AT247947B - Gasentladungs-Überspannungsableiter - Google Patents

Gasentladungs-Überspannungsableiter

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AT247947B
AT247947B AT516265A AT516265A AT247947B AT 247947 B AT247947 B AT 247947B AT 516265 A AT516265 A AT 516265A AT 516265 A AT516265 A AT 516265A AT 247947 B AT247947 B AT 247947B
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gas discharge
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discharge surge
electrodes
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Siemens Ag
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  Gasentladungs-Überspannungsableiter 
Die Erfindung betrifft sowohl Ein- als auch   Mehrstrecken-Gasentladungs-Überspannungsableiter.   Bei der Herstellung solcher Ableiter ist es vielfach äusserst vorteilhaft, die Elektrodenabstände des bereits gas- dicht verschlossenen Ableiters von aussen nachjustieren zu können. Der Erfindung liegt ein Überspannungs- ableiter zugrunde mit einem rohrförmigen Isolierkörper, der an seinen Enden durch Kontaktkappengasdicht verschlossen ist und dessen einander überlappende Elektroden an diesen Kontaktkappen gehaltert sind.

   Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, dass die Kontaktkappen in axialer Richtung nach aussen ver- laufende napfförmige Kontaktzungen aufweisen, in denen die jeweilige Elektrode so gehaltert ist, dass durch Verbiegen der Kontaktzungen der Elektroderabstand veränderbar ist, ohne die Verbindung zwischen
Isolierkörper und Kontaktkappen zu beeinträchtigen. 



   In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Einstreckenableiters in zwei zueinander senkrechten Längsschnitten und in einer Seitenansicht dargestellt. Der Isolierkörper aus Glas oder Keramik ist mit 1 bezeichnet. An seinen Enden sind die Kontaktkappen 2 und 3 aufgesetzt   und mit dem Isolierkörper gasdicht verbunden. Die Kontaktkappe   2 weist eine in axialer Richtung nach aussen verlaufende napfförmige Kontaktzunge 4   und die Kontaktkappe   3 eine in gleicher Weise aus- gebildete Kontaktzunge 5 auf. In der Kontaktzunge 4 ist die Elektrode 7 und in der Kontakt- zunge 5 die Elektrode 6 gehaltert.   Die Elektroden können vorteilhaft mittels einer Hartlötung in   den Kontaktzungen befestigt werden. 



   Der Ableiter kann entweder in   herkömmlicher Weise   eingeschmolzen oder gelötet werden und mittels eines Pumpstengels auf einem Pump- oder Gasfüllautomaten evakuiert, mit einem Edelgas gefüllt und abgezogen werden. Er kann aber genau so gut in der pumpstengellosen Form ausgebildet und herge- stellt werden. Weist nun ein Ableiter z. B. nicht die geforderte Zündspannungstoleranz auf, so kann man durch ein geringes Nachbiegen einer oder beider Kontaktzungen die Elektroden zueinander oder   ause1nan-   der bewegen, ohne dass die Anglasung oder Lötung der Verschlussstellen undicht wird. Damit die Biege- kraft nicht zu gross wird, muss das Verhältnis der Materialstärke zum Durchmesser der Kontaktstücke ent- sprechend gewählt werden. Auch spielt die Form der Kontaktstücke eine Rolle. Bei einem Ableiter der 
 EMI1.1 
 
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 macht.

   Ein Spannungsableiter der erfindungsgemässen Bauweise ist hoch belastbar, weil die Wärme direkt an   die Kontaktzunge abgeführt   wird. Seine Herstellung ist einfach und billig. Bei Zwei- oder Mehrstrekken-Gasentladungs-Überspannungsableitern kann ein genauer Abgleich der Ansprechspannungen der einzelnen Entladungsstrecken nach der Fertigstellung erfolgen. 



   Um das Auftreten zu hoher Kontaktwiderstände zu vermeiden, werden die   Überspannungsableiter   nach ihrer Herstellung einer galvanischen Oberflächenbehandlung unterzogen. Es ist   zweckmässig,   die Korrektur   der Elektrodenabstände   vor dieser Behandlung durchzuführen. Erfahrungsgemäss wird durch die Wasser- 

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 stoffaufnahme in Verbindung mit der Schichtdicke des galvanischen Überzuges,   z. B.   aus Nickel, das
Grundmaterial derart versteift, dass ein Nachjustieren der Elektroden sehr erschwert ist.

   Versieht man je- doch den bereits nachjustierten Ableiter mit einem galvanischen Überzug, so sorgt die eintretende Ma- terialversprödung dafür, dass die einmal eingestellten Elektrodenabstände durch die im Betriebsfall nor- malerweise auftretenden magnetischen Kräfte nicht geändert werden. 



   Anderseits kann man durch eine   geeignete Dimensionierung der Materialstärken die Höhe   des Stromes bestimmen, bei dem die Elektroden des   erfindungsgemässen Gasentladungs-Überspannungsabieiters in   einen Dauerkurzschluss übergehen, z. B. bei 10 KA nach VDE 0845. Hiedurch ist auch nach Zerstörung des Ab- leiters ein elektrischer Schutz der Anlage gewährleistet. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1.   Gasentladungs-Überspannungsableiter   mit einem rohrförmigen Isolierkörper, der an seinen Enden   durch Kontaktkappen gasdicht verschlossen ist und dessen   einander   überlappende Elektroden   an diesen Kontaktkappengehaltertsind, dadurchgekennzeichnet,dassdieKontaktkappeninaxialerRichtung nach aussen verlaufende napfförmige Kontaktzungen aufweisen, in denen die jeweilige Elektrode so gehaltert ist, dass durch Verbiegen der Kontaktzungen der Elektrodenabstand veränderbar ist, ohne die Verbindung zwischen Isolierkörper und Kontaktkappen zu beeinträchtigen.

Claims (1)

  1. 2. Gasentladungs-Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden mittels Hartlötung in den Kontaktzungen befestigt sind.
    3. Gasentladungs-Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dassdieKontaktkappennachdemJustierenderElektrodenmiteinemgalvanischenMetall- überzug, insbesondere einem Nickelüberzug versehen sind, wobei durch die Wasserstotfaufnahme des Kontaktkappenmaterials in Verbindung mit der Schichtdicke des galvanischen Überzuges eine so weitgehende Versprödung des Kappenmaterials eintritt, dass Kontaktkräfte die einmal eingestellten Elektrodenabstände nicht mehr verändern können.
    4. Gasentladungs-Überspannungsableiter nach den Ansprüchen 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h net, dass die magnetischen Kräfte eines Stromstosses über eine zulässige Grösse zum Dauerkurzschluss der Elektroden führen und so selbst nach dem Ausfall des Ableiters einen sicheren Schutz der Anlage gegen Überspannungen gewährleisten.
AT516265A 1964-06-10 1965-06-08 Gasentladungs-Überspannungsableiter AT247947B (de)

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