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Elektronische Zeitmessvorrichtung
Es sind bereits elektronisch gesteuerte Zeitmessvorrichtungen vorgeschlagen worden, bei welchen ein elektrisches Signal von niederer Frequenz und geeigneter Form zur Steuerung eines zum Antrieb einer
Zeitanzeigevorrichtung bestimmten Motors oder elektrischen Mikromotor gebildet wird.
Bei allen Vorrichtungen dieser Art hat die Praxis gezeigt, dass der elektronische Teil dieser Instru- mente in befriedigender Weise arbeitet, dass aber der mechanische Teil, Motor und Anzeigevorrichtung,
Unregelmässigkeiten des Ganges mit sich bringt und auf Grund seiner Abnutzung relativ häufig Instand- haltungsarbeiten erfordert.
Bekannte elektronische Zeitmessvorrichtungen enthalten einen Frequenzgenerator, Vorrichtungen zur
Formung von durch diesen Frequenzgenerator gelieferten Signalen, Zählstromkreise, die z. B. durch lo- gische Schaltungen gebildet sind, sowie eine Anzeigevorrichtung, welche z. B. durch Anzeigefinger oder durch eine leuchtende Anzeigevorrichtung gebildet sein kann. Beispielsweise ist eine elektronische Zeit- messvorrichtung bekannt, die als Frequenzquelle einen Quarzoszillator, als Frequenzteiler eine Multivibratorkette, als Zähleinrichtung mehrere Zähler und als Anzeigevorrichtung Neonlampen aufweist. Eine solche elektronische Uhr ist naturgemäss sehr gross, hat ein grosses Gewicht und umfasst eine sehr grosse
Anzahl von Teilen und Elementen, so dass ihre Kosten sehr hoch sind.
Ebenso sind elektronische Zählen- heiten, insbesondere n, it dekadisch zählendenKathodenstrahlrohren, bekannt, diesichinZeitmessernbewährt haben. Weiter sind Kathodenzählerröhren mit Glimmentladung bekannt, bei welchen die jeweils gezündete Kathode durch ihre durch das Glimmen sichtbare Lage die anzuzeigende Ziffer angibt.
Die Erfindung betrifft eine elektronische Zeitmessvorrichtung mit einem Frequenzgenerator und einer Zählvorrichtung, die zugleich eine Zeitanzeigevorrichtung darstellt, wobei die Zähl-und Anzeigevorrich- tung aus mindestens einem Zählrohr besteht. Die oben genannten Nachteile sind erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass die Zähl-und Anzeigevorrichtung zur Zählung und allfälligen Anzeige der Sekunden ein erstes Gasentladungszählrohr mit 60 Kathoden, das vom Generator durch ein Signal mit einer Frequenz von einer Periode pro Sekunde gespeist ist, zur Zählung und Anzeige der Minuten ein zweites Gasentladungszählrohr mit 60 Kathoden, das vom ersten Gasentladungszählrohr durch ein Signal mit einer Frequenz von einer Periode pro Minute gespeist ist,
und zur Zählung und Anzeige der Stunden ein drittes Gasentla- dungszählrohr mit 12 oder 48 KaLhoden aufweist, das vom zweiten Gasentladungszählrohr durch ein Signal mit einer Frequenz von einer bzw. vier Perioden pro Stunde gespeist ist.
Die Zeichnungen zeigen schematisch und beispielsweise zwei Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung. Fig. l ist ein einfädiges Blockschema, welches die erste erfindungsgemässe Ausführungsform zeigt, Fig. 2 ist ein einfädiges Blockschema einer zweiten Ausführungsform. Fig. 3 zeigt ein detailliertes Schaltschema eines Stromkreises, der die Wirkung jeder der Einheiten 2,3 oder 4 der Fig. 1 und 2 ermöglicht.
Die gezeigte elektronische Zeitmessvorrichtung umfasst einen Frequenzgenerator 1 bekannter Art, welcher z. B. einen Quarzkristall oder einen Resonator enthält sowie eine Zähl- und Zeitanzeigevorrichtung. Der Frequenzgenerator 1 liefert ein Ausgangssignal ig, dessen Frequenz 1 Hz ist. Die Form
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erforderlich ist, können diese zusammengebauten Rohre hinter dem Anzeigezähler für die Stunde und die Minute untergebracht werden, welche z. B. gleichfalls durch zwei zusammengebaute Rohre gebildet sein kann, von welchen das eine für die Minuten und das andere für die Stunden bestimmt ist.
Der Teiler und der Zähler für die Sekunden einerseits sowie die Anzeigezähler für die Minuten und die Stunden anderseits wären dann durch paarweise zusammengebaute Zählrohre der gleichen Art gebildet, welche sich nur durch die Anzahl ihrer Kathoden und Hilfselektroden und dadurch unterscheiden, dass die erstgenannte Baugruppe lediglich der Frequenzteilung dient und keine sichtbare Anzeige liefert.
Bei einer solchen Ausführung weist die vollständige Zeitmessvorrichtung, welche die Zeitanzeigeund Zählvorrichtung und die Verbindungs- und Speisestromkreise umfasst, einen sehr geringen Raumbedarf auf.
Bei andern Verwirklichungen kann die Zeitmessvorrichtung eine Vorrichtung zur Zeiteinstellung umfassen, welche die Anspeisung der Zeitanzeigevorrichtung mit einem Signal von höherer Frequenz als der des Signals ig gestattet. Es ist auch möglich, zwei Zeiteinstellsignale von verschiedener Frequenz vorzusehen, um eine rasche und eine langsame Zeiteinstellung zu erhalten.
PATENTANSPRÜCHE ;
1. Elektronische Zeitmessvorrichtung mit einem Frequenzgenerator und einer Zählvorrichtung, die zugleich eine Zeitanzeigevorrichtung darstellt, wobei die Zähl-und Anzeigevorrichtung aus mindestens einem Zählrohr besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähl-und Anzeigevorrichtung zur Zählung und allfälligen Anzeige der Sekunden ein erstes Gasentladungszählrohr mit 60 Kathoden, das vom Generator durch ein Signal mit einer Frequenz von einer Periode pro Sekunde gespeist ist, zur Zählung und Anzeige der Minuten ein zweites Gasentladungszählrohr mit 60 Kathoden, das vom ersten Gasentla-
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lung und Anzeige der Stunden ein drittes Gasentladungszählrohr mit 12 oder 48 Kathoden aufweist,
das vom zweiten Gasentladungszählrohr durch ein Signal mit einer Frequenz von einer bzw. vier Perioden pro Stunde gespeist ist.