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Verfahren und Einrichtung zum Beschicken von Holzbearbeitungsmaschinen, insbesondere von Schuhleisten, Schuhstrecker, Holzsohlen, Möbelformteile u. dgl. herstellenden Kopierfräsmaschinen mit Rohlingen und zum Entfernen der bearbeiteten Werkstücke aus dem
Arbeitsbereich der Maschine
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des im Patent Nr. 223799 beschriebenen Verfahrens zum Beschicken von Holzbearbeitungsmaschinen, insbesondere von Schuhleisten, Schuhstrecker, Holz- sohlen, Möbelformteile u. dgl. herstellenden Kopierfräsmaschinen mit Rohlingen und zum Entfernen der bearbeiteten Werkstücke aus dem Arbeitsbereich der Maschine.
Nach diesem Patent bestehen die wesentlichen Merkmale des neuen Verfahrens darin, dass einerseits eine den Arbeitsspindeln der Holzbearbeitungsmaschine entsprechende Anzahl von mit Haftflächen oder
Spannrasten, wie z. B. Spannlöchern, ausgestatteten Rohlingen an Haft- bzw. Spannvorrichtungen der einen
Seite einer wendbaren Beschickungseinrichtung übergeben und von dieser für die Dauer der Bearbeitung der in die Holzbearbeitungsmaschine eingespannten Werkstücke einsatzbereit gehalten werden, anderseits die bearbeiteten, aber stillgesetzten Werkstücke innerhalb der Holzbearbeitungsmaschine mittels weiterer, vorzugsweise gleichartiger Haft- bzw. Spannvorrichtungen der andern Seite der Beschickungseinrichtung an den Haftflächen bzw.
Spannrasten erfasst und nach dem Lösen der Einspannwerkzeuge der Holzbearbeitungsmaschine durch blosses Wenden dieser Einrichtung gegen den Rohling bzw. den Satz einsatzbereit gehaltener Rohlinge ausgewechselt werden, worauf das bzw. die Werkstücke während der darauffolgenden Be- arbeitung des bzw. der eingespannten Rohlinge gegen einen neuen, mit Haftflächen oder Spannrasten ausgestatteten Rohling bzw. einen neuen Satz solcher Rohlinge einzeln ausgetauscht werden.
Obwohl sich dieses Beschickungsverfahren in der Praxis insbesondere bei Kopierfräsmaschinen gut bewährt hat, so stellen sich insbesondere bei der Weitergabe des bearbeiteten Werkstückes an andere Arbeitsmaschinen zur Durchführung weiterer Arbeitsoperationen durch das Umspannen der Werkstücke Ungenauigkeiten ein, die sich bis zum Endergebnis summieren und einen in den Dimensionen oder in der Form ungleichen Warenausstoss liefern.
Der Erfindung liegt nun der Gedanke zugrunde, mit dem Rohling bzw. mit dem teilweise bearbeiteten Werkstück auch einen Werkstückhalter die verschiedenen Arbeitsoperationen mitlaufen zu lassen, der eine einmalige Einspannung des Werkstückes für mehrere Arbeitsoperationen sichert und selbst sein massgenaues Ein- bzw. Umspannen in die verschiedenen einem mehrere Operationen umfassenden Herstellungsprozess zugeordneten Bearbeitungsmaschinen gewährleistet.
Dieser Gedanke wird gemäss der Erfindung dadurch verwirklicht, dass einerseits eine den Arbeitsspindeln der Holzbearbeitungsmaschine entsprechende Anzahl von mit Spannrasten, z. B. Spannlöchern, versehenen Rohlingen in einer gleichen Anzahl Werkstückhalter eingespannt und zusammen mit diesen Spannvorrichtungen der einen Seite der drehbaren Beschickungseinrichtung übergeben und von dieser für die Dauer der Bearbeitung der mit den Werkstückhaltern in die Arbeitsmaschine eingespannten Werkstücke einsatzbereit gehalten werden, anderseits die bearbeiteten, aber stillgesetzten Werkstücke zusammen mit ihren Werkstückhaltern von gleichartigen Spannvorrichtungen einer andern Seite der Beschickungseinrichtung erfasst und nach dem Lösen der Einspannwerkzeuge der Holzbearbeitungsmaschine durch blosses Drehen dieser Beschickungseinrichtung gegen den Rohling bzw.
