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Schablone
Die Erfindung betrifft eines Schablone zum Abstützen der Platten einer Teilauskleidung vor dem Ver- keilen in der Mündung einer Form, mit einer mehrere Plattenhalter tragenden Stütze.
Schablonen dieser Art werden verwendet, um Platten aus wärmeisolierendem bzw. exothermisch reagierendem Material gegen die Innenfläche der Formmündung zu halten, bevor die Platten verkeilt und dadurch selbsttragend gemacht werden. Die Platten werden z. B. verwendet, um eine vorzeitige Erstarrung der Schmelze in der Formmündung zu verhüten.
Bei einer in der brit. Patentschrift Nr. 930,732 beschriebenen Schablone dieser Art werden alle Plattenhalter gleichzeitig durch Laschen, die sie schwenkbar mit einem zentralen Stützorgan verbinden, nach aussen oder innen bewegt. Diese Schablone ist insofern in ihrer Anwendungsmöglichkeit begrenzt, als sie nur entweder für quadratische oder nur für rechteckige Formen, jedoch nicht gleichzeitig für beide verwendbar ist. Ausserdem ist der Bereich der Mündungsabmessungen, für die sie brauchbar ist, durch die Abmessungen der zusammenfaltbaren, zusammenklappbaren oder zusammenschiebbaren Teile begrenzt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schablone zum Abstützen der Platten einer Teilauskleidung vor dem Verkeilen in der Mündung einer Form, die sich im wesentlichen dadurch kennzeichnet, dass mit der Stütze mehrere Laschen so veränderbar verbunden sind, dass die Abstände der einzelnen Plattenhalter von der Stütze individuell einstellbar sind und dass an sich bekannte Betätigungseinrichtungen die Plattenhalter relativ zu den zugeordneten Laschen bewegen.
Die Stütze ist zentrisch angeordnet und erstreckt sich in an sich bekannter Weise in der Formmündung nach unten.
Vorzugsweise ist jeder Plattenhalter oder eine mit diesem verbundene Querlasche mit dem zugeordneten Laschenpaar schwenkbar verbunden. Dazu kann die zentrale Stütze mehrere im Abstand angeordnete Bohrungen zum wahlweisen Anschluss der Laschen mittels Bolzen aufweisen.
Jeder Plattenhalter ist mit der Querlasche verschiebbar verbunden. Die Betätigung der Plattenhalter kann durch Kolben und Zylinder hydraulisch oder pneumatisch erfolgen. Die Zylinder aller Plattenhalter können mit einer gemeinsamen Druckmedium-Quelle verbunden sein, so. dass alle Plattenhalter gleichzeitig bewegt werden können.
Vorzugsweise ist die zentrale Stütze in an sich bekannter Weise mit einem Querhaupt versehen, das Beine trägt. An den Enden der Beine sind Rollen vorgesehen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind das Querhaupt, die Beine und die zentrale Stütze in an sich bekannter Weise relativ zueinander bewegbar.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch veranschaulicht. Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Teiles der erfindungsgemässen Sch'ablo- ne, Fig. 2 ist eine Draufsicht auf einen Teil der Schablone gemäss Fig. l, und Fig. 3 ist eine Seitenansicht eines Teiles der Schablone gemäss Fig. 1.
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Die in der Zeichnung dargestellte Schablone 10 besitzt eine zentrale Stütze 11, die aus vier miteinander verschweissten U-Profiler. 12,13, 14,15 besteht. Die Stütze 11 trägt an einem Ende eine Grundplatte 16, mit deren Hilfe sie frei stehen kann. Am andern Ende ist sie'mit einem Quer- haupt 20 versehen (Fig. 2 und 3), das durch Bohrungen 21 der U-Profile 13,15 hindurchgeht.
An gegenüberliegenden Enden des Querhauptes 20 sind Beine 22,23 angebracht, die an ihren unteren Enden Füsse 24 tragen, mit denen sich die Schablone auf den Rand 25 der Mündung der (nicht dargestellten) Form aufstützen kann.
Die. Seitenwände jedes U-Profils 12,13, 14,15 sind mit einer Reihe von in gleichen Abständen gelegenen Bohrungen versehen, von denen einige in den Profilen 12 und 14 mit 30,31, 32,33 be- zeichnet sind. Diese Reihe erstreckt sich fortlaufend über die ganze Seitenwand.
