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Rütteleinrichtung für Heizungsherde mit heb- und senkbarem Rost
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Verhältnis zueinander gegen Drehung gesichert und als Ganzes unten und oben in Lagern 15 bzw. 16 drehbar gelagert. Dieses ganze Teleskopgestänge 12, 13 und 14 wird somit durch den einarmigen Hebel 11 in hin-und hergehende Drehbewegungen versetzt.
Auf dem obersten Abschnitt 14 des Teleskopgestänges ist ebenfalls ein einarmiger Hebel 17 befestigt, der mit seinem freien Ende an eine in Längsrichtung verschiebbare Schiene 18 gelenkig angekuppelt ist. Auf den Rüttlerwellen 2 und 3 sind einarmige radiale Hebel 19 angebracht, die mit ihrem unteren Ende über Zapfen 20 der Schiene 18 greifen. Die in Längsrichtung hin-und hergehende Bewegung der Schiene 18 bewirkt somit entsprechende Drehungen der beiden Rüttlerwellen 2 und 3.
Die vorstehende Beschreibung zeigt, dass es auf diese Weise möglich ist, mittels der Handkurbel 7 über den dargestellten Mechanismus die beiden Rüttlerwellen 2 und 3 in hin-und hergehende Drehbewegungen und dementsprechend die auf diesen Wellen ruhenden Roststäbe 1 in auf- up. d niedergehende Rüttelbewegungen zu versetzen.
Ändert sich die Höhenlage des Rostes, beispielsweise durch Senken der an einem Traggestell befestigtenLager 4, so schieben sich die Teleskopabschnitte 12, 13und 14 entsprechend ineinander, und es passt sich die Länge des Teleskopgestänges der jeweiligen Höhenlage an. In jeder Höhenlage aber bleibt der Bewegungsmechanismus unverändert in der beschriebenen Weise wirksam.
Es hat sich gezeigt, dass sich mit dieser RUtteleinrichtung gemäss der Erfindung sehr wirksame Rüttelbewegungen erzielen lassen. Die Roststäbe sind, wie es aus der in Fig. 2 eingezeichneten Querschnittsdarstellung ersichtlich ist, nach unten verjüngt, so dass. eintretendeSchlackenteile sichnicht festklemmen können, sondern frei in den Aschenraum herabfallen. Die Zuspitzung der Roststäbe nach oben erleichtert das Eintreten von Schlackenteilen, die bei der Rüttelbewegung zwischen den Stäben zermahlen werden.
Bei der Gestaltung der Stäbe ist natürlich darauf zu achten, dass diese bei der Auf- und Abbewegung nicht aus der Führung gleiten. Die nockenartigen Köpfe der Vorsprünge 5 bewirken, dass der Roststab auch bei Schlackenverklemmung wieder herabgezogen wird.
In Fig. 1 sind die Vorsprünge 5 zum Zwecke der einfachen Veranschaulichung als in einer Linie ausgerichtete radiale Stege dargestellt. Dieses bedeutet, dass die Roststäbe sich parallel zueinander und gleichlaufend bewegen. Es kann aber zweckmässig sein, diese Vorsprünge 5 jeder der beiden Wellen 2 und 3 in Winkelrichtung etwas gegeneinander zu versetzen, also in der Weise, dass dann, wenn ein Vorsprung sich in genau senkrechter Stellung befindet, der einebenachbarte Vorsprung nach der einen Seitebereits vorgeeilt ist, während der auf der andern Seite benachbarte Vorsprung noch weiter zurückliegt. In diesem Falle sind die Bewegungen benachbarter Roststäbe unterschiedlich.