einen Satz einsatzbereit gehaltener Rohlinge samt zugehöriger Werkstückhalter ausgewechselt werden, worauf das bzw. die bearbeiteten Werkstücke samt ihren Werkstückhaltern während der darauffolgenden Bearbeitung des bzw. der mit ihren Werkstückhaltern in die Maschine eingespannten Rohlinge gegen einen neuen mit den Spannrasten bzw. Spannlöchern in einem Werkstückhalter eingespannten Rohling bzw. einen Satz in Werkstückhaltern sitzender Rohlinge einzeln ausgetauscht werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann nun zur grösstmöglichen Einsparung an Ein- und Umspannzeiten der Werkstücke bei den verschiedenen, einem bestimmten Herstellungsprozess zugeordneten Arbeitsaggregaten die Anordnung so getroffen werden, dass bei einer mehrseitigen, z. B. vierseitigen Beschickungseinrichtung die eine Seite dem Bedienungsmann zum Einsetzen der Rohlinge und zum Entfernen
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der fertig bearbeiteten Werkstücke zugeordnet wird, wogegen den übrigen Seiten der Beschickungseinrich- tung die für den Herstellungsprozess erforderlichen Arbeitsmaschinen gegenübergestellt werden.
Unter Voraussetzung einer derartigen Anordnung der Arbeitsmaschinen zur Beschickungseinrichtung wird das neue Beschickungsverfahren erfindungsgemäss in der Weise weiter ausgestaltet, dass jeder Rohling für einen verschiedene Bearbeitungsgänge in mehreren Arbeitsaggregaten umfassenden Arbeitsprozess einmal in einen Werkstückhalter eingespannt und dieser bzw.
diese mit dem Werkstück versehenen Werkstückhalter den Spannvorrichtungen der einen Seite der wendbaren Beschickungseinrichtung übergeben und von dieser für die Dauer der Bearbeitung der in die Arbeitsaggregate eingespannten und in Bearbeitung befindlichen
Rohlinge einsatzbereit gehalten werden, anderseits die je ein bearbeitetes Werkstück enthaltenden und stillgesetzten Werkstückhalter mittels weiterer gleichartiger Spannvorrichtungen der andern Seite der Beschickungseinrichtung an den Spannstellen erfasst und nach dem Lösen der Einspannwerkzeuge der jeweiligen Arbeitsaggregate durch blosses Wenden der Beschickungseinrichtung gegen einen mit einem Rohling bestückten einsatzbereit gehaltenen Werkstückhalter oder einen Satz solcher Werkstückhalter ausgewechselt werden, worauf der bzw. die Werkstückhalter während der darauffolgenden Bearbeitung des bzw.
der eingespannten Rohlinge gegen einen andern mit einem noch unbearbeiteten Rohling besetzten Werkstückhalter ausgetauscht werden.
Die Einrichtung zur Durchführung der Verfahrens besteht gemäss der Erfindung darin, dass das Werkstück bzw. der Rohling zusammen mit einem Werkstückhalter mittels einer Spannvorrichtung in den um eine vertikale Achse drehbaren Tragkörper einsetzbar ist, dessen Seiten gegenüberliegend eine Anzahl Bearbeitungsaggregate, z. B. zum Sohlenfräsen, Sohlenschleifen und Stemmen oder Bohren der Aufnahmeausnehmungen angeordnet sind, von denen jedes Bearbeitungsaggregat mit seinen Einspannwerkzeugen zur Aufnahme bzw. Abgabe eines Werkstückhalters zur betreffenden Tragkörperseite vorschiebbar und wieder in die Arbeitsstellung zurückziehbar ist und jedes Werkstück samt Werkstückhalter mittels des Tragkörpers durch dessen Winkelverdrehung von einem Bearbeitungsaggregat zum nächsten und schliesslich zur Aufnahme bzw.
Abgabestelle gegenüber dem Bedienungsmann zurückführbar ist.
