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Papier-, Pappen- bzw. Zellulose-Maschinenanlage und
Verfahren zum Trocknen einer Papier-, Pappe- oder
Zellulosebahn
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abschluss vorgesehenen, mit Warmluft beschickten Zwischenhohlraum entnommen ist. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass die Taschen vollkommen frei von irgendwelchen Einbauten gehalten werden, so dass hiebei die oben angegebenen Nachteile nicht auftreten. Weiters wird durch diese Anordnung eine wirksame Entfernung der Schwadenkerne und damit eine wirksame Trocknung der Stoffbahn erzielt. Die den Taschen zwischen Stoffbahn'und Filzbahn zugeordneten Düsen, welche achsparallel zur Trockenwalze gerichtet sind, lösen die in diesen Taschen befindlichen Schwadenkerne unmittelbar auf und blasen die Dampfschwaden aus diesen Taschen heraus.
Dadurch, dass die den Taschen zwischen Stoffbahn, Trockenwalze zugeordneten Düsen schräg nach unten gerichtet sind, wird eine unmittelbare Beaufschlagung der Trockenwalze durch die quer eingeblasene Luft vermieden und es werden dadurch Wärmeverluste durch Abkühlung der Trockenwalzen verringert, wobei die schräg gerichtete Strömung noch immer ausreicht, um die Schwadenkerne aufzulösen und zu entfernen.
Um die richtige Einstellung der Düsen zu erzielen, ist die Anordnung zweckmässig so getroffen, dass die Düsen mit an sich bekannten flexiblen Anschlüssen versehen sind und in ihrer Richtung einstellbar und feststellbar sind.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die schlitzförmigen Austrittsöffnungen der Düsen an ihren Schmalseiten mit einem Öffnungswinkel von 60 auszubilden.
Zweckmässig ist die Anordnung so getroffen, dass die die Austrittsschlitze der Düsen begrenzenden Längswände, in der Strömungsrichtung gemessen, über eine Strecke von etwa der halben Schlitzlänge parallel zueinander verlaufen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich weiters auf ein Verfahren zum Trocknen einer Papier-, Pappe-oder Zellulosebahn, in einer Anlage, wie sie oben beschrieben wurde. Ein derartiges Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der durch die Taschen geblasenen Gase bzw. Luft über 500 C, vorzugsweise zwischen 80 - 1000 C. gehalten wird. Zweckmässig wird hiebei die Gasaustrittsgeschwindigkeit aus den Düsen auf einer Höhe von 10 bis 30 m/sec gehalten.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch erläutert.
Fig. l zeigt einen Querschnitt durch die Trockenpartie einer Papiermaschine, Fig. 2 zeigt schematisch eine Seitenansicht der Führung der Stoffbahn um die Trockenwalzen und die Führungen der Filzbahnen, Fig. 3 zeigt in schaubildlicher Darstellung den Lauf der Stoffbahn und der Filzbahnen und die Anordnung
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ein unterer Filztrockenzylinder 11 vorgesehen sind. In der Darstellung nach Fig. 2 schliessen nach links und rechts endlose obere-und untere Trockenfilzbahnen aneinander an.
Bei den üblichen Anlagen wird nun Trockenluft lediglich von unten zugeführt. Diese Trockenluft bläst die unteren Filzbahnen 8 im spitzen Winkel an und strömt teils seitlich, teils zwischen den aneinander anschliessenden unteren Filzbahnen 8 aufwärts. In den Zwischenräumen 12 und 13, welche durch die Papierbahn l, die Filzbahnen 4 und 8 und die Trockenzylinder 2 und 3 begrenzt sind, bilden sich nun Dampfschwadenkerne aus, welche insbesondere in den oberen Taschen 14 und 15 dieser Zwischenräume stationär verbleiben.
Um nun diese Dampfschwadenkerne aufzulösen, sind Düsen 16 und 17 vorgesehen, welchen über Rohre 18 und flexible Schläuche 19 Warmluft zugeführt wird. Diese seitlich neben der Papierbahn 1 oder im Randbereich derselben angeordneten Düsen 16 und 17 blasen nun mit einer solchen Energie Warmluft in die Zwischenräume 12 und 13 bzw. in die Taschen 14 und 15 derselben, dass die sich in diesen Taschen bzw. Zwischenräumen stationär ausbildenden Dampfschwadenkerne aufgelöst und entfernt werden. Die Austrittsgeschwindigkeit der Luft aus den Düsen 16 und 17 ist mit ungefähr 10 - 30 m/sec gewählt. Die Taschen 15 sind von der Papierbahn 1 und der oberen Filzbahn 4 begrenzt. Hier sind dieditsen horizontal und achsparallel zu den Trockenzylindern 3 gerichtet.
