AT242046B - Verfahren zur Herstellung bewehrter, basischer feuerfester Steine, Blöcke u. dgl. Einheiten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung bewehrter, basischer feuerfester Steine, Blöcke u. dgl. Einheiten

Info

Publication number
AT242046B
AT242046B AT506560A AT506560A AT242046B AT 242046 B AT242046 B AT 242046B AT 506560 A AT506560 A AT 506560A AT 506560 A AT506560 A AT 506560A AT 242046 B AT242046 B AT 242046B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
container
metal
refractory
stone
pressed
Prior art date
Application number
AT506560A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Steetley Refractory Brick Comp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Steetley Refractory Brick Comp filed Critical Steetley Refractory Brick Comp
Application granted granted Critical
Publication of AT242046B publication Critical patent/AT242046B/de

Links

Landscapes

  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung bewehrter, basischer feuerfester Steine,
Blöcke u. dgl. Einheiten   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung bewehrter,   basischer, feuerfester Steine, Blöcke u. dgl. Einheiten, zur Verwendung in   Siemens - Martin-Öfen,   Lichtbogenöfen, Kupferraffinationsöfen u. dgl., bei welchem ein Metallbehälter, der mit einer oder mehreren teilweisen oder vollständigen inneren Teilung (en) aus Eisen oder Stahl zur Bildung der inneren Bewehrung ausgestattet ist, mit feuerfestem Material gefüllt und der gefüllte Behälter in einer Form verpresst wird.

   Die Erfindung betrifft insbesondere die Herstellung von Steinen für Decken und Wände dieser Öfen und zielt auf die Schaffung verbesserter, bewehrter bzw. mit Metalleinlagen ausgestatteter, basischer Steine, insbesondere mit erhöhter Wärmeisolationsfähigkeit, ab, um eine wirtschaftliche Verwendung relativ teurer Rohmaterialien für solche Steine, wie totgebrannter Magnesit und Chromerz, zu ermöglichen. 



   Basische feuerfeste Steine, die von Metallplatten ummantelt oder in Metallrohren hergestellt sind, werden seit einer Anzahl von Jahren bei der Konstruktion von feuerfesten Bauwerken verwendet. Ferner sind auch schon basische Steine mit inneren Metallbewehrungen verwendet worden. Verschiedene Gründe sind für die Verwendung von Metallplatten angeführt worden, doch wird derzeit angenommen, dass das Metall, insbesondere Eisen oder Stahl in Form von Platten, drei Hauptfunktionen erfüllt. 



   1. Die Steine werden in Richtung ihrer Hauptabmessung verstärkt, wodurch ihre Tragfähigkeit in Konstruktionen aus feuerfesten Steinen erhöht wird. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Last in einem hohen Ausmass vom Metallbehälter und nicht vom feuerfesten Material getragen wird. Ferner wird der Stein in jenem Bereich verstärkt, in welchem das Steinmaterial auf Grund seiner temporären Bindung, Flüchtigkeit oder chemischen Bindung in der Hitze zerstört wird, wobei die Hitze aber nicht ausreichend ist, um eine keramische Bindung des Steines zu bewirken. 



   2. Der Querschnitt der Steine wird unterteilt, so dass der Bereich des feuerfesten Materials und damit die Neigung zum Abblättern der heissen Fläche der Steine in Stücken mit einer Dicke, die in der Grössenordnung von 2,5 cm liegt, vermindert ist, eine Erscheinung, die als Muschelbruch bekannt ist. 



   3. Die Aussenplatten werden oxydiert und liefern Eisenoxyd, das sich mit dem Steinmaterial verbindet, wobei zusätzliches feuerfestes Material zwischen den Steinen entsteht, das sich mit denselben fest vereinigt, und bewirkt, dass die Konstruktionen, welche die Steine enthalten, monolytisch werden. 



