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Schaltungsanordnung zur Meldung der den Wahlbeginn kennzeichnenden Schleif enstromabsenkungen in Fernsprechvermittlungseinrichtungen
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Meldung der den Wahlbeginn kennzeichnenden Schleifenstromabsenkungen in Fernsprechvermittlungseinrichtungen, in der durch verschiedene Leitungslängen und durch Versorgungsspannungsschwankungen auftretende Änderungen ausgeglichen werden.
Für die Übermittlung der Wählinformationen von der Teilnehmerstelle zur zugeordneten Vermittlungsstelle sind verschiedene Verfahren bekannt. Bei der heute üblichen Nummernscheibenwahl werden die Wählinformationen durch vollständige, zeitgleiche Unterbrechungen der Teilnehmerschleife zum Amt gesendet, während bei der Tastaturwahl mehrere Signalverfahren mit Gleichstrom- oder Wechselstromzeichen zur Anwendung kommen können. Die Erfindung ist anwendbar auf Tastaturwahlsysteme, bei denen der Teilnehmer gleichzeitig mit der Übermittlung der Information eine Absenkung des Schleifenstromes veranlasst. Dabei können natürlich gleichzeitig Teilnehmerstationen mit Nummernscheibe und Teilnehmerstationen mit Wähltastatur an das gleiche Amt angeschlossen sein.
Es sind deshalb im Amt Einrichtungen erforderlich, die das Eintreffen von Wählinformationen, d. h. von Stromunterbrechungen oder von Stromabsenkungen sofort melden.
Das Erkennen der vollständigen Unterbrechung der Teilnehmerschleife bzw. die Rückführung des Schleifenstromes auf den durch die unvermeidlichen Isolationsfehler der Leitung bedingten Wert ist mit bekannten Mitteln durchführbar, aber das Ermitteln einer Verminderung des Schleifenstromes auf ungefähr die Hälfte wird dadurch erschwert, dass die Teilnehmerleitungen sehr verschiedene Längen, daher sehr verschiedene Schleifenwiderstände und auch sehr verschiedene Ableitungen haben können. Beim Wählen mit der Nummernscheibe kann der Schleifenwiderstand zwischen 200 - 1500 Q liegen, während im offenen Zustand ein Ableitwiderstand von 20 kQ bis 00 vorhanden sein kann.
Ausserdem sind weitere Schwankungen des Stromes durch die stets vorhandenen Änderungen der Spannung der Amtsbatterie, von der die Leitungen gespeist werden, bedingt. Es gehen die Bereiche voller Strom, halber Strom ineinander über, so dass das Erkennen des Eintreffens der Tastaturwahlinformation mit Schwellwertempfangseinrichtungen erschwert ist.
Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung beseitigt diese Mängel dadurch, dass mit der Teilnehmerleitung ein Widerstand sowie die Basiselektroden zweier Transistoren verbunden sind, an deren parallelgeschalteten Emitterelektroden ein Speicherglied und an deren Kollektorelektroden unterschiedlich bemessene Lastwiderstände angeschaltet sind, und dass eine auf einen Schwellwert ansprechende Messeinrichtung an die Kollektorelektrode des mit dem grösseren Lastwiderstand verbundenen Transistors angeschlossen ist.
In der technischen Durchbildung der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung wird durch einen ersten Transistor der ermittelte Wert einem in seinem Emitterkreis angeordneten Zeitkonstantenglied zugeleitet und von dort ein zweiter Transistor so gesteuert, dass sich dieser bei fliessendem Schleifenstrom in seiner Sättigung befindet, bei Absenkung kurzzeitig in den gesperrten Zustand übergeführt wird. Dadurch spricht die neue Schaltanordnung mit Sicherheit auf die bei Tastaturwahl vorhandene relative Stromabsenkung an.