Mindestens zwei Laschen sind mit jedem U-Profil 12,13, 14,15 verbindbar und bilden Stütz- glieder zum Abstützen der Platten. Bei der dargestellten Ausführungsform sind zwei Laschenpaare an je- dem Profil 12, 13, 14,15 angebracht. So ist ein Laschenpaar 40,41 des U-Profils 12 und ein
Laschenpaar 42,43 des U-Profils 14 aus Winkelprofilen gebildet. Die aus Winkelprofilen gebildeten
Laschenpaare 46,47, 48 und 50 der U-Profile 13 und 15 sind in Fig. 2 dargestellt. Der Einfachheithalbersind die oberen Laschen 40,42 usw. in Fig. 2 weggelassen.
Alle Laschen sind mit den zugehörigen U-Profilen, welche die zentrale Stütze bilden, durch Bolzen verbunden. Dementsprechend sind die Laschen 40,41 an ihren Enden mit Bohrungen 51,52 verse- hen, die mit einer Bohrung der Reihe des U-Profils 12 übereinstimmen, wobei ein Bolzen 53 durch die entsprechenden Bohrungen hindurchgeht und auf diese Weise die Lasche mit dem U-Profil verbin- det.
Die freien Enden jeder Lasche sind an einer Verbindungsplatte angelenkt. Dementsprechend sind die
Laschen 40 und 41 an eine Seite der Verbindungsplatte 60 angelenkt, wogegen das andere Laschenpaar, das die Lasche 44 einschliesst, an der andern Seite der Verbindungsplatte 60 angelenkt ist.
Mit jeder Verbindungsplatte 60 ist ein Zylinder 61 starr verbunden. Ein (nicht dargestellter) Kolben ist in jedem Zylinder 61 gleitbar gelagert und eine an jedem Kolben befestigte Kolbenstange 62 ist mit einem Plattenhalter 63 verbunden. Jeder Plattenhalter 63 besteht aus einem Basisglied 64, auf welchem der Boden der Platte ruht, und aus einem Wandglied 65, das verhütet, dass die Platte in die Form hineinfallen kann, wenn sie an Ort und Stelle gebracht wird.
Wie Fig. l erkennen lässt, können die Laschen 40, 41,42, 43 usw. zwischender zentralen Stütze 11 und den Verbindungsplatten 60 in verschiedenen Stellungen an der zentralen Stütze angebracht werden. Der Axialabstand zwischen den Laschenpaaren (z. B. zwischen 40 und 41) bestimmt den Abstand der Verbindungsplatte 60 von der Stütze 11. Wenn also die Laschen'40 und 41 auf der Seite des Profils 12 verhältnismässig eng beeinanderliegen, ist ihre Verbindungsplatte 60 verhältnismässig weit weg von der zentralen Stütze 11. Wenn dagegen die Laschen 42 und 43 relativ weit voneinander entfernt sind und sich in der Nähe der Enden des Profils 14 befinden, ist ihre Verbindungsplatte 60 verhältnismässig nahe bei der zentralen Stütze 11.
Nicht dargestellte Leitungen sind an die Zylinder 61 angeschlossen, durch die ein Druckmedium, z. B. Druckluft, einer Seite der Kolben innerhalb der Zylinder 61 zugeführt werden kann, welche die Kolben im Zylinder 61 verschiebt. Durch Regelung der Druckluftzufuhr in die Zylinder 61 kann die Relativbewegung der Plattenhalter 63 gegenüber den Verbindungsplatten 60 und der zentralen Stütze 11 geregelt werden.
Um mit Hilfe der Schablone Platten aus wäremisolierendem, feuerfestem Material bzw. aus exother- misch reagierendem Material für eine Teilauskleidung in einer Formmündung abzustützen, wird die Schablone zunächst so in die Formmündung eingesetzt, dass die zentrale Stütze sich in axialer Richtung nach unten in die Form erstreckt. Die Beine 22 werden auf den Rand 25 der Formmündung aufgesetzt und halten die Schablone in ihrer Stellung. Die Schablone wird etwa konzentrisch auf die Formmündung aufgesetzt.
Die Laschen 40,41, 42,43 usw. sind längs der Reihe von Bohrungen in den U-Profilen 12,13, 14,15 so angeordnet, dass die Plattenhalter 63 knapp neben der Innenwand der Formmündung zu liegen kommen, jedoch mindestens in einem Abstand, der der Dicke einer Platte entspricht. In einer Formmündung mit quadratischem Querschnitt können alle Laschen 40,41, 42, 43 usw. in der gleichen Stellung in bezug auf die Stütze 11 angeordnet sein und die Stellung der Laschen 40,41 einnehmen, die auf der linken Seite der Fig. 1 gezeigt ist.
