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Anschlussklemme für Koaxialkabel
Die bekannten Ausführungen von Anschlussklemmen für Koaxialkabel, wie sie beispielsweise für Antennenleitungen verwendet werden, weisen verschiedene Nachteile auf, die deren Tauglichkeit für sehr hohe Frequenzen (bis 1 GHz) in Frage stellen ; so ist beispielsweise bei einer bekannten Anschlussklemme keine koaxiale Weiterführung gewährleistet, so dass sich der Wellenwiderstand an der Anschlussstelle sprunghaft ändert. Weiters wird bei einer bekannten Klemmvorrichtung das Kabel stark verformt und schliesslich ist auch bei manchen Ausführungen die Handhabung sehr umständlich, da Innen- und Aussenleiter mit getrennten Klemmen befestigt werden. Gerade bei Antennenklemmen, die oft an unzugänglichen Stellen angeordnet werden müssen, fällt dieser Nachteil besonders ins Gewicht.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anschlussklemme für Koaxialkabel, die sich besonders für Antennenzuleitungskabel eignet, da sie die genannten Nachteile bekannter Anschlussklemmen vermeidet.
Die erfindungsgemässe Anschlussklemme ist gekennzeichnet durch mindestens zweian denAussenleiter des Koaxialkabels mittels Klemmschrauben od. dgl. anklemmbare Kontaktstücke, die das Ende des Koaxialkabels umgreifend an einem Isolierstück aus weichelastischem Material angeordnet sind, das in unbelastetem Zustand die Kontaktstücke zwecks Erleichterung der Einführung des Kabelendes auseinanderspreizt, und dass das Isolierstück mit einer vorzugsweise im wesentlichen konzentrischen Einstecköffnung versehen ist, in die eine gegabelte Kontaktfeder für den Innenleiter des Koaxialkabels eingeführt ist.
Eine vorteilhafte Ausführung der erfindungsgemässen Anschlussklemme besteht darin, dass eines der Kontaktstücke mit einem das bzw. die ändern Kontaktstücke umschliessenden Haltebügel für eine Klemmschraube versehen wird. Zur besseren Festhaltung der Anschlussklemme an Gehäusen od. dgl. erweist es sich als vorteilhaft, ein Kontaktstück mit Lappen zur Festhaltung in Schlitzen eines Gehäuses zu versehen.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung eine erfindungsgemässe Anschlussklemme dargestellt, u. zw. in den Fig. l und 3 im Längsschnitt und in den Fig. 2 und 4 in Ansicht von vorne. Die Fig. l und 2 zeigen die Anschlussklemme im geschlossenem Zustand, die Fig. 3 und 4 in offenem Zustand.
Im wesentlichen besteht die erfindungsgemässe Anschlussklemme aus einem Isolierteil l aus weichelastischem Material, in dem zwei Kontaktstücke 2 und 3 angeordnet sind. Im entspannten Zustand werden die Kontaktstücke 2 und 3, wie inFig. 3 dargestellt, auseinandergespreizt, wodurch das Einführen des Kabels zwischen die beiden Kontaktstücke erleichtert wird. Nach Einführen des Kabels werden die beiden Kontaktstücke gegeneinander gedrückt, wie in Fig. l dargestellt ist. Hiebei wird der mit 4 bezeichnete Aussenleiter des Kabels, der durch Entfernen der Isolation am Ende des Kabels freigelegt ist, zwischen den Kontaktstücken 2 und 3 eingeklemmt.
Zur Klemmung des Innenleiters, der mit 5 bezeichnet ist, dient eine gegabelte Kontaktfeder 6, die in einer im wesentlichen konzentrischen Einstecköffnung des Isolierstückes 1 eingesteckt ist. Die Feder 6 kann entweder koaxial zu den Kontaktstücken 2 und 3 weitergeführt werden oder aber auch, wie mit strichlierten Linien angedeutet, nach unten geführt werden.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Kontaktstück 3 eine ebene Berührungsfläche mit dem Aussenleiter des Koaxialkabels auf. Zur besseren Anpassung an die Form des Kabels kann das Kontaktstück 3 auch etwa wie das Kontaktstück 2 halbzylindrisch ausgebildet sein und mit der offenen Seite nach oben
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angeordnet werden. Das dargestellte Kontaktstück 3 ist mit Lappen 7 versehen, die zur Befestigung der ganzen Anschlussklemme an einem Gehäuse od. dgl. dienen, derart, dass die Lappen 7 in entsprechende Schlitze des Gehäuses eingesteckt und darin verdrillt oder abgebogen werden.
Das Kontaktstück 3 ist mit einem das Kontaktstück 2 umschliessenden Haltebügel 8 versehen, der ein Gewindeloch für eine Klemmschraube 9 aufweist, die beim Festziehen die Kontaktstücke 2 und 3 gegeneinander und auf den Aussenleiter 4 des Kabels drückt.
Im folgenden sind die Vorteile der erfindungsgemässen Anschlussklemme zusammengefasst :
Durch die Verwendung eines Isolierstücke aus weichelastischem Material können die Kontaktstücke selbst aus einem unelastischen Material gefertigt werden, das dafür hinsichtlich seiner elektrischen Eigenschaften besser ausgewählt werden kann. Durch das Auseinanderklaffen der Kontaktstücke 2 und 3 wird eine einwandfreie und'einfache Einführung des Koaxialkabels in die Anschlussklemme ermöglicht, auch wenn die letztere an einer schwer zugänglichen Stelle angebracht ist. Durch Verdrehen einer einzigen Schraube wird sowohl eine Klemmung als auch eine Zentrierung des Kabelendes erzielt, ohne dass das Kabel einer unerwünschten Verformung ausgesetzt wird.
Weiters wird durch die geschlossene Anordnung der Kontaktstücke ein Schutz des Kabelendes vor Korrosion erzielt.
Ausser den Vorteilen, die sich auf den mechanischen Aufbau beziehen, weist die erfindungsgemässe Anschlussklemme noch eine Reihe von Vorteilen auf, die das elektrische Verhalten betreffen :
Dadurch, dass die Kontaktstücke 2,3 einerseits und die Feder 6 anderseits eine koaxiale Weiterführung des Aussenleiters 4 bzw. des Innenleiters 5 darstellen, ergibt sich eine Weiterführung des Koaxialkabels mit konstantem Wellenwiderstand. Die erfindungsgemässe Klemme eignet sich sowohl als Durchführungsklemme zur Einführung einer Koaxialleitung in ein abgeschirmtes Gehäuse oder aber auch als Weiterführungsklemme in Verstärkern od. dgl.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anschlussklemme für Koaxialkabel, insbesondere für Antennenzuleitungskabel, gekennzeichnet durch mindestens zwei an den Aussenleiter (4) des Koaxialkabels mittels Klemmschrauben od. dgl. anklemmbare Kontaktstücke (2, 3), die das Ende des Koaxialkabels umgreifend an einem Isolierstück (1) aus weichelastischem Material angeordnet sind, das in unbelastetem Zustand die Kontaktstücke (2,3) zwecks Erleichterung der Einführung des Kabelendes auseinanderspreizt, und dass das Isolierstück (1) mit einer vorzugsweise im wesentlichen konzentrischen Einstecköffnung versehen ist, in die eine gegabelte Kontaktfeder (6) für den Innenleiter (5) des Koaxialkabels eingeführt ist.