Diese prinzipielle Lösung des Werkstücktransportes für Werkstücke aus Holz bildet nicht nur die Grundlage für eine nahezu ausschussfreie und präzise Werkstückbearbeitung, sondern auch für einen günstigen Arbeitsfluss, bei welchem die Ein- und Ausspannzeiten für die Werkstücke auf ein bisher nicht erreichtes Mindestmass herabgesetzt werden.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemässe Beschickungseinrichtung in einer beispielsweisen Ausfüh-
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sich zwei Spannvorrichtungen, von denen jede z. B. aus zwei von der Wandfläche senkrecht abstehenden
Zapfen 28, 29 besteht, die relativ zueinander mittels einer an sich bekannten, nicht dargestellten hydraulischen
Steuereinrichtung zum Spannen entweder gegeneinander oder voneinander bewegbar sind. Das Aufspannen der Werkstückhalter kann auch mittels Spreizdorne erfolgen, die mechanisch oder hydraulisch zum Fest- halten der Werkstückhalter oder Lösen derselben im Durchmesser veränderlich sind. Auf diese zwei Zapfen 28, 29 ist ein Werkstückhalter 21 mit seinen zwei Bohrungen 28, 29 von Hand aus aufsteckbar und hydraulisch festspannbar.
Die Fig. 1 zeigt zwei solcher Werkstückhalter 21 nebeneinander auf der Einspannseite des Tragkörpers für die Rohlinge 3, 4, die vom Bedienungsmann in die Werkstückhalter händisch eingesetzt werden.
Zu diesem Zweck hat z. B. jeder Werkstückhalter 21 zwei in einem vorbestimmten Abstand übereinander angeordnete, in der Horizontalebene von ihm senkrecht abstehende Spannzapfen 31, 32, von denen der eine 31 ortsfest und der andere 32 mittels einer in einer Führung des Werkstückhalters 21 längsverschiebbaren Stange 33 starr befestigt ist. Diese Stange 33 steht unter der Wirkung einer Axialdruckfeder 34, die den einen Spannzapfen 32 stets in der Spannstellung hält und ragt mit ihrem einen Ende oben aus dem Werkstückhalter so weit heraus, dass sie von oben zum Entspannen des einen Spannzapfens 32 vorübergehend betätigt werden kann. Aus diesem Grund ist auf der dem Bedienungsmann zugeordneten Seite des Tragkörpers 22 über diesem ein Gestell 35 ortsfest aufgestellt, von dem nur eine Querleiste in Fig. 1 angedeutet ist.
Auf dieser Querleiste sind zwei Stössel 36 vertikal verschiebbar gelagert, von denen jeder einer Stange 33 zugeordnet und als Zahnstange ausgebildet ist, in die ein Ritzel 37 eingreift, das mittels eines Handhebels 38 oder Handrades zum Betätigen des Stössels 36 bzw. zum Entlasten der Spannvorrichtung betätigbar ist.
Zum Einsetzen eines Rohlings 3 bzw. 4 in einen Werkstückhalter 21 braucht der Bedienungsmann nur mit dem Hebel 38 die Stange 33 etwas nach unten rücken, so dass der Rohling 3 bzw. 4 mit seinen zwei vorbereiteten Stecklöchern auf die Spannzapfen 31, 32 aufgesetzt werden kann. In dem Augenblick, wo der Rohling 3 auf den Spannzapfen 31, 32 sitzt, wird der Hebel 38 freigegeben und die Stange 33 wird unter der Wirkung der Feder 34 den Spannzapfen 32 in die Spannlage rücken, wodurch der Rohling für die Dauer seiner Bearbeitung im Werkstückhalter 21 festsitzt.
Die Steuereinrichtung zur Winkeldrehung des Tragkörpers der Beschickungseinrichtung wird zweckmässig auf einem bekannten Taktimpulssystem elektrischer Konstruktion beruhen und die erforderlichen Schaltimpulse einem Relaissystem erteilen, das die Schaltschütze der Elektromotoren betätigt.
Das Schaltschema für den Betriebsablauf, welches aus der Fig. 36 zu entnehmen ist, enthält die wesent- lichen Bestandteile der Beschickungseinrichtung und eines Arbeitsaggregates und zeigt ausserdem die Im-
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Elemente aus dem Schaltbild fortgelassen.
Zur Erklärung einer Arbeitsperiode, bestehend aus dem Beschickungstakt und einem Arbeitstakt, ist die Fig. 37 zu benützen. Es wird angenommen, dass das eingespannte Werkstück eben fertig gefräst wurde und am Ende des Vorschubweges des Werkzeuges der Impulsschalter Ei betätigt wurde. Dieser Schalter steuert das Schütz SCHI, das seinerseits den Stoppmotor StN1 abschaltet, so dass dieser das Werkstück samt seinem Halter in eine Stellung bringt, in welcher die Bohrungen 28', 29'genau gegenüber den Zapfen 28, 29 der Beschickungseinrichtung B zu stehen kommen.
