<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von in einem Autoklav zu behandelnden Gross-Bauteilen aus Gassilikat oder
Gasbeton
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
Formen enthält, wird auf die Gleise der Schiebebühne 13 vor den Autoklaven durch eine Winde ge- zogen und auf das Gleis 14 vor die zu füllenden Autoklaven 15 geführt. Sobald die vorgeschriebene
Anzahl von Transportwagen mit den Batterien 12'der Formen auf dem Gleis 14 vor dem Auto- klav 15 steht, bleibt die Schiebebühne 13 vor den Autoklaven mit der letzten Formenbatterie vor dem
Autoklav 15 stehen, so dass der ganze Zug der Batterien 12'der Formen in diesen Autoklav einfahren kann. Vorerst öffnen sich natürlich beide Deckel 16 des Autoklavs 15 mittels der Einrichtung 17.
Unmittelbar darauf fährt die hinter den Autoklaven befindliche Schiebebühne 18, die zwei Gleise besitzt, von denen eines leer ist, während auf dem andern ein leerer Transportwagen vorbereitet steht, der vom vorangehenden Zyklus übrig blieb, wie weiter erklärt werden soll, mit ihrem leeren Gleis vor das Gleis 19, welches aus dem Autoklav 15 führt. Eine Winde zieht aus dem Autoklav den ganzen
Batteriezug mit Formen derart heraus, dass der erste Wagen 20 mit im Autoklav behandelten Produk- ten unmittelbar auf das leere Gleis der Schiebebühne 18 hinter den Autoklaven auffährt.
Über die vor den Autoklaven wirkende Schiebebühne 13 wird dann durch eine Winde der ganze
Zug der Formen 12'in den eben entleerten Autoklav 15 hineingeschoben, die Deckel 16 werden wieder durch die Vorrichtung 17 geschlossen, und ein neuer Zyklus der Behandlung im Autoklav 15 setzt ein.
Inzwischen führt die hinter den Autoklaven befindliche Schiebebühne 18 den ersten Transport- wagen 20 mit einer Formenbatteriei die fertige Produkte enthält, unter den Bockkran 21, der auf den Gleisen 22 über die Schiebebühne 18 fährt, aus der Halle heraus. Die Seitenwände der obersten
Form der auf dem Wagen 20 befindlichen Batterie öffnen sich, ein nicht dargestellter Ablegekran hebt das fertige Produkt aus und bringt es auf den Lagerplatz. Gleichzeitig bringt der Bockkran 21 die ent- leerte Form 23 auf den leeren Wagen, der vom vorangehenden Zyklus der Abfertigung der Formen- batterie zurückblieb und der nun am zweiten Gleis der Schiebebühne 18 bereitsteht. Die Abfuhr der fertigen Produkte und die Umlagerung der entleerten Formen durch den Bockkran 21 wird abwechselnd so oft wiederholt, so viele Formen die Batterie enthält.
Der leere Wagen 20, welcher die Formenbatterie mit den fertigen Produkten getragen hat, bleibt auf der Schiebebühne 18 zur Abfertigung einer weiteren Formenbatterie zurück.
Die Schiebebühne 18 fährt nun in die Erzeugungsanlage hinein und stellt sich mit dem Gleis, auf dem sich nun ein Wagen 23 mit einer Batterie leerer Formen befindet, deren Seitenwände geöffnet sind, gegen das Rückfahrgleis 24. Der Transportwagen 23 mit den leeren Formen wird über das Rückfahrgleis 24 in den Raum unterhalb des Krans 1 gezogen. Hier werden vom Wagen fortschreitend die offenen, leeren Formen 2 angehoben und auf den Boden gestellt, um gereinigt und geölt zu werden, und die Armatur wird in sie hineingelegt. Der entleerte Wagen wird dann auf die vor dem Autoklaven befindliche Schiebebühne 13 gezogen, welche ihn auf das Gleis 25 unter dem Kran 11 führt, wo die leeren Wagen'26 auf neue Formenbatterien warten.