   Ein wichtiger Grund für die Verwendung von Metallbehälter und Metallbewehrungen besteht darin, einen feuerfesten Stein zu schaffen, bei dem ein Vorbrennen vor der Verwendung nicht erforderlich ist und mit dem in metallurgischen Öfen zufriedenstellende Ergebnisse erhalten werden. Die notwendige Festigkeit ist am besten erreicht, wenn der Stein vollständig ummantelt ist und durch Stahl in Form von rohr- oder kastenförmigen Abschnitten zusammengehalten wird. Bisher sind Röhren, Kasten u. a. Abschnitte verwendet und durch Stampfen vom offenen Ende aus mit feuerfestem Material gefüllt worden. 



  Bei dieser Verfahrensweise ist es schwierig, den notwendigen Grad der Verfestigung des feuerfesten Materials innerhalb des Rohres zu erreichen und es entstehen auf diese Weise Bauwerke, die zwar den Vorteil der Tragfähigkeit der kontinuierlichen Stahlabschnitte zeigen, die aber als Ergebnis der unzufriedenstellenden Verfestigung zum Schrumpfen des feuerfesten Materials innerhalb der Abschnitte neigen. 



   Um diese Schwierigkeiten zu beseitigen, sind verschiedene Verfahren zur Bewehrung von Steinen vorgeschlagen worden. Eines dieser Verfahren besteht darin, ein   rinnenförmigesStückmitU-förmigem   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Querschnitt aus Eisen oder Stahl mit der Basis des U nach unten im unteren Teil der Pressform anzuordnen, worauf die Pressform mit feuerfestem Material gefüllt, ein zweites rinnenförmiges Stück mit   LJ-för"   migem Querschnitt auf dieses Material mit der Basis des LJ nach oben aufgesetzt und mit dem oberen Pressstempel oder den oberen Pressstempeln ein Pressdruck ausgeübt wird, wobei ein Stein erhalten wird, der an seinen Längsflächen Metall aufweist.

   Bei einer Abänderung dieses   Verfahrens können LJ-förmige   Stücke sich nach innen erstreckende Metallvorsprünge aufweisen, die beim Verpressen in den Stein eingebettet werden. Anderseits können auf   den U-förmigen   Metallplatten weitere Metallplatten im rechten Winkel zu der Basis des U angeordnet sein und diese zusätzlichen Platten   werden während   des Verpressens in den Stein eingebettet. 



   Gemäss der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung bewehrter, basischer, feuerfester Steine, Blöcke u. dgl. Einheiten, bei welchem ein Metallbehälter, der mit einer oder mehreren teilweisen oder vollständigen inneren Teilung (en) aus Eisen oder Stahl zur Bildung der inneren Bewehrung ausgestattet ist, mit feuerfestem Material gefüllt und der gefüllte Behälter in einer Form verpresst wird, geschaffen, welches darin besteht, dass man einen aus einem einzigen mit einer oder mehreren Kerbe (n) oder Sieke (n) versehenen Metallblech bzw. aus einem einzigen Streckmetallblech in Pressrichtung zusammendrückbar ausgebildeten Behälter verwendet und dass das feuerfeste Material in Form von Formkörpern oder Vorformlingen, die durch schwaches Verpressen des feuerfesten Materials erhalten worden sind, vorliegt.

   Unter Vorformling soll dabei ein Körper aus feuerfestem Material verstanden werden, der durch entsprechende Bemessung eines Gemisches aus Aggregatteilchen und feinkörnigem Material unter für die Formhaltigkeit des Körpers ausreichendem Druck verformt wird, wobei ein niedrigerer Druck angewendet wird, als zur völligen Verdichtung erforderlich ist. Ein Formkörper ist, wenn er auch nicht notwendigerweise im Höchstausmass verpresst sein muss, bei einem grösseren Druck verpresst, als dies für die Bildung von lediglich   formhaitigen"Vorformlingen"notwendig   ist. 



   Das feuerfeste Material kann vor dem Einfüllen in den Metallbehälter zu einem Formkörper oder Vorformling verdichtet werden oder es kann die Verdichtung zu dem Formkörper oder Vorformling im Metallbehälter selbst vorgenommen werden, z. B. durch Stampfen oder durch Rütteln. 



