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Ätzbad zur Herstellung von Photogravuren
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Die Netzmittel, die Polyalkohole und die Kohlenwasserstoffe richten sich im einzelnen nach dem beabsichtigten Zweck.
Die erfindungsgemässen Ätzbäder zur Herstellung von Photogravuren werden im folgenden durch einige Ausführungsbeispiele beschrieben.
Beispiel l : Bestandteile des Gemisches
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<tb>
<tb> a) <SEP> Sulfatfreies <SEP> Petroleumsulfonat <SEP> etwa <SEP> 31 <SEP> Gew.-Teile
<tb> b) <SEP> Höhere <SEP> Fettsäuren <SEP> der <SEP> allgemeinen
<tb> Formel <SEP> CnH2nO2 <SEP> (n=8-16) <SEP> etwa <SEP> 42 <SEP> Gew.Teile
<tb> c) <SEP> Alkylphenol, <SEP> kondensiert <SEP> mit <SEP> n
<tb> Molekülen <SEP> Äthylenoxyd <SEP> (n <SEP> = <SEP> 4 <SEP> - <SEP> 15) <SEP> etwa <SEP> 17 <SEP> Gew.-Teile
<tb> d) <SEP> Pflanzenöl <SEP> und <SEP> Mineralöl <SEP> etwa <SEP> 10 <SEP> Gew.-Teile
<tb>
Das auf diese Weise erhaltene Gemisch wird nach den bekannten klassischen Verfahren desulfatiert, um es löslich zu machen. Hierauf setzt man das Gemisch in einer Menge von 100 bis 400% einem Derivat eines Erdölkohlenwasserstoffes hinzu, welches bei gewöhnlicher Temperatur flüssig ist.
Dieses homogene Gemisch wird schliesslich in einer Menge von 1 bis 5 Vol.-% in einer Lösung von Salpetersäure in Wasser mit einem Gehalt von 3 bis 30% reiner HN03 dispergiert. Das fertige Gemisch bildet das Ätzbad.
Beispiel 2 : Bestandteile des Gemisches
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<tb>
<tb> a) <SEP> Sulfatfreies <SEP> Polydodecylbenzolsulfonat <SEP> etwa <SEP> 10 <SEP> Teile
<tb> b) <SEP> "Acid <SEP> Oil" <SEP> etwa <SEP> 34 <SEP> Teile
<tb> c) <SEP> Alkylphenol, <SEP> kondensiert <SEP> mit <SEP> n
<tb> Molekülen <SEP> Äthylenoxyd <SEP> (n <SEP> = <SEP> 4 <SEP> - <SEP> 15) <SEP> etwa <SEP> 40 <SEP> Teile
<tb> d) <SEP> Pflanzenöl, <SEP> trocknend <SEP> oder <SEP> nichttrocknend <SEP> etwa <SEP> 28 <SEP> Teile
<tb>
Das fertige Gemisch wird wie in Beispiel 1 nach bekannten klassischen Verfahren desulfatiert, um es löslich zu machen. Das erhaltene Produkt wird dann in einer Menge von 100 bis 400% mit einem Derivat eines Erdölkohlenwasserstoffes, das bei gewöhnlicher Temperatur flüssig ist, vermischt.
Hierauf erfolgt wie vorher das Dispergieren unter den gleichen Verhältnissen in einer wässerigen Lösung von Salpetersäure mit einem Gehalt von 3 bis 30% reiner HNO, wodurch man ein zweites Ätzbad erhält.
Beispiel 3 : Bestandteile des Gemisches
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<tb>
<tb> a) <SEP> Ester <SEP> gesättigter <SEP> oder <SEP> ungesättigter <SEP> Fettsäuren, <SEP> wie <SEP> z. <SEP> B. <SEP> die <SEP> Laurate, <SEP> Palmitate,
<tb> Stearate, <SEP> Oleate <SEP> und <SEP> Ricinoleate <SEP> aliphatischer <SEP> Alkohole <SEP> (Äthyl-, <SEP> Propyl-, <SEP> Butylalkohol, <SEP> usw.) <SEP> etwa <SEP> 46 <SEP> Teile
<tb> b) <SEP> Alkylphenol, <SEP> kondensiert <SEP> mit <SEP> n
<tb> Molekülen <SEP> Äthylenoxyd <SEP> (n <SEP> = <SEP> 4 <SEP> - <SEP> 15) <SEP> etwa <SEP> 19 <SEP> Teile
<tb> c) <SEP> Tridekanol <SEP> etwa <SEP> 7 <SEP> Teile
<tb> d) <SEP> Alkylbenzol <SEP> etwa <SEP> 21 <SEP> Teile
<tb> e) <SEP> Aliphatische <SEP> Ketone <SEP> der <SEP> Formel
<tb> CH3. <SEP> (CH-CO- <SEP> (CH <SEP> .
