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Steuervorrichtung für eine Entfernungseinstellvorrichtung
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Erfindung weiter vorgeschlagen, die Wandler so auszubilden, dass jeder einzelne Wandler für sich in mehrere aber zusammenhängende Einzelflächen unterteilt ist. Das zu jeder Kamera gehörende Wandlerpaar muss aber hinsichtlich der Grösse und der Lage der Fläche genau gleich sein. Die Flächen können als Längsund Querstreifen ausgebildet sein. Eine Gleichmässigkeit der Streifen und des Streifenabstandes ist nicht zweckmässig. Auf diese Weise wird die Wahrscheinlichkeit der Übereinstimmung der beiden Wandlerströme nur bei wirklichem Konturenabgleich vergrössert. Ausserdem können die noch verbleibenden wirksamen Wandlerflächen nochmals durch Vorsetzen von Filterstreifen mit verschiedenen Farben weiter aufgeteilt werden.
Auf diese Weise wird die Wahrscheinlichkeit der Übereinstimmung nochmals beträchtlich erhöht.
Zur weiteren Verbesserung des Systems lassen sich an Stelle von zwei Photozellen auch vierbenutzen, wenn man jede Zellenocheinmal unterteilt. Dies kann durch waagrechte oder senkrechte oder diagonale Teilung ermöglicht werden. Dabei kann die jeweils erste Teilfläche auf Schwarz-Weiss-Kontrast ausgelegt sein, während die jeweils zweite Teilfläche durch Vorsetzen von Filterstreifen für die Farbübereinstimmung herangezogen wird. Jeder dieser vier Photowiderstände kann dann als Einzelwiderstand in eine Brückenschaltung eingehen. Es wäre aber auch möglich, je zwei einander entsprechende Widerstände je für sich in einer Abgleichschaltung zusammenzufassen, wobei durch Vergleich beider Abgleichschaltungen eine grosse Genauigkeit erzielbar ist.
Der Abgleich kann in einfachster Weise als Nullabgleich einer Brückenschaltung erfolgen, wobei der Nullabgleich als Zeigerausschlag visuell im Sucher sichtbar sein kann. In diesem Fall braucht also nur der Zeiger auf Nullausschlag gebracht werden.
Die erfindungsgemässe Anordnung kann besonders vorteilhaft mit dem Sucherstrahlengang einer photographischen oder kinematographischen Kamera gekoppelt oder als Teilstrahlengang einer Spiegelreflexkamera angeordnet sein.
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staltung der Photozellen, Fig. 6 eine Abgleichschaltung für die Anordnung nach Fig. 5.
In den Figuren ist der aufzunehmende Gegenstand mit 1 bezeichnet. Das Aufnahmeobjektiv bzw. das Einstellsucherobjektiv, das bei unendlich fern gelegenen Gegenständen im Abstand der Brennweite vor den an sich bekannten zwei gekreuzten Prismen 2,3 liegt, wurde der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt. Vom Aufnahmegegenstand 1 aus gesehen, liegen hinter den gekreuzten Prismen 2, 3 zwei Photoelemente oder Photowiderstände 4,5, deren Flächen etwas kleiner als die gekreuzten Prismen 2, aber untereinander gleich sind. Jedes der beiden Photoelemente oder jeder der Photowiderstände, im folgenden kurz (lichtelektrische) Wandler 4,5 genannt, ist dem ihm zugeordneten Prisma 2, 3 gegenüber gleich angeordnet.
Die Kamera wird zur Entfemungseinstellung so gehalten, dass die Hell-Dunkel-Kante 6 des aufzunehmenden Gegenstandes 1 mit der senkrecht zur optischen Achse des Objektivs verlaufenden, beide Prismen 2,3 schneidenden Mittellinie 7 der Prismen 2,3 zusammenfällt. Befindet sich das Ob- jektivnichtirnAbstandderBildweitevondenPrismen 4, 5 entfernt, sowirddiekante 6 in die Kanten
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6b gebrochen, so dass bei dem einen Wandlerwird gemäss Fig. 2. die Kante 6 nicht mehr gebrochen. Die hellen Flächen und die dunklen Flächen sind bei beidenWandlern 4,5 gleich, so dass der beide Wandler 4,5 durchfliessende Strom (Spannung, Widerstand) gleich ist. Der Ausschlag des Zeigers 8 des Null-Instrumentes 9 geht auf Null zurück.
Zur Objektivscharfstellung ist es also nur erforderlich, eine Hell-Dunkel-Kante 6 des aufzunehmenden Gegenstandes 1 so anzuvisieren, dass sie mit der Mittellinie 7 der beiden Prismen 2,3 etwa zusammenfällt und das Hilfsobjektiv von Hand oder motorisch so lange zu drehen, bis das Null-Instrument 9 keinen Ausschlag mehr zeigt. Ein das Objektiv einstellender Elektromotor könnte beispielsweise so gesteuert werden, dass sein Motorschalter bei Erreichen des Nullausschlages geöffnet wird. Dabei ist es zweckmässig, eine elektrische oder mechanische, z. B. aus Federn bestehende Rückstellvorrichtung anzubringen, durch welche das Objektiv nach erfolgter Kameraauslösung von selbst in seine Ausgangslage, vorzugsweise seine Unendlich-Stellung zurückgedreht oder-verschoben wird.