   Die Eisen- oder Stahlbehälter werden, falls die Menge an Eisen oder Stahl in dem bewehrten Element verringert werden soll, aus Streckmetall hergestellt. Wenn Streckmetall angewendet wird, ist es zu bevorzugen, geebnetes bzw. gewalztes Streckmetall zu benutzen. Während massive Metallblechbehälter 
 EMI2.1 
 Pressrichtung zusammendrückbar sind, können Streckmetallbleche ohne solche Kerbe (n) bzw. Sieke (n) verwendet werden ; Streckmetall, das in solcher Weise hergestellt worden ist, dass der Druck in Richtung der kürzeren Abmessung der Maschen wirkt, ist für die Zwecke der vorliegenden Erfindung besonders geeignet, da es leicht zusammendrückbar ist. 



   Die inneren Verstärkungen können aus massivem Metallblech oder aus Streckmetallblech bzw. gelochtem Metallblech bestehen. Die Bewehrungen können mit dem äusseren Behälter verbunden sein oder einen wesentlichen Bestandteil desselben bilden. Beispielsweise kann ein rechtwinkeliges Blech aus Streckmetall fünfmal im rechten Winkel zu einem rechtwinkeligen Kasten mit innerer Längsteilung gebogen werden. Eine freie Kante des Metallbehälters, die parallel zu den   Bughanten verläuft,   kann verschweisst oder in anderer Weise mit der letzten Bugkante vereinigt werden. 



   Wenn das innere Blech mit seiner Fläche in der Richtung liegt, in welcher die Verpressung des Steines erfolgen soll, so soll es vorzugsweise nicht vollständig von einer Fläche des Behälters bis zur andern reichen, sondern früher in einem Abstand endigen, der etwa der erwarteten Verdichtung entspricht. Dies ist wichtig, wenn ein massives Metallblech oder eine andere Bewehrung, die nicht leicht zusammendrückbar ist, an Stelle von Streckmetallblechen verwendet wird. 



   Es ist nicht wesentlich, dass die Behälter und die inneren Bewehrungen aus einem Metallstück ausgebildet sind, sondern es können auch, je nach den geeignetsten Mitteln, den zur Verfügung stehenden Materialien und den vorhandenen Vorrichtungen, zwei oder mehrere solche verwendet werden. In ähnlicher Weise ist die Anzahl der Abteilungen oder inneren Bewehrungen nicht   auf "1" beschränkt.   Die Behälter brauchen nicht rechtwinkelig zu sein, wenngleich es gemäss der Erfindung, insbesondere wenn Behälter aus Streckmetall verwendet werden, von Vorteil ist, diese zuerst in rechtwinkeliger Form herzustellen und sie anschliessend in die notwendige Form, insbesondere Keilform, zu bringen, z. B. während der Verpressung. 



   Die Dicke des Metallbleches kann auch in Abhängigkeit von der Form und Grösse des Steines sowie in Abhängigkeit von dem Zweck, für welchen er vorgesehen ist, variieren. Der Behälter soll jedoch stark genug sein, um das feuerfeste Material, mit dem er zu füllen ist, ohne Zerstörung halten zu können, 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 wenngleich der Behälter während des Füllens und Verdichtens in einer Form, z. B. aus Holz, unterstützt werden kann ; es ist zweckmässig, in dieser Weise vorzugehen, wenn der Behälter aus Streckmetall mit besonders offener Struktur besteht und dadurch das Füllmaterial nicht leicht zusammenhalten kann. 



   Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass Absetzungen der Bestandteile des feuerfesten Materials und Schichtbildungen der Steine verhindert werden können. Dies wird dadurch erreicht, dass beim Füllen des Behälters das Material in Teilmengen zugegeben werden kann, wobei jeder Zusatz teilweise verdichtet werden kann, bevor der nächste Zusatz erfolgt. 



   Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ein feuerfester Verbundstein hergestellt werden kann, d. h., ein solcher, der aus zwei oder mehreren verschiedenen, jedoch miteinander verträglichen feuerfesten Materialien besteht. Zu diesem Zweck kann man in den Metallbehälter eine Mehrzahl von Formkörpern oder Vorformlingen aus solchen feuerfesten Materialien einsetzen. 



   Unter der   Bezeichnung "verträgliches   feuerfestes Material" sind dabei feuerfeste Materialien zu verstehen, die miteinander unter den bei der Verwendung vorgesehenen Bedingungen keine unerwünschte Reaktion eingehen können. 



   Auf diese Weise kann einer der grössten Nachteile basischer Steine und insbesondere solcher aus Magnesiumoxyd, nämlich die hohe Wärmeleitfähigkeit, in hohem Masse beseitigt werden. Zum Beispiel kann ein rechtwinkeliger Metallbehälter für Standardsteinabmessungen mit einer Grösse von etwa 22,9 x 11,4 x 7,6 cm von einem Ende,   d.     i.   über eine der Flächen von 11,4 x 7,6 cm, gefüllt werden, wobei ein Anteil eines feuerfesten Materials mit niedriger Wärmeleitfähigkeit zuerst eingeführt und teilweise verdichtet wird, worauf das Füllen mit feuerfestem Material einer andern Art. abgeschlossen wird ; dann wird unter Bildung eines Verbundsteines verpresst.

   In dieser Weise wird ein Stein mit den Abmessungen 22,9 x 11,4 x 7,6 cm hergestellt, bei   dem 5,1   cm seiner Länge aus Chromerz und die restlichen 17,8 cm seiner Länge aus einem Gemisch von Chromerz und Magnesiumoxyd bestehen. Ferner kann die Erfindung in wirtschaftlicher Weise bei der Verarbeitung teurer Materialien benutzt werden. So ist es im allgemeinen notwendig, viele Ofenbauwerke zu demontieren, wenn nur ein Teil der feuerfesten Steine, aus denen sie aufgebaut sind, verbraucht ist. Bei einem Bauwerk mit z. B. 38, 1 cm Wandstärke, wie z.

   B. der Decke eines Siemens-Martin-Ofens, die aus feuerfesten keilförmigen Steinen mit einer Länge von 38, 1 cm besteht, ist es üblich bzw. notwendig, eine Erneuerung oder Reparatur durchzuführen, wenn nur etwa 20,3 oder 25,4 cm des Steines verbraucht sind und häufig ist der Rest der Steine nach der Demolierung so verunreinigt, dass sie wertlos sind und selbst wenn er nicht verunreinigt ist, kann er nur selten wieder in wirtschaftlicher Weise verwendet werden. Durch die zunehmende Reinheit und die höheren Kosten der feuerfesten Materialien, wie sie derzeit verwendet werden, erfordern solche   Massnahmen   erhebliche Ausgaben.

   Die vorliegende Erfindung ermöglicht es jedoch, diese Ausgaben wesentlich zu vermindern, indem ein bestimmter Anteil der Steine aus reinerem, höher feuerfestem, teuererem Material, und der Rest in einem weniger reinen oder weniger feuerfesten und weniger teurem Material hergestellt wird. Die Verhältnisse sind in keiner Weise festgelegt und können in Abhängigkeit des verwendeten Materials und den Betriebsbedingungen, unter welchen die fertiggestellten Steine anzuwenden sind, eingestellt werden. 



   Nachstehend wird an Hand von Beispielen unter Hinweis auf die Zeichnung die Herstellung feuerfester Steine gemäss der Erfindung näher erläutert. 



   Beispiel 1 : Aus einer Menge einer geeigneten feuerfesten Mischung, die ausreichend ist, um einen verpressten Stein mit den in Fig.   c   dargestellten Abmessungen herzustellen, werden zwei leicht verpresste Formstücke mit den in der Fig. la dargestellten Abmessungen durch Handverpressen in einer geeigneten Form erzeugt. Diese Formstücke können auch in einer geeigneten mechanischen oder hydraulischen Presse hergestellt werden. 



