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Selbstklebender Dichtungsstreifen aus einem z. B. aus aufgeschäumtem Kunstharz (Schaumstoff) bestehenden Zellenmaterial
Die Erfindung bezieht sich auf einen selbstklebendendichtungsstreifen aus einem Zelleninaterial, das z. 8.'aus einem aufgeschäumten Kunstharz, beispielsweise Polyurethanharz, bestehen möge. Derartige Schaumstoffe werden z. B. unter dem eingetragenen Warenzeichen"Moltopren"vertrieben.
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zen werden bei der Herstellung von Dichtungen zum Verschliessen von Spalten od. dgl. sehr geschätzt. Die Verwendung dieser Materialien bereitet jedoch bei der Anbringung als beispielsweise Dichtungen mittels Klebstoff auf der entsprechenden Unterlage gewisse Schwierigkeiten.
Diese beruhen auf der Porosität und der offenen Zellenstruktur solcher Materialien, weshalb das Auftragen der Klebstoffe besondere Massnahmen erfordert, die einerseits die Herstellung der Dichtungen beträchtlich komplizieren und anderseits ihre Verwendungsmöglichkeiten erheblich einschränken.
Das Auftragen des Klebstoffes auf den Schaumstoff geschieht gegenwärtig derart, dass man zunächst eine besondere Schicht aufbringt, die dazu dient, die Poren und Zellen des Schaumstoffes zu verschliessen.
Auf diese Schicht wird alsdann der Klebstoff aufgebracht, der nunmehr mit einem Schutzüberzug versehen wird, der z. B. aus Papier, Gewebe od. dgl. besteht ; dieser Schutzüberzug muss entfernt werden, bevor der z. B. als Dichtung dienende Schaumstoff zur Verwendung kommt. Das alles bereitet Schwierigkeiten und macht das Anbringen der Dichtung mühsam.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen und andern Schwierigkeiten zu begegnen, wobei die Herstellung und das Anbringen der Dichtungen beträchtlich vereinfacht wird, ohne jedoch die materialeigenen Vorzüge eines Schaumstoffes einzuschränken oder zu beeinträchtigen.
Die Dichtung nach der Erfindung zeichnet sich demgemäss dadurch aus, dass zumindest die den Klebstoff aufweisende Oberfläche bzw. Seite des Schaumstoffstreifens eine geschlossene Struktur aufweist, während die der Klebstoffschicht gegenüberliegende Seite des Schaumstoffstreifens eine Riffelung besitzt, so dass bei aufgerolltem Schaumstoffstreifen die Berührungsfläche zwischen beiden Seiten äusserst gering ist.
Nach der Erfindung wird also zumindest eine Seite des Streifens, vorzugsweise die der mit Klebstoff versehenen entgegengesetzte, entsprechend geriffelt, wodurch Sicken gebildet werden, die im aufgerollten Zustand des Streifens einerseits die Berührungsfläche zwischen dieser geriffelten Seite und der mit Klebstoff überzogenen Seite verkleinern und anderseits eine besonders gute Anpassungs- und Dichtungsflä- che bilden, die Unterbrechungen oder Unregelmässigkeiten aufweist. Falls erwünscht, kann die Klebstoffschicht noch mit einem Schutzfiberzug versehen sein, der im Bedarfsfall abgezogen wird.
Die Herstellung des hier behandeltendichtungsstreifens erfolgt in der Weise, dass eine Seite des Strei- fens aus z. B. aufgeschäumtenkunstharzen cier Einwirkung von Wärme ausgesetzt wird, so dass die vorhandenen strukturellen zellenförmigen Öffnungen weitgehend verschlossen werden. Anschliessend wird der
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Herstellung von StreifenschnittodereinBanddergewähltenBreite in eine Vielzahl von Streifen unterteilt, was dadurch geschieht, dass man den Streifen teilweise durchschneidet und jeweils kurze Verbindungen bestehen lässt, so dass die
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Wärmebehandlung, das Auftragen des Klebstoffes und das Einrollen der nebeneinanderliegenden Streifen kontinuierlich und leicht vorgenommen werden können.
Die Erfindung wird in der nun-folgenden Beschreibung eingehender erläutertund ist in der Zeichnung
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Ausführungsbeispielnebeneinanderliegende Streifen vor dem Gebrauch und Fig. 3 in Vorderansicht eine Vielzahl von neben- einanderliegenden und eingelollten Streifen.
In diesen. Figuren ist der Schaumstoffstreifen mit A bezeichnet, dessen Seite B auf noch näher zu beschreibende Weise behandelt ist, um die Klebstoffschicht C aufzunehmen, die aus einer Latex- od. ähnl. Lösung bestehen möge. Die gegenüberliegende Seite des Streifens A weist eine Riffelung D auf, die schräg zur Längsachse des Streifens verläuft und fortlaufende Vertiefungen bildet. Es wird so erreicht, dass die Seite des Streifens, die der mit Klebstoff versehenen Seite C gegenüberliegt, in bezug auf eine Ebene eine kleinere Oberfläche bietet als die gegenüberliegende Klebefläche. Anderseits gestat- tet die Riffelung D auf Grund ihres Profils, die Dichtung auch unregelmässigen Oberflächen völlig anzupassen, wodurch die Bildung von Spalten und Lufteinschlüsse vermieden werden.