<SEP> CH, <SEP> (in
<tb> welcher <SEP> sowohl <SEP> n <SEP> als <SEP> auch <SEP> nl <SEP> 'S <SEP> sind) <SEP> etwa <SEP> 13 <SEP> Teile
<tb>
Das erhaltene Produkt wird in einer Menge von 100 bis 400% mit einem Derivat eines Erdölkohlenwasserstoffes, welches bei gewöhnlicher Temperatur flüssig ist, vermischt, und das homogene Gemisch wird dann wie in Beispiel 1 und 2 in einer Menge von 1 bis 5 Vol. -0/0 in einer Lösung von Salpetersäure in Wasser mit einem Gehalt von 3 bis 30% reiner HNO dispergiert. Das fertige Gemisch bildet ein drittes Ätzbad gemäss der Erfindung.
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Beispiel 4 : Bestandteile des Gemisches
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<tb>
<tb> a) <SEP> Alkylphenol, <SEP> kondensiert <SEP> mit <SEP> 8 <SEP> Molekülen <SEP> Äthylenoxyd <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile
<tb> b) <SEP> Butylpropylenglykol <SEP> 4-8 <SEP> Gew.-Teile <SEP>
<tb> c) <SEP> Polydodecylbenzol <SEP> 40-60 <SEP> Gew.-Teile <SEP>
<tb> d) <SEP> Butylester <SEP> der <SEP> wasserfreien <SEP> 16-Oxy-
<tb> - <SEP> 7-hexadecensäure <SEP> 10 <SEP> - <SEP> 20 <SEP> Gew. <SEP> -Teile <SEP>
<tb> e) <SEP> 16-Oxy-hexadecensäure <SEP> 20-30 <SEP> Gew.-Teile <SEP>
<tb>
Dieses homogene Gemisch wird schliesslich in einer Menge von 1 bis 5 Vol.-% in einer Lösung von
Salpetersäure in Wasser mit einem Gehalt von 3 bis 30% reiner HNO dispergiert. Das fertige Gemisch bildet ein viertes Ätzbad.
Wie aus Vorstehendem zu ersehen ist, umfasst dieses ursprüngliche Gemisch :
1. logene oder nichtiogene amphotere Netzmittel, wie z. B. ein Alkylphenol,
2. Äther oder Ester mehrwertiger Alkohole, wie z. B. Butylpropylenglykol oder Äthylpropylenglykol und Methylpropylenglykol,
3. mono- oder polycyclische, mono-oder polysubstituierte, aromatische Kohlenwasserstoffe, mit einer oder mehreren verzweigten oder unverzweigten Seitenketten mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen.
Man muss hiebei synthetische Kohlenwasserstoffe verwenden, insbesondere diejenigen, welche nach der
Friedel-Crafts-Reaktion hergestellt werden. Beispiele hiefür sind Polydodecylbenzole, Polyamylnaph- thaline. Polyanonylnaphthaline und die Polydecyltoluole anführen,
4. aliphatische Oxycarbonsäuren und Oxycarbonsäuren der Äthylen-Reihe mit 8 - 24 Kohlenstoff- atomen, wie z.
B. die 16-0xy-7-hexadecensäure, die 3-0xy-4-hexensäure, die cis-12-0xy-9-octodecen- säure, die 3-0xy-2-octensäure, die 12-0xy-9-octodecensäure sowie die 16-0xy-6-hexadecensäure.
Man hat bemerkt, dass man bei sorgfältiger Auswahl der vorerwähnten Kohlenwasserstoffe und in An- betracht der verwendeten Carboxylverbindungen ein sehr gutes Auflösungsvermögen erhält, ohne dass da- bei die Viskosität der Lösung merklich absinkt, was nicht der Fall ist, wenn man Kohlenwasserstoffe der
Paraffinreihe verwendet. Dadurch allein erhält man schon ein sehr beständiges, weniger flüchtiges Endprodukt mit höherem Flammpunkt.
