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Gefässe insbesondere Kaffeekanne
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gefäss, insbesondere Kaffeekanne, mit einem Deckel und einem
Handgriff aus plastischem Material, wobei der Deckel am Griff mittels Gabelkopf und Zapfen schwenk- bar angebracht ist, und am Gefäss eine lösbare Befestigung für den Griff vorgesehen ist. Die Erfindung ist auch bei andern, insbesondere im Haushalt verwendeten Gefässen anwendbar, z. B. bei Teekannen, Was- serkesseln u. dgl.
Es sind bereits Gefässe dieser Art bekannt, bei welchen der schwenkbare Deckel nicht am Gefäss selbst, sondern am Handgriff angelenkt ist. Weiterhin ist es bekannt, den Handgriff am Gefäss lösbar zu befestigen. Die schwenkbare Anbringung des Deckels am Handgriff bringt jedoch Schwierigkeiten mit sich, insbesondere bei der industriellen Herstellung der einzelnen Teile. So ist gemäss einer früheren Anordnung, die aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 359, 189 bekanntgeworden ist, auf dem aus plastischem Material bestehenden Handgriff ein zur Verbindung dienendes Zwischenstück aus Metall vorgesehen, das im Handgriff eingelassen ist und einen Gabelkopf mit zwei Zapfen bildet, die mit gewisser Elastizität in Sackbohrungen eingreifen, welche an einem Fortsatz des Deckels vorgesehen sind.
Der Zusammenbau dieser verschiedenen Teile ist jedoch umständlich und das Zwischenstück verursacht Herstellungsschwierigkeiten. Wenn das Zwischenstück durch Stanzen aus einer Metallplatte hergestellt wird, sind die Zapfen gewöhnlich verhältnismässig schwach und können daher leicht brechen, während bei Verwendung einer Platte mit beträchtlicher Stärke die Kosten und die Herstellungsschwierigkeiten noch erhöht werden.
Bei derartigen Gefässen, die verhältnismässig billig sein sollen, ist es auf Grund der dadurch bedingten erhöhten Herstellungskosten auch nicht möglich, eigene Zapfen an das Zwischenstück anzulöten oder dieses sonstwie zu verstärken.
Die Erfindung bezweckt nun die Schaffung eines Gefässes der genannten Art mit einer besonderen Befestigung des Deckels am Handgriff, bei welcher zur Verbindung kein Zwischenstück erforderlich ist, die Herstellung und das Zusammenbauen auf einfache Weise möglich sind und ausserdem eine verlängerte Lebensdauer des Gefässes gewährleistet ist.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Deckel an ihm einstückig angeformte Ohren aufweist, die gegeneinander gerichtete Zapfen tragen, wogegen der Griff Sacklöcher aufweist, in die Schlitze geringerer Tiefe einmünden.
Aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 549, 917 ist es ganz allgemein zwar schon bekannt, einen Deckel aus elastischem Material ohne Zwischenstück unmittelbar an einem Gefäss zu befestigen. Der Deckel ist dabei mit Zapfen versehen, die in am Gefäss vorgesehene Ohren eingreifen. Diese bekannte Ausführung ist für schachtelartige Gefässe, z. B. für Gewürze u. dgl. geeignet, bei welchen die beiden Zapfen verhältnismässig weit voneinander entfernt sind und daher durch elastische Deformation des Deckels in die zu ihrer Aufnahme bestimmten Ohren am Gefäss eingebracht werden können. Eine solche Anordnung kann jedoch nicht angewendet werden, wenn die beiden Zapfen verhältnismässig nahe beieinanderliegen oder wenn das plastische Material, aus welchem die Teile bestehen, zu steif ist.
In diesen beiden Fällen besteht die Gefahr von Brüchen während der Montage, weil die Deformation der Teile nicht unter Kontrolle gehalten werden kann. Die erfindungsgemässe Anordnung beseitigt diese Nachteile.
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In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine Ansicht des Handgriffes von der Deckelseite, Fig. 2 eine Ansicht des Deckels von der Griffseite und Fig. 3 einen axialen Mittelschnitt durch den Deckel und den Handgriff vor dem Zusammenbau. In Fig. 4 ist eine Kaffeekanne mit an ihr angebrachtem Handgriff samt Deckel im axialen Mittelschnitt und in kleinerem Massstab dargestellt, wobei der Deckel geschlossen ist, und in Fig. 5 ist dieselbe Anordnung, jedoch mit geöffnetem Deckel veranschaulicht. Fig. 6 zeigt schliesslich einen Schnitt nach der Linie VI-
VI in Fig. 4 in grösserem Massstab.
Der in Fig. 1 dargestellte Handgriff 1 des Gefässes, welcher z. B. aus einem in einer Form hergestellten Kunststoff besteht, besitzt ein freies Ende 2, während sein Kopf 3 zur Aufnahme einesschwenkbaren Deckels eingerichtet ist. Hiefür weist er zwei seitliche Sacklöcher 4 auf, welche nach aussen zu mit radialen Nuten 5 geringerer Tiefe verbunden sind.
Der Deckel 6, welcher vorzugsweise ebenfalls aus einem in einer Form hergestellten Kunststoff bestehtund mit einer Anlageleiste 7 versehen ist, weist an seinem hinteren Abschnitt zwei einander gegen- überliegende Lappen 8 auf, die einen Gabelkopf bilden und je mit einem Zapfen 9 versehen sind, dessen Durchmesser dem der Sacklöcher 4 entspricht und deren gegenseitiger Abstand etwas kleiner als der der Nuten 5 des Kopfes 3 ist. Zur Anbringung des Deckels 6 auf dem Kopf 3 des Griffes 1 genügt es, die Zapfen 9 in die Nuten 5 einzusetzen und hiebei einen leichten Druck auszuüben,.. um die Lappen 8 auseinanderzuspreizen. Sobald die Zapfen 9 an die Stelle der tieferen Sacklöcher 4 kommen, werden sie in diese durch die elastische Annäherung der Lappen 8 eingeführt. Der Deckel 6 ist dann lösbar am Kopf 3 befestigt.
Er ist frei in bezug auf den Griff 1 schwenkbar, ohne dass die Gefahr einer Ablösung besteht.
Zur Befestigung der so gebildeten Anordnung am Körper eines beliebigen Gefässes ist in dem vorderen Abschnitt des Kopfes 3 eine Ausnehmung 11 mit geschlossenem Boden (Fig. 3) vorgesehen, in welche eine zu ihr senkrechte Bohrung 12 mündet. Der Körper 13 des Gefässes, z. B. einer Kaffeekanne aus rostfreiem Stahl, weist einen Vorsprung auf, der durch eine aufgesetzte Lasche 14 (Fig. 4 und 6) gebildet wird, welche in die Ausnehmung 11 passt. Nach Einstecken der Lasche 14 in die Ausnehmung 11 wird eine Schraube 15 in die Bohrung 12 eingeführt und in ein Gewindeloch der Lasche 14 eingeschraubt. Diese Befestigung kann sehr schnell erfolgen. Das Auseinandernehmen erfolgt ebenso schnell durch Entfernung der Schraube 15. Zur Verbesserung der Befestigung kann eine nicht dargestellte Mutter in eine über der Ausnehmung 11 liegende Kammer 16 eingesetzt werden.
Die Schraube 15 kann den Kopf 3 auch vollständig durchdringen. Bei gewissen Gefässen kann die Befestigungslasche 14, anstatt aufgesetzt zu sein, unmittelbar durch Ziehen aus dem Körper selbst gebildet werden.