Die Herstellung des Streifens wird wie im folgenden beschrieben oder in ähnlicher Weise vorgenommen :
EinMaterialabschnitt oder einBand, das ein Vielfaches der Breite hat, die die einzelnen Streifen A haben sollen, wird auf einer Seite der Einwirkung von Wärme ausgesetzt, um die Poren und Vertiefungen zu verschliessen, die die Oberfläche eines Kunststoffschaumes normalerweise aufweist. Dies geschieht vorzugsweise derart, dass man den Schaumstoffstreifen zwischen zwei Walzen hindurchlaufen lässt, von denen zumindest eine entsprechend geheizt wird, um die Oberfläche des Schaumstoffes zu erweichen.
Es ist indes vorteilhaft, beide Walzen zu heizen und eine von ihnen mit entsprechenden Kerben zu versehen, so dass auf einer Seite des Streifens die Riffelung D entsteht. Der Streifen wird beim Durch-
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praktisch glatte Oberfläche ohne Vertiefungen bildet.
Beim Auslaufen aus den Walzen wird auf den Streifen die Klebeschicht C aufgetragen und dann (oder auch vorher) werden Längseinschnitte F angebracht, die auf einer Seite des Streifens durchgehend sind, während sie auf der andern Seite die Unterbrechungen G aufweisen, die dazu dienen, die Streifen unter sich zusammenzuhalten. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist die Höhe dieser Unterbrechungen G sehr gering, wodurch gewährleistet wird, dass der zu benutzende Streifen leicht abgetrennt werden kann. Nach Herstellung der Längseinschnitte wird der so vorbereitete Schaumstoffstreifen eingerollt, so dass auf die Klebeschicht C die Riffelung D der andern Seite zu liegen kommt.
Es kann auch so verfahren werden, dass man, anstatt den Streifen einzurollen, zwei oder mehrere Streifen aufeinanderlegt, um die Klebeschicht zu schiltzen. Diese wird, wenn die Dichtung benutzt werden soll, dadurch freigelegt, dass man die gebildete Rolle wieder abrollt bzw. die Streifen von den darunterliegenden abnimmt.
Die nach der Erfindung erzielten Vorteile liegen auf der Hand und gestatten die einfache und billige Herstellung des fur Dichtungszwecke dienenden Streifens, wie auch das einfache Anbringen desselben auf den vorgesehenen Unterlagen, wobei man eine absolute Abdichtung von z. B. Fenster-oder Türspalten erreicht.
An der beschriebenen und dargestellten Dichtung können im Rahmen der Erfindung noch Änderungen und Abwandlungen vorgenommen werden, besonders in bezug auf die hinsichtlich des Verwendungszwecks geeignete Form. Bei der Herstellung können sich ebenfalls noch Abwandlungen ergeben ; z. B. kann die Bearbeitung des Streifens auch automatisch ablaufen. So kann beispielsweise die Hersteliung der Riffelung D anstatt durch Wärmeeinwirkung auch mittels Schneidwerkzeugen erfolgen.
Die Einschnitte F können sowohl auf der klebenden Seite durchgehend sein als auch auf der Seite der Riffelung D, so dass die Unterbrechungen G dann jeweils auf der entgegengesetzten Seite liegen.
Es ist auch möglich, dass die einzelnen durch die Einschnitte F gebildeten Streifen dadurch zusam- men und nebeneinander gehalten werden, dass der Klebstoff durchgehend oder mit Unterbrechungen Über die Fläche B hinausgeht, so dass die Streifen leicht abgetrennt werden können.
Es ist vorteilhaft, die Einschnitte F auf der mit Klebstoff versehenen Seite C so tief auszubilden, dass sie bis zu der Riffelung D vordringen, so dass-da sie nicht parallel mit der Längsachse des Streifens verlaufen-zwischen den einzelnen Streifen kleine Unterbrechungen G verbleiben, die die Streifen unter sich zusammenhalten und es gestatten, letztere selbst leicht voneinander zu trennen, u. zw. ohne irgendwelche besondere : Hilfsmittel anwenden zu müssen.
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In der Praxis können sich noch weitere Abwandlungen in Ausführung und Herstellung ergeben, ohne dass Jedoch dadurch der Rahmen der Erfindung verlassen wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Selbstklebender Dichtungsstreifen aus einem z. B. aus aufgeschäumtem Kunstharz (Schaumstoff) bestehenden Zellenmaterial, dessen eine Seite eine Klebstoffschicht aufweist, dadurch gekenn- zeichnet, dass zumindest die den Klebstoff aufweisende Oberfläche bzw. Seite des Schaumstoffstreifens (A) eine geschlossene Struktur aufweist, während die der Klebstoffschicht (C) gegenüberliegende Seite des Schaumstoffstreifens (A) eine Riffelung (D) besitzt, so dass bei aufgerolltem Schaumstoffstreifen die Berührungsfläche zwischen beiden Seiten äusserst gering ist.