkeitszufuhrelement durchgeführt wird.
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