   Ein Metall 11 zur Aufnahme der Formstücke wird durch Biegen eines Flussstahlbleches geeigneter Grösse in die Form und Abmessungen gebracht, die in Fig.   1b   dargestellt sind und an den zwei zusammenstossenden Kanten bei 12 verschweisst. 



    Die zwei schwach vorgepressten Formstücke 13 und 14 werden unter Zwischenlage des Bewehrungs-    bleches 15   aus geebnetem Streck-Flussstahl in den Metallbehälter   11 eingesetzt. Das ganze wird in eine geeignete Presse gebracht und zu den gewünschten, in Fig. 1c dargestellten Abmessungen verpresst. 



  Der fertige Stein wird dann aus der Form genommen und kann verwendet werden. 



   An Stelle des Streck-Flussstahlbleches 15 können auch ein massives oder gelochtes Blech aus Flussstahl, ein Flussstahlgitter oder Bewehrungsstäbe aus Flussstahl verwendet werden und diese können ge-   wünschtenfalls mit der einen   oder den beiden Kerbe (n) oder Sieke (n) 16,17 durch Punktschweissen verbunden sein. Dieses Zentralblech 15 kann einen Aufhänger oder Streifen tragen, wie dies in Fig. 10 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 für die Aufhängung der Steine gezeigt ist. Gewünschtenfalls kann der Aufhänge auch mit dem äusseren Flussstahlgehäuse 11 in Verbindung stehen, wie dies in Fig. 11 dargestellt ist. 



     Beispiel 2 {Schwach   gepresste Formkörper 18, wie sie in Fig. 2a dargestellt sind, werden nach dem Verfahren des Beispiels 1 hergestellt und in einen Metallbehälter 19 eingesetzt, der mit einer inneren mit dem Behälter ein Stück bildenden Bewehrungsplatte, wie in Fig. 2c dargestellt, ausgestattet ist. 



  Der   Behälter   wird aus einem rechtwinkeligen Blech aus Flussstahl durch fünfmaliges rechtwinkeliges Umbiegen, Kerben bzw. Sieker bei 20 und 21 und Verschweissen bei 22 hergestellt. Der aus einem Stück bestehende Einsatz 23 hat eine solche Länge, dass er sich nicht deformiert, wenn der Behälter verpresst wird. Das ganze wird dann in die Form eingesetzt und zu den in Fig. 2d gezeigten Abmessungen verpresst. 



   Die einstückige Platte der Bewehrung 23 kann   gewünschtenfalls   durch ein Streckmetallblech aus Flussstahl 24, wie es in Fig. 2b dargestellt ist, ersetzt werden. Es braucht nicht kleiner als die endgültige Tiefe der Steine sein, da es sich beim Verpressen verformen kann. Wie z. B. in Beispiel 1 angegeben ist, können gewünschtenfalls auch Hängeglieder, wie sie in den Fig. 10 und 11 gezeigt sind, sowie Stäbe, Gitter u. dgl. als Bewehrungselemente angewendet werden. 



   Beispiel 3: Ein unter schwachem Druck hergestellter Formkörper 25 aus einer geeigneten Mischung aus feuerfestem Material, der nach Verpressen unter vollem Druck die gewünschten Abmessungen ergibt, wird, wie in Fig. 3b dargestellt, mit einem U-förmigen Bewehrungselement 26 aus StreckFlussstahl verpresst und dadurch während des Pressvorganges in die Mischung eingepresst. 



   Dieser Formkörper wird in ein Flussstahlgehäuse 27 aus Streckmetall gemäss Fig.   3a,   dessen Längsachse der Maschen senkrecht zur Druckrichtung liegt, eingesetzt und bei 28 einer Punktschweissung unterworfen. Das ganze wird in einer Pressform zu den gewünschten, in Fig. 3d gezeigten Abmessungen verpresst. 



