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Verfahren zur Herstellung von Verpackungen aus einer Materialbahn und Materialbahn zur Durchführung desselben Die Erfindung beziehtsich auf ein Verfahren zur Herstellung von Verpackungen aus einer Materialbahn, die zu einem Rohr geformt wird, wobei die längsverlaufenden Seitenkanten der Materialbahn durch Überlappung miteinander verbunden werden, und anschliessend der rohrförmige Körper durch im Abstand voneinander angeordnete, unter Zusammendrücken des Rohres entstehende, quer verlaufende, schmale Verschlusszonen in gegeneinander abgeschlossene Abschnitte aufgeteilt wird, so dass nach dem Zerschneiden des Rohres entlang dieser Verschlusszonen einzelne Verpackungseinheiten erhalten werden, wobei die Materialbahn jeweils in dem Bereich ihres Randes, in dem sich die in Längsrichtung verlaufende, durch
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zum Teil in ihrer Dicke geschwächt wird.
Dieses Verfahren zur Herstellung gefüllter Verpackungen ist sowohl praktisch als auch wirtschaftlich, da es nicht notwendig ist, das Verpackungsmaterial im voraus vorzubereiten, beispielsweise durch Ausstanzen einzelner Verpackungsblätter od. dgl. Das Verfahren gelangte in den letzten Jahren immer mehr zur Anwendung, vor allem auch deswegen, weil die modernen, thermoplastischen Materialien besonders als Verpackungsmaterial geeignet sind, beispielsweise für Nahrungsmittel zufolge ihrer Dichtheit und ihres Widerstandes gegen eine grosse Anzahl von Fetten, Flüssigkeiten und Gasen. Diese thermoplastischen Materialien können auch sehr leicht mit Hilfe von Wärme verbunden werden infolge ihrer thermoplastischen Eigenschaft, so dass ein dichter und dauerhafter Verschluss erzielt werden kann.
Ein Nachteil des Verfahrens besteht jedoch darin, dass der quer verlaufende Verschlussrand die Anhäufung einer Materialmenge'veruracht, welche die Dichtheit an der Stelle, an der sich der quer ver- laufende Verschlussrand und die in Längsrichtung erstreckende Verbindung überschneiden, in unerwünschter Weise verringert. Der Grund für diese Materialanhäufung ist natürlich immer darin gelegen, dass die sich in Längsrichtung erstreckende Verbindung als Überlappung ausgeführt ist, wodurch in der längs verlaufenden Verschlusszone das Material verdoppelt ist.
Die Folge davon ist. dass der quer verlaufende Verschlussrand keine gleichmässige Dicke besitzt, sondern an der Stelle, an der sich die längs verlaufende Verbindung und der quer verlaufende Verschlussrand schneiden, um 500/0 dicker ist, als in der Umgebung dieses Bereiches. Da die Festigkeit und die Undurchlässigkeit der quer verlaufenden Verbindung sowohl von der Wärme als auch vom Druck abhängen, ist es klar, dass ein Druck, der ungleichmässig über die quer verlaufende Verbindung verteilt ist, hinsichtlich der Festigkeit und der Dichtheit der Verbindung von Nachteil ist. Es ist aber auch augenscheinlich, dass es sehr schwer ist, den Druck über den ganzen quer verlaufenden Verbindungsbereich gleichmässig zu verteilen, wenn sich die Dicke des Materials sprunghaft um 50% ändert.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Trägerschicht der Materialbahn an den Seitenkanten zu schwächen. Diese Massnahme hat jedoch den erheblichen Nachteil, dass beide Längskanten der Material- bahr verändertwerdenmüssen. Darüber hinaussind diese Verpackungen aber auch sehr schwer herzustellen, da es in der Praxis äusserst schwierig ist, die Trägerschicht so auszustanzen bzw. zu schwächen, dass ein Teil des Materials dieser Schicht noch erhalten bleibt. Es wurde auch schon die äusserst komplizierte Herstellung einer im Querschnitt halbrunden Ausnehmung des Trägermaterials vorgeschlagen, wobei auch
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Die beschriebenen Nachteile werden mit dem eingangs genannten Verfahren gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Innenseite des aus der Materialbahn geformten Rohres, die mit einer Plastikschicht versehen. ist, an einer Kante der die Stossnaht bildenden Überlappung im Bereich der durch die Ausstanzung einer wenigstens bis zur Plastikschicht reichenden Ausnehmung erzeugten Materialschwächung mit einem Plastikteil versehen wird, der die Stossnaht der Bahnkanten überdeckt.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Schwächung der Materialbahn im Bereich ihres Randes, in dem sich die in Längsrichtung verlaufende Stossnaht und die quer verlaufende Verschlusszone überdecken, nur durch Entfernen der Trägerschicht erzeugt wird und der die Stossnaht über- deckende Plastikteil von der an der Innenseite der Materialbahn angeordneten Plastikschicht selbst gebildet wird.
