AT248099B - Verfahren und Einrichtung zum Härten von dicht gepreßten Platten aus Holzfasern u. ähnl. Material - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Härten von dicht gepreßten Platten aus Holzfasern u. ähnl. MaterialInfo
- Publication number
- AT248099B AT248099B AT356464A AT356464A AT248099B AT 248099 B AT248099 B AT 248099B AT 356464 A AT356464 A AT 356464A AT 356464 A AT356464 A AT 356464A AT 248099 B AT248099 B AT 248099B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- treatment
- hardening
- right angles
- plates
- jets
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- 239000000463 material Substances 0.000 title claims description 8
- 229920002522 Wood fibre Polymers 0.000 title claims description 3
- 239000002025 wood fiber Substances 0.000 title claims description 3
- 238000007664 blowing Methods 0.000 claims description 6
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 3
- 238000013021 overheating Methods 0.000 claims 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 2
- 230000003068 static effect Effects 0.000 description 2
- 235000004443 Ricinus communis Nutrition 0.000 description 1
- 240000000528 Ricinus communis Species 0.000 description 1
- 238000007689 inspection Methods 0.000 description 1
- 230000000750 progressive effect Effects 0.000 description 1
- 239000000779 smoke Substances 0.000 description 1
- 231100000331 toxic Toxicity 0.000 description 1
- 230000002588 toxic effect Effects 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Landscapes
- Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Einrichtung zum Härten von dicht gepressten Platten aus Holzfasern u. ähnl. Material EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> tion dadurch verhütet wird, dass die Heissluft in Form gleichmässig verteilter Strahlen mit hoher Geschwindigkeit im wesentlichen rechtwinkelig gegen beide Plattenoberflächen geblasen und jeweils an der gleichen Plattenseite wieder abgeleitet wird. Man kann auf diese Weise bei gleichem Druckverlust (10 - 40 mm WS) einen etwa fünfmal höheren (1. - Wert als durch Anwendung einer Parallelströmung erzielen. Das rechtwinkelige Anblasen bringt noch weitere Vorteile mit sich. Man erhält eine äusserst gleichmässige Luftverteilung über die Platte sowohl in ihrer Längs- als auch in ihrer Querrichtung. Das Ergebnis wird noch markanter, wenn die Platte während des Härtungsprozesses in Beziehung zu den Luftstrahlen in Bewegung gehalten wird. Die Bewegung kann dabei kontinuierlich, progressiv oder oszillierend sein. Auf diese Weise verhütet man eine örtliche Übertemperatur in der Platte. Die Gefahr des Auftretens einer örtlichen Übertemperatur in der Platte ist besonders gross in den ungleichmässigen Randzonen, dem sogenannten Bart, der beim Pressen gebildet wird. Bei einer Behandlung nach der Erfindung ist es deshalb zweckmässig, diesen Bart vor dem Härten zu entfernen. Es wurden Platten durch rechtwinkeliges Anblasen bei einer Temperatur von 2150C sechs Stunden lang behandelt, ohne dass eine Entzündung eintrat. Die Platte wies dabei eine Temperatur auf, die nur etwa 50 über der Lufttemperatur lag. Einwandfreie Härtung erzielt man bereits nach einer Behandlungszeit von 30min ; es besteht also, was das Entzünden betrifft, eine zuverlässige Sicherheitsspanne. Die Behandlungszeit lässt sich somit innerhalb weiter Grenzen variieren, je nach den Eigenschaften, die man der gehärteten Platte zu vermitteln wünscht. Die Erfindung betrifft ferner auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Diese Vorrich- EMI2.1 für die Erwärmung und Zirkulation des Behandlungsmediums angeordnet sind. Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten jeder Transportebene zugewendete Wandflächen mit einer grossen Anzahl gleichmässig verteilter Ausblasöffnungen für das Anblasen des Behandlungsmediums in Form im wesentlichen rechtwinkelig gegen die Platten gerichteter Strahlen versehen sind. Die Erfindung wird nachstehend näher beschrieben, wobei auf die Figuren Bezug genommen wird, die eine Ausführungsform der Vorrichtung für die Durchführung des Verfahrens zeigen und in denen Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch eine Härtungseinrichtung und Fig. 4 einen Längsschnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3 zeigt. In Fig. 3 bezeichnet 1 das Aussengehäuse der Einrichtung und 2 Inspektionsklappen oder Türen. Mit 3 und 4 sind im Gehäuse montierte Blaskästen bezeichnet, von denen Luft durch Schlitze oder per- forierte Wandflächen rechtwinkelig, gegebenenfalls leicht schräg gegen das Material 11 geblasen wird. Das Material wird von Rollen 5 getragen, die in Lagern 6 gelagert sind und durch Kettenräder 7 und Ketten (nicht dargestellt) angetrieben werden. Die Zirkulation der Luft in der Einrichtung wird durch ein von einem Motor 9 angetriebenes Gebläse 8 bewirkt. Nach dem Auftreffen auf das Material weicht die Luft seitwärts ab und wird durch Durchgänge 17 und 18 zum Zirkulationsgebläse 8 zurückgeleitet. Die für dieErwärmungsperiode benötigte Wärmemenge wird durch Heizbatterien 10 zugeführt, die vorzugsweise (mit Rücksicht auf die relativ hohe zur Anwendung kommende Lufttemperatur) mit Heissöl von einer (nicht dargestellten) Wärmequelle gespeist werden können. Die Zirkulationsluft kann auch mit Luft von einem ölbeheizten Wärmeaustauscher erwärmt werden. Gegebenenfalls lässt sich auch die Verwendung direkter Rauchgase denken. Während des Härtens bilden sich Gase, die zum Teil giftig sind (CO) und eine Entlüftung des