AT234561B - Zwirnspindel, insbesondere zum Aufwärtszwirnen - Google Patents

Zwirnspindel, insbesondere zum Aufwärtszwirnen

Info

Publication number
AT234561B
AT234561B AT573962A AT573962A AT234561B AT 234561 B AT234561 B AT 234561B AT 573962 A AT573962 A AT 573962A AT 573962 A AT573962 A AT 573962A AT 234561 B AT234561 B AT 234561B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
spindle
twisting
sep
upward
energy requirement
Prior art date
Application number
AT573962A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hamel Projektierungs U Verwalt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hamel Projektierungs U Verwalt filed Critical Hamel Projektierungs U Verwalt
Application granted granted Critical
Publication of AT234561B publication Critical patent/AT234561B/de

Links

Landscapes

  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Zwirnspindel, insbesondere zum Aufwärtszwirnen 
Die Erfindung betrifft eine Zwirnspindel, insbesondere zum Aufwärtszwirnen, bestehend aus der eigentlichen Spindel und einem mit derSpindel rotierenden, den Kops einschliessenden, glockenförmigen Behälter, welcher gegebenenfalls durch einen Deckel abgeschlossen ist. 



   Beim Aufwärtszwirnen wird der Spulenkörper mit dem auf ihm in Form eines Kopses sitzenden, zu verarbeitendenMaterial inDrehung um seine Längsachse versetzt und der Faden gleichzeitig je nach dem erforderlichenDrall mehr oderweniger schnell abgezogen. Das Verfahren ist nur dann wirtschaftlich, wenn es mit sehr grosserSpindeldrehzahl durchgeführt wird. Der Spindeldrehzahl ist aber aus Gründen des Energiebedarfs eine Grenze gesetzt, denn der Energiebedarf steigt mit der Spindeldrehzahl progressiv an und ist ein wesentlicher Kostenfaktor. Ausserdem steigt mit dem wachsenden Energieverbrauch die Wärmeentwicklung und führt in den Arbeitsräumen zu hohen Temperaturen, die dann durch kostspielige Klimaanlagen auf ein erträgliches Mass abgesenkt werden müssen. 



     Der Erfindung liegt die Aufgabe   zugrunde, den Energiebedarf möglichst klein zu halten und alle diejenigen Ursachen für einen erhöhten Energiebedarf auszuschalten, die nicht naturnotwendig bedingt sind. 



   Eine wesentliche Ursache für die Erhöhung des Energiebedarfs bei steigender Drehzahl einer Spindel sind Unwuchten der umlaufenden Teile. Diese Unwuchten liegen meistens in den Garnkörpern oder Kopsen und entstehen beispielsweise   beim Lagern derselben durch   die beiwaagrechter Lagerung nach untenziehende Feuchtigkeit, sie entstehen ferner durch Deformierung der Garnkörper oder Kopse beim Transport. 



   Da die Unwuchten der Garnkörper oder Kopse niemals ganz ausgeschaltet werden können, wird versucht, sie unschädlich zu machen. Dies geschieht dadurch, dass bei einer Zwirnspindel der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäss der glockenförmige Behälter ein   schwungmoment vonmindestensderglei-   chen, vorzugsweise drei-bis vierfachen Grössenordnung hat wie das Schwungmoment eines vollen Kopses. 



   Durch die Vergrösserung der Schwungmasse der Spindel wird der Einfluss von Unwuchten des Kopses auf die Spindeldrehung,   d. h.   insbesondere auf die Lagerbelastung, und damit die Lagerreibung vermindert, so dass mit steigender Spindeldrehzahl der Energiebedarf für den Spindelantrieb weniger stark ansteigt, als bei   fehlenderschwungmasse.   An sich ist   die Anordnung vonZusatzgewichten beirasch   rotierenden Textilspindeln bereits bekannt, doch handelt es sich hiebei jeweils um zusätzlich aufgebrachte Gewichte, von deren Schwungmoment keine Beziehung zum Schwungmoment des Kopses vorausgesetzt ist. 



   Um den Energiebedarf, der durch die Luftreibung der rotierenden Teile bedingt ist, herabzusetzen, kann manden denKops   umschliessendenBehälter glätten, z. B. durchschleifen, Läppen,   Polieren, Lackieren oder Beschichten mit Kunststoff. 



   Die Erfindung wird beispielsweise an Hand der Zeichnung erläutert. Es zeigt : Fig. 1 eine erfindungsgemäss ausgebildete Zwirneinrichtung, insbesondere zum   Aufwärtszwirnen, und Fig. 2   ein Diagramm, in welchem der Energiebedarf verschiedener Aufwärts-Zwirneinrichtungen in Abhängigkeit von der Betriebsdrehzahl dargestellt ist. 