Die hin- und herge- henden Drehbewegungen der Rüttlerwellen 2 bewirken hiebei nicht eine parallele Auf- und Niederver- schiebung der gesamten Rostfläche als Einheit, sondern jeder Roststab führt eine Bewegung aus, die gegenüber derjenigen seiner Nachbarstäbe unterschiedlich ist. Hiedurch wird ein wirksames Aufreissen des Glutbettes erzielt, und die zwischen die Roststäbe gefallenen Schlackenteilchen werden infolge der Relativbewegung der beiden das Teilchen erfassenden Roststäbe zueinander besonders wirksam erfasst und zermahlen. Zu dem gleichen Zweck kann auch die Höhe der einzelnen Vorsprunge 5, d. h. ihre Abmessung in radialer Richtung, unterschiedlich gewählt werden.
Wie gesagt, ist die Vorrichtung zum Auf- und Niederstellen des Rostes, also der üblichen äusseren Rostlager, der vier Lager 4, in denen die Rüttlerwellen 2 und 3 ruhen sowie des auf diese Rüttlerwellen wirkenden Mechanismus oberhalb und einschliesslich des Teleskopgliedes 14, nicht besonders dargestellt, da diese Ausbildungen der Heb- und Senkvorrichtung nach bekannten Konstruktionsrichtlinien erfolgen kann.
Es ist natürlich unerwünscht, aus dem Herd zu viele Bedienungshandhaben herausragen zu lassen. So wird man zweckmässigerweise die Drehachse 8 der Rüttelvorrichtung unterhalb der Ebene der Herdplatte in einer Einstecköffnung endigen lassen und eine aufsteckbare Handkurbel 7 verwenden, so dass bei abgenommener Handkurbel das Ende der Drehachse 8 nicht besonders in die Erscheinung tritt. In gleicher Weise kann man die Antriebswelle für die Heb-und Senkvorrichtung unterhalb der Plattenebene in einer Einstecköffnung endigen lassen, und man kann sie so ausbilden und bemessen, dass die Handkurbel 7 für beide Zwecke, einfach umsteckbar, benutzt werden kann.
Eine andere Lösung, bei der das äussere Erscheinungsbild des Herdes noch weniger gestört wird, besteht darin, diebeiden Antriebsachsen koaxial anzuordnen und unterhalb der Herdplatte in einer gemeinsamen Einstecköffnung endigen zu lassen, jedoch an ihren oberen Enden mit unterschiedlichen Eingriffvorrichtungen auszubilden, so dass mark innerhalb dieser einen Einstecköffnung das Aufsteckende der Handkurbel wahlweise umstecken kann, d. h. auf das obere Ende der Drehachse 8 des Rüttlers oder auf das
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obere Ende der koaxialen Achse für den Antrieb der Höhenverstellvorrichtung aufstecken kann. Für diese bevorzugt in Frage kommende Ausbildung der Rutteleinrichtung zeigen Fig. 3 und 4 ein Ausführungsbei- spiel.
Wie Fig. 4 zeigt, ist die innere Antriebsachse 21 von der rohrförmigen äusseren Antriebsachse 22 i mit dem für eine einwandfreie Betätigung erforderlichen Spiel umschlossen, wie es durch die Doppellinie
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axialen Endzapfenu. zw. je in Form einer Stufe 24. Der verbreiterte Zapfenteil 23" erstreckt sich bis dicht an die in- nere Mantelfläche der äusseren Achse 22 heran, wieder unter Wahrung des erforderlichen Spiels. Die- ser verbreiterte Teil 23" des Aufsteckzapfens hat also einen langgestreckten Querschnitt, den man als rechteckig bezeichnen kann, wenn man vernachlässigt, dass die beiden kurzen Seiten nicht geradlinig sind sondern kreisbogenförmig gekrümmt. Die Dicke dieses breiten Zapfenteils 23" ist gleich derjeni- gen des oberen Zapfenteiles 23'.
