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Rohrprüfpresse, insbesondere für Rohre grosser Länge
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rohrprüfpresse, insbesondere für Rohre grosser Länge, die aus mindestens einem das zu prüfende Rohr an einem Ende abschliessenden, Druckflüssigkeit, insbesondere Wasser, zuführenden Dichtkopf und aus mindestens einem das andere Ende des Rohres abschliessenden Dichtkopf besteht. Pressen dieser Art sind bekannt.
Der Erfindung liegen folgende Überlegungen zugrunde : Soll der Ausstoss an Prüflingen gesteigert werden, dann muss eine entsprechend grosse Zahl von Prüfpressen zur Verfügung stehen. Dieser Aufwand lässt sich erheblich verringern, wenn dafür gesorgt wird, dass die zu prüfenden Rohre eine verhältnismässig grosse Länge haben. Irgendwelche Schwierigkeiten, Rohre mit grossen Längen zu fertigen, bestehen nicht. So kann man beispielsweise aus einem Band gefertigte, spiralnahtgschweisste Rohre herstellen, deren Länge nur von dem Platzbedarf abhängt, der der jeweiligen Rohrlänge entspricht. Es lassen sich also beispielsweise Rohre von 100 m Länge und mehr fertigen.
Soweit es sich um spiralnahtgeschweisste Rohre handelt, ist es meist nicht einmal erforderlich, diese vor der Durchführung der Druckprüfung zu richten, wenngleich man selbstverständlich vor der Druckprüfung ein Richten des jeweils zu prüfenden Rohres durchführen kann. Werden somit Rohre verhältnismässig grosser Länge gefertigt, dann brauchen dem jeweiligen Rohr nur zwei Köpfe zugeordnet zu werden, die das Rohr an den beiden Enden abschliessen und über die dann Druckflüssigkeit od. dgl. zugeführt wird. Rohre, die nicht dicht sind, werden dann an den Stellen, an denen Druckmittel entweicht, markiert und dann so getrennt, dass nur druckdichte Rohrabschnitte anfallen.
Wenngleich man bei der Druckprüfung verhältnismässig langer Rohre in gleicher Weise vorgehen könnte, wie dies bisher üblich ist, empfiehlt es sich jedoch, dafür zu sorgen, dass die Druckprüfung, wie bekannt, taktweise erfolgt. In diesem Fall ist die Prüfeinrichtung den andern Bearbeitungsmaschinen, wie Richtmaschinen, Abstech- und Anfasmaschinen, Gewindeschneidmaschin : n usw., so anzuordnen, dass das Rohr automatisch von einer dieser Maschinen bzw. Einrichtungen zu einer andern bewegt werden kann. Nun werden einer Dichtheitsprüfung zu unterziehende Rohre im Regelfall an ihren beiden Enden bearbeitet, u. zw. mindestens abgestochen ang : fast. In einem besonderen Arbeitsgang werden sie innen gereinigt, z. B. gespült, und dann im kontinuierlichen Verfahren mit Flüssigkeit vorgefüllt und auf Innendruck geprüft.
Es ist auch bekannt, auf das Spülen zu verzichten.