Die Verwendung der vorher definierten aliphatischen Carboxylverbindungen gestattet ein Ausbreiten in laminärer Schicht, wobei die Bunzen und Ränder geschützt sind.
Die gleichzeitige Anwesenheit der Äther mehrwertiger Alkohole, der Kohlenwasserstoffe sowie der ionogenen und nichtionogenen amphoteren Verbindungen begünstigt nicht nur die Bildung, sondern auch die Auflösung der Dispersion der Carboxyl-Verbindung unter gegebenen Verhältnissen der Temperatur und des Rührens.
Die verschiedenen Bestandteile des Ätzmediums in der oben angegebenen Dosierung verändern den Zustand der Oberflächen und der Grenzflächen im Sinne einer beschleunigten Diffusion.
Im Rahmen der Erfindung können die Bestandteile der dem Ätzbad zugegebenen Mischung noch durch weitere Bestandteile ergänzt bzw. einzelne Bestandteile der oben beschriebenen Art durch neue Bestandteile ersetzt werden, wodurch die Ätzgeschwindigkeit erhöht und die Ätzdauer verringert werden kann und wodurch die wesentlichen Eigenschaften des Ätzbades, d. h. dessen Stabilität, dessen Wirtschaftlichkeit im Betrieb und auch die Schutzwirkung desselben erhalten bleiben.
Diese neu zur Mischung hinzukommenden Stoffe sind von Estern der Phosphorsäure mit Fettalkoholen oder-phenolen, der allgemeinen Formel
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gebildet, in welchen R. R', R" gesättigte oder ungesättigte aliphatische Alkohole mit 10 - 20 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Laurylalkohol, Myristilalkohol, Stearinalkohol u. dgl., oder Phenole, wie beispielsweise Phenol, Resorcin, Pyragollol, Kresol und Guajakol bedeuten. Auch Aminokarbonsäuren
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mit mehreren Karboxylgruppen, wie sie durch Einwirkung halogensubstituierter Säuren auf Polyamine, beispielsweise durch Einwirkung von Monochloressigsäure auf Äthylendiamin, wodurch ein Produkt folgender Formel
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entsteht, erhalten werden, sind für den vorliegenden Zweck geeignet.
Eine solche abgeänderte Zusammensetzung eines erfindungsgemässen Ätzbades ist in Beispiel 5 angegeben.
Beispiel 5 : Die im Ätzbad enthaltene Mischung enthält folgende Bestandteile : a) 5 - 8 Teile eines mit 8 Molekülen Äthylenoxyd kondensierten Alkylphenols, b) 4 - 8 Teile Butylpropylenglykol, c) 20 - 40 Teile Polydodecylbenzol, d) 2 - 20 Teile Phosphorsäurelaurylalkoholester e) 20 - 40 Teile polymerisierte und dehydratisierte 16-0xy-7-hexadecensäure. f) 30 - 60 Teile einer Petroleumfraktion mit einem Siedebereich von 130 bis 1800C als Lösungsmittel.
Diese Mischung wird in einer Menge von 1 bis 5 Vol. -0/0 in einer 3-bis 30'oigen wässerigen Lösung reiner Salpetersäure dispergiert.
Erfahrungsgemäss hat sich gezeigt, dass durch Anwesenheit des einen oder des andern oben beschrie- benen Stoffes im Ätzbad. die Ätzgeschwindigkeit beschleunigt bzw. die Ätzzeit verringert wird, ohne dass die Wirksamkeit und die Leistungsfähigkeit des erfindungsgemässen Ätzbades verglichen mit Ätzbädem bekannter Art geringer wäre.
Die erfindungsgemässen Ätzbäder sind auch geeignet für die Verwendung in Geräten, wo die Ätzflüssigkeit gegen das Klischee gesprüht wird. Das Ätzen erfolgt im allgemeinen bei Atmosphärendruck und bei Raumtemperatur, d. h. etwa 20 C, obwohl auch leicht erhöhte Temperaturen, beispielsweise eine Temperatur von 400C angewendet werden kann. Die beschriebenen erfindungsgemässen Ätzbäder müssen während des Ätzens dauernd bewegt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
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