Auf die entleerte Schiebebühne 13 wird eine weitere Formenbatterie 12 vom Gleis 27 aufgestellt und die Schiebebühne führt nun diese Batterie vor einen weiteren Autoklav 28, der gefüllt werden soll. Der Wagen mit der Batterie der Formen wird dann auf das Gleis 29 gestellt usw. Die aus dem Schütttrichter 10 fallenden abgeschnittenen Stücke werden in die Formen 30 gesammelt und ebenso wie die übrigen Formen zur Wärmebehandlung in einen Autoklav geführt. Eine andere Verwertung der abgeschnittenen Stücke besteht darin, dass unterhalb aller Schütttrichter, durch die die Abschnitzel herausfallen, ein Band-Förderer geführt wird, der die Abschnitzel aus allen Schütttrichtern 10 zur Aufschlämmung führt.
Der aufgeschlämmte Schlamm aus den übergequollenen Stücken wird dann zur Stelle befördert, wo frischer Schlamm vorbereitet wird und wird dort dem vorbereitetenden Rohstoff zugegeben.
Wie aus dem oben Gesagten ersichtlich ist, werden die Formen und Wagen bei dem erfindungsgemässen Verfahren auf geschlossenen Bahnen geführt. Die Bahnstrecken, die für Formen und Wagen gemeinsam sind, sind in Fig. 1 durch volle Linien gezeichnet. Die Pfeile geben die Bewegungsrichtung an. Die Bahnstrecken, über die bloss die Formen geführt werden, sind in der Figur durch strichlierte Linien gezeichnet. Die Bahnstrecken, über die bloss leere Wagen geführt werden, sind durch strichpunktierte Linien mit den dazugehörigen Pfeilen dargestellt.
Einfachheitshalber und zwecks besserer Übersicht ist auf diese Weise bloss der Umlauf der Formen und Wagen für einen Autoklav und auch bloss für eine Rollenbahn angegeben. Die Gesamtanordnung zeigt jedoch klar, dass ähnliche Umlaufbahnen der Formen und Wagen auch für den gesamten kontinuierlichen Produktionsprozess gelten, bei dem fortschreitend alle Autoklaven gefüllt und gleichzeitig entleert und alle Rollenbahnen verwendet werden, die das Giess- und Reifungsfeld der Erzeugungsanlage bilden.
Die einzelnen, für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeigneten Vorrichtungen,
<Desc/Clms Page number 4>
insofern sie nicht bereits allgemein bekannt sind, sollen nun etwas näher besprochen werden.
Fig. 4 zeigt ein schematisches Ausführungsbeispiel der Konstruktion einer Form, welche für das erfindungsgemässe Produktionsverfahren geeignet ist. Die linke Hälfte der Fig. 4a stellt die Form im Aufriss dar, die rechte Hälfte dieser Figur zeigt einen Längsschnitt durch die Form, Fig. 4b ist ein Grundriss der Form. Die linke Hälfte der Fig. 4c ist ein Seitenriss der Form und die rechte Hälfte dieser Figur ist ein Querschnitt durch die Form.
Fig. 4 soll nun näher beschrieben werden :
Der Boden 41 der Form wird durch eine Blechtafel 42 gebildet, die am ganzen Umfang gegen Torsion durch. geschlossene Kastenträger versteift ist, die durch Versteifungs-Längswinkelstücke 44, Versteifungs-Querwinkelstücke 45 und dem am ganzen Umfang des Bodens zweimal um 900 umgebogenen Bodenblech 42 gebildet werden, wobei der Boden der Form 3 durch in der Querrichtung in die Bodenkonstruktion eingeschweisste Stege 46 zusätzlich versteift ist, die mit an der Unterseite des Bodens vorgesehenen Schienen 47 wieder geschlossene Querträger bilden, deren Entfernung von der kürzeren Seite des Bodens der Form etwa 0, 207 L beträgt.
Die Längsseitenwand 49 und die Querseitenwand 410 sind an den senkrechten Umfangsflächen des Bodens 41 kippbar angeschlossen. Die Querseitenwände 410 sind an den Boden 41 durch versteifende Rippen 412 kippbar angeschlossen, die in Laschen 411 eingreifen. Die Längsseitenwände 49 sind durch Laschen 413 an die Unterlage 41 angeschlossen. In diese Laschen greifen ver- stärkte Versteifungsrippen 414 ein. Zwischen jedem Paar der verstärkten Versteifungsrippen 414 sind Aufhängebolzen 415 eingeschweisst.
