AT239030B - Verfahren zur Isolierung der Schnittkanten von mit Kunststoff überzogenen Metallfolienbändern - Google Patents

Verfahren zur Isolierung der Schnittkanten von mit Kunststoff überzogenen Metallfolienbändern

Info

Publication number
AT239030B
AT239030B AT572363A AT572363A AT239030B AT 239030 B AT239030 B AT 239030B AT 572363 A AT572363 A AT 572363A AT 572363 A AT572363 A AT 572363A AT 239030 B AT239030 B AT 239030B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
winding
cut edges
plastic
isolating
metal foil
Prior art date
Application number
AT572363A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Alusuisse
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alusuisse filed Critical Alusuisse
Application granted granted Critical
Publication of AT239030B publication Critical patent/AT239030B/de

Links

Landscapes

  • Chemical Treatment Of Metals (AREA)
  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)
  • Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Isolierung der Schnittkanten von mit
Kunststoff überzogenen Metallfolienbändern 
Es sind Induktionsspulen bekannt, deren Wicklungen aus einem ein-oder beidseitig mit einem elektrisch isolierenden Kunststoffüberzug versehenen   Metallfolienband, vorzugsweise einem   Aluminiumfolienband, bestehen. Zur Herstellung werden die Metallfolien in breiten Bahnen von 300 bis 1000 mm Breite ein-oder beidseitig lackiert oder mit einer Kunststoff-Folie kaschiert und dann in schmälere Streifen von 5 bis 200 mm Breite geschnitten und wieder aufgewickelt. Dabei werden metallische Schnittkanten freigelegt, die infolge von anhaftenden Gräten zu unerwünschten Kurzschlüssen an den Stirnseiten des Spulenwickels führen können.

   Diese Schnittkanten müssen deshalb vor der Herstellung der Induktionsspulen einer besonderen Behandlung unterworfen und elektrisch isoliert werden. 



   Es ist bekannt, an lackierten, für die Herstellung von elektrischen Kondensatoren bestimmten Metallfolien die Gräte und die metallischen Schnittkanten bis zu einer bestimmten Tiefe wegzuätzen, so dass der Lacküberzug über den Rand der Folie vorsteht und an der gewickelten Spule eine genügende Isolation gewährleistet. Zum Wegätzen der Ränder werden die in üblicher Weise zu Rollen gewickelten Folien mit ihren Stirnseiten in ein Ätzbad getaucht. Es wurde vorgeschlagen, die Folien so locker,   d. h.   mit Luftzwischenräumen zwischen den einzelnen Windungen zu wickeln, dass der Zutritt des Ätzmittels zur Metallfolie erleichtert wird. Auf diese Weise kann der Rand der Metallfolie bis in eine genügende Tiefe von über 1 mm weggeätzt werden, wie dies bei der Herstellung von elektrischen Kondensatoren aus lackierten Aluminiumfolien verlangt wird.

   Bei einer in üblicher Weise vorgenommenen oder einer lockeren Wicklung tritt jedoch infolge Kapillarwirkung das Ätzmittel tief zwischen die Windungen ein und verunreinigt die Oberfläche der lackierten Folie, so dass diese nach dem Ätzen umgewickelt und durch ein Reinigungsbad gezogen werden muss, ansonst die Rückstände Lackschicht und Metallschicht angreifen können. Dasselbe gilt auch für die Behandlung der Schnittkanten durch anodische Oxydation, wenn die metallische Schnittkante durch eine Oxydschicht isoliert werden soll. 



   Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Isolierung der Schnittkanten von mit Kunststoff   Uberzo-   genen Metallfolien, insbesondere von Aluminiumfolien für die Herstellung von Induktionsspulen, durch 
 EMI1.1 
 Folienbandes beträgt, so dass eine feste Wicklung entsteht und beim Eintauchen in das Behandlungsbad die Badlösung an keiner Stelle mehr als 1 mm zwischen die einzelnen Wickellagen eindringt. 



   Beim üblichen Umwickeln von Aluminiumfolien wird an die Folie eine Zugspannung von etwa   250lu   ihrer Zugfestigkeit ausgeübt. Der dabei erreichte Sattheitsgrad der Wicklung ist ungenügend. Eine genügend feste Wicklung zur Verhinderung eines Eindringens von Flüssigkeit in den Wickel wird demgegen- über durch die erfindungsgemässe Anwendung eines Bandzuges beim Wickeln von stets über   30%   der Zugfestigkeit der Folie erzielt. 



   Bei Wicklung unter konstantem Bandzug nimmt die Flächenpressung von einer Wickellage zur andern von innen nach aussen ab, und der Sattheitsgrad der Wicklung nimmt von aussen nach innen zu. Damit aber die Eindringtiefe der Badlösung überall ungefähr gleich gering ist, muss die Flächenpressung zwischen den einzelnen Wickellagen möglichst konstant sein. Die Wicklung erfolgt deshalb vorzugsweise unter abnehmendem Bandzug, wobei aber der mittlere Bandzug über   50%   der Zugfestigkeit der Folie be- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 tragen soll. Der Bandzug kann   z. B.   nach einer e-Funktion abnehmen. 



   Zur Verbesserung der Wirkung der festen Wicklung auf die Eindringtiefe der Badlösung zwischen die Wickellagen kann die Folie vor dem Wickeln auf mindestens einer Seite mit einem wasserabstossenden Mittel überzogen werden. Als solches kommt   z. B. Siliconöl   oder ein Mineralöl in Frage. Dieses Überzugsmittel kann auf der Folie verbleiben, wenn es die Kunststoffschicht und das Metall nicht angreift. 



