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Einrichtung zur Beleuchtung grosser Flächen
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Beleuchtung grosser Flächen, insbesondere von Sportplätzen od. dgl.
Die Beleuchtung grosser Flächen, z. B. von Fussballplätzen zwecks Abhaltung sogenannter Flutlicht- spiele, erfolgt in der Regel in der Weise, dass am Rande oder ausserhalb des das Spielfeld umgebenden Zuschauerraumes hohe Maste aufgestellt'werden, von welchen das Licht mittels Batterien von Scheinwerfern auf das Spielfeld geworfen wird. Die Maste können wegen Sichtbehinderung der Zuschauer nicht im Bereich des Zuschauerraumes aufgestellt werden und müssen ausserdem, um eine Blendung der gegenüber der Lichtquelle sitzenden Zuschauer zu vermeiden, eine beträchtliche Höhe aufweisen. Dies verteuert nicht nur die Anlage (bei grossen Feldern mit breitem Zuschauerraum sind Masthöhen von 60 und mehr Metern notwendig), sondern bedingt auch durch die grosse Entfernung vom Spielfeld sehr starke Lichtquellen.
Insbesondere für kleinere Sportplätze wurden die Leuchten auch schon an Überspannungen oberhalb der Spielfläche aufgehängt. Hiedurch wird zwar die Lichtausbeute wesentlich gesteigert, so dass mit weniger bwz. schwächeren Leuchten das Auslangen gefunden werden kann, jedoch wirkt das die Überspannung bildende Netz aus Seilen mit seinen in verschiedene Richtungen weisenden Scheinwerfern äusserst unschön und ist überdies sichtbehindernd.
Diese Nachteile versucht eine weiters vorgeschlagene Anordnung zu vermeiden, bei der die Leuchten durch Fesselballone getragen sind. Durch diese Fesselballone wird jedoch das Landschaftsbild wesentlich gestört ; auch ist trotz der vorgesehenen Verspannung der Ballone nicht zu erwarten, dass die Beleuchtungseinrichtung bei auch nur wenig Wind ruhig sein wird und daher eine ruhige gleichmässige Beleuchtung des Platzes zu erreichen ist.
Um alle diese Nachteile zu vermeiden, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass mit den Seilen od. dgl. mindestens ein längliches, gitterartiges Gerüst verbunden ist, in dem Leuchtkörper enthaltende, mit einer Lichtaustrittsöffnung versehene Hohlkörper angeordnet sind, wobei die die Seile od. dgl. tragenden Maste ausserhalb der zu beleuchtenden Fläche angebracht sind. Derart ausgebildete Lichtträger lassen sich in beliebiger Anzahl in einer Höhe von z. B. 27 bis 30 m über dem Spielfeld anordnen, sie sind mangels einer massiven Tragkonstruktion nicht sichtbehindernd und vermeiden durch die Unterbringung der Lichtquellen in lichtundurchlässigen, nur mit einer Lichtaustrittsöffnung versehenen Hohlkörpern jegliche Blendung der Zuschauer.
Die Ausbildung des gitterartigen Gerüstes ist zweckmässig so getroffen, dass es aus einer Vielzahl von aneinandergereihten Skeletten in der Form von Würfeln, Prismen od. dgl. Raumkörpern besteht, wobei längs der Kanten dieser Würfel, Prismen od. dgl. die Stäbe des Skelettes verlaufen und in den von den Würfel-, Prismen- od. dgl. Skeletten umschlossenen Räumen je nach Bedarf jeweils ein die Lichtquelle enthaltender Hohlkörper angeordnet ist. Ein solches Gerüst ist vorteilhaft zwischen zwei parallel verlaufenden gespannten Seilen od. dgl. angeordnet. Die Gerüste lassen sich aus ganz dünnen Stäben aus leichtem Rohrprofil herstellen und behindern in keiner Weise die Sicht.
Diese Anordnung hat sich als vorteilhaft erwiesen, weil auf diese Weise eine stabile und verdrehungssichere Aufhängung der Beleuchtungskörper erreicht wird. Die die Lichtquelle enthaltenden Hohlkörper sind mit den Ecken des würfel-, prismen-
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od. dgL-förmigenSkelettes mittels dünner Seile od. dgl. verbunden und befinden sich im Zentrum des vom Skelett umschlossenen Raumes. Dabei sind die Hohlkörper in der Weise ausgebildet, dass sie ausser der Lichtaustrittsöffnungeine die für die Aufhängung in einer einzelnen Stellung erforderliche Anzahl von Befestigungslöchern übersteigende Vielzahl von kleinen Löchern für die Befestigung der Aufhängeelemente aufweisen.