Dieser Impulsschalter jE steuert über das Schütz SCHEI den Stoppmotor StNi, so dass dieser die Beschickungseinrichtung um jenen Winkel verdreht, der notwendig ist, um einen oder mehrere Rohlinge gegenüber einem Arbeitsaggregat A in Stellung zu bringen.
Bei Beendigung dieser Drehung der Beschickungseinrichtung tritt der Impulsschalter E2 in Aktion, welcher über das Magnetventil MV1 die beiden Zylinder Z der Einspannvorrichtung des Arbeitsaggregates mit Druckflüssigkeit oder Druckluft beschickt, sodass der Werkstückträger 21 vom Zwirl und Reitstocknagel erfasst und festgehalten wird. Am Ende dieser Einspannbewegung wird der Impulsschalter Eg in Tätigkeit gesetzt und dadurch werden über das Magnetventil MY2 die beiden Zylinder Z2 der Beschickungseinrichtung zum Lösen der Spannzapfen mit Druckluft beschickt.
Das Auslöseorgan des Zylinders Z2 trifft auf den Impulsschalter E4, der über das Magnetventil MV, dem Zylinder Zg Drucknüssigkeit zuführt, so dass dieser das Arbeitsaggregat A samt dem eingespannten Werkstückträger 21 von der Beschickungseinrichtung abrückt. Dabei wird der Impulsschalter Es betätigt, welcher einerseits über das Magnetventil MV4 den Zylinder Z4 zum Vorrücken des Werkzeuges gegen das Werkstück mit Druckluft beschickt, anderseits das Schaltschütz SCH2 in Tätigkeit gesetzt, welches den Stoppmotor StM2 einschaltet, wodurch das Werkstück samt dem Werkstückträger 21 für die Bearbeitung in Rotation versetzt wird.
Am Ende des Werkzeugvorganges gegen das Werkstück wird der Impulsschalter E6 betätigt, und dadurch über das Schaltschütz SCHEG der Stoppmotor Stem, eingeschaltet und dadurch der Vorschub des Werkzeuges mittels einer Vorschubspindel eingeleitet. Am Ende des Vorschubweges, d. h. bei Beendigung der Bearbeitung des Werk-
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mittels des Schaltschütz SCH4 zur Unterbrechung der Rotation des Werkstückes abgeschaltet. Nach Beendigung der Rückzugbewegung des Werkzeuges wird der Impulschalter Eg betätigt und dadurch über das Schaltschütz SCHs der Stoppmotor & Mg eingeschaltet, welcher den Werkzeugschlitten wieder in seine Ausgangsstellung zurückführt.
Bei Beendigung dieser Rückzugbewegung wird der Schalter E9 betätigt und durch diesen über das Magnetventil AfP der Zylinder Zg mit Druckluft beschickt, so dass dessen Kolben
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das Arbeitsaggregat A gegen die Beschickungseinrichtung B vorschiebt. Bei dieser Bewegung rückt der
Werkzeughalter 21 mit seinen beiden Bohrungen 28', 29'auf die Spannzapfen 28, 29 der Beschickungsein- richtung auf. Nunmehr wird durch den Impulsschalter Elo das Magnetventil MV7 in Tätigkeit gesetzt, welches die Zylinder Z2 wieder einschaltet und dadurch die Spannzapfen 28, 29 in den Spannzustand versetzt.
In dem Augenblick, in dem die Spannzapfen den Werkstückhalter festhalten, wird mittels des Impulsschalters Eu das MagnetventilMV 8 eingeschaltet, welches die Zylinder Zi der Spannvorrichtung des Arbeitsaggregates in Tätigkeit setzt, so dass diese das Werkstück freigeben. Nunmehr kann sich das bereits beschriebene
Arbeitsspiel wiederholen, welches durch Betätigen des Impulsschalters EI, wie beschrieben, ausgelöst wird.
Das erfindungsgemässe Beschickungsverfahren wird an Hand dreier Beispiele veranschaulicht, u. zw. ist das erste Beschickungsverfahren in den Fig. 3-7, das zweite Verfahrensbeispiel in den Fig. 8-22 und das dritte Verfahrensbeispiel in den Fig. 23-35 schematisch dargestellt. Dabei liegt sämtlichen Verfahrens- beispielen das Zusammenspiel einer Beschickungseinrichtung mit drei gleichartigen oder verschiedenen
Arbeitsaggregatpaaren zugrunde, bei dem stets zwei fertig bearbeitete Werkstücke gegen zwei Rohlinge aus- getauscht werden.