   Gewünschtenfalls kann die Bewehrung dieser Form auch aus einem massiven oder gelochten Blech aus Flussstahl bestehen, das zu einem   Lut-Abschnitt   verformt ist, oder es kann ein aus einem Stück bestehendes Bewehrungselement wie in Beispiel 2 angewendet werden, das einen Fortsatz im Streckmetallgehäuse der Fig. 3a aufweist, wie in Fig. 3c dargestellt. Bei dieser zuletzt genannten Abänderung sind zwei schwach verpresste Formkörper notwendig. 



   Entsprechend den Fig. 10 und   11   können Aufhängeglieder vorgesehen werden. 



   Beispiel 4 : Ein Gehäuse 29 mit den in Fig. 4a gezeigten Abmessungen wird von dem einen Ende her mit kleinen Teilmengen einer feuerfesten Mischung beschickt. Jede Teilmenge wird unter Verwendung einer Handramme verdichtet und das Verfahren wird so lange fortgesetzt, bis der Behälter mit handverdichtetem Material gefüllt ist. Das Ganze wird dann in die Pressform gebracht und zu den in Fig. 4b gezeigten Abmessungen verpresst. 



   Aufhängeglieder können gewünschtenfalls gemäss Fig. 10 am Behälter angeordnet werden. 



   Die inneren Bewehrungen können verschieden ausgebildet sein, z. B. wie in Fig. 4c dargestellt, wobei die zwei Enden 30 und 31 der Platte für die Bildung des Behälters verwendet werden.. 



   Dieses Beispiel kann auch unter Verwendung eines Streckmetallbehälters ausgeführt werden und bei dieser Ausführungsform wird ein Aussenbehälter verwendet, um zu verhindern, dass infolge des Hindurchtretens durch die Maschen Materialverluste während des anfänglichen Rammprozesses auftreten. Wie vorstehend angegeben, können Aufhängeglieder benutzt werden. 



   Beispiel 5 : Das Verfahren gemäss der Erfindung wird angewendet, um feuerfeste Verbundsteine, wie in Fig. 5 dargestellt, herzustellen, wobei zwei verschiedene Steinmischungen benutzt werden, um den Vorteil verbesserter Eigenschaften auszunützen, der sich bei der Verwendung eines solchen Steines, z. B. in einem Siemens-Martin-Ofen, unter Verwendung von   Chrom-Magnesit-Mischungen'32   und Magnesit 33, ergibt. Dieses Beispiel wird ebenso wie die Beispiele 1, 2 und 3c ausgeführt, mit der Abweichung, dass zwei Formkörper mit verschiedener Zusammensetzung vor der Endverpressung in den Behälter eingesetzt werden. 



   Wie vorstehend angegeben, können auch Aufhängeglieder verwendet werden. 



   Beispiel 6 : Es werden Verbundsteine unter Verwendung von Stoffen verschiedener Zusammensetzung und verschiedener physikalischer Eigenschaften für die vorstehend angegebenen Zwecke gemäss den Fig. 6a und 6b hergestellt, wobei im wesentlichen die in den Beispielen 1, 2 und 3c angegebenen Methoden mit der Abweichung, dass vier Formkörper 34 - 37 (Fig. 6a) und 38 - 41 (Fig. 6b) für jeden Stein erforderlich sind, und die Methode des Beispiels 4, wobei zwei gesonderte feuerfeste Mischungen in den Behälter eingestampft werden, angewendet werden. Am Behälter wird ein Hängeglied angebracht. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   Beispiel 7: Feuerfeste Verbundsteine werden unter Verwendung von vier schwach vorgepressten Formkörpern 42 zweier verschiedener Mischungen gemäss Fig. 7a in einen Behälter 43, wie er in Fig. 7b dargestellt ist, eingesetzt, wobei ein fertiger Stein   (Fig. 7c)   erhalten wird. In diesem Stein bestehen die Formstücke 44 und 45 aus Magnesit und die Formstücke 46 und 47 aus Chrommagnesit oder Magnesitchrom. 



