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Hörgerät mit einem zweiteiligen hinter dem Ohr zu tragenden Gehäuse
Die Erfindung bezieht sich auf ein Hörgerät mit einem zweiteiligen, hinter dem Ohr zu tragenden Gehäuse, in dem auf einer Grundplatte ein Verstärker, ein durch einen U-förmig gebogenen Streifen und die Grundplatte selbst gebildetes Batteriegehäuse und mindestens ein Tragbügel, in dem ein Telephon oder ein Mikrophon aufgehängt ist, angebracht sind, wobei das Batteriegehäuse und der Tragbügel mit der Grundplatte ein bauliches Ganzes bilden.
Erfindungsgemäss wird bei einem derartigen Hörgerät auf einer der zur Grundplatte senkrechten Sei- tenwände des Batteriegehäuses der Tragbugeides Telephons bzw. des Mikrophons befestigt. Hiedurch ergibtsichein konstruktiv besonders einfacher und raumsparender Aufbau der Einzelteile eines solchen Hörgerätes.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht mit längs der Symmetrieebene durchgeschnittenem Gehäuse zeigt, Fig. 2 das Gerät
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stellt und Fig. 4 einen Einzelteil des Gerätes zeigt.
Das dargestellte Hörgerät besteht im wesentlichen aus einem Mikrophon 3, einem Verstärker 5 mit Lautstärkeregler 7, einem Batteriegehäuse 9 mit einer Batterie 11 und einem dosenförmi- gen Telephon 13, welche Einzelteile in einem gekrümmten Isoliergehäuse 15 aus Kunststoff untergebracht sind. Das Gehäuse 15 ist längs der Mittenfläche 17 (in Fig. 1 gestrichelt angedeutet), welche der gekrümmten Gestalt des Gehäuses folgt, in zwei voneinander lösbare Teile getrennt, die durch einen an einer der Hälften vorgesehenen Haken 19 und einen Schraubbolzen 21 aneinander befestigt werden können. Die Gestalt und die Abmessungen des Gehäuses 15 sind derart, dass es sich in annähernd senkrechter Lage bequem hinter dem Ohr tragen lässt. An dem oberen Ende (in.
Fig. 1 das linke Ende) ist im Gehäuse 15 ein Metallrohr 23 befestigt, das durch einen biegsamen Schlauch 25 mit der Aus- gangsöffnung des Telephons 13 verbunden ist und an das sich ausserhalb des Gehäuses 15 ein (nicht dargestellter) Schlauch anschliessen lässt, dessen mit einem Ohrstück versehenes freies Ende in das Ohr gesteckt werden kann. An dem unteren Ende des Gehäuses 15 (in Fig. 1 das rechte Ende) befindet sich eine Öffnung 27, die durch einen biegsamen Schlauch 29 mit der Eingangsöffnung des Mikrophons 3 verbunden ist.
Der Verstärker 5, der auf an sich bekannte Weise aus einer Anzahl von Transistoren, Widerständen und Kondensatoren bestehen kann, ist auf einer isolierenden Grundplatte 31 angebracht, die auf der unteren Seite vorzugsweise miteiner durch Metallschichten gebildeten, auf der Platte 31 angebrachten flächenhaften Verdrahtung, z. B. einer gedruckten Verdrahtung versehen ist. Die flache Grundplatte 31 liegt parallel zur Symmetrieebene des Gehäuses 15 (in Fig. 1 parallel zur Zeichnungsebene) und folgt in bezug auf ihre Gestalt der Krümmung des Gehäuses 15.
Das Batteriegehäuse 9 wird aus einem zweimal rechtwinkelig abgebogenen Metallstreifen gebildet, dessen Enden durch um die Grundplatte 31 herumgebogene Zungen, z. B. die Zunge 33 in Fig. 3 und/oder durch passende Öffnungen der Grundplatte 31 gesteckte, vorzugsweise abgebogene Zungen in der Platte 31 befestigt sind. Die Befestigungszungen sind vorzugsweise auf an sich bekannte Weise an auf der unteren Seite der Grundplatte 31 angebrachten Metallschichten festgelötet, welche gegebe-
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nenfalls einen Teil der Verdrahtung bilden können, in welchem Falle gleichzeitig eine elektrische Verbindung mit dem metallenen Batteriegehäuse 9 hergestellt wird. Die vierte Wand des auf zwei Seiten offenen Satteriegehäuses 9 wird durch einen Teil der Grundplatte 31 gebildet.
Letztere Wand ist aus verhältnismässig steifem Material z. B. Hartpapicr hergestellt und erteilt dem aus sehr dünnen Blech hergestellten Batteriegehäuse 9 eine solche Steifheit, dass es als Träger für weitere Einzelteile dienen kann. Auf einer der zur Grundplatte 31 senkrechtenSeitenwändedesBatteriegehäuses 9 (indenFigurenauf der linken Seitenwand) ist ein im wesentlichen U-förmiger Metallbügel 35 mit abgewinkelten Schenkelenden mit seinem Bodenteil festgelötet (in den Fig. l und 3 ist nur einer der Schenkel sichtbar), welcherBügel mittels eines um dessen abgewinkelte Enden gelegten Gummistreifens 37 das Telephon 13 trägt. Auf der andern Seitenwand des Batteriegehä1Jses 9 ist der Lautstärkeregler 7 befestigt.
