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Steuereinrichtung für das hydraulische Hubwerk von Traktoren
Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuereinrichtung für das hydraulische Hubwerk von Traktoren mit drei Lenkern zum Geräteanbau, bei der ein Hydraulik-Steuergerät von einem seine Lage in Abhän- gigkeit von der Belastung des oberen Lenkers gegen Federkraft ändernden Stellglied über ein Regelge- stänge selbständig betätigbar ist.
Derartige in verschiedener Ausführung bekannte Einrichtungen haben den Zweck, das Traktorhub- werk so zu steuern, dass das angebaute Arbeitsgerät, insbesondere ein Pflug, beim Auftreffen auf ein Hin- dernis oder bei Erhöhung der Bodendichte zur Verringerung der Arbeitstiefe so weit angehoben wird, bis die Zugbelastung, die sich als Belastung des oberen Anschlusslenkers auswirkt, wieder ihren vorbestimm- ten Grad erreicht hat. Sinkt die Zugkraft auf Grund veränderter Bodenverhältnisse unter den vorgewähl- ten Wert, wird der Pflug od. dgl. mit Hilfe des Steuergerätes wieder abgesenkt.
Es ist selbstverständlich, dass die Zugkraft des Traktors um so besser ausgenützt wird, je empfindli- cher die Steuereinrichtung ist, d. h. je kleiner die Belastungsschwankungen am oberen Lenker sind, die bereits zu einer Verstellbewegung führen.
Bei den bisherigen Konstruktionen ist der gesamte Steuerbereich auf eine maximale, der Traktorleistung entsprechende Lenkerbelastung abgestellt. Das Stellglied muss einen bestimmten minimalen Weg zurücklegen, damit überhaupt ein Steuervorgang erfolgt. Entspricht der mögliche Gesamtweg des Stellgliedes einer grossen Belastungsänderung am oberen Lenker, so haben dann kleine Belastungsänderungen, weil sie nur zu unter dem Minimalwert liegenden Verstellwege des Stellgliedes führen, keine Auswirkung, die Steuereinrichtung ist also verhältnismässig unempfindlich.
Um hier Abhilfe zu schaffen, ist bereits vorgeschlagen worden, den oberen Lenker am Stellglied über einen Hebel mit veränderbarem Übersetzungsverhältnis angreifen zu lassen, d. h. es muss der Lenker umgesteckt werden. Erfolgt der Lenkerangriff am längeren Hebelarm, so ergibt sich zwar bereits ein Ansprechen der Steuerung bei kleineren Belastungsschwankungen, es ist aber die maximale Belastung, über die hinaus dann überhaupt keine Steuerung mehr erfolgt, im gleichen Mass verringert, weil der mögliche Gesamtwegdes Stellgliedes bereits beider verringerten Lenkerbelastung erreicht wird.
Die Erhöhung der Emp- findlichkeit lässt sich bisher also nur unter gleichzeitiger Senkung der vom oberen Lenker ausgeübten Kraft erzielen, weshalb es notwendig ist, bei zu erwartenden hohen Belastungen den Lenker auf einen kleineren Hebelarm umzustecken, was wieder eine Empfindlichkeitsverringerung, die gerade bei hohen Belastungen ungünstig ist, zur Folge hat. Dazu kommt noch, dass das jeweilige Umstecken des Lenkers umständlich ist und, da der Hebel mit waagrechter Achse vertikal angeordnet ist, jeweils eine Veränderung der Kinematik des Lenkersystems und damit eine Änderung der Pflugführung mit sich bringt.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Nachteile und die Schaffung einer Steuereinrichtung, bei der es möglich ist, die Empfindlichkeit mit einfachen Mitteln zu steigern, ohne gleichzeitig die maximale Lenkerbelastung zu verringern.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass das Regelgestänge einen Hebel umfasst, an dem das Stellglied mittel-oder unmittelbar angreift und dessen Schwenkachse nach einer vom Stellglied bei zunehmender Lenkerbelastung hervorgerufenen Schwenkbewegung im Sinne einer Rückführung des Angriffspunktes des zum Steuergerät führenden Gestängeteiles in die Ausgangslage unter Beibehaltung der Hebel-Stellgliedverbindung verstellbar ist.