   Dieser Stein hat die bekannten Vorteile auf Grund des Verbundaufbaues, wie er in Beispiel 5 angegeben ist, sowie den-weiteren Vorteil, dass die"Karomuster"-Konstruktion entlang des Bogenverlaufes unabhängig von der Orientierung benachbarter Flächen mit ähnlichen Abmessungen fortgesetzt wird. 



     Beispiel 8 ;   Ein zylindrischer Behälter 48 aus Streckmetallblech mit den in Fig. 8a angegebenen Abmessungen wird nach der in Beispiel 4 angegebenen Methode mit feuerfestem Material gefüllt. 



  Das Ganze wird dann in einer geeigneten Form verpresst, wobei ein rechteckiger Stein 49 mit den in Fig. 8b angegebenen Abmessungen erhalten wird. 



   Der Vorteil des Verfahrens gemäss diesem Beispiel besteht darin, dass der Oberflächenbereich des ein gewisses Volumen enthaltenden Zylinders kleiner ist als bei einem rechteckigen Abschnitt desselben Volumens. So ist es im Falle einer komprimierbaren Füllung, wie sie gemäss der Erfindung verwendet wird, möglich, einen Behälter ohne Kerben oder Sieken auszubilden. 



   Beispiel 9 : Der nach dem Verfahren des Beispiels 8 aus einem Gehäuse mit einem Durchmesser von 11, 4 cm hergestellte Stein hat eine geringere Dicke als 7,6 cm und gemäss dem vorliegenden Beispiel ist es notwendig, einen ovalen Behälter 50 aus Streckmetallblech mit den in Fig. 9 angegebenen Abmessungen zu verwenden, um das gefüllte Gehäuse in eine Pressform mit 11, 4 cm Öffnungsweite einsetzen zu können. 



   Bei den beiden Beispielen 8 und 9 wird eine schwache Dehnung der Behälter während des Verpressens beobachtet. 



   Aus den Steinen gemäss den Beispielen können Aufhängeglieder angebracht werden,   wobe   Verfahren verwendet werden können, wie sie in den Fig. 10 und 11 gezeigt sind. Die Fig. 10 zeigt ein Hängeglied 59, das aus einem rechtwinkeligen Stahlblechstreifen besteht, welcher mit   einem Metallbehälter   60 eines Steines durch Punktschweissungen 61 verbunden ist. Ein Teil des   Hängegliedes   liegt dabei längs der Oberfläche des Behälters, vorzugsweise gegenüber der   Seitenfläche,   an welcher die Punktschweissungen zur Fertigstellung des Behälters vorgesehen sind und der andere Teil (der bei 62 zur Aufnahme der Tragglieder gelocht sein kann) liegt längs der Stirnfläche des Steines. Dieser zuletzt genannte Teil wird, wenn dies bei der Verwendung notwendig ist, im rechten Winkel aufgebogen. 



   Die Figea zeigt einen Hänger 63 ähnlich jenem der Fig. 10, der durch Punktschweissung mit dem Bewehrungselement 65 aus Streckmetall verbunden ist. Fig. llb zeigt ein ähnliches Hängeglied 66, das durch Punktschweissen bei 67 mit einer   U.-förmigen Bewehrungseinrichtung   68 vereinigt ist. 



