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Ausblickfenster für Sehrohrgeräte
Gegenstand der Erfindung ist ein Ausblickfenster für ein Sehrohrgerät, mit welchem aus geschlossenen
Räumen, mit Hilfe vorzugsweise schwenkbarer optischer Umlenkelemente, ein Gesichtsfeld überwacht wer- den kann, das sich von etwa 150 unter der Horizontalen bis zum Zenit erstreckt.
Eine bekannte Ausführungsform eines solchen Ausblickfensters besteht in einer Glaskugelkalotte. hin- ter welcher eine Ausgleichslinse bewegt wird, deren Achse mit der Achse des Gesichtsfeldes zusammen- fällt. Der Ausgleichslinse ist ein Prisma zugeordnet, welches mit der halben Drehgeschwindigkeit der Lin- se geschwenkt wird. Diese Ausführung erfordert eine ausserordentlich genaue Führung der Schwenklinse um den Mittelpunkt der Kugelkalotte und ausserdem ein Getriebe mit dem Übersetzungsverhältnis 1 : 2 zum Antrieb des Prismas.
Eine andere bekannte Ausführungsform eines Ausblickfensters besteht in einer planparallelen Platte, vorzugsweise ebenfalls aus Glas. Diese bedarf jedoch einer verhältnismässig grossen Vertikalabmessung, damit der gesamte Schwenkbereich des vorgeschriebenen Gesichtsfeldes erfasst werden kann. Damit wird aber die Vertikalabmessung des ganzen Ausblickkopfes in unerwünschter Weise vergrössert.
Schliesslich ist eine Anordnung beschrieben worden, in welcher innerhalb des Gerätes dem drehbaren Ablenkkörper ein optisches Element nachgeordnet ist, das nach aussenhin von zwei ebenen, gegeneinander geneigten Flächen begrenzt ist. Dieses lässt jedoch einwandfreie Beobachtungen nur in zwei genau bestimmten Stellungen des Drehkörpers zu.
Das Ausblickfenster nach der Erfindung weist einen dachförmig geknickten Abschlusskörper aus durchsichtigem Material, insbesondere Glas, auf, dessen Dachplatten planparallel sind und einen Winkel von mindestens 900 einschliessen. Der ADschlusskörper besteht zweckmässig aus einem Stück. Dieser wird im Ausblickkopf so angeordnet, dass die Dachkante gegenüber der ihre Mitte schneidenden horizontalen Bezugsebene einerseits und gegenüber der ihre Mitte schneidenden vertikalen, zu der das Ausblickfenster halbierende Längsmittelebene des Ausblickkopfes senkrecht stehenden Bezugsebene anderseits um mindestens annähernd gleich grosse Winkel geneigt ist.
Auf diese Weise werden insbesondere bei hochstehender Sonne leicht zwischen der Innenfläche des Abschlusskörpers und dem Schwenkprisma auftretende störende Reflexe aus dem abbildenden Strahlengang herausgelenkt.
Um eineselbstdichtung des Fensters gegenüber äusserem Überdruck zu erreichen, sind die Ränder der Platten des Abschlusskörpers derart nach innen abgeschrägt, dass ihre Erzeugende auf dem Mantel eines mit der Spitze nach innen gerichteten Kegels liegen. Die das Fenster aufnehmende Ausfräsung im Metallkopf weist die gleiche Abschrägung auf, und die Abdichtung wird mittels einer Gummischicht erzielt, welche als Gummischweissung oder-klebung ausgeführt sein kann. Bei der Anwendung eines derartigen Ausblickkopfes bei einem Sehrohr eines Unterwasserfahrzeuges wird der konische Umfang des Abschlussglases bei Unterwasserfahrt durch den äusseren Wasserdruck gegen die Abdichtung gepresst und damit autoklav gedichtet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel mit einem dachförmig geknickten Fenster nach der Erfindung dargestellt. Die Hauptachsen A-A und B-B liegen in einer gemeinsamen, zu den Dachflächen senkrechten Ebene, welche gewissermassen als das Ausblickfenster halbierende Längsmittelebene des Ausblickkopfes anzusehen ist.
Das in der Dachkante 1 geknickte Fenster mit den planparallelen Dachplat-
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ten 2 und 3 und einen Dachwinkel von mindestens 900 ruht derart in einer konischen Ausfräsung 4 in dem mit einem Schraubgewinde 5 versehenen metallenen Ausblickkopf 6, dass die Dachplatten 2 und 3 und mit ihnen die Dachkante 1 um mindestens annähernd gleiche Winkel uH und uV gegen eine durch die Mitte M der Dachkante l gelegte horizontale Bezugsebene H bzw. gegen eine gleichfalls durch die Mitte der Dach- kante gelegte senkrecht zur oben erwähnten Längsmittelebene A-A, B-B des Ausblickkopfes stehende ver- tikale Bezugsebene V geneigt sind.
In der Zeichnung ist der Winkel uH zwischen dem links vom Mittelpunkt M liegenden Teil der Dach- kante und der Projektion PH derselben auf die horizontale Bezugsebene H, hingegen der Winkel uV zwi- schen dem rechts vom Mittelpunkt M liegenden Teil der Dachkante und der Projektion Pv derselben auf die vertikale Bezugsebene V zu sehen.
Wenn bei gewissenDachwinkeIn des Ausblickfensters Schwierigkeiten in der Herstellung der Passe der Innenflächen entstehen, kann man folgendermassen verfahren :
Auf die beiden Innenflächen des geknickten, nur feingeschliffenen oder anpolierten Fensters werden zwei durchsichtige, nicht unbedingt planparallele Glasplatten, deren Innenflächen gut plan sind, gekittet und sodann die Aussenflächen des dachförmigen Fensterkörpers parallel zu den freien Flächen der aufgekitteten Glasplatten geschliffen und poliert, so dass die Wirkung einer planparallelen Platte entsteht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ausblickfenster für Sehrohrgeräte, gekennzeichnet durch einen dachförmig geknickten Abschlusskörper des Ausblickkopfes aus durchsichtigem Material mit planparallelen Dachplatten (2, 3), die einen Dachwinkel von mindestens 900 einschliessen und in ihrer Fassung so angeordnet sind, dass die Dachkante gegenüber der ihre Mitte (M) schneidenden horizontalen Bezugsebene (H) einerseits und gegenüber der ihre Mitte schneidenden vertikalen, zu der das Ausblickfenster halbierende Längsmittelebene des Ausblickkopfes senkrecht stehenden Bezugsebene (V) anderseits um mindestens annähernd gleich grosse Winkel (uH bzw. uV) geneigt ist.