Die Schaltungsanordnung wird an Hand von Schaltbildern erklärt. Fig. 1 dient zur Erläuterung des
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Prinzips, während Fig. 2 die technisch durchgebildete Schaltung zeigt. In Fig. l ist mit Tln eine über beispielsweise einen Ortsleitungsübertrager 01Ü an die Vermittlungsstelle angeschlossene Teilnehmerstation bezeichnet. Schliesst der Teilnehmer durch Abheben seines Handapparates die Schleife, so fällt am Widerstand Rl eine dem Schleifenstrom proportionale Gleichspannung-UR1 ab. Der Transistor Tsl wird leitend und lädt über R2 und seine Kollektor-Emitterstrecke den Kondensator C2 auf annähernd die gleiche Spannung-UR1 auf.
Der Transistor Ts2, der mit Basis- und Emitter-Elektrode parallel zum Transistor Tsl geschaltet ist, versucht den gleichen Kollektorstrom zu ziehen wie Tsl. Da aber der in die Kollektorleitung eingefügte Widerstand R3 wesentlich grösser sein soll, als der Widerstand R2, beispielsweise 22 kn gegen 1 kn, erreicht Ts2 den Sättigungszustand, an seiner Kollektorelektrode befindet sich ebenfalls annähernd die Spannung-UR1, während der Transport Tsl für langsame Änderungen an seiner Basis wegen der Gegenkopplung durch den im Emitterkreis liegenden Widerstand R4, der beispielsweise ebenso gross sein kann wie R2, eine Spannungsverstärkung von annähernd 1 hat. Tritt in der Teilnehmerschleife wegen des Beginns der Wahl eine Stromabsenkung oder Stromunterbrechung ein, so verringert sich der Spannungsabfall am Widerstand Rl.
Da aber die Spannung-UR1 an den Emittern der beiden Transistoren noch bestehen bleibt, werden beide Transistoren an ihren Basiselektroden gesperrt. Die beiden Kollektorelektroden führen dabei die Speisespannung-Ul. Dieser Spannungssprung von-UR1 auf-Ul am Kollektor von Ts2 kann nun einer Schwellwertmesseinrichtung zugeführt werden und ergibt dort das Signal "Wahl".
Der Kondensator C2 in Fig. 2 bewirkt eine Gegenkopplung für kurze Störspitzen. Bekanntlich wirkt ein derartiger Kondensator so, als schliesse er, multipliziert mit der Spannungsverstärkung für hohe Frequenzen, die Eingangselektrode von Tsl und damit auch von Ts2 kurz. Dieser Kurzschluss ist wirksam, weil für Frequenzen, die hoch sind gegen die Wählinformationen. die Spannungsverstärkung von Tsl gross ist.
In dem Schaltbild Fig. 2 sind zusätzlich die beiden Widerstände R5 und R6 vorgesehen. Sie erteilen der Basis von Ts2 eine Vorspannung, so dass dieser Transistor auch im Ruhezustand, also wenn kein Schleifenstrom fliesst, leitend ist. Dieser Zustand bedeutet dann, dass, wenn der Teilnehmer seinen Handapparat nicht abgenommen hat, ebenfalls keine Wahl vorliegt. Diese Vorspannung bildet gleichzeitig eine Sicherheit gegen die Auswertung von kleinen Störspannungen, z. B. Sprechspannungen, die durch den durch C2 bewirkten Kurzschluss ohnehin stark vermindert wurden, weil sie wie eine Schwelle wirkt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Meldung der den Wahlbeginn kennzeichnenden Schleifenstromabsenkungen in Fernsprechvermittlungseinrichtungen, in der durch verschiedene Leitungslängen und durch Versorgungsspannungsschwankungen auftretende Änderungen ausgeglichen werden, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Teilnehmerleitung ein Widerstand (Rl) sowie die Basiselektroden zweier Transistoren (Tsl, Ts2) verbunden sind, an deren parallelgeschalteten Emitterelektroden ein Speicherglied (Cl) und an deren Kollektorelektroden unterschiedlich bemessene Lastwiderstände (R2, R3) angeschaltet sind, und dass eine auf einen Schwellwert ansprechende Messeinrichtung (A) an die Kollektorelektrode des mit dem grösseren Lastwiderstand (R3) verbundenen Transistors (Ts2) angeschlossen ist.