Dies hat den Zweck, den einzelnen Hohlkörper so festhalten zu können, dass seine Lichtaus- trittsöffnung in jeder gewünschten Richtung liegen kann und das ausgestrahlte Licht in beliebiger Weise gerichtet werden kann. Die kleinen, in der Regel nur wenige Millimeter grossen Löcher im Hohlkörper ergeben dabei einerseits eine verbesserte Kühlung für die Lichtquelle und sind anderseits nicht gross genug, um eine eine Blendung der Zuschauer bewirkende Lichtmenge durchlassen zu können. Sollte es sich dennoch als notwendig erweisen, die Löcher zu verschliessen, so kann dies auf einfache Weise mittels geeigneter Pfropfen, z. B. aus Kunststoff, einer Hülle od. dgl. bewerkstelligt werden.
In den Zeichnungen sind schematische Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 eine erfindungsgemässe Anlage zur Beleuchtung eines Sportplatzes im Grundriss, Fig. 2 gleichfalls im Grundriss einen Teil eines die Beleuchtungskörper tragenden Gerüstes und Fig. 3 in schaubildlicher Darstellung einen einzelnenbeleuchtungskörper, aufgehängt in einem Würfelskelett, das einen Teil eines gitterartigen Gerüstes bildet. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist eine Sportfläche 1 von einem ovalen Zuschauerraum 2 umgeben. In der Längsmittelachse des Feldes, am äusseren Rande des Zuschauer- raumes und zu beiden Enden desselben sind zwei Maste 3 aufgestellt, die nach aussen durch Seile 4 abgespannt sind.
Diese Seile sind vorteilhaft mittels eines Gegengewichtes 5, das zweckmässig von dem für die Beleuchtung notwendigen Transformator gebildet wird, verankert. Von der Spitze der Maste 3
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An den Enden dieser SeileIn dem von den Seiten 10 eingeschlossenen Bereich 11 ist, wie insbesondere aus Fig. 2 ersicht- lich,''ein gitterartiges Gerüst angebracht, das über Schellen 22 mit den Seilen 10 in Verbindung steht. Dieses Gerüst kann beliebig ausgebildet sein, es braucht nur einzelne Zellen in der Form von Würfeln, Prismen od. dgL räumlichen Körpern bilden, die die Aufhängung des die Lichtquelle enthaltenden Hohlkörpers 17 erlauben, so dass dieser sicher im Raum festgehalten ist.
Im dargestellten Beispiel sind durch unter 450 zu den Seilen 10 verlaufende Stäbe 12 mehrere Reihen von Zellen 14,15 und 16 gebildet. In den Kreuzungspunkten 21 (s. Fig. 3) sowie natürlich auch in den Verbindungspunkten mit den Seilen 10 sind nach unten (in Fig. 2 also senkrecht zur Bildebene) verlaufend Stäbe 13 vorgesehen, die zusammen mit den Stäben 12 die Würfelzellen bilden. An den Kreuzungspunkten sind geeignete Schellen, z. B. Rohrklemmen 21 zur gegenseitigen Fixierung der Stäbe 12 und 13 vorgesehen, Im Zentrum einer solchen Zelle 14,15 oder 16, die ein Würfelskelett bildet, ist ein Hohlkörper, hier eine Kugel 17, mittels dünner Seile, Drähte od. dgl. aufgehängt, wobei die Lichtaustritts- öffnung 19 in die gewünschte Richtung weist.
Um diese Richtung ändern zu können, ist der Hohlkörper, in dessen Innerem sich die Lichtquelle befindet, mit kleinen Löchern 20 ausgestattet, in welchen die Seile 18 od. dgl. in beliebiger Weise eingehängt werden können. Diese Löcher 20 ergeben eine Kühlung für die Lichtquelle und sind ob ihrer geringen Abmessungen nicht in der Lage, eine die Zuschauer blendende Lichtmenge durchzulassen. Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist, können sich die Stäbe 13 nach oben oder unten fortsetzen und zur Bildung einer weiteren Reihe von Zellen dienen. Es können also zwischen den Seilen 10 nicht nur eine, sondern, wie Fig. 2 zeigt, auch mehrere Reihen von Zellen in einer Ebene vorgesehen sein, es können aber auch in mehreren Ebenen übereinander Gitter mit Zellen vorhanden sein.
Es braucht dabei nicht jede Zelle mit einer Lichtquelle besetzt zu werden, sondern es kann nach Belieben die Bestückung der Skelettzellen mit Lichtquellen vorgenommen werden. Es ist aber auch denkbar und liegt durchaus im Rahmen der Erfindung, dass das zwischen den Seilen 10 befindliche Gerüst zum Unterschied von den vorstehend beschriebenen räumlichen Erstreckungen nur aus einem ebenen Stabgitter zwischen den Seilen 10 besteht, wobei die die Lichtquellen enthaltenden Hohlkörper dann nur mit den Ecken der einzelnen Felder verbunden sind.
Im Rahmen der Erfindung ist es weiters möglich, die Aufhängung des Gitters an einem oder an mehr als zweiseilen vorzunehmen bzw. für die Aufhängung andere Mittel als Seile, z. B. Ketten oder Rohre. zu verwenden oder das Gerüst selbst infreitragender Bauweise auszuführen, so dass es nur an seinen Eckpunkten unterstützt zu werden braucht.