Das Spülen der Rohre erfordert nun aber auch einen verhältnismässig hohen Aufwand, weil die Schmutzteilchen, wie Zunder, Späne od. dgl., nur mit durch das Rohr schnell bewegtem Wasser entfernt werden können. Wird vor dem Prüfen nicht gespült, dann müsste während oder nach dem Prüfen mit Pr, ss- flüssigkeit gespült werden, was zumindest den Verschleiss der erforderlichen Dichtmittel und Ventile erhöht, wenn nicht sogar ein zuverlässiges Arbeiten unmöglich macht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, nicht nur die Zahl der Prüfcinrichtungen in einem Werk so stark wie möglich zu verringern, sondern auch das Spülen der Prüflinge schnell zu bewältigen, ohne die eigentliche Rohrprüfpresse bzw. -pressen belegen und ohne eine zweite vollständige Anordnung mit Dichtköpfen an beiden Prüflingsenden nach Art der Mehrfach-Rohrprüfpressen erstellen zu müssen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird, in Abweichung von den bisher bekannten Prüfeinrichtungen, daher erfindungsgemäss vorgeschlagen, an dem einen Ende der Rohrprüfpresse nur einen Dichtkopf vorzusehen, während an dem andern Ende zwei Dichtköpfe mit an sich bekannten Flüssigkeitszufuhr-Reglern derart quer zu ihren Achsen von einer in eine zweite Stellung verschwenk-bzw. verdrehbar und eventuell verschiebbar angeordnet sind, dass in jeder der beiden Stellungen ein Dichtkopf mit dem erstgenannten Dichtkopf fluchtet, während der andere zur Aufnahme eines weiteren Rohres bereit ist. Vorteilhaft ist es, dafür zu sorgen, dass das ganze Gerät in der Längsrichtung gegen die Horizontale geneigt angeordnet ist.
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Jeder der Träger 1, 2 ist über Rollen 3 auf Führungs- und Tragstangen 4 verschiebbar und in gewünschten
Stellungen festlegbar. Zur Halterung der Stangen 4 dienen Böcke 5. Jeder Träger 1 weist im Ausfüh- rungsbeispiel zwei doppelkonische Transportrollen 6 auf, die zweckmässigerweise angetrieben sein sollten, wenngleich dies deswegen nicht unbedingt erforderlich ist, weil diese ja so gelagert sind, dass die Berüh- rungsflächen der einzelnen Transportrollen mit dem zu bewegenden Rohr in Ebenen liegen, die mit der
Horizontalen einen Winkel einschliessen. Jeder Träger 1 und 2 weist darüber hinaus einen Hubbalken 7 auf, der, kreisbogenförmig bewegt, eine Querförderung von Rohren veranlasst.
Der Träger 2 ist mit einer den Transportrollen 6 entsprechenden Transportrolle 8 versehen, trägt einen den Hubbalken 7 der Träger 1 gleichen Hubbalken 9 und zwei Transportrollenpaare 10, 11, deren Dreh- achsen im wesentlichen senkrecht verlaufen damit sie herausgehoben werden können. Die Transportrollen
10 führen das Rohr 12 dem Dichtkopf 13 zu, der mit einem weiteren Dichtkopf 14 an einem dreh- und ver- schiebbaren Revolverkopf 15 angeordnet ist. Der Revolverkopf 15 ist um eine Achse 16 in einem Gehäuse 17 drehbar gelagert, das über Rollen 18 auf den Trag- und Führungsstangen 4 verschiebbar und festlegbar ist.
Der Dichtkopf 13 ist dem aus den Transportrollen 6, 8 und 10 gebildeten Rollgang zugeordnet, während der Dichtkopf 14 so angeordnet ist, dass seine Achse mit der Achse eines dritten Dichtkopfes 19 in einer
Geraden liegt. Das den Dichtkopf 19 tragende Gehäuse 20 ist mittels eines Spindeltriebes 21 in Richtung des Pfeiles 22 hin- und herbewegbar.
Sowie ein zu prüfendes Rohr 12 in dem Dichtkopf 13 abgedichtet angeordnet ist, wird durch einen- nicht dargestellten-Endschalter über ein ebenfalls nicht dargestelltes Zeitrelais ein Steuerventil betätigt und Spülwasser mit einem Druck von beispielsweise 5 at in das Rohr 12 hineingedrückt. Infolge der schrä- gen Lage des Rollganges 6, 8, 10 und damit der schrägen Lage des Rohres 12 füllt sich dieses fast voll- ständig mit Wasser, bevor das zugeführte Wasser am freien Ende austritt. Gleichzeitig mit der Betätigung des Steuerventils werden über ein zweites Zeitrelais zeitverzögert die Hubbalken 7, 9 verschwenkt, wodurch das Rohr 12, quer zu seiner Längsachse bewegt, vor den dritten Dichtkopf zu liegen kommt, der sich in einer zurückgeschobenen Lage befindet.
