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Lagertank für flüssige Heiz- und Treibstoffe
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bzw. ein Polyamidquellmittel, zweckmässig ein Phenol, vorzugsweise eine l-5 < 7oige Lösungvon Brenzcatechin, beigegeben wurde, gelagert, worauf die dermassen geprüfte und knickbruchfeste Auskleidung als loser Sack im oberen Teil der Tankwand fixiert wird.
Nach einem bevorzugten Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemässen Innenbehälters für Lagertanks können Innenbehälter mit kreisförmigem Querschnitt dadurch gefertigt werden, dass die Folienbahnen für den Bodenteil und der Wandteil des Innenbehälters gesondert hergestellt werden und der Bodenteil mit dem Wandteil mittels Hochfrequenz-Doppelnahtschweissung verbunden wird, wobei der Wandteil als untersten Teil eine Folienbahn in Umfangsrichtung erhält, wogegen er im übrigen aus senkrechten Folienbahnen und die Bodenpartie aus dreieckigen oder aus parallelbegrenzten Bahnen besteht.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigen die Fig. 1 - 4 Querschnitte durch Schweissnähte und die Fig. 5 und 6 je eine Abwicklung eines Innenbehälters bestehend aus einer Wand- und Bodenpartie.
Gemäss Fig. 1 liegen an der Betonwand 1 des Tanks die beiden Folien 2 und 3 an, welche durch Überlappungsschweissung (Flachschweissung) an der Schweissstelle 4 miteinander verbunden sind. Die Schweissnaht liegt somit flach auf der Betontankwand 1 auf.
In Fig. 2 sind die beiden Folienbahnen 2 und 3 an der Schweissstelle abgewinkelt. Im links gezeichneten Beispiel sind die Folienenden mit der Schweissnaht 4 gegen das Tankinnere gerichtet, im rechts gezeichneten Beispiel sind die Folienenden und die Schweissnaht 4'gegen die Tankwand gerichtet.
In Fig. 3 liegen die Enden der zwei Folienbahnen 2 und 3 flach aufeinander und sind durch zwei parallele Schweissnähte, die in einem Abstand von 15 bis f ; 0 mm nebeneinander liegen, miteinander verbunden. An den Rändern der Schweissnähte sind Einkerbungen 6 vorgesehen. Zwischen den beiden Schweissnähten 4a liegt eine Kammer 5, welche zur Prüfung der Dichtheit der beiden Schweissnähte verwendet wird. Die Pfeile 7 geben die Richtung des Druckes des Füllgutes an. Dadurch, dass die beiden Folienenden 2 und 3 mit den Überlappungsschweissnähten 4a und der Prüfkammer 5 eben auf der Tankwand 1 auf- liegen, wird der statische Druck, welcher auf die Folien und die Schweissnähte einwirkt, direkt von der Tankwand 1 aufgenommen und verhindert somit die Bildung von Luftpolstern.
Die Pfeile 8 hingegen zeigen die Richtung der Zug- oder Druckbeanspruchung senkrecht zur statischen Belastung durch das Füllgut auf, die durch Wärmedehnungs-bzw. Kälteschrumpfungs-Vorgänge verursacht wird und welche durch die Belastung der Betonwand in Umfangsrichtung durch den statischen Druck des Füllgutes additiv vergrössert wird. Ein eventueller Schwundriss 9 in der Betonwand kann die Folie und deren Schweissnaht in deren Dehnfähigkeit punktweise, u. zw. hauptsächlich senkrecht zur Richtung des statischen Druckes des Füllgutes sehr stark beanspruchen.
In Fig. 4 sind die Enden der zwei Folienbahnen 2 und 3 abgewinkelt und mit einer Doppelschweissnaht 4b verbunden. wodurch ebenfalls wieder eine Prüfkammer 5 entsteht. Hier können sich die beiden Folienbahnen an der Stelle der Schweissnaht nicht flach an die Tankwandung anlegen. Daher kann sich dabei unmittelbar unter der Schweissnaht 4b zwischen dem Folienmaterial und der Tankwandung ein Luftkissen bilden. Durch das Zusammenwirken des statischen Druckes (Pfeile 7) des Füllgutes und der Zugbeanspruchung (Pfeile 8 ) senkrecht hiezu entsteht, bedingt durch Ausdehnungsvorgänge in der Betonwand, an den Kerbstellen am Ende der Schweissnaht eine Spannung, welche durch die Kompressibilität des Luftkissens unter der Schweissnaht vergrössert wird.
Dieses Auftreten von Kräften an den Kerbstellen der Schweissnaht wird durch das erfindungsgemässe Überlappen der Folienbahnen, wie in Fig. 3 in einem Ausführungsbeispiel dargestellt wird, vermieden, da hiebei die Kerbstellen der Schweissnaht flach an der Tankwand aufliegen. Es sei bemerkt, dass in einem beispielsweise zylindrischen Stehtank mit kreisrundem Querschnitt die Schweissnähte stets so angeord- net werden, dass sie parallel zur Zylinderachse verlaufen. Bei dieser Schweissnahtanordnung wirken sich die Dehnungsvorgänge der Tankwand in Umfangsrichtung so aus, dass die Schweissnaht auf Scherung beansprucht wird, d. h. eine punktweise Überbeanspruchung der Schweissnaht, welche vor einem möglichen Schwundriss in der Betonwand liegt, ist nicht mehr möglich.
Zudem können die Kerbstellen der Schweissnaht nicht durch Spannungen beansprucht werden.
Bei der Herstellung von Tankauskleidungen an Tanks mit kreisförmigem Grundriss ist die Verschwei- ssung der Wandpartie mit der Bodenpartie besonders kritisch. Werden für beide gleich breite Folienbahnen verwendet, so treten vier Überlappungsstellen auf, welche miteinander verschweisst werden müssen.
Fig. 5 zeigt die Abwicklung eines solchen zylindrischen Innenbehälters. An der Stossstelle 10 tritt eine Überlappung der Folienenden der Folienbahnen 2, 3, 12, 13 und damit bei Verwendung der Doppelschweissnaht die Kreuzung von vier bis acht Schweissstellen auf, was die Qualität der Schweissnähte an
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trockenzugsweise Brenzcatechin, beigegeben werden. Das phenolische Produkt wird vom Polyamid-Folienmaterial wie ein Farbstoff aufgesogen und wirkt als guter Weichmacher, wodurch, indem die Flexibilität erhöht wird, die Gefahr eines Knickbruches der fertigen Auskleidung, insbesondere der Schweissnähte, verhindert wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lagertank für flüssige Heiz- und Treibstoffe, bestehend aus einem äusseren Betonbehälter zur Aufnahme des statischen Druckes und einem Innenbehälter aus Kunststoffolien, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Mantel als auch der Boden des Innenbehälters aus Bahnen von Polyamidfolien (2, 3, 12-16, 14'- 16') bestehen, die sich überlappen und durch Doppelschweissnähte (4a, 4b) mit einem Abstand von vorzugsweise 5 bis 50 mm miteinander verbunden sind.