Zweckmässigerweise wird man den ganzen Aufsteckzapfen 23 aus dem Material der inneren Ach- se 21 herausarbeiten, wodurch sich die gezeichneten Abmessungen ergeben. Es ist aber nicht unerläss- lich, dass der untere Zapfenteil 23" sich diametral über die volle lichte Weite der äusseren Achse 22 erstreckt, denn die Stufen 24, die den Anschlag für die Handhabe darstellen, können auch etwas schmälerseinalsdargestellt. Eine solche Bemessung des abgestuften Zapfens 23 wird aus Herstellungs- gründen beispielsweise dann in Frage kommen, wenn man auch die innere Achse 21 als Rohr ausführt und den Zapfen als besonderen Teil herstellt, der in die obere Mündung dieses Rohres eingesetzt wird.
Die äussere, rohrförmige Achse ist an dem dargestellten Ende kurzer ausgeführt als die innere Achse, so dass der Aufsteckzapfen 23 aus dem Rohr 22 oben herausragt. Es springt aber der Rand der äusseren
Achse 22 längs der beiden Schmalflächen des verbreiterten Zapfenteiles 23" zungenartig vor, je- doch erstrecken sich diese beiden Zungen 25 höchstens bis dicht vor die beiden Stufen 24, bleiben aber zur Sicherheit besser um einen merkbaren Betrag zurück, so wie es in den Zeichnungen dargestellt ist. Diese beiden Zungen 25 stellen die Mitnehmer für-die äussere Achse 22 dar. Sie sind zweck- mässigerweise in Umfangsrichtung ebenso breit bemessen wie die Schmalflächen des Zapfens 23.
Die in Fig. 3 gezeigte Nabe 26, die zusammen mit dem Handhebel 27 die Bedienungshandhabe darstellt, ist mit einer Aussparung versehen, die der Form und den Abmessungen des Aufsteckzap- fens 23 zuzüglich der beiden Zungen 25 entspricht. Der obere Teil 28 der Aussparung ist von quadratischem Querschnitt, der untere Teil 29 von rechteckigem Querschnitt, in beiden Fällen betrachtet in Schnittebene senkrecht zur Achse der beiden koaxialen Antriebsachsen.
Wird die Nabe in der gezeichneten Stellung aufgesteckt, so setzt sie sich mit der oberen Fläche der Aussparung 29 auf die beiden Stufen 24 auf, während die Randteile der Seitenflächen dieser Aussparung 29 die Zungen seitlich erfassen. Da der obere Teil 28 der Aussparung auf dem quadratischen Zapfenteil 23'steckt, erfasst die Nabe 26 der Handhabe in dieser Stellung also beide Achsen zugleich.
Dreht man die Handhabe aber um die Achse der koaxialen Antriebsachsen um 900, so dass die längere Mittellinie der Aussparung 29 und die längere Mittellinie des breiten Zapfenteiles 23"sich unter diesem Winkel von 900 kreuzen, dann ist der axiale Aufsteckweg der Nabe 26 durch die Stufen 24 begrenzt. In dieser Stellung setzt sich die untere Fläche der Nabe 26 auf die Stufen 24 auf, so dass letztere als Begrenzungsanschläge dienen. Der quadratische Zapfenteil 23'jedoch erstreckt sich auch in dieser angehobenen Stellung der Nabe 26 durch den unteren Aussparungsteil 29 hindurch bis in den oberen quadratischen Aussparungsteil 28 hinein.
Die Nabe 26 wird somit durch den beidseitigen Anschlag 24 oberhalb der Enden der beiden Zungen 25 gehalten, so dass in dieser angehobenen Stellung der Nabe 26 die als Mitnehmer der Achse 22 dienenden Zungen 25 nicht erfasst werden. In dieser Stellung wird bei Drehen der Bedienungshandhabe 26/27 somit nur die innere Achse 21 gedreht.
