AT234882B - Verfahren zum Verkleben oder Überziehen chlorhaltiger Kunststoffe - Google Patents

Verfahren zum Verkleben oder Überziehen chlorhaltiger Kunststoffe

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Verkleben oder Überziehen chlorhaltiger Kunststoffe 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verkleben oder Überziehen chlorhaltiger Kunststoffe. 



   Als Klebstoff für chlorhaltige Kunststoffe, insbesondere für Polyvinylchlorid, wurden bisher Auflösungen von Chlorkautschuk, chloriertem Polyäthylen, Polyvinylchlorid oder nachchloriertem Polyvinylchlorid verwendet. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich   Überzüge   auf chlorhaltigen Kunststoffen oder Verklebungen solcher Kunststoffe untereinander oder mit Metallen von bisher nicht erreichter Haftfestigkeit bzw. Zerreissfestigkeit dadurch herstellen lassen, dass halogenhaltige polyfunktionelle Epoxyverbindungen zusammen mit bekannten Härtungsmitteln für Epoxyharze verwendet werden. 



   Zu den halogenhaltigen polyfunktionellen Epoxyverbindungen, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren benutzt werden, gehören Epoxyverbindungen, die mehr als eine Epoxygruppe und mindestens ein Halogenatom je Mol der Epoxyverbindung enthalten, also beispielsweise die Umsetzungsprodukte von halogenhaltigen mehrwertigen Alkoholen, Phenolen oder Carbonsäuren mit Epichlorhydrin und Natronlauge. Besonders gute Festigkeitswerte ergeben sich, wenn als halogenhaltige polyfunktionelle Epoxyverbindungen Mischpolymerisate von chlorhaltigen Olefinen mit   2 - 4   aliphatischen C-Atomen, wie Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Chloropren oder chlorierten Styrolen, mit ungesättigten, Epoxygruppen enthaltenden Monomeren, wie z.

   B.   Allylglycidäthem   oder gegebenenfalls halogenierten Glycidylester ungesättigter Carbonsäuren, wie   Acryl- oder Methacrylsäure,   verwendet werden. Bei der Mischpolymerisation der genannten Monomeren können gegebenenfalls noch weitere polymerisierbare ungesättigte Monomere einpolymerisiertwerden. Auchkönnen mehrere halogenhaltige Epoxyverbindungen im Gemisch verwendet werden, so beispielsweise Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Allylglycidäthem zusammen 
 EMI1.1 
 tenden   Telomerisationsprodukten   aus Allylglycidäthem und Tetrachlorkohlenstoff, z.

   B. der Formel 
 EMI1.2 
   Den erfindungsgemäss verwendeten halogenhaitigen polyfunktionellen Epoxyverbindungen   können auch noch bekannte, als Klebe- oder Überzugsmittel geeignete chlorhaltige, von Epoxygruppen freie Verbindungen beigemischt werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Aluminium <SEP> 255 <SEP> kg/cm2
<tb> Kupfer <SEP> 138 <SEP> kg/cm2
<tb> Messing <SEP> 88 <SEP> kg/cm2
<tb> Eisen <SEP> 70 <SEP> kg/cm2.
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   2. Es wird eine Mischung aus 90 Teilen des im Beispiel 1 verwendeten Mischpolymerisates, 10 - 15 Teile   1, 2-Dichloräthan   und   4,     7 Teile Triäthylentetramin   hergestellt. Mit dieser Lösung werden die Enden der PVC-Stäbe aneinandergeklebt und bei Zimmertemperatur gehärtet. 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Härtungszeit <SEP> Zerreissfestigkeit
<tb> 2 <SEP> Tage <SEP> 175 <SEP> kg/cm2
<tb> 3 <SEP> Tage <SEP> 218 <SEP> kgj <SEP> cm <SEP> 2 <SEP> 
<tb> 4 <SEP> Tage <SEP> 297 <SEP> kg/cm <SEP> 
<tb> 5 <SEP> Tage <SEP> 397 <SEP> kg/cm2
<tb> 
 
Die hier aufgeführten Härtungszeiten lassen sich durch eine Temperaturerhöhung bedeutend verkürzen, z. B. bei   600C   auf 8 - 12 h. 



   3. a) Herstellung von Polyepichlorhydrin. 



   100 Teile Epichlorhydrin werden mit 8 Teilen basischem Magnesiumcarbonat unter Rühren 48 h auf 1200C erwärmt. Der Katalysator wird abfiltriert und aus dem gelblichen Filtrat nichtumgesetztes Epichlorhydrin abdestilliert. Es hinterbleiben 89 Teile eines Gemisches, das überwiegend aus dimerem und trimerem Epichlorhydrin besteht. b) Herstellung von Verklebungen. 



   70 Teile des im Beispiel la beschriebenen Copolymerisates werden mit 30 Teilen des unter 3a be- 
 EMI3.2 
 
2-Di-60 C). 



   4. a) Herstellung des Telomerisationsproduktes aus Tetrachlorkohlenstoff und Allylglycidäther. 



   50 Teile Allylglycidäther werden mit 160 Teilen Tetrachlorkohlenstoff und 2 Teilen Dibenzoylperoxyd im Einschlussrohr 27 h auf 1400C erhitzt. Nach Abdestillieren von nichtumgesetztem Ausgangsmaterial hinterbleiben 81 Teile einer gelblichen öligen Flüssigkeit, welche 36,   61o   Chlor und 0, 35 Epoxy- äquivalente pro 100 g enthält. b) Herstellung von Verklebungen. 



   Ein Gemisch aus 80 Teilen des im Beispiel la beschriebenen Copolymerisates, 20 Teilen eines Telo- 
 EMI3.3 
 
Zu einer auf   IIOC   erhitzten Lösung von 182 Teilen 2,2-Bis-(4-oxy-3,5-dichlorphenyl)-propan in 450 Teilen Epichlorhydrin lässt man unter Rühren innerhalb von 1 bis 2 h 1, 1 Mol   40% ige wasserige   Natriumhydroxydlösung so zutropfen, dass Wasser und Epichlorhydrin sogleich aus dem Reaktionsgemisch abdestillieren. Das kondensierte Destillat wird getrennt und das Epichlorhydrin wieder in den Reaktionskolben zurückgegeben. Nach dem Abfiltrieren des ausgefallenen Natriumchlorids wird das überschüssige Epichlorhydrin im Vakuum abgedampft. Das zurückgebliebene, schwachgelb gefärbte Harz hat einen Epoxywert von   0, 38.   b) Herstellung von Verklebungen. 



   30 Teile des Diglycidäthers des 2,2-Bis-(4-oxy-3,5-dichlorphenyl0-propans, 6, 6 Teile 2,2-Di-(4-   -aminocyclohexyl)-propan   und 1, 5 Teile Dichloräthan werden gut vermischt. Die mit dieser Mischung überzogenen Enden von   PVC-prüfkörpern   werden Ende an Ende gegeneinander gelegt und in dieser Lage 8 - 12 h auf   50 - 600C erhitzt.   Nach dieser Zeit ergibt sich eine Zerreissfestigkeit von 130 kg/cm2. 



    PATENT ANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zum Verkleben oder Überziehen chlorhaltiger Kunststoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man zum Verkleben oder Überziehen polyfunktionelle Epoxyverbindungen mit einem Chlorgehalt über   20/0   zusammen mit bekannten Härtungsmitteln für Epoxyharze verwendet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Härtungsmittel Polyamine verwendet werden.
AT316661A 1960-04-22 1961-04-21 Verfahren zum Verkleben oder Überziehen chlorhaltiger Kunststoffe AT234882B (de)

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