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Reflektor
Die Erfindung bezieht sich auf einen Reflektor, insbesondere für thermographische Kopiermaschinen, der mehrere Schichten aufweist, wobei die Trägerschichte aus Metall und die reflektierende Schichte aus einem Edelmetall besteht.
Reflektoren mit einer mehrschichtigen Oberfläche, z. B. emaillierte Metallplatten oder Metall- platten, deren reflektierende Schichte eine Silber- oder Goldschichte ist, sind seit langem bekannt und finden besonders in der Beleuchtungsindustrie für Lampen oder für Scheinwerfer Verwendung. Bekannt sind auch Reflektoren, bei denen die Metallplatte mit einem spiegelnden Lack, z. B. Kopallack überzogen ist.
Der Nachteil dieser bekannten Reflektoren besteht vor allem darin, dass sie gegen chemische und auch Hitzeeinflüsse nicht allzu widerstandsfähig sind und sich daher insbesondere für thermographische Kopiermaschinen schlecht eignen.
Ziel der Erfindung ist ein Reflektor, der die aufgezeigten Mängel vermeidet, der also eine stark rückstrahlende Oberfläche auch bei extrem hohen Temperaturen aufweist und sich ganz besonders zur Rückstrahlung im weiten Infrarot-Wellenbereich eignet, der äusserst stabil sowie sehr handlich ist und der auch billig herzustellen ist.
Erreicht wird dies erfindungsgemäss dadurch, dass zwischen der Trägerschichte und der reflektierenden Schichte mindestens eine weitere Schichte angeordnet ist, wobei die mit der Trägerschichte verbundene Schichte eine Porzellan-Emaille-Schichte ist und gegebenenfalls zwischen dieser und der reflektierenden Schichte eine aus Metall bestehende Bindeschichte vorgesehen ist, und dass die Trägerschichte aus einem Nichteisemnetall, vorzugsweise Aluminium und die reflektierende Schichte aus einem Edelmetall, vorzugsweise aus aufgedampftem Gold besteht.
Nach Merkmalen der Erfindung kann die Bindeschicht aus Chrom oder Nickel bestehen und die Porzellan-Emaille-Schichte aus einer annähernd bleifreien Alkali-Silikat-Fritte gebildet sein.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Vertikalschnittes durch einen in der Zeichnung in perspektivischer Darstellung, gemeinsam mit einer Lampe gezeigten Reflektors, näher erläutert.
Die in der Zeichnung dargestellte Beleuchtungsvorrichtung 1 besteht aus einem Reflektor 2 und einer innerhalb desselben angeordneten röhrenförmigen Lampe 3. Der Reflektor 2 weist eine Träger- schichte 4 auf und ist so geformt, dass eine Öffnung 5 nach aussen frei bleibt, welche die Strah- lungsenergie der angenähert im Brennpunkt des Reflektors 2 angeordneten Lampe 3 auf einen ver- hältnismässig schmalen Längsstreifen konzentriert. Die Trägerschicht 4 besteht aus einem Paar zu- sammenpassender Metallhülsen 6 und 7, die vorzugsweise aus Aluminium hergestellt und durch ma- schinelle Bearbeitung, z. B. Auspressen, Rollen oder auf andere geeignete Weise in die gewünschte Form gebracht werden können.
Die Trägerschicht 4 besitzt eine gekrümmte Innenoberfläche 8, die mit einer dünnen Porzellan-Emaille-Schicht 9 überzogen ist, welche bei einer verhältnismässig niedrigen Temperatur auf die Innenoberfläche 8 der Trägerschicht 4 aufgebrannt wird. Die Schichte 9 kann durch Bespritzen der Oberfläche 8 mit einem dünnen Überzug aus breiiger Fritte für eine niedrige Schmelztemperatur, einem Deckmittel, entsprechenden Suspendier- oder Bindemitteln und Wasser gebildet werden. Die bevorzugte Fritte für diesen Zweck ist ein zumindest angenähert bleifreies AlkaliTitandioxyd-Silikatglas. Die Dicke der Überzugsschicht 9 wird vorzugsweise innerhalb enger Grenzen
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im Ausmass von 0,0508 mm erhalten.
Der Reflektor wird dann bei der Schmelztemperatur des Überzuges, d. h. bei 521 - 9680 C, also bei einer Temperatur unterhalb des SchmelzpunktesderAluminium-Basis, genügend lang zur Bildung einer glatten Oberfläche gebrannt und sodann abkühlen gelassen. Die so ge- bildete Schichte 9 besitzt eine ausserordentlich glatteoberfläche mit einem hohen Glanz. Der Refiek- tor wird dann in einen Überzugs- und Aufdampfapparat gebracht und ein dünnerFilm eines Bindemittels, das Chrom oder Nickel enthält, aufgedampft. Geeignete Bindemittel sind z. B. elementares Chrom und
Inconel, das ist eine Eisenlegierung, oder Chrom und Nickel.
