AT248099B - Verfahren und Einrichtung zum Härten von dicht gepreßten Platten aus Holzfasern u. ähnl. Material - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Härten von dicht gepreßten Platten aus Holzfasern u. ähnl. Material

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  Verfahren und Einrichtung zum Härten von dicht gepressten
Platten aus Holzfasern u. ähnl. Material 
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 tion dadurch verhütet wird, dass   die Heissluft in Form gleichmässig verteilter   Strahlen mit hoher Geschwindigkeit im wesentlichen rechtwinkelig gegen beide Plattenoberflächen geblasen und jeweils an der gleichen Plattenseite wieder abgeleitet wird. 



   Man kann auf diese Weise bei gleichem Druckverlust   (10 - 40   mm WS) einen etwa fünfmal höheren   (1. - Wert   als durch Anwendung einer Parallelströmung erzielen. Das rechtwinkelige Anblasen bringt noch weitere Vorteile mit sich. Man erhält eine äusserst gleichmässige Luftverteilung über die Platte sowohl in ihrer   Längs- als   auch in ihrer Querrichtung. Das Ergebnis wird noch markanter, wenn   die Platte während   des Härtungsprozesses in Beziehung zu den Luftstrahlen in Bewegung gehalten wird. Die Bewegung kann dabei kontinuierlich, progressiv oder oszillierend sein. Auf diese Weise verhütet man eine örtliche Übertemperatur in der Platte.

   Die Gefahr des Auftretens einer örtlichen Übertemperatur in der Platte ist besonders gross in den ungleichmässigen Randzonen, dem sogenannten Bart, der beim Pressen gebildet wird. Bei einer Behandlung nach der Erfindung ist es deshalb zweckmässig, diesen Bart vor dem Härten zu entfernen. 



   Es wurden Platten durch rechtwinkeliges Anblasen bei einer Temperatur von 2150C sechs Stunden lang behandelt, ohne dass eine Entzündung eintrat. Die Platte wies dabei eine Temperatur auf, die nur etwa 50 über der Lufttemperatur lag. Einwandfreie Härtung erzielt man bereits nach einer Behandlungszeit von   30min ; es   besteht also, was das Entzünden betrifft, eine zuverlässige Sicherheitsspanne. Die Behandlungszeit lässt sich somit innerhalb weiter Grenzen variieren, je nach den Eigenschaften, die man der gehärteten Platte zu vermitteln wünscht. 



   Die Erfindung betrifft ferner auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Diese Vorrich- 
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 für   die Erwärmung   und Zirkulation des Behandlungsmediums angeordnet sind. Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten jeder Transportebene zugewendete Wandflächen mit einer grossen Anzahl gleichmässig verteilter Ausblasöffnungen für das Anblasen des Behandlungsmediums in Form im wesentlichen rechtwinkelig gegen die Platten gerichteter Strahlen versehen sind. 



   Die Erfindung wird nachstehend näher beschrieben, wobei auf die Figuren Bezug genommen wird, die eine Ausführungsform der Vorrichtung für die Durchführung des Verfahrens zeigen und in denen Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch   eine Härtungseinrichtung und Fig.   4 einen Längsschnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3 zeigt. 



   In Fig. 3 bezeichnet 1 das Aussengehäuse der Einrichtung und 2 Inspektionsklappen oder Türen. 



  Mit 3 und 4 sind im Gehäuse montierte Blaskästen bezeichnet, von denen Luft durch Schlitze oder per-   forierte Wandflächen   rechtwinkelig, gegebenenfalls leicht schräg gegen das Material 11 geblasen wird. 



  Das Material wird von Rollen 5 getragen, die in Lagern 6 gelagert sind und durch Kettenräder 7 und Ketten (nicht dargestellt) angetrieben werden. 



   Die Zirkulation der Luft in der Einrichtung wird durch ein von einem Motor 9 angetriebenes Gebläse 8 bewirkt. Nach dem Auftreffen auf das Material weicht die Luft seitwärts ab und wird durch Durchgänge 17 und 18 zum Zirkulationsgebläse 8 zurückgeleitet. 



   Die für   dieErwärmungsperiode   benötigte Wärmemenge wird durch Heizbatterien 10 zugeführt, die vorzugsweise (mit   Rücksicht   auf die relativ hohe zur Anwendung kommende Lufttemperatur) mit Heissöl von einer (nicht dargestellten) Wärmequelle gespeist werden können. Die Zirkulationsluft kann auch mit Luft von einem   ölbeheizten   Wärmeaustauscher erwärmt werden. Gegebenenfalls lässt sich auch die Verwendung direkter Rauchgase denken. 



   Während des Härtens bilden sich Gase, die zum Teil giftig sind (CO) und eine Entlüftung des Gehäuses verlangen. Zu diesem Zweck dient ein mit einem verstellbaren Schieber 13 versehener Schornstein 12. Die in Fig. 3 dargestellte Anordnung des Gebläses hat den Vorteil, dass der in der Einrichtung herrschende statische Druck auf das Gehäuse gering ist und auch-in Beziehung zu dem ausserhalb des Gehäuses der Einrichtung herrschenden statischen Druck - negativ sein kann. 



   Die Gefahr des Auftretens von Leckverlusten wird dadurch gering. Die Einrichtung wird von einem Stativ 14 abgestützt. In Fig. 4 ist dargestellt, wie der obere, nahe dem Material liegende Blaskasten mit einer gewöhnlichen Perforierung 15 und der untere auf Grund der Rollen 5 weiter von der Bahn entfernt liegende Blaskasten mit Düsen 16 versehen ist. 



   Die Einrichtung kann, falls gewünscht, mit Doppelrollen versehen werden. In solchen Fällen sollen die Blaskästen 3 und 4 mit Düsen ausgerüstet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Härten von dicht gepressten Platten aus Holzfasern u. ähnl. Material mittels durch Gebläse umgewälzter Heissluft bei Temperaturen über 1600C unter Vermeidung einer Überhitzung der Platten, dadurch gekennzeichnet, dass eine schädliche Temperatursteigerung im Plattenmaterial infolge der in diesem eintretenden exothermischen Reaktion dadurch verhütet wird, dass die Heissluft in Form gleichmässig verteilter Strahlen mit hoher Geschwindigkeit im wesentlichen rechtwinkelig gegen beide Plattenoberflächen geblasen und jeweils an der gleichen Plattenseite wieder abgeleitet wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung in einer kon- tinuierlich arbeitenden Anlage vorgenommen wird.
    3. Verfahren nachAnspruchl, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung chargenweise erfolgt, wobei den Platten eine Bewegung in Beziehung zu den Luftstrahlen rechtwinkelig zu deren Anblasrichtung vermittelt wird.
    4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l oder 2, bestehend aus einem mit Transportorganen für die Platten versehenen Behandlungskanal, in dem Organe zur Erwärmung und Zirkulation des Behandlungsmediums angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten jeder Transportebene Luftverteilungskästen (3,4) vorgesehen sind, deren der Transportebene zugewendete Wandflächen mit einer grossen Anzahl gleichmässig verteilter Ausblasöffnungen (15,16) für das Blasen des Behandlungsmediums in Form im wesentlichen rechtwinkelig gegen die Platten (11) gerichteter Strahlen versehen sind.
AT356464A 1963-09-16 1964-04-22 Verfahren und Einrichtung zum Härten von dicht gepreßten Platten aus Holzfasern u. ähnl. Material AT248099B (de)

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