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Vorrichtung zum Streuen von körnigem oder pulvrigem Material
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angeordnet, die zwei Flächenteile 24 und 25 hat. Diese gekrümmte Platte bildet mit einem Teil des Umfanges des Wurfgliedes 15 einen nahezu geschlossenen Raum, die Wirbelkammer, die nur nahe der Öffnung 18 offen ist, durch die das Material diesem Raum zugeführt werden kann.
An der gekrümmten Platte 23 ist eine Ablenkplatte 26 mittels dreier Bolzen 26 A befestigt.
Die Ablenkkappe 26 erstreckt sich über einen Teil des Umfanges des Wurfgliedes 15 und ist mit einemStreurand 27 versehen. DerStreurand 27 erstreckt sich über den Umfang des Wurfgliedes längs einer gekrümmten Linie, u. zw. von der oberen Seite des Wurfgliedes her zu seiner unteren Seite. Die Achse 28 ist in Lagern 28 A und 28 B gelagert und an einem Ende mit einem Kegelzahnrad 29 versehen, das durch ein Kegelzahnrad 30 angetrieben wird. Das Zahnrad 30, das auf einer Zwischen-
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achse, 30 A sitzt, wird von dem Laufradund einer Kette 33 angetrieben. Die Hin- und Herbewegung des Zuführungsgliedes 19 wird ebenfalls von dem Laufrad 9 abgeleitet. Mit der Achse des Laufrades 9 ist eine Scheibe 34 verbunden, an der eine Schubstange 35 befestigt ist.
Die Schubstange 35 ist mit einem Arm 36 eines Winkelhe- bels 37 verbunden, der um eine Achse 37a schwenkbar ist. Der Winkelhebel 37 hat einen Arm
38, der mittels einer Stange 39" mit dem Zuführungsorgan 19 verbunden ist. Auf ähnliche Weise wie dies für den Teil 13 des Behälters 11 beschrieben ist, ist der Teil 14 mit einem Zuführungs- organ und einem Wurfglied 41 versehen.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt. Beim Fortbewegen in der Richtung V werden die Zuführungs- organe 19 und 40 in eine Hin- und Herbewegung und die Wurfglieder 15 und 41 in eine Drehbewe- gungversetzt. DieWurfglieder15und41werdensichderartdrehen,dassihreoberenSeitensichzuder Aussenseite der Vorrichtung hin bewegen, wodurch das Wurfglied 15 sich in der Richtung des Pfeiles R dreht. Die Bewegungen der Zuführungsorgane vollziehen sich nur langsam, da bei jeder Umdrehung eines
Laufrades das zugehörige Zuführungsorgan eine einzige Hin-und Herbewegung vollführt. Infolgedessen führt das Zuführungsorgan 19 periodisch Material aus dem Behälter 11 ab.
Es ist selbstverständlich, dass die Abfuhr des Wurfgliedes viel regelmässiger vor sich gehen soll. Da- zu wird das Material von dem Behälter her dem Wurfglied 15 zugeführt. Das Wurfglied wirft das Ma- terial in den durch die gekrümmte Platte 23 gebildeten Raum, wobei das Material gegen die Wän- de 25 und 24 stösst, so dass es in diesem Raum in Wirbelung versetzt wird. Es entsteht in dieser Wirbel- kammer also ein Materialvorrat.
Aus diesem Raum gelangt stets nur eine konstante Menge des Materials zwischen die Schaufeln 42, die es in ihrer Drehbewegung mitführen. Die periodische Abfuhr aus dem Behälter wird somit in der. Wir- belkammer in eine konstante Zufuhr zu dem Wurfglied umgewandelt.
Infolge der Drehbewegung des Wurfgiedes 15 wird das zwischen den Schaufeln 42 vorhandene Ma- terial durch die Fliehkraft zu demAussenumfang des Wurfgliedes 15 geführt, wodurch es an die Ablenkkap- pe 26 gelangt. Wo die Ablenkkappe 26 endet, wird das Material von den Flanken 43 der Schau- feln 42 in einer Richtung weggeschleudert, die sich praktisch mit der Drehrichtung des Wurfgliedes deckt. DadieAblenkkappe 26 in der Längsrichtung des Wurfgliedes 15 sich an bestimmten Stellen an dessen Umfanganschliesst, wirddasüberdieganzeLängedesWurfgliedes 15 zwischenden Schaufeln 42 vor- handene Material in verschiedenen Richtungen von dem Wurfglied her verstreut.
Die Form des Streurandes 27 bedingt, den Abstand, über den sich die Ablenkkappe 26 an den Umfang des Wurfgliedes an- schliesst. DurchdieWahldesStreurandes 27 kanndieStreurichtung des Materials in einer zur Achse 28 des Wurfgliedes senkrechten Richtung bestimmt werden.
Bei dem Beispiel schliesst sich die Vorderseite der Ablenkkappe 26, in der Fahrtrichtung gesehen,
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streut wird und weiter von der Vorrichtung entfernt auf den Boden gelangt. Nach hinten deckt die Ablenk - kappe 26 einen stets grösser werdenden Teil des Umfanges des Wurfgliedes 15 ab, wodurch das zwi- schen den Schaufeln 42 vorhandene Material über die Länge des Wurfgliedes 15 stets in einer an- dern Richtung verstreut wird. Das Material gelangt dadurch an immer näher der Vorrichtung liegenden Stellen auf den Boden. Auf der Rückseite biegt sich die Ablenkkappe 26 so weit um das Wurfglied 15, dass das Material sogar bis in die Mitte unterhalb der Vorrichtung verstreut wird, wodurch es also beider-
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des 27 gelangt das Material an den Boden längs der geraden Linie 45, wobei es längs dieser Linie gleichmässig verteilt ist.
DadieAblenkkappe 26 im wesentlichen auf der oberen Seite des Wurfgliedes 15 angeordnet ist, wird das Material stets nach unten verstreut. Hiedurch ist erreicht, dass der Wind oder die Schwerkraft des Materials nahezu keinen Einfluss ausüben.
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Das vom Wurfglied 41 verstreute Material wird ähnlich wie das von dem Wurfglied 15 verstreute Material über den Boden längs der Linie 46 weggestreut.
Da die Ablenkkappe 26 nur mittels drei Bolzen befestigt ist, kann sie leicht zum Reinigen der Vorrichtung abgenommen werden.
Die Ablenkkappe 26 kann auch anders gestaltet werden, wodurch eine vollkommen an die Umstände angepasste Streuung des Materials erzielt werden kann.
Nach Fig. 4 ist eine Ablenkkappe 50 ganz um das Wurfglied 51 gekrümmt, wobei der Streurand durch drei langgestreckte Löcher 52,53 und 54 gebildet wird. Bei richtiger Form dieser Löcher in der Ablenkkappe wird das Material in Streifen 55,56 und 57 über die Oberfläche verstreut.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Streuen von körnigen oder pulvrigen Material, vorzugsweise Kunstdünger, wel- che aus einem Vorratsbehälter und einem sich um eine Achse drehbaren Wurfglied besteht, das mindestens über einen Teil seines Umfanges eine Ablenkkappe aufweist, wobei die Ausbildung dieser Ablenkkappe die Streurichtung bestimmt, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Wurfglied (15) und dessen Achse (28) vorzugsweise in der Fahrtrichtung erstrecken und die als Streurand (27) ausgebildete Kanten
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