Gehäuses verlangen. Zu diesem Zweck dient ein mit einem verstellbaren Schieber 13 versehener Schornstein 12. Die in Fig. 3 dargestellte Anordnung des Gebläses hat den Vorteil, dass der in der Einrichtung herrschende statische Druck auf das Gehäuse gering ist und auch-in Beziehung zu dem ausserhalb des Gehäuses der Einrichtung herrschenden statischen Druck - negativ sein kann. Die Gefahr des Auftretens von Leckverlusten wird dadurch gering. Die Einrichtung wird von einem Stativ 14 abgestützt. In Fig. 4 ist dargestellt, wie der obere, nahe dem Material liegende Blaskasten mit einer gewöhnlichen Perforierung 15 und der untere auf Grund der Rollen 5 weiter von der Bahn entfernt liegende Blaskasten mit Düsen 16 versehen ist. Die Einrichtung kann, falls gewünscht, mit Doppelrollen versehen werden. In solchen Fällen sollen die Blaskästen 3 und 4 mit Düsen ausgerüstet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Härten von dicht gepressten Platten aus Holzfasern u. ähnl. Material mittels durch Gebläse umgewälzter Heissluft bei Temperaturen über 1600C unter Vermeidung einer Überhitzung der Platten, dadurch gekennzeichnet, dass eine schädliche Temperatursteigerung im Plattenmaterial infolge der in diesem eintretenden exothermischen Reaktion dadurch verhütet wird, dass die Heissluft in Form gleichmässig verteilter Strahlen mit hoher Geschwindigkeit im wesentlichen rechtwinkelig gegen beide Plattenoberflächen geblasen und jeweils an der gleichen Plattenseite wieder abgeleitet wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung in einer kon- tinuierlich arbeitenden Anlage vorgenommen wird.3. Verfahren nachAnspruchl, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung chargenweise erfolgt, wobei den Platten eine Bewegung in Beziehung zu den Luftstrahlen rechtwinkelig zu deren Anblasrichtung vermittelt wird.4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l oder 2, bestehend aus einem mit Transportorganen für die Platten versehenen Behandlungskanal, in dem Organe zur Erwärmung und Zirkulation des Behandlungsmediums angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten jeder Transportebene Luftverteilungskästen (3,4) vorgesehen sind, deren der Transportebene zugewendete Wandflächen mit einer grossen Anzahl gleichmässig verteilter Ausblasöffnungen (15,16) für das Blasen des Behandlungsmediums in Form im wesentlichen rechtwinkelig gegen die Platten (11) gerichteter Strahlen versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE1021963 | 1963-09-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT248099B true AT248099B (de) | 1966-07-11 |
Family
ID=20291930
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT356464A AT248099B (de) | 1963-09-16 | 1964-04-22 | Verfahren und Einrichtung zum Härten von dicht gepreßten Platten aus Holzfasern u. ähnl. Material |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT248099B (de) |
-
1964
- 1964-04-22 AT AT356464A patent/AT248099B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1421786B2 (de) | Verfahren zum Erwärmen von Glastafeln | |
| DE68902548T2 (de) | Trockner fuer eine warenbahn. | |
| AT248099B (de) | Verfahren und Einrichtung zum Härten von dicht gepreßten Platten aus Holzfasern u. ähnl. Material | |
| DE19701595B4 (de) | Anlage für die Vorwärmung einer Preßgutmatte im Zuge der Herstellung von Holzwerkstoffplatten, insbesondere von Spanplatten | |
| CH429172A (de) | Verfahren zum Härten von Platten aus Holzfasern und ähnlichem Material | |
| DE2103026A1 (de) | Verfahren zum Trocknen von Kohle | |
| DE2541836A1 (de) | Haerteofen fuer mineralwolle | |
| DE1200523B (de) | Verfahren und Geraet zum Haerten von Platten aus Holzfasern und aehnlichem Material | |
| DE2638461A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum haerten von mittels dampf haertbaren agglomeraten | |
| DD265610A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zum ausbauchen und haerten von glastafeln | |
| DE2155933C2 (de) | Vorrichtung zum Herstellen von keramisch gebundenen Formkörpern aus Granulaten von Blähton | |
| DE69307886T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur wärmebehandlung eines faserproduktes, die düsen erstrecken sich in richtung der maschine | |
| DE464857C (de) | Destillation von Braunkohlen u. dgl. | |
| DE882676C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Trocknung von Schnittholz | |
| CH365528A (de) | Verfahren zur Wärmebehandlung von Holzfaser-Formkörpern, insbesondere -Platten | |
| DE527336C (de) | Vorrichtung zum Vorbehandeln von Celluloid vor seiner Verformung | |
| AT210728B (de) | Papier-, Pappen- bzw. Zellulose-Maschinenanlage und Verfahren zum Trocknen einer Papier-, Pappe- oder Zellulosebahn | |
| DE562282C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Natriumsulfat nach dem Hargreaves-Verfahren | |
| DE2601038C2 (de) | Verfahren zum Angleichen der Temperaturen in der Aufheizzone eines Tunnelofens | |
| DE320582C (de) | Glueh- und Temperofen mit in den Heizraum einfahrbarem, von innen beheiztem Laufkarren | |
| DE548864C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Trocknung von lohgegerbten Ledern | |
| AT98224B (de) | Verfahren zum Ziehen von Glastafeln. | |
| AT79869B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von SticVerfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Stickstoffverbindungen. kstoffverbindungen. | |
| DE388948C (de) | Vorrichtung zum Ausheben von Glastafeln aus der geschmolzenen Glasmasse | |
| DE1421786C (de) | Verfahren zum Erwarmen von Glas tafeln |