<Desc/Clms Page number 1>
Feststellvorrichtung für Fenster- oder Türflügel u. dgl.
Das Patent Nr. 232406 stellt eine Feststellvorrichtung für Fenster- oder Türflügel u. dgl. unter Schutz, bei der an dem Fenster- oder Türflügel eine Gleitführung befestigt und im Abstand von der Schwenkachse des Flügels am Stock eine in der Gleitführung gleitende Flachfeder angelenkt ist, wobei Mittel zum Festklemmen der Flachfeder in der Gleitführung vorgesehen sind und die parallel zur Flügelebene liegende Flachfeder in einer sie mindestens teilweise umgreifenden Hülse geführt und mittels eines an ihrem inneren Ende angeordneten Zapfens an einem am Stock angebrachten Lager schwenkbar gelagert ist. Diese Feststellvorrichtung hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen, sie hat bloss den Nachteil, dass sie nur für Drehflügel, nicht aber für Dreh-Kipp-Flügel verwendet werden kann.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird nun eine Verbesserung vorgeschlagen, die die Vorrichtung auch für Dreh-Kipp-Flügel verwendbar macht, u. zw. wird dies dadurch erreicht, dass der an der Flachfeder angeordnete Zapfen mit Spiel in seinem Lagerteil gelagert wird. Zweckmässigerweise wird seine Länge mindestens so gross gewählt, wie der Weg, den der Fensterflügel beim Ausheben aus seinen Scharnieren zurücklegt.
Dadurch wird erreicht, dass der Zapfen auch beim Herauskippen des Flügels in seiner Lagerung verbleibt und den Flügel gleichzeitig in der Kipplage sichert. Zweckmässigerweise wird dabei der Zapfen gegen unten zu kegelig verjüngt, um dem mit zunehmendem Kippwinkel grösser werdenden Spiel zwischen dem Zapfen und seiner Lagerbohrung Rechnung zu tragen. Eine Sicherung gegen ein zu weites Herauskippen des Flügels kann auf einfache Weise dadurch erreicht werden, dass die kegelige Verjüngung in einer Entfernung, die etwa dem Weg entspricht, den der Fensterflügel beim Ausheben aus seinen Scharnieren zurücklegt, durch einen Bund abgeschlossen wird, dessen Durchmesser nur wenig kleiner ist, als die Lagerbohrung im Lagerteil, so dass trotzdem der Zapfen leicht von oben in seine Lagerbohrung eingesetzt werden kann.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer erfindungsgemäss ausgebildeten Feststellvorrichtung schematisch dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1-3 die einzelnen Teile in der Normal-
EMI1.1
und 3 eine Draufsicht teilweise im Schnitt ist, während die Fig. 4 und 5 die Einzelteile in der ausgekippten Lage des Fensterflügels darstellen und hiebei Fig. 4 eine Ansicht teilweise im Schnitt ist und Fig. 5 ein Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 4 ist.
Im Fensterstock 1 ist ein das Lager für den Zapfen bildender Beschlagteil 4 befestigt, der eine Lagerbohrung 5. für den Zapfen aufweist. Dieser Beschlagteil ist nach der dargestellten Ausführungsform beispielsweise in den Fensterstock 1 eingesetzt und an diesem angeschraubt, wobei unterhalb der Lagerbohrung 5 eine im wesentlichen zylindrische Ausnehmung 6 vorgesehen ist, die grösser gewählt ist als die Lagerbohrung 5. Die an dem nicht dargestellten Fensterflügel angeordnete Flachfeder 7 ist mit ihrem inneren Ende in einen zylindrischen Zapfen 8 eingesetzt und mit letzterem beispielsweise vernietet oder verschweisst.
Der Zapfen 8 setzt sich unten in einen sich nach unten zu verjüngenden kegelförmigen Fortsatz 9 fort, der an seinem unteren Ende durch einen zylindrischen Bund 10 abgeschlossen ist, dessen Durchmesser nur wenig kleiner ist als jener der Lagerbohrung 5, so dass der Bund 10 durch letztere hindurchtreten kann.
<Desc/Clms Page number 2>
Wie aus den Fig. 1-3 hervorgeht, ruht in der Normalstellung, d. h. also dann, wenn der Fensterflügel nicht herausgekippt ist, der Zapfen 8 mit seiner unteren Ringfläche, an die sich der kegelförmige Fortsatz 9 anschliesst, auf der Oberseite des Beschlagteils 4 auf. Es könnte aber auch ein Abstand zwischen dieser Ringfläche und der Oberseite des Beschlagteils 4 vorhanden sein. Der sich nach unten zu kegelförmig verjüngende Fortsatz 9 mit seinem Begrenzungsbund 10 findet dabei mit Spiel Platz in der zylindrischen Ausnehmung 6. Es kann also der Fensterflügel verschwenkt werden, ohne dass die Bewegung des Zapfens 8 gestört würde.
Will man den Fensterflügel herauskippen, wozu man in bekannter Weise das Fenster so weit anheben muss, dass die Scharnierhülse des Scharnierbandes aus ihrem Zapfen heraustritt, dann geht damit auch naturgemäss die Flachfeder 7 mit dem an ihr befestigten Zapfen 8 aufwärts. Kippt man nun den Fensterflügel unmittelbar nach Beendigung dieser Aufwärtsbewegung auswärts, so schlägt der Bund 10, wie aus Fig. 5 hervorgeht, an die Unterseite des Beschlagteiles 4 an und es wird dadurch ein weiteres Ausheben des Fensterflügels verhindert und gleichzeitig auch die Kippbewegung des Fensterflügels begrenzt.
Die Entfernung zwischen der Unterseite des zylindrischen Zapfens 8 und der Oberseite des Bundes 10 muss dabei dem Hub des Fensterflügels beim Ausheben und Kippen angepasst werden. Es kann dabei in in der zylindrischen Ausnehmung 6 noch eine seitliche Ausnehmung 6'zum Eintritt des Bundes 10 in der ausgekippten Lage des Fensterflügels vorgesehen werden.
Es lassen sich noch die verschiedensten Abänderungen denken, ohne vom Rahmen der Erfindung abzuweichen, beispielsweise wäre es möglich, den Fortsatz des Zapfens nicht über seine ganze Länge kegelförmig auszugestalten, sondern er müsste nur in seinem unteren Bereich kleineren Durchmesser haben, der Zapfen könnte in anderer Weise an der Flachfeder befestigt werden und der Beschlagteil könnte in anderer geeigneter Weise ausgebildet und am Fensterrahmen befestigt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Feststellvorrichtung für Fenster- oder Türflügel u. dgl, nach -Patent Nr. 232406, dadurch gekennzeichnet, dass der an der Flachfeder (7) angeordnete Zapfen (8) mit Spiel in seinem Lagerteil (4) gelagert ist.