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Talsperrenmauer.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Talsperre, welche in bekannter Weise aus Beton mit Eiseneintagen unter Belassung von Hohlräumen hergestellt ist. Um gegenüber den bisher bekannten Talsperren ähnlicher Bauart eine Anzahl am Schlusse der Beschreibung erwähnter Vorzüge zu vereinigen, ist gemäss der Erfindung die Mauer als eine Konstruktion mit inneren Ilohlräumen, die durch die äussere und innere Hauptmauer unter Zwischenschaltung von lotrechten und wagorechten Verbindungsmauern gebildet wird, gedacht.
Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel in Fig. 1 und 2 im Querschnitt und Grundriss dar. Das Querschnittsprofil wird dargestellt durch die Seitenwände a und/' (armierte Gewölbe), welche oben durch die Fahrbahn c verbunden sind. Diese Teile sind, wie die Zeichnung kenntlich macht, aus Beton mit Eiseneinlagen hergestellt, sie bilden die fest eingespannte Platte zwischen den Strebepfeilern d.
Um die Spernnauor g. gen Umkippen zu sichern, sind die Strebepfeiler d angeordnet, welche sowohl an der Luft- als auch an der Wasserseite mit Eisen armiert sind. Damit nun aber auch die Sperrmauer, die im Grundriss als Gewölbe ausgebildet ist, a ! s solche wirkt, sind die Strebepfeiler wiederum durch horizontale eisenarmierte Platten e verbunden. Die so entstandenen Hohlräume sind durch Steigeisen und Öffnungen miteinander vor-
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gebaut werden.
Die gedachte Konstruktion bedingt die folgenden Vorteile :
Das Gewicht des Baues ist gegenüber den massiven Talsperren erheblich vermindert, so dass die Fundamentierungsarbeiten sowohl als auch die Aufstellung des Banes eine be- trächtliche Vereinfachung und Verkürzung erfahren.
Ein weiterer Vorteil dieser Mauer besteht in der leichten Beobachtungsmöglichkeit der Dichtigkeit. Etwa entstehende Schäden, Risse u. dgl., welche das Wasser durchsickern
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inneren Hohlräume auf das Leichteste die Kontrolle der Mauerflächen ermöglicht.
Bedenken gegen die Standsicherheit können nicht in Frage kommen. Der Wahl einer geeigneten Betonarmiorung sind keine Grenzen gezogen, so dass beliebige Profile und Stärken für die Eisen und den Botonquerschnitt vorgesehen werden können, je nach Grösse der aufzunehmenden Widerstände. Eine Lockerung des Gefüges durch Temperatureinflüsse ist nicht zu befürchten, weil Beton und Eisen denselben Ausdehnungskoeffizienten haben.
Die grosse Gefahr, welche bei massiven Mauern durch den Auftrieb des Druckassers, welches in die wagerechten Risse eindringt, hervorgerufen wird, fällt bei dieser Konstruktion
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Eisen aufgenommen werden und weil zweitens eine Rissbildung nicht gut möglich ist (wenn eine solche dennoch entstehen sollte, kann sie durch die leichte Kontrolle schnell entdeckt
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die Zusammensetzung der Que@schnittsform aus verankerten Doppel-T-Trägern eine genaue statische Berechnung des Bauwerkfs ermöglicht wird. Der Querschnitt der Talsperre gemäss der Erhndung lässt sich nämlich in eine Anzahl von wagerechten und lotrechten Doppel-T-Trägern zerlegen.
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Von diesen sind die ersteren als seitlich gelagerte Träger mit Bezug auf Gewölbewirkung und einfachen Wasserdruck leicht zu berechnen. Für die letzteren aber bildet der untere Fortsatz, welcher die Form eines umgekehrten Keiles hat, eine sichere Verankerung, so dass sich eine sehr einfache Berechnung ergibt.