AT243708B - Aus Profileisen bestehendes Steigeisen zur Anbringung in Mauerwerk - Google Patents

Aus Profileisen bestehendes Steigeisen zur Anbringung in Mauerwerk

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Friedrich Ing Oestreicher
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  Aus Profileisen bestehendes Steigeisen zur Anbringung in Mauerwerk 
Die Erfindung betrifft ein aus Profileisen bestehendes Steigeisen zur Anbringung in Mauerwerk und bezweckt, ein Steigeisen zu schaffen, das bei geringstem Materialaufwand die höchstmöglichste Festigkeit erreicht. 



   Es war bisher üblich, die Steigeisen als volles Gussstück auszubilden, wodurch'diese sehr schwer, materialaufwendig und daher auch verhältnismässig teuer wurden. Bei solchen Steigeisen wurde auch schon vorgeschlagen, seitlich an den vollen Guss einen Steg anzusetzen, um ein seitliches Abrutschen des Fusses zu verhindern. Dieser Sicherheitssteg konnte jedoch keinerlei wesentliche festigkeitsmässige Aufgaben erfüllen, so dass auch diese bekannten Steigeisen die oben aufgezeigten Nachteile aufwiesen. 



   Auch bei den weiters bekanntgewordenen, aus Profileisen bestehenden Steigeisen wurde keinerlei Rücksicht auf die Beanspruchung des Steigeisens genommen, vielmehr erfolgte die Formgebung des Profils entweder willkürlich oder auf Grund ästhetischer oder einmauerungstechnischer Überlegungen. 



   Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Nachteile der bekannten Steigeisen zu vermeiden und erreicht dies bei einem aus Profileisen bestehenden Steigeisen dadurch, dass die Querschnitte der Profileisen im wesentlichen dem bei Belastung auftretenden Momentenverlauf entsprechend gestaltet sind. 



   Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung eines Steigeisens wird dieses wesentlich leichter und damit billiger, weil das Material erstmalig den statischen Erfordernissen entsprechend sinnvoll verteilt wird. 



   Besonders zweckmässig hat es sich, insbesondere bei aus Gusseisen bestehenden Steigeisen erwiesen, solche Querschnittsformen der Profileisen vorzusehen, die eine Materialanhäufung in der Zugzone erge-   ben, u. zw. z. B.   dadurch, dass die Profileisen mit in der Zugzone liegenden Flanschen versehen sind. 



   Nachstehend ist an Hand eines in der Zeichnung dargestellten   Ausführungsbeispieles die Erfindung nä-   her erläutert. Fig. 1 zeigt ein Steigeisen in Draufsicht und die Fig. 2, 3 und 4 stellen Schnitte nach den Linien   ll-ll,     III-III   bzw. IV-IV der   Fig. 1   dar. 



   Nach der Zeichnung besteht das Steigeisen aus zwei   Holmen l,   die durch Verbindungsstege 2, 3 und 4 miteinander verbunden sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind sowohl die Holme 1 als auch der nach dem Einbau im Mauerwerk liegende Verbindungssteg 3 aus Winkelprofilen gebildet, wobei die Profile so angeordnet sind, dass die waagrecht liegenden Flanschen la der Holmprofil in der Zugzone zu liegen kommen. Die Flanschen la und die dazu senkrecht stehenden Stege lb sind dabei dem   Momenrenverlauf   entsprechend gestaltet, d. h. sie sind beim Austritt aus der Einspannstelle des Mauerwerkes M (vgl. Fig. 4) am stärksten. Auch die Verbindungsstege 2 und 3 sind an den Stellen kleinerer Beanspruchung schwächer.

   Es ist auch möglich, einen oder   beide Verbindungsstege E bzw. 3   wegzulassen, wenn der oder die verbleibenden Verbindungsstege genügend stark ausgebildet sind. Zur Gewährleistung einer grösseren Trittsicherheit für den Benutzer und zur Bildung einer Materialanhäufung sind im Bereich der aus der Mauer   kragendenEndenderHolme 1   nach oben stehende Laschen 5 vorgesehen. 



   Im Rahmen der Erfindung sind noch zahlreiche Abänderungen möglich. Insbesondere kann die Form des verwendeten Profils in weiten Grenzen variiert werden und die Erfindung ist keineswegs auf die Verwendung der gezeigten L-Profile beschränkt. Es kommen vielmehr alle Profile in Betracht, die eine Bemessung des Steigeisens entsprechend dem Momentenverlauf zulassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Aus Profileisen bestehendes Steigeisen zur Anbringung in Mauerwerk, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnitte der Profileisen im wesentlichen dem bei Belastung auftretenden Momentenverlauf entsprechend gestaltet sind.
    2. Steigeisen nach anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass,insbesondere bei Verwendung von Gusseisen Querschnittsformen der Profileisen vorgesehen sind, die eine Materialanhäufung in der Zugzone ergeben.
    3. Steigeisen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Profileisen mit in der Zugzone liegenden Flanschen versehen sind.
AT303363A 1963-04-12 1963-04-12 Aus Profileisen bestehendes Steigeisen zur Anbringung in Mauerwerk AT243708B (de)

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