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Mischergehäuse mit mindestens drei Rohranschlüssen und einem zentral angeordneten Drehschieber
Die Erfindung bezieht sich auf ein Mischergehäuse mit mindestens drei Rohranschlüssen und einem zentral angeordneten Drehschieber, bestehend aus zwei längs der durch die Achsen der Rohranschlüsse gehenden Symmetrieebene miteinander verschweisstenStah1blechschalen und darin eingeschweissten, Führungen bildenden Einsätzen. Derartige Gehäuse werden beispielsweise bei vier Rohranschlüssen zur sogenannten Zweiwegbeimischung zwischen Heizkesselvor- und -rücklauf und Heizungsvor-und-rücklauf ge- schaltet.
Die bisherigen Mischergehäuse müssen, insbesondere wenn es sich um Mischer mit kleinen Dimensionen handelt, trotz Schweissausführung hinsichtlich ihrer Fertigungsmöglichkeiten als kostspielig bezeichnet werden, denn es sind diese Gehäuse noch aus mindestens drei, je nachdem, ob es sich um Zweioder Einwegbeimischung handelt, einzelnen RohrstUcken zusammengesetzt. Ausserdem müssen die Rohrprofile im Bereich ihrer Durchdringungskurven angenähert auf Rechteckquerschnitt gebracht werden, damit sich im zusammengesetzten Zustand zur Rohrkreuzachse senkrechte Kanten ergeben, zwischen denen der Drehschieber unter dichter Anlage gedreht werden kann.
Neben den hiezu notwendigen vier Schweissnähten (bei vier Einzelrohrstücken) sind weitere durch Schweissung zu verbindende Bauteile notwendig, um einen Deckel- und Bodenflansch anbringen zu können, die den Mischerinnenraum zugänglich machen, aber auch die Steifigkeit des Kreuzes erhöhen.
Demgemäss resultiert die Erfindung aus der Aufgabenstellung, eine Gehäuseausführung zu schaffen, die mit einfachsten Bauteilen zusammengestellt und geschweisst werden kann.
Ein solches Mischergehäuse ist im wesentlichen dadurch ausgezeichnet, dass der radiale Abstand der Gehäuseinnenwand von derDrehschieberachse zwischen den Rohranschlüssen grösser ist als der Durchmesser des von den achsparallelen Drehschieberkanten umschriebenen Zylinders zuzüglich üblichen Spieles und dass die Einsätze als V-förmig gebogene, mit ihren Schenkeln an den inneren Schalenwänden zwischen den Rohranschlüssen angeschweisste Bleche ausgebildet sind, deren parallel zur Drehschieberachse verlaufende Biegekanten Gleitsitz für die achsparallelen Drehschieberkanten bilden, so dass die Schenkel der Blecheinsätze zusammen mit den Rohranschlüssen voneinander getrennte, sich bis in den Bereich des von den achsparallelen Drehschieberkanten umschriebenen Zylinders erstreckende Räume für die Strömungsmittel bilden.
Die aus Blech fertiggepresste Schalenform hat z. B. etwa die Gestalt eines kreuzförmigen Tonnengewölbes (bei vier Rohranschlüssen), d. h. bei Zweiwegbeimischung.
Dem einfachen Pressvorgang stehen die kostspieligen Arbeiten des Abmessens und Absägens von Rohrabschnitten bei den bisher bekannten Mischerbauarten gegenüber. Weiterhin entfallen Anpassarbeiten an den Rohrstücken (Aufweiten und Verformen zu Rechteckquerschnitten) und Justierarbeiten beim Verschweissen, da die Schalen in ihrer endgültigen Form aus der Presse kommen und diese lediglich zusammengelegt werden und mit einfachen Längsnähten verschweisst werden müssen.
Zur näheren Erläuterung ist der erfindungsgemässe Mischer in einem Ausführungsbeispielzeichnerisch dargestellt.