Die Schicht 9 weist einen stark reflektierenden Metallfilm 10 aus einem Edelmetall, vorzugs- weise Gold, auf, der auf die Oberfläche der Schicht 9 mit dem Bindemittel aufgebracht ist, wobei der Betrag an Gold gerade genügend gross gewählt ist, um eine Undurchsichtigkeit der darunter befind- lichen Lagen zu bewirken. Dabei spielt es keine Rolle, wenn auch etwas mehr Gold aufgebracht worden ist, als für die Eigenschaft der Undurchsichtigkeit gerade notwendig ist. Wenn kein Bindemittel benutzt werden soll, kann die Goldschicht 10 auch unmittelbar aufgedampft und eine Verbindung mit der Schicht. 9 durch einen zweiten Brennvorgang bei einer Temperatur unmittelbar unter 9680 C, d. h. unmittelbar unterhalb der Erweichungstemperatur der Emaille herbeigeführt werden.
Der erfindungsgemässe Reflektor ist den bisher bekannten Reflektoren, insbesondere solchen, bei denen das reflektierende Material direkt auf eine Metallunterlage elektroplattiert ist, durch sein ausser- ordentliches Reflexionsvermögen, in dem er mehr als 93% der Infrarotstrahlung reflektiert, bei weitem überlegen, da bei der Elektroplattierung doch Unregelmässigkeiten der Unterlagenoberfläcile auch in der Überzugsschicht vorhanden bleiben. Beim erfindungsgemässen Reflektor erscheinen solche Unebenheiten in der Oberfläche der Emaille-Schicht, die äusserst glatt und glänzend ist, nicht auf.
Die PorzellanEmaille-Schicht 9 ergibt auch eine chemisch neutrale und wärmeisolierende Sperre zwischen dem Metall der Trägerschichte 4 und dem Metall der reflektierenden Schichte 10 und verhütet, dass eine chemische Reaktion oder Legierung dieser Metalle erfolgt, wodurch eine Verschlechterung der Reflexionseigenschaften der Schichte 10 eintreten könnte. Da die Porzellan-Emaille-Schichte 9 selbst bei hohen Temperaturen die Sperre aufrechterhält, besitzt der Reflektor eine hohe Temperaturfestigkeit, was bisher unerreichbar war. Ausserdem verhindert das Wärmeisolationsvermögen der Schichte 9 ein zu starkes Erwärmen der Trägerschichte 4.
Der erfindungsgemässe Reflektor eignet sich insbesondere für thermographische Kcpiermaschinen. Bei diesen wird der Reflektor 2 samt der im Inneren desselben angeordneten Lampe 3, an seinen beiden Enden innerhalb einer dünnwandigen, strahlungsdurchlässigen, zwischen einer Druckwalze und Antriebswalzen angeordneten Kopierwalze über Arme verschwenkbar gelagert und eine aus einem graphischen Original sowie einem Kopierblatt bestehende Einlage zur Unterseite des Eingriffes der Druckwalze sowie der Kopierwalze zugeführt und einer kurzen intensiven Bestrahlung unterworfen.
Dabei werden der Reflektor 2 und die Lampe 3 in der Kopierwalze so montiert, dass sie aus einer unwirksamen Stellung in der Mitte der Kopierwalze in eine Betriebsstellung in unmittelbarer Nähe bei der Innenfläche der Kopierwalze bewegbar sind und die Lampe in der "Ein-Stellung" ganz nahe der vorbeibewegten Einlage zu liegen kommt und nach der vorgesehenen Bestrahlung der den Schlitz passierenden Einlage rasch wieder in die zurückgezogene Ausstellung gelangt, so dass es zu keiner Überhitzung kommen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Reflektor, insbesondere für thermographische Kopiermaschinen, der mehrere Schichten aufweist, wobei die Trägerschichte aus Metall und die reflektierende Schichte aus einem Edelmetall besteht, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen der Trägerschichte (4) und der reflektierenden Schichte (10) mindestens eine weitereschichte angeordnet ist, wobei die mit der Trägerschichte (4) verbundeneSchichte eine Porzellan-Emaille-Schichte (9) ist und gegebenenfalls zwischen dieser und der reflektierenden Schichte (10) eine aus Metall bestehende Bindeschichte vorgesehen ist und dass die Trägerschichte aus einem Nichteisenmetall, vorzugsweise Aluminium und die reflektierende Schichte aus einem Edelmetall, vorzugsweise aus aufgedampftem Gold besteht.
2. Reflektor nachAnspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindeschichte aus Chrom oder Nickel besteht.