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Kartenprojektor
Die Erfindung betrifft einen Kartenprojektor mit einer Einstellvorrichtung für den Kartenbildträger zur Einstellung eines beliebigen Bildausschnittes in die Objektivachse des Gerätes und mit mehreren, wahlweise einschaltbaren Objektiven zur Projektion in verschiedenen Massstäben.
Das erfindungsgemässe Gerät soll vor allem eine empfindliche Lücke in der Autoausrüstung ausfüllen.
Jeder Kraftfahrer kennt die umständliche Manipulation mit grossflächigen Autokarten in der engen Fahrerkabine. Grossmassstäbliche Detailkarten erschweren, besonders in unbekannten Gegenden, die Oriente-
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te Länge eines Filmteiles mittels eines Schalthebels verstellt werden kann. Mittels eines Drehknopfes ist es dann möglich, innerhalb der'einzelnen Filmteile jeden beliebigen Punkt des Kartenbildes in einen Rahmen auf der Projektionsfläche zu bringen, wonach durch Einschaltung einer stärkeren Vergrösserung der innerhalb des Rahmens liegende Kartenteil auf die ganze Projektionsfläche vergrössert wird. Hiebei wird ein Ausschnitt des ursprünglichen Filmbildes durch Einschaltung eines stärkeren Objektivs mehrfach vergrössert, was praktisch nur eine Vergröberung der kleinmassstäblichenFilmkartensymbole bedeutet.
Im Gegensatz dazu ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere, von verschiedenen Massstäben auf das gleiche Format aufgenommene Kartenbilder desselben Gebietes im Kartenbildträger nebeneinander angeordnet sind und der zur Auswahl des jeweils gewünschten Objektivs verstellbare Objektivrevolver mit einer Schaltvorrichtung zum Verstellen des Kartenbildträgers um genau je eine Bildbreite gekuppelt ist.
Gemäss einem weiteren Kennzeichen ist jeder beliebige Bildausschnitt des einen Kartenbildes durch das Grossobjektiv auf einem Bildschirm als kleinmassstäbliche Grossgebietskarte projizierbar, deren in ein Sucherrechteck des Bildschirmes eingesteuerter Teil durch Verstellen des Objektivrevolvers und damit gekuppelte Auswechslung des Kartenbildes grossmassstäDlich projiziert wird.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt.
Ein zwei-oder mehrteiliges Kartendia a wird von einem Diarahmen b gehalten, der in einem Stellrahmen c senkrecht beweglich, gelagert ist, und mittels Schneckentrieb d über eine flexible Welle e von einem Stellknopf f aus in der Senkrechten verstellt werden kann. Der Stellrahmen c ist seinerseits in einer Gleitschiene g gelagert und kann mittels Zahntrieb h über eine flexible Welle
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Das Dia erhält auf der einen Hälfte eine kleinmassstäbliche Grossgebietskarte, beispielsweise eine Mitteleuropakarte 1 : 3 Millionen, die etwas ein Gebiet von der dänischen Grenze bis Venedig und von Paris bis Warschau zeigen würde. Eine solche Karte, auf ein 6 x 9 Dia aufgenommen, würde in einem Ausschnitt von 24 x 36 mm das gesamte österreichische Bundesgebiet, etwa von Nürnberg bis Venedig und von Zürich bis Pressburg zeigen.
Wird dieser Gebietsausschnitt mittels der erwähnten Stellglieder in die Objektivachse des Gerätes gestellt, so wird er von einer Lichtquelle p durch ein Grobobjektiv q auf einen Bildschirm r massstabgetreu projiziert. (Der Bildschirm müsste in diesem Falle 14x21 cm messen. ) Ein solcher, beispielsweise angeführter Massstab gestattet einwandfrei eine grossräumige Orien-
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tierung, allerdings nur in groben Zügen. Eine genaue Detailorientierung ist auf einer solchen Karte naturgemäss nicht möglich, da sie keine Detaileintragung enthält, weil solche nicht mehr auflosbar wären. Um auch eine genaueDetailorientierung zu ermöglichen, ist auf der zweiten Diahälfte das gleiche Grossgebiet wie auf der ersten Diahälfte, nochmals, jedoch von einem z.
B. zehnmal grösseren Massstabe her, aufgenommen.
Da beideAufnahmen gleich gross sind, laufen dieD ; as sozusagen synchrom, d. h. es deckt sich jeder Punkt des einen Dias mit dem kartographisch entsprechenden Punkt des zweiten Dias. Wird demnach das rechte, grossmassstäblicheDia um genau eine Diabreite nach links verschoben, so erscheint auf dem Bildschirm derselbe Gebietsabschnitt, der auf der Grossgebietskarte eingestellt war, vom grossmassstäblichen Dia her auf dem Bildschirm. Mit dem Grobobjektiv q projiziert, würde allerdings ein völlig unleserliches Kartenbild erscheinen, da die grossmassstäbliche Karte zehnmal verkleinert aufgenommen werden musste, um auf der gleichen Diagrösse (6 X 9) Platz zu haben.
Zur massstabgetreuen Projektion muss daher dieses Dia gegenüber dem linken Dia zehnmal vergröpert projiziert werden, zeigt aber auch nur den linear zehnten Teil des Grossbildes des kleinen Massstabes. Dieser tatsächlich zur Projektion gelangende Kartenausschnitt ist am Bildschirm r durch ein Fadenrechteck (Sucher) s markiert. Es ist somit nur nötig, das gewünschte Gebiet, etwa z. B. das Karntner Seengebiet, auf der kleinmassstäblichen Grosskarte, wo es ja im Groben erkennbar ist, in das Sucherrechteck einzusteuern. Dann wird ein Objektivrevolver n umgeklappt.
Die auf seiner Achse m sitzenden Objektive q und t werden dadurch vertauscht, wobei ein zwangsläufig mitgedrehtes Zahnsegment 1 die Gleitschiene g samt Stellrahmen und Dia in einer Führungsschiene k um genau eineDiabreite nach links verstellt. Die rechte Diakarte steht damit genau mit demselben Gebietsausschnitt, der auf der linken Diakarte eingestellt war, im Projektionsfeld des Objektivs t und erscheint nun im zehnfach grösseren Massstabe 1 : 300000 massstabgetreu auf dem Bildschirm, und ermöglicht dadurch eine genaue Detailorientierung, ohne die Beziehung zum Grossraum zu verlieren, da dieser durch Rückblenden (Rückklappen des Objektivrevolvers) sofort wieder sichtbar wird.
Der Apparat lässt sich in das Armaturenbrett einbauen, oder auf dieses herausschwenkbar, etwa mit einem Metallschlauch nach allen Richtungen schwenkbar, montieren und ermöglicht dem Fahrer nicht
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künfte ohne langes Suchen und Nachschlagen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kartenprojektor mit einer Einstellvorrichtung für den Kartenbildträger zur Einstellung eines belie- bigen Bildausschnittes in die Objektivachse des Gerätes und mit mehreren, wahlweise einschaltbaren Objektiven zur Projektion in verschiedenen Massstäben, dadurch ekennzeichnet, dasszweioder mehrere, von verschiedenen Massstäben auf das gleiche Format aufgenommene Kartenbilder desselben Gebietes im Kartenbildträger nebeneinander angeordnet sind und der zur Auswahl des jeweils gewünschten Objektivs (q,, t) verstellbare Objektivrevolver (m, n) mit einer Schaltvorrichtung zum Verstellen des Kartenbildträgers um genau je eine Bildbreite gekuppelt ist.
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