Es wird daher auch die Papierbahn 1 und die Filzbahn 4 angeströmt, was an sich vorteilhaft ist, da der quer eingeblasenen Luft eine erhebliche Trockenwirkung zukommt. Die Taschen 14 jedoch sind von der Papierbahn 1 und den Trockenzylindern 3 selbst begrenzt, wobei die Trockenzylinder 3 die obere Begrenzung dieser Taschen darstellen. Hier ist ein Anströmen der Trockenzylinder 3 wegen der Kühlung derselben und der damit verbundenen Wärmeverluste
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nachteilig und es sind daher die quer gerichteten Düsen 17 schräg abwärts gerichtet, so dass ein Anströmen der Trockenzylinder 3 vermieden wird. Die Düsen sind von den flexiblen Schläuchen 19 getragen und durch Verbiegen dieser flexiblen Schläuche in ihrer Richtung einstellbar, so dass die optimale Richtung dieser Düsen eingestellt und mittels Feststellvorrichtungen fixiert werden kann.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Anlage ist in einem durch eine Dunsthaube 20 gegen das Klima der Arbeitshalle 21 abgeschlossenen Raum 22 angeordnet, welcher durch Tore 23 zugänglich ist. Eine solche Anordnung ist an sich bekannt und weist Vorteile auf. da einerseits die Temperatur in dem ab- geschlossenen Raum 22 höher gehalten werden kann als in der Arbeitshalle und anderseits die Wärme der diesen Raum verlassenden Dampfschwaden gewonnen werden kann. Auch die untere Trockenpartie ist in einem abgeschlossenen Raum 24 untergebracht. Durch einen Kanal 25 wird nun Warmluft von beispiels- weise 50 - 700 C über Schlitzdüsen 26, welche sich über die ganze Breite der unteren Trockenpartie er- strecken, zugeführt. Ein Teil der Warmluft strömt nun als Trockenluft zwischen den unteren Filzbahnen aufwärts, wie dies durch Pfeile angedeutet ist.
Ein Teil jedoch wird seitlich durch ein Gebläse 27 abge- saugt und den querblasenden Düsen 16 und 17 zugeführt, wobei zwischen diesen Düsen 16 und 17 und dem
Gebläse 27 eine mit 28 angedeutete Nachheizeinrichtung angeordnet ist, welche beispielsweise die den
Düsen 16 und 17 zuzuführende Luft auf Temperaturen zwischen 80 - 1000 C bringt. Durch diese Düsen 16 und 17 wird in der beschriebenen Weise die Warmluft durch die Zwischenräume 12 und 13 hindurch- geblasen und tritt an der andern Seite der Papierbahn 1 in einen Raum 29 aus, von wo aus die Absaugung in der durch Pfeile angedeuteten Weise durch einen Kanal 30 erfolgt. Die durch den Kanal 30 abgesaugte, mit Dampfschwaden angereicherte Luft kann in Wärmegewinnungseinrichtungen wieder zur Vorwärmung der Trockenluft ausgenützt werden.
Die Arbeitshalle 21 kann nun in bekannter Weise mit einer mit Anemostaten 39 versehenen Zwischen- decke 31 ausgestattet sein, welche einen mit Warmluft beschickten Deckenheizraum 32 abschliesst, um eine Kondensation der Raumfeuchtigkeit an der kalten Decke zu vermeiden. Es kann nun ein Teil der für die Trocknung benötigten Warmluft von diesem Deckenheizraum 32 abgezweigt werden. Wie die Zeich- nung zeigt, ist der Deckenheizraum 32 durch eine Leitung 33 angezapft, durch welche Warmluft der
Saugseite des Gebläses 27 zugeführt wird. Da diese Anzapfung durch die Leitung 33 an einer beliebigen
Stelle der Zwischendecke 31 erfolgen kann, lässt sich für die Warmluft der kürzeste Weg wählen, so dass
Wärmeverluste weitgehend vermieden werden. Durch Absperrorgane bzw.
Drosselklappen 40 und 41 kann das Verhältnis zwischen Ansaugung aus der unteren Trockenpartie und aus dem Deckenheizraum 32 geregelt werden.
In den Fig. 4-6 ist nun eine der Düsen 16 bzw. 17 dargestellt. Die Ausströmung aus diesen Düsen ist durch eine, durch einen Handgriff 34 verstellbare Drosselklappe 35 regelbar. Die Düsen weisen eine schlitzförmige Austrittsöffnung 36 auf, wobei die Schmalseiten 37 dieser Düsen einen Öffnungswinkel a von weniger als 60 aufweisen. Diese Schmalseiten 37 sind nach Halbkreisbögen abgerundet. Die die Längsseiten der Austrittsöffnung begrenzenden Flächen 38 verlaufen über eine Strecke a, welche ungefähr der halben Schlitzlänge b entspricht, planparallel zueinander. Unter Vermittlung der flexiblen Schläuche 19 sind diese Düsen in ihrer Richtung einstellbar und es kann daher auch die Längsrichtung der schlitzförmigen Austrittsöffnung 36 gegen die Vertikale geneigt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Papier-, Pappen- bzw. Zellulose-Maschinenanlage, in deren Trockenpartie die erzeugte Stoffbahn über Trockenwalzen zwischen Bahnen aus Filz oder dergleichen saugfähigem Material führbar ist. wobei Gas, insbesondere Warmluft, durch Düsen quer zur Laufrichtung der Stoffbahn und planparallel zu der Stoffbahn, den Trockenwalzen und Filzbahnen einblasbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen (16, 17) an einer Seite der Maschine vorgesehen sind, wobei mindestens je eine dieser Düsen (16), rechts und links von einer Trockenwalze (3) angeordnet, durch die von Filz (4) und Papierbahn (1) gebildete Tasche (15), in an sich bekannter Weise achsparallel zur Trockenwalze (3), bläst, während mindestens je eine weitere Düse (17), ebenfalls rechts und links von der Trockenwalze (3) angeordnet,
schräg von der Trockenwalzenachse weg, durch die von der Trockenwalze (3) und Papierbahn (1) gebildete Tasche (14) bläst, wobei das den Düsen (16, 17) zugeführte Gas, insbesondere Warmluft, ganz bzw. teilweise der unteren, gegen das Klima der Umgebung (21) abgeschlossenen Trockenpartie (24) und bzw. oder aus einem an sich bekannten, im Hallenabschluss vorgesehenen, mit Warmluft beschickten Zwischenhohlraum (32) entnommen ist.