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Magazin
Die Erfindung betrifft ein Magazin mit mehreren übereinander und nebeneinander angeordneten Fächern od. dgl. für die Aufnahme und Lagerung verschiedener Gegenstände. Das wesentlichste Merkmal der Erfindung liegt darin, dass den einzelnen Fächern langgestreckte, waagrechte, endlose Förderer zugeordnet sind, die somit übereinander und nebeneinander angeordnet sind, wobei ihre Längsseiten aneinandergrenzen.
Durch die Erfindung ist es möglich geworden, den zur Verfügung stehenden Raum in einem Magazin, einem Lager od. dgl. in wesentlich höherem Grade als bisher auszunutzen. Gänge zwischen den Fächern brauchen nämlich nicht vorhanden zu sein. Hinzu kommt, dass sich die Gegenstände im Magazin oder Lager in einer viel einfacheren Weise als bisher hantieren lassen, da die Fächer nach Plätzen gebracht werden können, die sich für die Hantierung eignen.
Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher beschrieben werden, welche eine als Beispiel gewählte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes darstellt. Es zeigen Fig. l eine Draufsicht des Magazins und Fig. 2 eine Vorderansicht desselben. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist das Magazin mit mehreren neben und oberhalb einander vorgesehenen Fächern 1 od. dgl. für die verschiedenen, im Magazin aufzubewahrenden Gegenstände versehen. Diese Fächer sind erfindungsgemäss auf einer Anzahl von endlosen Förderern 2 angeordnet.
Die endlosen Förderer 2, die langgestreckt sind, sind sowohl oberhalb wie nebeneinander angeordnet, und ihre Längsseiten grenzen aneinander, d. h. sämtliche Förderer 2 sind in derselben Richtung orientiert, u. zw. parallel zu den Wänden 3 und 4 des Magazins.
Der Abstand zwischen den längsverlaufenden Trumen 5 und 6 der endlosen Förderer- 2 ist ein solcher, dass sich die auf diesen angeordneten Fächer l in einem unbedeutenden Abstand voneinander befinden, wie dies aus Fig. l ersichtlich ist. Ausserdem befinden sich die endlosen Förderer 2 in einem solchen Abstand voneinander, dass die darauf angeordneten Fächer 1 in einem unbedeutenden Abstand voneinander liegen, wie dies aus einem Vergleich zwischen Fig. l und 2 hervorgeht.
Damit die Funktion des Magazins bei dessen Auffüllen nicht unnötigerweise verzögert wird, ist es zweckmässig, die Fächer 1 auf den Förderern 2 abnehmbar anzubringen. Ein leeres Fach 1 wird somit schnell gegen ein gefülltes Fach 1 ausgetauscht, was beispielsweise in den Magazinen von Versandgeschäften von grösster Bedeutung ist. Die Förderer 2 selbst können irgendeines an sich bekannten Typs sein, wie z. B. ein Ketten- oder Bandförderer. wobei das Band auf Hochkant gestellt sein kann.
Das Magazin soll mehr oder weniger vollautomatisch sein, so dass es von einem oder mehreren bestimmten Punkten aus gesteuert werden kann. Von diesen Punkten werden somit Impulse oder Signale ausgesendet, die bestimmen, welche Fächer 1 zu bestimmten Plätzen innerhalb des Magazins befördert werden sollen. Solche Steuerungen sind an sich bekannt, weshalb es sich erübrigt, diese hier näher zu beschreiben. Bei dem erfindungsgemässen Magazin sind diese Steuerungen jedoch in folgender Weise vorzusehen.
Sämtliche in einer Reihe übereinander angeordneten endlosenFörderer 2 sollen von einem Punkt 7 an dem einen Ende derselben betätigbar sein, wo die Förderer 2 ausserdem so eingerichtet sind, dass sie stehen bleiben, wenn sich das erwünschte Fach 1 an diesem Punkt befindet. Es ist in erster Linie beabsichtigt, dass die Gegenstände am Punkt 7 aus den Fächern 1 entfernt werden sollen. Selbstverständlich können die Gegenstände am Punkt 7 in die Fächer 1 gelegt werden. Im Falle eines Lagers mit grossem Umsatz können die Förderer 2 auch von einem Punkt 8 an dem andern Ende der
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Reihe aus gesteuert werden. Dies setzt selbstverständlich voraus, dass die Wand 9 entfernt ist oder in anderer Weise angeordnet ist.
Die Förderer 2 können normalerweise in Bewegung sein, wobei sie von den Steuerungspunkten aus Anhalteimpulse bekommen. Jedoch können die Förderer 2 auch normalerweise stillstehend sein, so dass ihnen sowohl beim Start wie beim Stillsetzen von den Steuerungspunkten aus Impulse erteilt werden müssen. Im letzteren Falle können die endlosen Förderer 2 in beiden Richtungen antreibbar sein, wobei sie bei Betätigung automatisch diejenige Bewegungsrichtung wählen, die dem kürzesten Weg der erwünschen Fächer 1 zum Steuerungspunkt entspricht.
Damit das ganze Magazin oder der grösste Teil desselben von einem einzigen Bediener betätigt werden kann, ist zweckmässigerweise dem Magazin entlang ein Transportmittel vorgesehen, auf dem sich der Bediener längs der Bahn 10 fortbewegen kann. Die aus dem Magazin entfernten Gegenstände können dabei in Wagen od. dgl. abgelegt werden, die längs der Bahn 11 beweglich sind. Bahnen, entsprechend den Bahnen 10 und 11, können auch an den andern Enden der Förderer 2 angeordnet sein.
Gemäss der dargestellten Ausführungsform sind sämtliche Förderer 2 und die darauf angeordneten Fächer 1 gleich gross. Nichts spricht aber dagegen, dass sie verschieden gross sein können. Unter allen Umständen können die Förderer 2 und die Fächer 1 in den verschiedenen Reihen verschieden gross sein.
Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene und in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform begrenzt, sondern lässt im Rahmen der nachstehenden Patentansprüche verschiedene Abänderungen zu.
PATENTANSPRÜCHE
1. Magazin mit mehreren übereinander und nebeneinander angeordneten Fächern od. dgl. ftir die
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nen Fächern (1) langgestreckte, waagrechte, endlose Förderer (2) zugeordnet sind, die somit übereinander und nebeneinander angeordnet sind, wobei ihre Längsseiten aneinandergrenzen.