   In Fig. 1 ist die eigentlichespindel mit 10 bezeichnet ; sie ist auf einer Spindelbank 12 gelagert. Auf der Spindel 10 sitzt ein Kops 14. Dieser Kops 14 ist von einem glockenförmigen Behälter 16 eingeschlossen. Der glockenförmige Behälter 16 ist durch einen Deckel 18 abgedeckt. Der Antrieb der Spindel und mit ihr des Kopses 14 und des Behälters 16 erfolgt über einen Riemen 20 und eine Riemenscheibe   22.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Die Schwungmomente der einzelnen Teile sind folgende :

   
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Spindel <SEP> 10 <SEP> ohne <SEP> Behälter <SEP> 16 <SEP> und
<tb> Deckel <SEP> 18 <SEP> sowie <SEP> ohne <SEP> Kops <SEP> 0,003 <SEP> kg <SEP> m2,
<tb> Kops <SEP> 14 <SEP> 0,006 <SEP> kg <SEP> m2,
<tb> Behälter <SEP> 16 <SEP> mit <SEP> Deckel <SEP> 18 <SEP> 0,023 <SEP> kg <SEP> m2.
<tb> 
 
 EMI2.2 
 zeigt den Verlauf des Energiebedarfs bei einer Spindel 10 ohne Topf und ohne Spule. Kurve 24 zeigt den Energiebedarf, wenn die Spindel 10 mit Topf, Spule und Deckel ausgerüstet ist, Kurve 26 den Energiebedarf, wenn die Spindel mit Topf und Deckel oder mit Topf und Spule umläuft, Kurve 28 den Energiebedarf,   wenndieSpindelmitTopfaberohneDeckel   umläuft und Kurve 30 denEnergiebedarf, wenn die Spindel ohne Topf aber mit Spule umläuft.

   In der Praxis erhält man somit an Stelle des Kurvenverlaufs 30 den Kurvenverlauf 24,   d. h.   der Energiebedarf steigt mit zunehmender Drehzahl nur sehr wenig an.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Zwirnspindel, insbesondere zum Aufwärtszwirnen, bestehend aus der eigentlichen Spindel und einem mit der Spindel rotierenden, den Kops einschliessenden, glockenförmigen Behälter, welcher gegebenenfalls durch einenDeckel abgeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der glockenförmige Behälter ein Schwungmoment von mindestens der gleichen, vorzugsweise drei-bis vierfachen Grössenordnung hat wie das Schwungmoment eines volles Kopses.
AT573962A 1961-07-28 1962-07-16 Zwirnspindel, insbesondere zum Aufwärtszwirnen AT234561B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE234561X 1961-07-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT234561B true AT234561B (de) 1964-07-10

Family

ID=5892175

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT573962A AT234561B (de) 1961-07-28 1962-07-16 Zwirnspindel, insbesondere zum Aufwärtszwirnen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT234561B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT234561B (de) Zwirnspindel, insbesondere zum Aufwärtszwirnen
DE1435344A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln von Faeden,insbesondere von synthetischen
DE3916969C2 (de) Fadenführungsvorrichtung für eine Doppeldrahtzwirnmaschine
DE4428780C1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines gezwirnten Fadens
DE2125597A1 (en) Spindle drive - for spinning machines, suitable for high speeds
DE1220302B (de) Zwirnvorrichtung, insbesondere zum Aufwaertszwirnen
DE69026325T2 (de) Doppeldrahtzwirnmaschinen mit einer Spindel aus zwei Hohlwellen und mit einer beweglichen Wellenkupplung
DE850875C (de) Verfahren zum Bewickeln von Spulen fuer das Zwirnen ab rotierender Spindel und Spulezur Durchfuehrung des Verfahrens
DE6950418U (de) Doppeldrahtzwirnspindel.
AT226876B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden und Fasern
DE829349C (de) Doppeldrahtzwirnspindel
DE866770C (de) Fadenspannungsregelung beim Zentrifugenspinnen
CH684098A5 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erstellen einer Unterwindung von vorbestimmtem Umschlingungswinkel an der Spindelwelle einer Ringspinn- oder Zwirnmaschine.
DE1535011B2 (de) Offen-End-Spinnvorrichtung
DE641966C (de) Umspinnmaschine mit einzeln elektrisch angetriebenen Umspinnspindeln
DE683712C (de) Vorrichtung zum Umspinnen von Gummifaeden
DE958092C (de) Glocken-Spinn- und -Zwirnmaschine
DE1435344C3 (de) Vorrichtung zum Verstrecken und Aufwickeln von Fäden aus Polymeren auf eine Spule
DE3223553A1 (de) Verfahren zum falschdralltexturieren von chemiefasern
DE1535055A1 (de) Verfahren zum Aufwinden von streckgezwirnten Chemiefaeden
DE634830C (de) Umspinneinrichtung
DE1154023B (de) Verfahren zum Herstellen von Zwirnen aus Fasergarnen
DE483056C (de) V-foermiges Spulengatter fuer feststehende Kreuzspulen
AT75388B (de) Tellerspindel für Papiergarne.
DE3330275A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum zwirnen von garnen