Bei dem Heizungsherd gemäss Fig. 1 und 2 wird die Anordnung nun so getroffen, dass die innere Achse 21 die Antriebswelle für die Höhenverstellung des Rostes darstellt. Für diesen Arbeitsgang steckt man also die Nabe 26 in der zuletzt beschriebenen Weise so auf, dass sie nur auf die innere Achse 21 wirkt. Man kann dann diejenige Anzahl von Umdrehungen ausführen, die für das Verbringen des Rostes in die gewünschte Höhenlage erforderlich ist. Da die Achse 21 an die Vorrichtung zur Höhenverstellung über ein Untersetzungsgetriebe angekuppelt ist, ist eine grössere Anzahl von Umdrehungen erforder-
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lich. Man wird daher die Handhabe 27 in der Regel als Kurbel ausbilden.
Handelt es sich anderseits darum, in irgendeiner Stellung des Rostes diesen zu rütteln, so wird die
Nabe 26 in der andern Stellung aufgesteckt, nämlich in derjenigen, die in den Zeichnungen darge- stellt ist und in der sie ausser der inneren Achse 21 auch die äussere Achse 22 erfasst. Hiezu ist eri läuternd zu sagen, dass zur Ausführung der Rattelbewegung keine vollständige Umdrehung der äusseren
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und hergehendekleinen Winkel. Hiebei wird die innere Achse 21 zwar mitgenommen, jedoch ist dieses völlig belang- los.
Da zwischen die Antriebsachse 21 und den Rost das erwähnte Untersetzungsgetriebe geschaltet ist, werden die geringfügigen Hin- und Herbewegungen durch den toten Gang aufgenommen, so dass der Rost gar nicht dazu kommt, zugleich mit der Rüttelbewegung eine Auf- und Niederbewegung auszuführen, sondern in seiner eingestellten Höhenlage verharrt.
Die Vorrichtung gemäss Fig. 3 und 4 gestattet es also, die Antriebsachsen für beide Funktionen koaxial zu einer gemeinsamen Einstecköffnung zu führen, wobei die Hausfrau die Handkurbel nur wahlweise in der einen oder in der andern Stellung einzustecken braucht, je nachdem, welchen Arbeitsgang sie zu be- tätigen wünscht.
Diese Aufgabe, zwei verschiedene Funktionen durch eine einzige, gemeinsame Durchstecköffnung eines Herdes hindurch auszuüben, liegt auch bei andern Elementen von Herden vor. Die erfindungsgemässe
Ausbildung der Handkurbel und der Aufsteckenden der beiden Antriebsachsen ist also nicht auf den vor- stehend erläuterten Sonderfall beschränkt, in dem eine Rutteleinrichtung und eine Höhenverstellvorrich- tung betätigt werden sollen. So kann es sich beispielsweise auch darum handeln, einerseits Umlenkklap- pen für die Heizgase zu betätigen, um diese Heizgase wahlweise der Bratröhre, der Kochplatte, dem
Warmwasserbereiter od. dgl. zuzuleiten, während anderseits auch die im Rauchgasaustritt zum Kamin an- geordnete Rauchgasklappe zu betätigen ist.
Letzteres ist bei grossen Herden umständlich, weil diese Klap- peauf der rückwärtigen Seite des Herdes liegt, so dass dementsprechend in der Regel auchder Bedienungs- handgriff hiefür auf der rückwärtigen Seite angeordnet ist,
So lässt sich die Antriebsvorrichtung gemäss Fig. 3 und 4auch für verschiedene andere Zwecke ver- wenden. Besondere Bedeutung aber besitzt sie für den vorstehend genauer erläuterten Antrieb der Ruttel- einrichtung gemäss Fig. 1 und 2.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Riltteleinrichmng für Heizungsherde mit heb- und senkbarem Rost, gekennzeichnet durch ein lotrecht angeordnetes, drehbar gelagertes Teleskopgestänge (12, 13, 14), dessen axial gegeneinander verschiebbare Abschnitte in Drehrichtung gegeneinander gesichert sind und das mit seinem untersten Ab-
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hergehende Drehbewegungen zu versetzen, wogegen der oberste Abschnitt (14) mittelbar an den Rost gekuppelt ist, seinen Änderungen der Höhenlage folgt und die hin-und hergehenden Drehbewegungen auf
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