In den Fig. 3-7 ist das Ausführungsbeispiel einer Beschickung veranschaulicht, bei der mittels einer
Beschickungseinrichtung B drei Arbeitsaggregate mit je ein Werkstück aufweisenden Werkstückhalterpaaren beschickt werden, wobei das Aufnehmen und Abgeben der Werkstückhalterpaare für alle drei Arbeitsaggre- gate gleichzeitig erfolgt. Die einzelnen Phasen der Beschickung der drei Arbeitsaggregate werden nachstehend an Hand der Fig. 3 erläutert, wobei das Werkstückpaar 3, 4 durch das erste Arbeitsaggregat Al vorgefräst, durch das zweite Arbeitsaggregat A2 fertiggefräst und durch das dritte Arbeitsaggregat A3 überschliffen wird, wobei jeder der drei Arbeitsgänge den gleichen Zeitaufwand zur Werkstückbearbeitung benötigt.
Aus der Fig. 3 geht hervor, dass gegenüber jeder der drei Seiten einer vierseitigen Beschickungseinrichtung
B je zwei Arbeitsaggregate A"A. zum Vorfräsen, Fertigfräsen und zum Schleifen je zweier Werkstücke 3, 4 gegenüberliegen. Auf der vierten Seite der Beschickungseinrichtung B steht ein Bedienungsmann zum Ein- legen zweier Rohlinge in die Werkstückhalter bzw. zum Entfernen zweier bearbeiteter Werkstücke aus den
Werkstückhaltern.
Nach Fig. 3 befinden sich je zwei Werkstücke in jedem der drei Aggregatpaare As, A2, A3 und die Be- schickungseinrichtung B weist drei leere aufnahmefähige Seiten auf, wogegen die vierte Seite mit zwei in
Werkstückhalter bereits eingespannten Rohlingen 3, 4 besetzt ist. Am Ende des Arbeitsganges, dessen
Zeitaufwand bei allen drei Arbeitsaggregaten ungefähr gleich ist, erfolgt laut Fig. 4 die Abgabe der bearbei- teten Werkstücke samt ihren Werkstückhaltern an die Beschickungseinrichtung B, die darauf laut Fig. 5 um einen Winkel von 900 gedreht wird.
Dadurch kommen die beiden Rohlinge 3, 4 den Vorfräsaggregaten
Al gegenüber zu stehen und die bereits bearbeiteten Werkstücke werden der nächsten Bearbeitungsphase gegenüber eingestellt bzw. in die Abgabestellung gebracht, in der sie vom Bedienungsmann gegen zwei
Rohlinge ausgetauscht werden können. Der Austausch dieser fertig bearbeiteten Werkstücke erfolgt aber erst, nachdem die übrigen Werkstückpaare, wie Fig. 6 zeigt, bereits an die Arbeitsaggregate A"A"A, abgegeben wurden und bearbeitet werden. Die Fig. 7 zeigt eine Beschickungsphase, die mit der in Fig. 3 dargestellten Phase identisch ist. Zur Abwicklung eines solchen Beschickungsverfahrens sind daher nur vier verschiedene Beschickungsphasen (Fig. 3-6) nötig.
Nach einem andern, in den Fig. 8-22 dargestellten Beschickungssystem wird auf Basis der drei Arbeits- aggregate Al, A2, A3 und der vierseitigen Beschickungseinrichtung B in folgender Weise vorgegangen :
Vorauszuschicken ist, dass das Fräsaggregatpaar ti, und der Bedienungsmann um 180 zur Achse der Be- schickungseinrichtung B einander gegenüberliegen und die beiden Schleifaggregate A2, A3 dazu im Winkel von 90 um die Achse der Beschickungseinrichtung B versetzt liegen, aber jedes doppelte Arbeitszeit des
Fräsaggregatpaares in Anspruch nimmt.