Der Revolverkopf 15 macht dabei die kreisförmige Bewegung des Rohres 12 mit, wobei die beiden Dichtköpfe 13, 14 ihre Stellung wechseln. Nunmehr wird das Steuer- ventil für das Spülwasser, das dem Dichtkopf 13 zugeführt wurde, geschlossen. Ein in der Zuleitung dieses
Dichtkopfes eingebautes Rückschlagventil verhindert, dass das eingedrückte Wasser zurücklaufen kann.
Nunmehr wird das Gehäuse 20 verschoben, bis auch der Dichtkopf 19 das Rohr umfasst, das sich jetzt in der Stellung 12'befindet. Der Dichtkopf 19 dichtet dann ab. Durch eine nicht dargestellte Pumpe wird dem Dichtkopf 19 das gleiche Druckmittel zugeführt, das über den Dichtkopf 13 zugeführt wurde, u. zw. beispielsweise mit einem Druck von 60 at. Dadurch wird das Rohr mit einem Druck von 60 at abgepresst. Der Druckanstieg auf 60 at geht verhältnismässig schnell vonstatten, da ja das Rohr schon fast völlig mit Wasser gefüllt war.
Beim Verschieben des Gehäuses 20 wurde gleichzeitig eine Sperre freigegeben, so dass ein weiteres 'Rohr beispielsweise über eine Richtmaschine dem Rollgang 6, , IC zugeführt werden kann. Nach der vorgeschriebenen Abpresszeit wird der Dichtkopf 19 wieder in seine Ausgangslage zurückgefahren und gibt dadurch das geprüfte Rohr frei. Durch das Rollenpaar 11 des Trägers 2 wird nun das Rohr 12'so weit in Richtung des dritten Dichtkopfes 19 bewegt, so dass es aus dem Dichtkopf 13, der sich jetzt ja in der Lage des Dichtkopfes 14 befindet, herausgeleitet. Dabei läuft das linke Ende des Rohres 12'gegen einen Anschlag 23, der nach Vorbeifahren des Gehäuses 20 in Richtung des Pfeiles 24 gesteuert vorgeschoben wird. Es liegen nun beide Enden des Rohres wieder frei, und das Wasser kann aus dem Rohr entweichen.
In der Zwischenzeit ist ein neues Rohr auf den Rollgang 6, 8, 10 bewegt worden und wird nun in den Dichtkopf 14 hineingeschoben, der sich jetzt an der Stelle befindet, an der in Fig. l der Dichtkopf 13 liegt.
Nun wiederholt sich der beschriebene Vorgang von neuem. Bei der nächsten Querbewegung der Hubbalken 7, 9 wird das bereits geprüfte Rohr 12'über einen Ablaufrost abgelegt, der durch Führungsmittel 25 angedeutet ist.
Der Ablaufrost ist so geneigt, dass die Rohre von der Rohrprüfpresse zur nächsten Maschine, beispielsweise einer Abstech- und Anfasanlage, laufen. Eine an sich bekannte Sperre verhindert, dass die Rohre in die Maschine hineinlaufen. Ausserdem ist dem Ablaufrost eine Auffangtasche 26 zugeordnet, die als Pufferung zwischen den beiden Maschinen vorgesehen ist. Sollen die Rohre in die Auffangtasche fallen, so werden Brücken 27, die die Auffangtasche normalerweise überdecken, zur Seite geschwenkt.
Selbstverständlich können die einzelnen Elemente der Rohrprüfpresse auch in anderer Weise gestaltet und angeordnet werden, als dies dem Ausführungsbeispiel entspricht. So können die Transportrollen 6, 8 auch an den Hubbalken 7, 9 gelagert sein, wobei es sich dann empfiehlt, jedem Hubbalken drei Rollenpaare zuzuordnen, deren Abstand voneinander gleich dem Abstand der Rohre 12, 12'voneinander ist.
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