Auch der in Fig. 4 dargestellte, noch weiter unten zu beschreibende Schalter 39 kann an dieser Seitenwand befestigt werden.
Das Mikrophon 3 ist durch einen Gummistreifen 41 ähnlich wie das Telephon 13 in einem auch im wesentlichen U-förmigen Tragbügel 43 befestigt, dessen unterer Teil verbreitert und um ein Stück 45 seitlich verlängert ist, wobei an den Enden der Verlängerung 45 durch die Grundplatte 31 gesteckte und darin festgelötete Befestigungszungen 47 gebildet sind (siehe Fig. 2), mittels deren der Tragbügel 43 an der Grundplatte befestigt ist.
Aus Vorstehendem ist ersichtlich, dass alle elektrischen Einzelteile des Hörgerätes an der Grundplatte 31 befestigtsind und mit dieser ein bauliches Ganzes bilden, das bei Reparatur nach dem Öffnen des Gehäuses 15 und Lösen einer Mutter, durch welche das Rohr 23 im Gehäuse befestigt ist, weggenommen werden kann, ohne dass darauf zu achten ist, dass die Verbindungen zwischen den Einzelteilen des Gerätes nicht beschädigt werden.
Die zylindrische Batterie 11 befindet sich in einem angemessenen, im wesentlichen muldenförmigen Halter 49 aus Isoliermaterial, in dessen Boden ein kleines Fenster (in den Figuren nicht sichtbar) ausgespart ist. Dieser Halter ist über einen kleinen Winkel drehbar und aus dem Batteriegehäuse 9 losnehmbar. In der dargestellten Lage (siehe Fig. 2) ruht eine an der Grundplatte 31 befestigte Kontaktfeder 51 auf der Aussenseite des Bodens des muldenförmigen Halters 49 und ist somit gegen die auf der Innenseite des Muldenbodens aufliegende, einen der Pole der Batterie bildende Endfläche desselben isoliert, während eine aus der Wand des Batteriegehäuses 9 geschnittene, auch als Kontaktfeder dienende Zunge 53 auf der andern, den andern Pol bildenden Endfläche der Batterie 11 liegt.
Die Verbindung zwischen der Batterie und dem Verstärker 5 ist dabei unterbrochen ; durch eine kleine Verdre- hung des Halters 49 kann das im Boden angebrachte Fenster gerade gegenüber dem Ende der Kontaktfeder 51 geführt werden, so dass das Gerät eingeschaltet wird.
In dem Raum zwischen dem Batteriegehäuse 9 und dem Bügel 43 kann gewünschtenfalls eine sogenannte Abhörspule 55 untergebracht werden (übersichtshalber nur in Fig. 2 dargestellt) die auf an sich bekannte Weise statt des Milrophons 3 in den Eingangskreis des Verstärkers 5 eingeschaltet werden kann, wenn der Benützer des Gerätes ein Ferngespräch führt. Der zum Umschalten verwendete Schalter 39 hat vorzugsweise die in Fig. 4 dargestellte Gestalt und besteht aus einer Isolierplatte 57 z. B. aus Hartpapier, auf der ein z. B. aus vergoldetem Blech hergestellter, zweiarmiger Hebel 59 durch ein Nietröhrchen 61 drehbar befestigt ist.
Dieses Nietröhrchen kann durch Herausdrücken aus einer Metallplatte 63 gebildet werden, die auf der unteren Seite der Isolierplatte 57 festgeleimt ist und gleichzeitig als Versteifungsmittel für diese dient. Einer der Arme des Hebels 59 steht, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist, über die Platte 57 hinaus vor und dient als Betätigungsglied ; der andere Arm bildeteinen Kontaktarm und wirkt mit zwei Kontakten 65 und 67 zusammen, die durch auf der Oberfläche der Platte 57 nebeneinander angebrachte, lötbare Metallschichten gebildet werden, wobei eine dritte Metallschicht 69 mit dem Hebel 59 i ! 1 Verbindung steht. Die Verbindungen mit diesen Metallschich- ten lassen sich direkt festlöten.
Auf der unteren Seite der Metallplatte 63 ist eine Schicht zweiseitig klebenden Pflasters 71 angebracht, mittels dessen der Schalter auf der Seitenwand des Batteriegehäuses 9 festgeklebt ist, welche Wand auch den Lautstärkeregler 7 trägt, wobei die Klebepflasterschicht gleichzeitig als Isolierung zwischen der Metallplatte 63 und der metallenen Seitenwand des Batteriegehäuses 9 dient.
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