Wenn dagegen eine rechteckige Formmündung vorhanden ist, können die gegenüberliegenden Plattenhalter 63, das sind diejenigen, die mit dE''1 U- Profilen 12und14oder13und15 verbundensind, dengleichenAbstandvonderzentralenStätze 11 auf-
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weisen, wogegen die benachbarten Plattenhalter 63 verschiedene Abstände von der zentralen Stütze haben müssen. Demgemäss muss das eine gegenüberliegende Plattenhalterpaar 63 von der zentralen Stütze 11 den verhältnismässig grossen Abstand haben, der auf der linken Seite der Fig. 1 dargestellt ist, und das andere gegenüberliegende Plattenhalterpaar 63 muss von der Stütze 11 den verhältnismässig kleinen Abstand haben, der auf der rechten Seite der Fig. 1 gezeigt ist.
Wenn alle Plattenhalter 63 eng an den Innenflächen der Formmündung anliegen, wird Druckluft in die Zylinder 61 eingelassen, welche die Plattenhalter 63 radial nach aussen bewegt und in Be- rührung mit der Innenwand der Formmündung bringt. Wenn jedes Basisglied 64 an der Innenwand der
Form anliegt, wird eine Platte aus wärmeisolierendem bzw. exothermisch reagierendem Material in den
Zwischenraum zwischen der Innenwandung der Formmündung und dem Wandglied 65 jedes Plattenhal- ters 63 eingesetzt, wobei sie auf dem Basisglied 64 aufruht.
Wenn alle vier Platten rund um die Innenwandung der Formmündung angebracht sind, werden sie in ihrer Lage verkeilt, um sie selbsttragend zu machen. Die Druckluft wird aus den Zylindern 61 ausge- lassen, wodurch die Plattenhalter 63 radial nach innen von den Wandungen der Formmündung wegbewegt werden und die Platten in ihrer Lage zurücklassen. Die Schablone kann dann aus der Formmündung herausgehoben und die Plattenhalter 63 können, zum Zwecke der Lagerung in ihre'innerste Stellung, d. i. die in Fig. 1 rechts gezeigte Stellung, gebracht werden.
Die Schablone kann natürlich auch für Formen verwendet werden, die andere als viereckige oder rechteckige Mündungen aufweisen. An den unteren Enden der Füsse 24 oder an Stelle der Füsse können Rollen angebracht werden, um die Schablone auf der Formmündung leicht bewegen zu können. Auf diese Weise wird die Einstellung der Schablone erleichtert.
Wenn die Beine 22 längs des Querhauptes 20 bewegbar sind, kann die Schablone auf verschieden breiten Formen verwendet werden. Wenn die Beine 22 quer zum Querhaupt 20 verstellbar gemacht werden, kann die Schablone in axialer Richtung in der Formmündung verstellt werden, um sie an die Höhe der Platten anzupassen.
Die Laschen 40,41 usw. müssen natürlich nicht aus Winkelprofilen bestehen, sondern können auch aus U-Profilen gebildet werden. So können beispielsweise die benachbarten Winkelprofile, welche die Laschen 40,44 und 42,45 bilden, durch einzelne U-Profile ersetzt werden, die sich quer über die gleiche Breite wie die benachbarten Winkelprofile erstrecken. Es können U-Profile verwendet werden, deren Seitenwände einen Abstand haben, der etwas grösser ist als der Abstand der Seitenwände der U-Profile 12,13, 14,15, wobei die U-Profile einander übergreifen und Bohrungen vorgesehen sind, um sie miteinander zu verbinden. Es ist nur ein U-Profilpaar notwendig, um jeden Plattenhalter 63 mit der zentralen Stütze 11 zu verbinden, an Stelle der vier Winkelprofile, die in der Zeichnung dargestellt sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schablone zum Abstützen der Platten einer Teilauskleidung vor dem Verkeilen in der Mündung einer Form, mit einer mehrere Plattenhalter tragenden Stütze, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Stütze (11) mehrere Laschen (40,41) so veränderbar'verbunden sind, dass die Abstände der einzelnen Plattenhalter (63) von der Stütze individuell einstellbar sind und dass an sich bekannte Betätigungseinrichtungen (61 usw.) die Plattenhalter (63) relativ zu den zugeordneten Laschen (40,41) bewegen.