In dieser Darstellung zeigt Fig. l einenschnitt durch den Mischer nachLWe I-I in Fig. 3, Fig. 2 einen weiteren Schnitt durch den Mischer nach Linie II-II in Fig. 3 ohne eingebauten Drehschieber und Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch den Mischer nach Linie III-III in Fig. l.
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Der gezeigte Mischer besteht aus zwei Halbschalen 1 und 2, die zusammengeschweisst werden. Die eine Schale wird im Zentrum an der Stelle 3 etwas nach aussen gepresst, wo anschliessend eine Auflagekante 4 angedreht wird als Auflage für einen Rundschnurring 5. Der daraufliegende Deckel 6 zentriert sich durch die Kanten 7 der Einsätze 8. Die Schale 1 hat in der Mitte eine Öffnung 9, in die der Bund 10 eines Flansches 11 hineinragt, bei grösseren Mischern eine zweite Einlagescheibe (entsprechend Scheibe 6) zur Abdichtung und zum Schutz gegen Fressen des Drehschiebers 12. Zur Erzeugung einer Auflage und Dicht-
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oben aussen gepresst, die überdreht wird.
Damit das Mischergehäuse genügend steif wird und um dem Drehschieber 12 eine einfache Form geben zu können, werden die vier Winkelstücke 8 eingeschweisst. Das Mischergehäuse muss absolut steif sein, da durchSchrumpfspannungen beim Schweissen in den Rohrsystemen mitunter ganz erhebliche Spannungen auftreten, die vom Mischergehäuse ohne wesentliche Formveränderung desselben aufgenommen werden müssen. Die Winkelstücke 8 sind an ihrer senkrechten Biegekante 7 mit nicht rostendem Werkstoff gepanzert, z. B. ist eine Leiste aufgenietet oder aufgeschweisst oder im Metallspritzverfahren aufgetragen.
Ein erfindungsgemässes Mischergehäuse für Einwegbeimischung ist im Prinzip gleichartig ausgebildet wie das in den Zeichnungen beispielsweise gezeigte Gehäuse für eine Zweiwegmischung.
Einer der Rohranschlüsse fällt dann weg, ebenso zwei der Einsätze 8, von denen einer in aufgebogener und etwas gestreckter Form auf der Seite des Gehäuses eingesetzt wird, an der der vierte Rohranschluss weggefallen ist.
Der Mischer ist dadurch weitgehendst korrosionsgeschützt, dass das axiale Spiel des Drehschiebers bei kleineren Mischern durch eine Scheibe 6, bei grösseren Mischern durch zwei derartige Scheiben aufgenommen wird, die durch Rundschnurringe federnd an der Gehäusewand anliegen und durch deren Elastizität gegen den Drehschieber gepresst werden. Dies gehört jedoch nicht zum Gegenstand der Erfindung.
PATENTANSPRÜCHE ?
1. Mischergehäuse mit mindestens drei Rohranschlüssen und einem zentral angeordneten Drehschieber, bestehend aus zwei längs der durch die Achsen der Rohranschlüsse gehenden Symmetrieebene miteinander verschweissten Stahlblechschalen und darin eingeschweissten, Führungen bildenden Einsätzen, dadurch gekennzeichnet, dass der radiale Abstand der Gehäuseinnenwand von der Drehschieberachse zwichen den Rohranschlüssen grösser ist als der Durchmesser des von den achsparallelen Drehschieberkanten umschriebenen Zylinders zuzüglich üblichen Spieles und dass die Einsätze als V-förmig gebogene, mit ihren Schenkeln an den inneren Schalenwänden zwischen den Rohranschlüssen angeschweisste Bleche ausgebildet sind,
deren parallel zur Drehschieberachse verlaufende Biegekanten Gleitsitze für die achsparalle- len Drehschieberkanten bilden, so dass die Schenkel der Blecheinsätze zusammen mit den Rohranschlüssen voneinander getrennte, sich bis in den Bereich des von Jen achsparallelen Drehschieberkanten umschriebenen Zylinders erstreckende Räume für die Strömungsmittel bilden.