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Prüfeinrichtung für Kraftstoffeinspritzpumpen
Die Erfindung betrifft eine Prüfeinrichtung für Kraftstoffeinspritzpumpen, die eine Aufspannvorrich- tung und eine Antriebswelle für die zu prüfende Einspritzpumpe hat und bei der die Spritzdüsen und die Messgläser für die Kraftstoffmenge der einzelnen Pumpenauslässe in einer vorzugsweise parallel zur Achse der Antriebswelle verlaufenden Reihe an einer Haltevorrichtung angeordnet sind.
Die Mehrzahl der auf Prüfeinrichtungen dieser Bauart zu prüfenden mehrzylindrigen Kraftstoffeinspritzpumpen sind Reihenpumpen, d. h. Pumpen. bei denen zu jedem Pumpenauslass ein aus Zylinder und Kolben bestehendes Pumpenelement gehört und die Pumpenauslässe und-Elemente in einer Reihe nebeneinander angeordnet sind. Diese Reihenpumpen haben in der Regel auf einer ihrer beiden Längsseiten einen Verschlussdeckel für eine Öffnung im Pumpengehäuse, nach dessen Abnahme die zur Einstellung der Fördermenge der einzelnen Pumpenelemente dienenden Einstellglieder zugänglich sind. Solche Reihenpumpen werden je nach ihrer Anbaulage an der Brennkraftmaschine das eine Mal von der linken Stirnseite, das andere Mal von der rechten Stirnseite aus angetrieben, jeweils gesehen auf die Pumpenlängsseite mit dem Verschlussdeckel.
An diese Reihenpumpen ist häufig auf der ihrer Antriebsseite gegenüberliegenden Seite ein Drehzahlregler angebaut.
Das Einstellen und Prüfen der Einspritzpumpen auf gleiche Fördermenge aller Pumpenelemente kann nur dann in einfacher Weise vorgenommen werden, wenn die Haltevorrichtung für die Düsen und Messgläser auf der dem Verschlussdeckel abgewandten Seite der zu prüfenden Einspritzpumpe angeordnet ist, so dass die Einstellglieder für die Fördermenge der einzelnen Pumpenelemente leicht zugänglich sind.
Um diese günstige Lage derHaltevonichtung unabhängig von der Antriebsseite der Einspritzpumpe zu ermöglichen, ist bei einer bekannten Prüfeinrichtung der obere, die Antriebs- und Aufnahmevorrichtung für die Einspritzpumpe tragende Teil ihres Gestelles um 1800 schwenkbar. Der bauliche Aufwand für diese Anordnung ist jedoch erheblich und daher teuer.
Es sollen nun Prüfeinrichtungen für Kraftstoffeinspritzpumpen geschaffen werden, deren baulicher Aufwand geringer ist als bei der bekannten Einrichtung und die trotzdem ebenso wie diese die erwähnte günstige Lage der Haltevorrichtung unabhängig von der Antriebsseite der Einspritzpumpe ermöglicht.
Nach der Erfindung wird dies bei Prüfeinrichtungen der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, dass die Haltevorrichtung um eine die Antriebswellenachse kreuzende, vorzugsweise schneidende, senkrechte Achse zweckmässig um mindestens 1800 schwenkbar und in wenigstens zwei Stellungen oder Lagen innerhalb dieses Schwenkbereiches einstellbar ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Prüfeinrichtung in Fig. 1 in Vorderansicht und in Fig. 2 in Seitenansicht in Richtung A der Fig. 1 dargestellt.
Ein Gestell 1 der Prüfeinrichtung trägt eine Tischplatte 2 mit einer Aufspannplatte 3, auf der eine zu prüfende Kraftstoffeinspritzpumpe 4 befestigbar ist. Die in der Zeichnung dargestellte Einspritzpumpe hat acht in einer Reihe nebeneinander liegende Pumpenauslasses und Pumpenelemente (nicht dargestellt), deren Einstellglieder nach Abnahme eines Verschlussdeckels 6 zugänglich sind. Die Einspritzpumpe 4 wird durch eine Welle 7 der Prüfeinrichtung über eine Kupplung 8 angetrieben.
In dem Tisch 2 ist ein senkrechter Bolzen 9 befestigt, dessen Achse die Achse der Antriebswelle 7 schneidet. Auf diesem Bolzen ist das eine Ende eines schwenkbaren Armes 10 gelagert. Das andere Ende dieses Armes trägt eine senkrecht verlaufende Stange 11, auf der eine Haltevorrichtung 12 befestigt ist.
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Die Haltevorrichtung ist nach Lösen von Schrauben 13 auf der Stange 11 längsverschiebbar, dabei jedoch gegen Verdrehen durch eine nicht dargestellte Stift-Nutverbindung gesichert.
Die Haltevorrichtung dient zur Aufnahme von je zwölf Spritzdüsen 14 und Messgläsern 15. Diese Dü- sen und Gläser sind in einer Reihe parallel zur Antriebswelle 7 angeordnet. Die Spritzdüsen 14 sind mit Spritzdämpfem 16 zur Dämpfung der Einspritzstrahlenenergie ausgerüstet. Acht der Einspritzdüsen sind durch Leitungen 17 an die Pumpenauslässe 5 angeschlossen.
Vor dem Prüfen der Einspritzpumpe 4 wird der an der vorderen Pumpenlängsseite angebrachte Verschlussdeckel 6 entfernt, damit dieEinstellglieder für dieFördermenge der einzelnenpumpenelemente zugänglich sind. Danach wird die Pumpe mit einer bestimmten Drehzahl betrieben und die von jedem Pumpenelement während einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen der Welle 7 in das zugehörige Messglas 15 geförderte Kraftstoffmenge gemessen. Unterschiede zwischen den einzelnen Fördermengen und der Soll- Fördermenge werden durch Verstellen der Einstellglieder beseitigt.
Zum Prüfen einer Einspritzpumpe, deren Verschlussdeckel so wie in Fig. 2 bei 6'strichpunktiert angedeutet, auf der anderen Längsseite der Pumpe angeordnet ist, wird die Haltevorrichtung 12 mit den Einspritzdüsen 14 und den Messgläsern 15 um 1800 in die in Fig. 2 strichpunktiert gezeichnete Lage 12'geschwenkt, so dass die nach Abnahme des Deckels 6'zugänglichen Einstellglieder für die Fördermenge der einzelnen Pumpenelemente in gleicherweise leicht verstellbar sind, wie bei der vorstehend beschriebenen Prüfung der Pumpe 4 mit dem Verschlussdeckel 6.
Im Bedarfsfall kann die Haltevorrichtung auch in einer Schwenklage festgestellt werden, die zwischen den beiden in Fig. 2 dargestellten Lagen liegt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Prüfeinrichtung für Kraftstoffeinspritzpumpen, die eine Aufspannvorrichtung und eine Antriebswelle für die zu prüfende Einspritzpumpe und bei der die Spritzdüsen und die Messgläser für die Kraftstoffmenge der einzelnen Pumpenauslässe in einer vorzugsweise parallel zur Achse der Antriebswelle verlaufenden Reihe an einer Haltevorrichtung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (12) um eine die Antriebswellenachse (7) kreuzende, vorzugsweise schneidende, senkrechte Achse (9) zweckmässig um mindestens 1800 schwenkbar und in wenigstens zwei Stellungen oder Lagen innerhalb dieses Schwenkbereiches einstellbar ist.