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Bei der erfindungsgemässen Ausbildung kann nun die Steuereinrichtung so ausgelegt werden, dass bereits dann, wenn das Stellglied bei Teilbelastung nur einen Teil seines Gesamtweges zurückgelegt hat, der volle, sonst bereits der maximalen Lenkerbelastung entsprechende Steuerweg am Hydraulik-Steuergerät erreicht ist. Nun braucht nur die Schwenkachse des Hebels verstellt zu werden, so dass der Angriffspunkt des zum Steuergerät führenden Gestängeteiles am Hebel wieder zumindest angenähert die Ausgangslage einnimmt, wonach nochmals der ganze Steuerbereich für die weiter ansteigende Belastung zur Verfügung steht.
Während bisher der Weg des Stellgliedes mit entsprechender Übersetzung dem Weg am Hydrauliksteuergerät entsprach, kann nunmehr bei gleichem Weg für das Stellglied der Weg am Steuergerät nahezu verdoppelt werden, woraus sich die wesentlich erhöhte Empfindlichkeit der Gesamtanlage ergibt.
Die Konstruktion bereitet keinerlei Schwierigkeiten, die Handhabung ist äusserst einfach und es braucht vor allem auch der Angriffspunkt des Lenkers nicht verändert zu werden. Da bei der Verlagerung der Schwenkachse des Hebels die Hebel-Stellgliedverbindung nicht verloren geht, ergibt sich bei der Umstellung keinerlei Leerhub.
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eine ortsfeste Achse schwenkbaren Zwischenhebel gelagert. Auf diese Weise wird die konstruktiv einfachste Möglichkeit zum Verstellen der Hebelschwenkachse erreicht. Erfindungsgemäss ist schliesslich der Hebel an das Stellglied durch eine vorzugsweise über das Regelgestänge wirkende Feder in Richtung der Stellgliedbewegung bei Lenkerentlastung angedrückt.
Der Hebel folgt also zwangsläufig jeder Stellgliedbewegung bei Lenkerbelastung, kann sich aber vom Stellglied abheben, wenn dieses bei starker Entlastung des Lenkers eine Rückbewegung vollführt, jedoch der Hebel durch das Regelgestänge zufolge vorangegangener Verlagerung seiner Schwenkachse an der Folgebewegung gehindert ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Fig. l und 2 in zwei massgeblichen Steuerstellungen im Schema dargestellt.
Mit 1 ist das als einfache Schubstange ausgebildete Stellglied bezeichnet, das unter der Wirkung einer Druckfeder 2 steht und an dessen Anschlussauge 3 der obere Mittellenker des am Traktor vorgesehenen Dreilenkersystems mittel-oder unmittelbar angreift. Ein zu einem nicht dargestellten Hydrau- lik-Steuergerät führendes Gestänge ist durch eine Stange 4 angedeutet. Diese Stange 4 greift an einem Hebel 5 an, der mit einem Bolzen 6 an der das Stellglied bildenden Schubstange 1 anliegt. Über die Stange 4 wird von einer Feder (nicht dargestellt) auf den Hebel 5 eine Kraft ausgeübt, die den Bolzen 6 an die Schubstange 1 andrückt. Der Hebel 5 ist bei 7 an einem für sich mit Hilfe eines Handgriffes 8 um eine ortsfeste Achse 9 schwenkbaren Zwischenhebel 10 gelagert.
Wird die Schubstange 1 durch zunehmende Belastung des oberen Lenkers gegen die Kraft der Feder 2 aus ihrer in Fig. l voll ausgezogenen Grundstellung nach links verschoben, führt der Hebel 5 eine Schwenkbewegung aus und verstellt über die Stange 4 das Steuergerät. Hat die Schubstange 1 bei einer etwa der halben Maximalbelastung entsprechenden Lenkerbelastung die in Fig. 1 strichliert dargestellte Lage erreicht und ist demnach der Hebel 5 in die ebenfalls strichliert gezeigte Stellung gekommen, so hat auch die Stange 4 das Steuergerät verstellt, u. zw. über den gesamten möglichen Verstellbereich.
Bei zu erwartender höherer Belastung wird nun der Zwischenhebel 10 in die in Fig. 2dargestellte Lage verschwenkt, wobei der Hebel 5 bzw. der Bolzen 6 seine Anlage an der Schubstange 1 beibehält und der Anlenkpunkt 11 der Stange 4 am Hebel 5 in die Ausgangslage zurückkehrt. Es stehtalso für eine folgen- de Belastungssteigerung bis zum Maximalwert nochmals der gesamte Verstellweg für das Steuergerät zur Verfügung. Die Endlage bei Maximalbelastung, die in bezug auf den Anlenkpunkt 11 jener bei Teilbelastung nach Fig. l entspricht, ist in Fig. 2 wieder strichliert angedeutet.
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