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Wärmemesser nach dem Verdampfungsprinzip
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Wärmemesser nach dem Verdampfungsprinzip mit einem Verdampfungsbehälter und einer vor dieser angebrachten Skala.
Bei solchen Wärmemessern liegt das Problem vor, ein sicheres und schnelles Ablesen mit einem schnellen Einsetzen und Ausnehmen des Verdampfungsbehälters und einer genauen Justierung des letzteren, nachdem er gefüllt worden ist, zu kombinieren.
Das Ablesen wird dadurch erschwert, dass solche Wärmemesser häufig verhältnismässig niedrig angebracht sind, so dass es nicht möglich ist, beim Ablesen das Auge direkt vor dem Wärmemesser zu halten. Es besteht deshalb eine grosse Gefahr für Parallaxefehler und Fehler bei unrichtiger Hinführung der Flüssigkeitsoberfläche auf einen Teilstrich der Skala, welche Teilstriche häufig an den Seiten eines Spalts angeordnet sind, hinter dem die Flüssigkeitsoberfläche sichtbar ist. Das bei Messbehältern anderer Art zur Überwindung dieser Schwierigkeit häufig verwendete Mittel, und zwar die Anordnung der Teilstriche am Messbehälter selbst, ist bei Wärmemessern nicht geeignet, weil eine Justierung des Verdampfungsbehälters nach dem Füllen und Einsetzen desselben nicht mehr möglich wäre.
Die Forderung auf ein leichtes Einsetzen und Ausnehmen des Verdampfungsbehälters macht es ferner schwierig, den Verdampfungsbehälter mit einer Skala in feste Verbindung zu bringen, wie es bei Messapparaten mit fest angeordnetem Behälter möglich ist.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine befriedigende Lösung des genannten Problems zu schaffen, und zu diesem Zweck besteht die Haupteigentümlichkeit der Erfindung darin, dass die Teilstriche der Skala auf der an dem Verdampfungsbehälter eng anliegenden Seite einer durchsichtigen Platte die Flüssigkeitssäule im Verdampfungsbehälter in an sich bekannter Weise überquerend und seitlich über diese überstehend angeordnet sind und der Verdampfungsbehälter gegenüber dieser in Längsrichtung verstellbar ist.
Bei dieser Konstruktion wird erreicht, dass das Ablesen selbst mit dem Auge in schräger Lage ohne Parallaxefehler erfolgen kann, weil die Teilstriche der Skala direkt am Verdampfungsbehälter anliegen, und Hinführungsfehler sind ebenfalls wenig wahrscheinlich, weil die Skalastriche auch direkt vor dem Verdampfungsbehälter sichtbar sind. Die Konstruktion bildet kein Hindernis für ein schnelles und leichtes Einsetzen und Ausnehmen des Verdampfungsbehälters. Justierung nach Füllen und Einsetzen des Messbehälters ist ebenfalls möglich, weil die Skalastriche nicht am Verdampfungsbehälter sitzen, so dass dieser im Verhältnis zu den Skalastrichen verschoben werden kann.
Die Skalastriche eines Wärmemessers gemäss der Erfindung können entweder auf einen getrennten Skalaträger, der zwischen einer durchsichtbaren und abnehmbaren bzw. aufklappbaren Vorderwand des Messers und der Vorderseite des Verdampfungsbehälters in dichtem Anschluss gegen die Wand des letzteren eingesetzt wird, angeordnet sein, oder sie können auf der dem erwähnten Behälter zugekehrten und dann in Übereinstimmung mit der zylindrischen Aussenseite dieses Behälters gewölbten Seitenfläche eines durchsichtigen Teils der Vorderwand bzw. des Messgerätes angeordnet sein.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 in Vorderansicht einen Wärmemesser bekannter Art für Radiatoren, Fig. 2 den abnehmbaren oder aufklappbaren Deckel desselben, Fig. 3 und 4 Querschnitte nach der Linie III-III in Fig. 1 durch einen Radiator-Wärmemesser gemäss der Erfindung in zwei gegenseitig verschiedenen Ausführungsbeispielen der Vorderplatte des Messers.
Das Gehäuse des Radiator-Wärmemessers besteht in der gezeigten Ausführungsform aus einem in seiner Grundform parallel-epipedischen, aus wärmeaufspeicherndem Material hergestellten Block 1, dessen Vorderseite eine längsgehende Aussparung 2 zur Aufnahme des Verdampfungsbehälters 3 aufweist. Auf dem Block 1 ist eine Frontplatte oder Deckplatte 9 angeordnet, deren unteres Ende eine Tasche 4, Fig. 2, aufweist, und auf dem Boden dieser Tasche ist ein Ansatz, in dem eine einstellbare Schraube 6 mit geriffeltem Kopf eingeschraubt ist. Die aufwärtsgekehrte Seite dieser Schraube weist eine nach innen gewölbte Vertiefung auf, in der das untere Ende des Verdampfungsbehälters 3 ruht.
Oben ist der Verdampfungsbehälter von einer Schraubfeder 7 unterstützt, die zwischen dem aufwärtsgekehrten Ende des Verdampfungsbehälters und der Oberseite 8 der Frontplatte eingesetzt ist.
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Die Vorderseite des Blockes 1 mit dem darin angebrachten Verdampfungsbehälter ist durch eine aus durchsichtigem Werkstoff, z. B. aus Glas oder Kunststoff, hergestellte Frontplatte 9 bedeckt, welche Platte durch zwei gegenseitig parallele Rillen 10 in der Vorderseite des Blockes 1 fixiert ist. Der Deckel 9 kann in irgendeiner bekannten Weise auf dem Block festgehalten werden.
Die gegen den Verdampfungsbehälter 3 gekehrte Seite der Frontplatte 9 weist in Fig. 3 eine gewölbte Fläche 11 auf. Diese Fläche ist vorzugsweise in Übereinstimmung mit dem Krümmungsradius der Aussenseite des Verdampfungsbehälters gewölbt und liegt dicht an der Aussenseite dieses Verdampfungsbehälters.
Die gewölbte Platte ist mit Skalateilstrichen versehen.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 4 weicht von der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform dadurch ab, dass zwischen der durchsichtigen Vorderplatte und dem Verdampfungsbehälter ein ebenfalls aus durchsichtigem Werkstoff hergestellter Skalaträger angebracht ist, welcher Skalaträger gegen die Aussenseite des Verdampfungsbehälters längs des mittleren Teils seiner Weite dicht anliegt und in diesem Teil mit Skalastrichen auf der dem Verdampfungsbehälter 3 zugekehrten Seite ausgestaltet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Wärmemesser nach dem Verdampfungsprinzip mit einem Verdampfungsbehälter und einer vor diesem angebrachten Skala, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilstriche der Skala auf der an dem Verdampfungsbehälter (3) eng anliegenden Seite einer durchsichtigen Platte (9) die Flüssigkeitssäule im Verdampfungsbehälter (3) in an sich bekannter Weise überquerend und seitlich über diese überstehend angeordnet sind und der Verdampfungsbehälter (3) gegenüber dieser in Längsrichtung verstellbar ist.