Als Hilfsobjektiv kann entweder das Aufnahmeobjektiv einer Spiegelreflexkamera Verwendung finden, wobei die Prismen 2,3 und
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Wandler 4,5 im ausgespiegelten Sucherstrahlengang oder einem von diesem nochmals durch Strahlenteiler abgezweigten Strahlengang anzuordnen wären.Es ist aber auch möglich, Prismen 2,3 und Wandler 4,5 im Sucherstrahlengang einer (zweiäugigen) Spiegelreflexkamera anzuordnen, oder von diesem Strahlengang hiefür nochmals einen Strahlengang abzuzweigen, damit das Sucherbild nicht gestört wird, insbesondere, um Zusatzoptik anbringen zu können wegen der erwünschten langen Brennweite. Dabei können die Zeiger 8 und die zugehörige Nullmarke, z. B. durch Einspiegelung, im Sucher oder einem gesonderten Fenster der Kamera sichtbar gemacht werden.
Ebenso möglich ist die Ausspiegelung durch Strahlenteiler oder Klappspiegel bei Kameras, die im klassischen Sinn keine Spiegelreflexkameras sind, oder die Anwendung einer völlig vom Kameraobjektiv getrennten Optik.
Sind nun mehrere Kontrastkanten oder Hell-Dunkel-Felder im Bereich der Prismen 2,3 sichtbar, so ist die Messung gemäss den Fig. 1 und 2 nicht mehr eindeutig. Es kann also der Abgleich der beiden Lichtwandler 4,5 auch bei andem Entfernungseinste llungen als der gewünschten möglich sein. Gemäss Fig. 3 werden zur Vermeidung dieses Nachteiles die beiden Wandler 4,5 je in mehrere, aber zusammenhängende Einzelflächen unterteilt. Das zu jeder Kamera gehörige Wandlerpaar 4,5 muss dabei bezüglich der Grösse und der Lage der Flächen genau gleich sein. Die Flächen können als Streifen oder be-
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möglichstunregelmässige Figuren 10 ausgeMIdetsein und durch teilweise Abdeckung der Wandler-flächen oder durch Vorschaltung von Filtern geschaffen werden.
Eine weitere Verbesserung der Genauigkeit und Sicherheit der erfindungsgemässen Anordnung lässt sich dadurch erreichen, dass'entsprechend Fig. 5 jeder Wandler 4, 5 in zwei gleiche Wandler 4a, 4b bzw.
5a, 5b mit den veränderlichen Widerstandswerten %-% unterteilt wird. Dies kann durch Teilung längs der Waagrechten oder Senkrechten oder Diagonalen erfolgen. Jeder der vier Widerstände R-'R. kann dann als Einzelwiderstand in die Brückenschaltung gemäss Fig. 6 eingehen. Der Abgleich erfolgt auch
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der Nullabgleich gleichzeitig erfolgen muss. Je zwei einander entsprechende Teilflächen 4a, 5a können dabei durch untereinander gleiche Abdeckungen unregelmässig ausgebildet und auf Schwarz-WeissKontrast ausgelegt sein, während die beiden andern einander entsprechenden Teilflächen 4b, 5o durch Vorsetzen von Filterstreifen für die Farbübereinstimmung herangezogen werden können.
Die erfindungsgemässe Entfernungseinstellvorrichtung ist überall dort anwendbar, wo ein Objektiv mittels bekannter gekreuzter Prismen auf eine Kontrastkante scharf eingestellt werden soll.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steuervorrichtung für eine Entfernungseinstellvorrichtung eines Objektivs, vorzugsweise für eine photographische oder kinematographische Kamera, bei welcher hinter dem Objektiv in einer der Bildebene äquivalenten Ebene zwei gekreuzte, sonst gleiche Prismen vorgesehen sind, wobei eine Kontur, durch die Prismen hindurch gesehen, nur dann ununterbrochen erscheint, wenn die Prismen genau in der zur Kontur gehörenden Bildebene des Objektivs liegen, dadurch gekennzeichnet, dass hinter jedem der beiden gekreuzten Prismen (2,3) ein lichtelektrischer Wandler (4, 5) angeordnet ist, wobei die beiden Wandler (4,5) bezüglich der Grösse, der Lage gegenüber dem zugehörigen Prisma (2,3)
und der elektrischenEigenschaften gleich sind und wobei eine Abgleichschaltanordnung zum Vergleich der Messströme beider Wandler vorgesehen ist.