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Vorrichtung bei durch einen Messstab verkörperten
Flüssigkeitsstandmessern
Es sind bereits Vorrichtungen bei durch einen Messstab verkörperten Flüssigkeitsstandmessern bekannt, die aus einer mit einem zum Durchziehen des Messstabes geeigneten Schlitz versehenen Platte aus elasti- schem Material bestehen, welche randseitig in einer im Bereich des Flüssigkeitsbehälters angeordneten
Halterung eben eingespannt ist.
Bei den vorbekannten Vorrichtungen dieser Gattung ist die Halterung für die zum Abstreifen des Öles od. dgl. vom Messstab dienende elastische Platte allseits geschlossen ; dementsprechend ist auch der zum
Einführen dieses Messstabes bestimmte Schlitz beiderends geschlossen und der Messstab muss somit von oben her in den Schlitz eingeführt werden, wobei sich beim Abwärtsschieben des Messstabes das abge- streifte Öl od. dgl. an der Oberseite der Abstreifvorrichtung sammelt. Ein Abfliessen viskoser Flüssigkeit durch den Schlitz ist nicht in ausreichendem Masse gewährleistet ; der Messstab wird also beim Heraus- ziehen durch die angesammelte Flüssigkeit neuerlich benetzt und kann die zur Ermittlung genauer Mess- ergebnisse erforderliche Sauberkeit nicht aufweisen.
Dem wesentlichsten Merkmal der Erfindung zufolge weist bei einer Vorrichtung der eingangs erwähn- ten Gattung die in einer etwa U-förmigen Halterung eingespannte Platte einen mittig parallel zu den U-Schenkeln der Halterung verlaufenden und nach der dem Steg der Halterung abgewendeten Seite hin offenen, zum seitlichen Einführen des Messstabes bestimmten Schlitz mit vorzugsweise ausgerundeten Begrenzungsflanken auf.
Infolge dieser erfindungsgemässen Ausbildung der Vorrichtung kann der Messstab von der Seite her in den einseitig offenen Schlitz der Abstreifvorrichtung eingeführt und anschliessend lediglichaufwärtsgezogen werden, wobei die abgestreifte Flüssigkeit an der Unterseite des elastischen Materialstückes verbleibt und von dort abzutropfen vermag ; der Messstab wird während der Aufwärtsbewegung völlig sauber und wird nicht mehr neuerlich benetzt. Das Einführen des Messstabes in den einseitig offenen Schlitz der Abstreifvorrichtung ist im übrigen wesentlich einfacher als das Durchstecken dieses Stabes in die geschlitz- te Platte der vorbekannten Einrichtung.
Bei der ersterwähnten Ausbildung des Schlitzes wird das Einführen des Messstabes mit einer wesentlich geringeren Beanspruchung des elastischen Materials erfolgen können und dieses Material wird demnach eine wesentlich höhere Lebensdauer aufweisen.
Es sind allerdings bereits Flüssigkeitsabstreifer bekanntgeworden, bei denen der Messstab seitlich in einen Schlitz eingeführt wird. Das zum Abstreifen der Flüssigkeit dienende elastische Material wird jedoch hiebei nicht von einer zur Abstreifrichtung senkrecht gerichteten ebenen Platte gebildet, sondern ist in Längsrichtung des Ölstabes gefaltet, wobei die Faltränder den zum Einführen des Messstabes bestimmten Schlitz bilden. Dabei kann das Einführen des Stabes Schwierigkeiten verursachen, weil nicht sicher zu gewährleisten ist, dass die Ränder des Filzes weit genug voneinander abstehen. Abgesehen davon besteht die Gefahr einer Längsverschiebung des gefalteten Filzes in seiner Halterung, die allzuleicht zu einem Verlust dieses Materials führen kann.
Der erfindungsgemässe Flüssigkeitsstandmesser soll insbesondere dazu bestimmt sein, an Kraftfahrzeugen angeordnet zu werden, um die zum Messen des Motorölstandes dienenden Messstäbe abzustreifen. Hiebei wird die erfindungsgemässe Vorrichtung vorteilhaft in unmittelbarer Nähe jener Öffnung angeordnet, durch die der Messstab in die Ölwanne des Motors getaucht wird und in welcher er bei Nichtbenutzung steckt. Um die mittels der Vorrichtung vom Messstab abgestreifte Flüssigkeit, also z. B. den Öltropfen, aufzufangen, kann das Abstreiforgan, z. B. am Motorblock, derart verstellbar, z. B. ver-
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