Grundprinzip dieses Beschickungssystems ist es daher, dass die
Rohlinge 3, 4 wohl dem Fräsaggregatpaar Al zuerst zur Bearbeitung übermittelt werden, hingegen die ge- frästen Werkstücke abwechselnd dem einen oder andern Schleifaggregatpaar A2, A3 mittels der Beschickungs- einrichtung B übermittelt werden. Die Arbeitsweise dieses Beschickungssystems wickelt sich wie folgt ab :
Angenommen wird, dass laut Fig. 8 in jedem der drei Arbeitsaggregatpaare Av A2, A3 je ein Werkstückpaar bearbeitet wird, wobei das Fräsen die halbe Zeit gegenüber dem Schleifen beansprucht. Ausserdem sind auf der Beschickungsseite der Beschickungseinrichtung B zwei Rohlinge 3, 4 bereits eingespannt.
Nach er- folgtem Fräsen werden die beiden Werkstücke samt Werkstückhalter an die Beschickungseinrichtung B abgegeben (Fig. 9) und diese hierauf mit 1800 gedreht, so dass die Rohlinge 3, 4 dem Fräsaggregatpaar gegen- überliegen (Fig. 10) und beim nächsten Schaltschritt (Fig. 11) von diesem Arbeitsaggregatpaar aufgenommen werden. Gleichzeitig ist aber der Schleifprozess beim in Fig. 11 links dargestellten Schleifaggregatpaar A2 beendet und die beiden Werkstücke an die Beschickungseinrichtung B abgegeben worden. Hierauf findet eine Vierteldrehung der Beschickungseinrichtung B statt, durch welche laut Fig. 12 die gefrästen Werkstücke dem leeren Schleifaggregatpaar A2 gegenüber zu stehen kommen und laut Fig. 13 an dieses abgegeben werden.
Darauf erfolgt wieder eine Drehung der Beschickungseinrichtung B gemäss Fig. 14 um einen Win- kel von 180 , um die fertig geschliffenen Werkstücke in die Austauschstellung zu bringen, in der sie gemäss
Fig. 15 gegen Rohlinge 3, 4 ausgewechselt werden.
Inzwischen haben die beiden Fräsaggregate Al die Werkstücke fertiggefräst, so dass das bereits geschil- derte Spiel der Werkstückabgabe an die Beschickungseinrichtung B (Fig. 16), durch deren Drehung um
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einen Winkel von 180 (Fig. 17) die neuerliche Abgabe von Rohlingen 3, 4 an das Fräsaggregatpaar Al und die gleichzeitige, aber erstmalige Abgabe eines überschliffenen Werkstückpaares von dem in der Fig. 18 rechts gelegenen Schleifaggregatpaar A3 an die Beschickungseinrichtung B erfolgt, sich wiederholt. Nunmehr erfolgt vorerst eine Vierteldrehung der Beschickungseinrichtung B entgegen dem Uhrzeigersinn (Fig. 19), wodurch das gefräste Werkstückpaar in den Bereich des leeren Schleifaggregatpaares Ag rückt und gemäss Fig. 20 an dieses abgegeben wird.
Das fertig geschliffene Werkstückpaar gelangt nunmehr durch eine Drehung der Beschickungseinrichtung B um 180 in den Bereich des Bedienungsmannes (Fig. 21) und wird jetzt gegen ein Rohlingspaar 3, 4 (Fig. 22) ausgewechselt, worauf der geschilderte Zyklus sich von neuem wiederholt.
Nach einem weiteren, in Fig. 23-35 dargestellten Ausführungsbeispiel des Beschickungssystems sind je ein gleichartiges Arbeitsaggregatpaar im zeitgleichen Arbeitstakt zeitlich um ein Drittel des Zeitraumes versetzt, so dass die ihnen zugeordnete Beschickungseinrichtung B jede der drei Arbeitsgruppen Azid A2, AS bedienen kann.
In der in Fig. 23 veranschaulichten Arbeitsphase arbeiten alle drei Arbeitsaggregatpaare A"A", A, und auf der Bedienungsseite der Beschickungseinrichtung B ist ein Rohlingspaar 3, 4 mit seinen Werkstückhaltern 21 in die Beschickungseinrichtung B eingeführt worden. In der nächsten Arbeitsphase (Fig. 24) gibt das mittlere der drei Aggregatpaare A2 die fertig bearbeiteten Werkstücke an die Beschickungseinrichtung B ab, worauf diese um einen Winkel von 1800 gedreht wird (Fig. 25), so dass an Stelle der bearbeiteten Werkstücke die Rohlinge dem Arbeitsaggregat gegenüberliegen. Die Fig. 26 zeigt die folgende Beschickungsphase, bei der zwei Rohlinge gegen die fertigen Werkstücke in der Beschickungseinrichtung B ausgetauscht
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