Nach einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung der Erfindung kann schliesslich im Bereich eines Randes der Materialbahn, in dem sich die Stossnaht und die Verschlussnaht überdecken, sowohl die Trägerschicht als auch die an der Innenseite der Materialbahn vorgesehene Plastikschichtausgestanztwerdenund ein separater, die Bahnränder überdeckender, schmaler Plastikstreifen an der Innenseite angeordnet werden.
Um mit dem geschwächten Teil in der längs verlaufenden Verbindung den beabsichtigten Effekt erzielen zu können, ist es natürlich notwendig, dass dieser an der Stelle der Bahn gelegen ist, welche in der fertigen Verpackung der Überschneidung der sich in Längsrichtung erstreckenden, durch Überlappung gebildeten Verbindungszone mit der quer verlaufenden Verschlusszone entspricht.
Auf Grund der Erfindung erhält die quer verlaufende Verschlusszone beinahe eine völlig gleichmässige Dicke und demzufolge hat der Verschluss entlang derganzen quer verlaufendenverschlusszone eine gleichmässige und sehr gute Qualität.
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen näher erläutert, wobei Fig. 1 einen in der bisher üblichen Weise ausgebildeten Verschluss zeigt und die Fig. 2 und 3 zwei nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Verschlüsse wiedergeben. In Fig. 1 ist der in der bisher bekannten Weise ausgeführte, quer verlaufende Verschlussrand eines abgeflachten Rohres dargestellt, welches einen sich in Längsrichtung erstreckenden, durch eine Überlappung gebildeten Verbindungsstreifen aufweist.
Die in Fig. 2 dargestellte, nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Ausführungsform lässt den quer verlaufenden Verschlussrand eines abgeflachten Rohres und einen sich in Längsrichtung erstreckenden, durch eine Überlappung gebildeten Verbindungsstreifen erkennen, wobei der innen liegende Rand der Überlappung so ausgebildet ist, dass die innere Plastikschicht unversehrt bleibt. Die in Fig. 3 wiedergegebene, ebenfalls nach dem erfindungsgemässen Verfahren ausgebildete Ausführungsform zeigt schliesslich einen quer verlaufenden Verschlussrand, wobei die die innere Verkleidung des Rohres bildende Schicht aus Plastik besteht und ein schmaler Streifen aus Plastik so angeordnet ist, dass er wenigstens im Bereich des quer ver laufenden Verschlussrandes die äussersten Kanten des sich in Längsrichtung erstreckenden Verbindungsstreifens überlappt.
Der in Fig. l dargestellte, nicht in der erfindungsgemässen Weise ausgebildete, quer verlaufende Verschlussrand zeigt einen dickeren Teil 3, in welchem sich der in Längsrichtung verlaufende Verbindungsstreifen 2 und der quer verlaufende Verschluss 1 übergreifen. Daraus ergibt sich zunächst der
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den, der das Innere der Packung mit dem Aussenraum verbindet und somit eine Undichtheit verursacht.
Zwei verschiedeneAusführungsiormen von gemäss der Erfindung ausgebildeten, quer verlaufendenVer- bindungensiiidindenFig. gund3 dargestellt. Fig. 2 zeigt, dass in dem unteren Rand der sich in Längsrichtung erstreckenden, durch Überlappung gebildeten Verbindung das Trägermaterial 7 in dem mit 5 bezeichneten Bereich entfernt ist, der an der Überschneidung zwischen dem quer verlaufenden Verschluss- rand 1 und der sich in Längsrichtung erstreckenden Verbindungszone 2 gelegen ist.
Die Plastikschicht 6 unter dem im Bereich 5 entfernten Trägermaterial 7 ist unversehrt geblieben, wodurch ein Verschluss mit einer sehr guten und dichten Verbindung erzielt wird, da die längs verlaufende Verbindung auch in dem Übergang in den quer verlaufenden Verschlussrand völlig unverletzt ist. Anderseits nimmt die Dicke des quer verlaufenden Verschlussrandes im kritischen Bereich nur unbedeutend zu, da die Plastikschicht 6 im allgemeinen dünner als die Trägerschicht 7 ist.
Fig. 3 zeigt eine Abänderung des in Fig. 2 dargestellten, gemäss der Erfindung hergestellten Verschlusses.
Bei dieser Ausführungsform sind beide Schichten, nämlich die Trägerschicht 7 und die Plastikschicht 6 in dem unten liegenden Rand in der längs verlaufenden Verbindung 2 innerhalb des Bereiches 5 aus-
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