Dabei befinden sich die verstärkten Versteifungsrippen 414 und die Aufhängebolzen 415 im gleichen Abstand wie die durch die Rippen 46, die Schienen 47 und
EMI4.1
rend des gesamten Produktionsprozesses (auf den Reifungsbahnen, bei der Manipulation mit dem Kran, beim Auflegen der ersten Form auf den Transportwagen und beim Zusammenstellen der Formen in Batterien auf den Wagen) stets an denselben Stellen gestützt oder aufgehängt. Ihre Formänderungen in der Längsrichtung sind dadurch während des gesamten Produktionsprozesses konstant.
Fig. 5 zeigt die Konstruktion eines für das erfindungsgemässe Verfahren geeigneten Transportwagens.
Fig. 5a zeigt den Aufriss, Fig. 5b den Grundriss und Fig. 5c den Seitenriss des Wagens.
Der Grundrahmen des Transportwagens 51 ist in der Querrichtung durch Träger 52 versteift, die dieAuflagefläche der ersten, auf den Wagen aufgelegten Form bildet. Im Grundrahmen 51 des Wagens sind Fahrgestellrahmen 53 befestigt, die um Zapfen 54 schwingen können. In den Rahmen 53 sind Räder 55 mit Spurkränzen frei drehbar gelagert, mit denen der Wagen über die Gleise fährt. Die gegenseitige Entfernung zwischen den Querträgern 52 ist derart gewählt, dass die erste auf den Wagen aufgelegte Form mit ihren Schienen 47 auf diese Querträger aufzuliegen kommt.
Fig. 6 zeigt eine Form 3, die auf einer Rollenbahn liegt, welche einen Teil des Giess- und Reifungsfeldes der Anlage bildet. Die Rollenbahn besteht aus Wellen 62, die Rollen 63 tragen, deren gegenseitige Entfernung dem Abstand zwischen den Schienen 47 der Form 3 entspricht. Die Wellen 62 mit den aufgekeilten Rollen 63 sind drehbar in Lagern 64 gelagert. Die Lager werden von den Trägern der Rollenbahnen 65 getragen.
Fig. 7 zeigt ein Krangehänge, das für das erfindungsgemässe Verfahren geeignet ist. Am Haken der Kranflasche 71 ist ein gleicharmiger Längswaagebalken aufgehängt, von dessen Enden gleicharmige schwingbar befestigte Quertragebalken 73 getragen werden. An den Enden dieser Quertragebalken ist mittels Zapfen ein Rahmen 74 befestigt. Dieser Rahmen 74 ist mit Haken 75 aus Flachstahl versehen, durch welche die Form 3 mittels der Aufhängebolzen 415 bei der Kranmanipulation aufgehängt wird.
Fig. 8 zeigt eine Batterie aus drei Formen, die auf den Transportwagen 26 aufgelegt sind. Die unterste Form 3 wird in der bereits beschriebenen Weise auf den Wagen 26 aufgelegt. Dann werden auf diese Form weitere Formen 3 gelegt. Bei der durch Zusammenstellen der Formen auf dem Transportwagen 26 gebildeten Batterie 12 bzw. 12'wird das Gewicht der obersten Form über die Randversteifungen 48 der Schienen 47 der Form 3, mittels welcher die oberste Form auf einer darunterliegenden ruht, auf die verstärkten Rippen 414 der Längsseitenwände 49 der darunterliegenden Form übertragen und weiters durch Rippen 414 über Stege 46 in die Schienen 47 dieser Form und durch diese in die Randversteifungen 48 der darunterliegenden Formen usw.
und schliesslich in die Schienen 47 der untersten Form, mit welchen diese auf den Querträgern 52 des Transportwagens 26 ruht, eingeleitet. Ausserdem wird die Form dadurch in der Längsrichtung wieder an den gleichen Stellen gestützt, wie bei allen vorangehenden Operationen.