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Automatisches Wertscheinsystem
Das Stammpatent betrifft ein Wertscheinsystem, das im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass Wertscheine od. dgl., auf denen in an sich bekannter Weise Wertbeträge und sonstige Buchungsdaten in Form abtastbarer Markierungen aufgezeichnet sind, durch an Verbrauchsstellen, z. B. an Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs, befindlichen Kontroll-und Buchungseinrichtungen abgetastet werden, worauf unter Einbeziehung der von diesen gespeicherten Daten errechneten Werte bei Deckung des Verbrauchsbe- trages durch den von dem jeweiligen Wertschein verkörperten Wertbetrag eine Entwertung des Wertscheines in Höhe des Verbrauchsbetrages und/oder die Auslösung der der Verbrauchsstelle eigentümlichen Funktion, z.
B. die Freigabe des Fahrzeugeinstieges, erfolgt, während bei nicht ausreichender Deckung eine Ablehnung des Wertscheines und/oder eine Sperrung der der Verbrauchsstelle eigentümlichen Funktion erfolgt und/oder ein Warnungssignal od. dgl. ausgelöst wird.
Mit diesem Wertscheinsystem ist unter anderem die Aufgabe gelöst, einen Wertschein, beispielsweise eine Fahrkarte, so auszubilden, dass die auf ihr in bestimmter Weise vermerkte Wertangabe für Kontrollzwecke mittels einer Kontroll- und Buchungseinrichtung in beispielsweise als Töne reproduzierbare Schwingungen oder in Impulsserien umgesetzt werden, so dass der Einsatz von Kontrollpersonen, beispielsweise Busschaffnern oder Kassenperonal, unnötig wird.
Bei der Verwendung in Verkehrsmitteln ist zu beachten, dass es neben den Hauptverkehrslinien nun überall Nebenlinien gibt, die während des grössten Teiles der Betriebszeit nur sehr wenig belastet sind. Hier könnte man die Ausgabe von Fahrscheinen zwar dem Wagenführer, ohne merkbaren Nachteil auf die Betriebsabwicklung, überlassen, solange nicht verlangt wird, dass der Wagenführer noch dafür verantwortlich sein soll, dass jeder Fahrgast nicht weiter reist, als die von ihm verlangte Zonenkarte reicht. Der Wagenführer soll jedoch seine Aufmerksamkeit auf die Verkehrsverhältnisse richten und nicht durch Kontrollen und Abrechnungsvorgänge belastet und in seiner Aufmerksamkeit beeinträchtigt werden.
Die Haupt- aufgabe wird in diesen Fällen nicht mehr sein, die Zahlungsvorgänge zu vereinfachen oder auszuschalten, sondern nur die Höhe der Gebühren rasch, mühelos und einwandfrei festzustellen.
Hiefür kann nun das Wertscheinsystem nach dem Stammpatent in vereinfachter Weise zur Anwendung kommen, u. zw. in der Weise, dass Wertscheine, auf denen in an sich bekannter Weise Wertbeträge und sonstige Buchungsdaten in Form abtastbarer Markierungen aufzeichenbar sind, durch an Verbrauchsstellen,
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tes der verbrauchten Leistung (Zeit, Fahrzone od. dgl.) in einer entsprechenden Kontrolleinrichtung, beispielsweise am Fahrzeugausstieg, vom markierten Nullwert aus erfolgt und der ermittelte Wert angezeigt wird.
Die für diesen Vorgang erforderlichen Einrichtungen sind im Prinzip analog denen der Stammpatent-
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anmeldung, lediglich mit dem Unterschied, dass Wertangaben auf dem Wertschein fehlen, und somit alle damit zusammenhängenden Operationen wegfallen.
Die Wertscheine oder Karten werden in diesem modifizierten System dem Fahrgast erst beim Ein- steigen zugänglich gemacht. Wie bei der Stammpatentanmeldung wird die vom Fahrer jeweils einge- stellte Zonennummer dem jeweils entnommenen Fahrschein (Wertschein) aufgeprägt. Beim Aussteigen oder beim Verlassen einer Station wird der Fahrschein in der Ausgangsmaschine geprüft und die zurück- gelegte Zonendistanz festgestellt.
Dieses, insbesondere für Strecken mit geringen Verkehrsdichte anwendbare Zonengebührensystem wird nachfolgend an Hand eines zeichnerischen Beispieles näher erläutert.
Dieses zeichnerische Ausführungsbeispiel zeigt schematisiert ein Fahrzeug von oben.