   Infolge der geringen Eindringtiefe der Badlösung muss die Folie nach der Behandlung zur Isolation der Schnittkanten keiner Reinigung unter erneutem Umwickeln unterzogen werden. Es genügt eine einfache Reinigungsbehandlung des Wickels, die sich nach der Art der Behandlung zur Isolation richtet. Der Folienwickel kann   z. B.   in ein Spülbad getaucht, zur Neutralisation verbliebener Säurereste Ammoniakdämpfen ausgesetzt und im Vakuum getrocknet werden. 



   Als Behandlung zur Isolation der Schnittkanten eignet sich vor allem das Wegätzen der metallischen Ränder, wie es bei der Herstellung von Lackkondensatoren bekannt ist. Aluminiumfolien werden in sauren Lösungen geätzt. Geeignet ist   z. B.   eine Behandlung in   30% iger Salzsäure während 1-5   min bei Raumtemperatur. Hiebeiwerden die Gräte an den Schnittkanten weggelöst und der freie metallische Rand weniger als 1 mm tief weggeätzt. Nachher steht die Kunststoffschicht, die beim Ätzen nicht angegriffen wird, über die Metallschicht vor und bewirkt eine genügende Isolation zwischen den, einzelnen Wickellagen. Es genügt   z. B.   ein Vorstehen der Kunststoffschicht von 0, 005 bis   0. 3 mm.   



   Die Schnittkanten können auch in bekannter Weise durch anodische Oxydation isoliert werden, indem   der Wickel als Anode mit den Stirnseiten bis zu 45 min in 15-bis 25% ige Schwefelsäure getaucht wird. 



  Bei einer Stromdichte von 1 bis 5. A/dm2 entsteht am freiliegendenmetallischen Rand eine isolierende   Oxydschicht von 0, 0005 bis 0, 02 mm Dicke. 



   Es kann auch durch chemische Umsetzung eine isolierende Schicht an den freien Metallkanten der Folie erzeugt werden, z. B. in bekannter Weise durch Chromatisieren oder Phosphatieren. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Isolierung der Schnittkanten von mit Kunststoff überzogenen   Metallfolienbändern   durch chemische Behandlung des freien Metallrandes an den Schnittkanten der aufgewickelten Folie, dadurch gekennzeichnet, dass beim Wickeln ein Bandzug auf die Folien ausgeübt wird, der stets über 30% der Zugfestigkeit des Folienbandes beträgt, so dass eine feste Wicklung entsteht und beim Eintauchen in das Behandlungsbad die Badlösung an keiner Stelle mehr als 1 mm zwischen die einzelnen Wickellagen eindringt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass mit abnehmendem Bandzug gewickelt wird, wobei der mittlere Bandzug über-50% der Zugfestigkeit der Folie beträgt.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandzug nach einer e-Funktion abnimmt.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienband vor dem Wickeln mit einem wasserabstossenden Mittel überzogen wird.
AT572363A 1962-08-13 1963-07-17 Verfahren zur Isolierung der Schnittkanten von mit Kunststoff überzogenen Metallfolienbändern AT239030B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH239030X 1962-08-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT239030B true AT239030B (de) 1965-03-10

Family

ID=4460975

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT572363A AT239030B (de) 1962-08-13 1963-07-17 Verfahren zur Isolierung der Schnittkanten von mit Kunststoff überzogenen Metallfolienbändern

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT239030B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1564327A1 (de) Festelektrolytaluminiumkondensator
AT239030B (de) Verfahren zur Isolierung der Schnittkanten von mit Kunststoff überzogenen Metallfolienbändern
DE1286871B (de) Verfahren zum Isolieren der Schnittkanten von lackierten Metallfolienbaendern
DE1414682B2 (de) Verfahren zur herstellung elektrischer spulen
DE2138282A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Schicht stoffen aus vorbehandelten Kupferfohen, deren Verwendung zur Herstellung von flexiblen gedruckten Schaltungen und Verfahren zur Erzeugung von anlauf und oxidationsbestandigen Oberflachen schichten
DE3127161A1 (de) Verfahren zum herstellen einer elektrodenfolie fuer insbesondere niedervolt-elektrolytkondensatoren
DE2532971C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Trocken-Elektrolytkondensators
DE1615016A1 (de) Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer Leiter
US3332859A (en) Process for producing tantalum foil for capacitors
DE2239908C3 (de) Basismaterial zur Herstellung gedruckter Schaltungen
DE2509613C3 (de) Trocken-Elektrolytkondensator
DE576779C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensatoren mit elektrostatischem Randschutz
DE2141004C3 (de) Verfahren zur Herstellung von dielektrisch wirkenden Oxidschichten auf Anodenfolien aus Aluminium für Elektrolytkondensatoren
DE898477C (de) Verfahren zur Herstellung formbestaendiger Flachwickelkondensatoren mit Kunststoffdielektrikum
DE976861C (de) Verfahren zur Herstellung stirnkontaktierter elektrischer Kondensatoren
DE1958166A1 (de) Aluminiumkondensator und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1913133C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Elektrolytkondensators mit einer Mangandioxidschicht
DE1092568B (de) Verfahren zur Herstellung von zum Aufbau elektrischer Kondensatoren geeigneten Folien
DE976530C (de) Verfahren zur Herstellung eines Elektrolytkondensators
DE976287C (de) Verfahren zum Reinigen randgeaetzter, lackierter, metallischer Traegerfolien fuer elektrische Kondensatoren
DE762538C (de) Verfahren zur Herstellung eines Elektrolyt-Kondensators mit aufgerauhten Elektroden
DE964705C (de) Anschlusselektrode fuer elektrische Wickelkondensatoren od. dgl.
DE1564821C (de) Elektrischer Kondensator
DE1092529B (de) Elektrischer Leiter mit einer geschichteten Isolation
DE2450206A1 (de) Elektrischer kondensator mit hoher spezifischer kapazitaet