   In den vorstehenden Beispielen ist die Herstellung eines rechtwinkeligen Steines beschrieben, aber die Steine können auch andere Formen aufweisen. Es können z. B. unter Verwendung geeigneter Metallbehälter und Formkörper sowie Pressformen verjüngter Steine hergestellt werden. Wenn die Verjüngung nicht mehr als 0,32 cm je 22, 9 cm Länge beträgt und die Verjüngung parallel zu der Richtung irgend welcher Kerben bzw. Sieken oder längs der Richtung der Maschen des Streckmetalls verläuft, so können rechtwinkelige Behälter und geeignete verjüngte, schwach vorgepresste Vorformlinge verwendet werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung bewehrter, basischer, feuerfester Steine, Blöcke u. dgl. Einheiten, bei welchem ein Metallbehälter, der mit einer oder mehreren teilweisen oder vollständigen inneren Teilung (en) aus Eisen oder Stahl zur Bildung der inneren Bewehrung ausgestattet ist, mit feuerfestem Material gefüllt 
 EMI5.1 
 aus einem einzigen mit einer oder mehreren Kerbe (n) oder Sieke (n) versehenen Metallblech bzw. aus einem einzigen Streckmetallblech in Pressrichtung zusammendrückbar ausgebildeten   Behälter   verwendet und dass das feuerfeste Material in Form von Formkörpern oder Vorformlingen, die durch schwaches Verpressen des feuerfesten Materials erhalten worden sind, vorliegt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass maneinenmetallbehälterver- wendet, der mit einer oder mehreren inneren Teilung (en) ausgestattet ist, welche die innere Bewehrung des Steines bilden. <Desc/Clms Page number 6>
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man in den Metallbehälter eine Mehrzahl von Formkörpern oder Vorformlingen aus feuerfestem Material einsetzt, wobei die Formkörper oder Vorformlinge aus zwei oder mehreren miteinander verträglichen feuerfesten Materialien bestehen.
AT506560A 1959-07-02 1960-07-01 Verfahren zur Herstellung bewehrter, basischer feuerfester Steine, Blöcke u. dgl. Einheiten AT242046B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB242046X 1959-07-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT242046B true AT242046B (de) 1965-08-25

Family

ID=10208022

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT506560A AT242046B (de) 1959-07-02 1960-07-01 Verfahren zur Herstellung bewehrter, basischer feuerfester Steine, Blöcke u. dgl. Einheiten

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT242046B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1186389B (de) Metallummantelter feuerfester Stein und Verfahren zur Herstellung desselben
CH616869A5 (de)
DE932625C (de) Feuerfester Stein fuer Industrieoefen und Verfahren zur Herstellung dieses Steines
AT242046B (de) Verfahren zur Herstellung bewehrter, basischer feuerfester Steine, Blöcke u. dgl. Einheiten
US3213533A (en) Method of making metal covered refractory bricks
AT267147B (de) Tonbaustein und Verfahren zu seiner Herstellung
EP0185951A1 (de) Konsolidierungswerkzeug zum Kompaktieren von Metallpulver
DE973469C (de) Feuerfester Stein und Verfahren zu dessen Herstellung
DE856796C (de) Eingusskopf fuer Blockgiessformen
AT239120B (de) Verfahren zur Herstellung eines mit Blech ummantelten, feuerfesten Steines
DE2941370A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines leichtbauelements
AT166906B (de) Basischer, feuerfester Stein für Öfen, Verfahren zu dessen Herstellung sowie mit Hilfe solcher Steine errichtete Hängedecken und Wände
DE1483633C2 (de) Auskleidung für einen Gußformaufsatz
DE1854743U (de) Basischer, feuerfester stein zur verwendung insbesondere in haengedecken oder abgestuetzten waenden von industrieoefen.
AT211219B (de) Basischer feuerfester Stein mit mitverpreßten Außenplatten und Innenplatten
DE2627406A1 (de) Metallgiessform mit sich nach unten erweiterndem querschnitt
DE1170300B (de) Verfahren und Metallgehaeuse zur Herstellung basischer metallbewehrter Steine, Bloecke od. dgl.
EP0325600A1 (de) Verfahren zum herstellen von keramisch-metallischen verbundkörpern, sowie nach dem verfahren hergestellte verbundkörper und deren verwendung
DE2426593A1 (de) Grossflaechiges bauelement und verfahren zu seiner herstellung
AT239123B (de) Feuerfester Verbundstein
DE2218379B2 (de) Waermespeicherkern fuer speicherheizkoerper sowie verfahren zu dessen herstellung
DE4775C (de) Neuerungen in der Herstellung von Panzerplatten
DE283513C (de)
AT222017B (de) Feuerfester, ungebrannter Stein, insbesondere Hängestein, und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1232869B (de) Verfahren zur Herstellung eines metallbewehrten, ungebrannten, chemisch gebundenen, feuerfesten Steines