Mit 1 ist die Karosserie, mit 2 die Eingangstür und mit 11 die Ausgangstür bezeichnet. 3 ist eine Scheidewand zwischen einer kleinen Plattform und den nicht dargestellten Sitzplätzen. 4s und
4b sind photoelektrische Elemente, durch die dem Wagenführer angezeigt wird, ob sich ein Fahrgast während der Fahrt in diesem Wagenteil aufhält. 6 ist ein Stapel für Wertscheine, 5 deutet einen
Auswurfmechanismus an, durch den dem Fahrgast nach Drücken eines nicht gezeigten Knopfes ein Wert- schein angeboten wird.
7 ist der Sitz des Wagenführers, 8 ein Einwurfschlitz für die Ausgangsregi- strierung von Wertscheinen, 9 ein Leuchtschirm, auf dem die zu zahlenden Gebühren oder die gebüh- renpflichtigen Fahrzonennummern sichtbar werden, 10 ein tischförmiger Ansatz gegebenenfalls kom- biniert mie bekannten Münzdispensern und 12 eine Förderbahn, über die die in 8 eingeworfenen
Wertscheine in den Stapel 6 in geeigneter Weise zurückgeführt werden. 8a ist eine nur dem Wa- genführer zugängliche Schalttafel, auf der er beim 1 Überschreiten einer Zonengrenze einen Zonennum- mernschalthebel vor oder zurück schiebt. Hier finden sich auch Schalter für eine etwa gewünschte Zäh- lung der zusteigenden Fahrgäste, wie schon im Stammpatent beschrieben, um eine Kontrolle für eine Fahrzeugüberlastung zu erhalten.
Die Anwendung dieser Einrichtungen geschieht in der folgenden Art : Die Fahrgäste besteigen das Fahrzeug in rascher Folge, drücken auf einen Knopf, erhalten einen Wertschein ohne etwas zu bezahlen und nehmen im Wageninneren platz. Beim Aussteigen müssen die Passagiere den Wagenführer passieren. Sollte ein Passagier versuchen, auszusteigen, ohne zu zahlen, so kann der Wagenführer die pneumatische Ausgangstür rasch genug schliessen, um einen solchen Versuch zu verhindern. Der Passagier wirft seinen Wertschein in die Registriermaschine 8 ein, worauf unmittelbar die Fahrgebühr am Schirm 9 angezeigt wird. Der Fahrgast zahlt-gegebenenfalls kann die Zahlung über an entsprechender Stelle angeordnete Münzautomaten erfolgen-und steigt aus. Der Wertschein bleibt in derRegistriereinrichtungund wird von da, z.
B. auf pneumatischem Wege, über eine, in das Fahrzeug eingebaute Förderbahn 12 geleitet und dem Stapel 6 am Eingang 2 wieder zugeführt.
Die dem Wertschein noch anhaftende kodierte Information wird dann kurz vor der Neuverwendung gelöscht, überschrieben od. dgl. Wie in der Stammpatentanmeldung hat der Wertschein auch eine Wagenkodnummer, um ein unzulässiges Überführen von wageneigenen Wertscheinen auf ein anderes Fahrzeug und damit einen Betrug feststellen zu können. Die Ungültigkeit eines in die Ausgangsregistriereinrichtung eingeworfenen Wertscheines wird dem Wagenführer durch das Aufleuchten einer Lampe angezeigt.
Die hier beschriebenen Registriereinrichtungen für die freie Ausgabe von Wertscheinen und die Gebührenabgabe am Ausgang kann auch in Stationen angewendet werden. Die an den Ausgängen freierdenden Wertscheine werden dann den Eingangsmaschinen über Förderkanäle zugeführt. Wegen der oft sehr ungleichen Beanspruchung der Ein- und Ausgangstüren müssen selbstverständlich die Vorräte von Wertscheinen für einen 5-8stündigen Betrieb ausreichend bemessen sein. Um die Wertscheine dauerhaft zu machen, können sie aus dünnen Nickelstahlstücken oder gepressten und gesinterten Eisenoxydplättchen bestehen. Sie könnten auch elektrostatische Zählerkreise enthalten.
Zum Zwecke der Kontrolle der täglichenGeldeinnahmen kann die digitale oder anderskodierte Information auf dem Wertschein auf ein Band eingespielt und verarbeitet werden. Ein solches Hilfsmittel erleichtert nicht nur eine genaue Abrechnung, sondern ermöglicht auch eine zuverlässige Analyse der Einund Aussteigpunkte der Passagiere zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten und ergibt damit statistische Werte für Traffikplanung und Streckenbelegung. Ausserdem können alle Informationen auf die Zeitbezogen werden, so dass eine detaillierte Kontrolle für die Einhaltung des Fahrplanes möglich ist. Diese Vorteile
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