AT23379B - Verfahren zur Herstellung der für die Erzeugung von Zement durch Mischen verschiedenartiger Hochofenschlacken erforderlichen Schlackenarten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der für die Erzeugung von Zement durch Mischen verschiedenartiger Hochofenschlacken erforderlichen Schlackenarten.

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AT23379B
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  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description


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   Zomontpro7. css   in demselben Apparat oder in der gleichen Apparatongruppo, und zwar fertig zum Mischen gemacht worden   kennen. kas   kann sogar   hei sorgfllltiger Boobacltung     aller Einzelheitcn   in einem Apparat unmittelbar das fertige   Gemisch der beidon erforder-   lichenSchlackenvarietätendargestelltwerden. 



   Im folgenden   sotten nun die Bedingungen und Erfordernisse einer derartigen Rc-   gulierung näher beschrieben werden : Um die chemisch inaktive, nicht abbindende Modifikation der Schlacke zu erzeugen, muss das   Zerkleinerungsmittot,   sei es der Luftstrom oder sonstige Mittel, derart   reguliert   sein, dass dio   geschmotzono Schtacko so fein   wie   mögtich   in kloino körnige oder blättrige Partikelchen zerteilt wird und diese so schnell wie   möglich,   bis zum   Fest-oder Plastischwerdon abgekühlt werden,   worauf dann die   Woiterküh ! ung mOgtichst   schnell bis unter sichtbare Rotglut geschehen muss, ohne aber in irgendeiner Weise Wasser mit der Schlacke direkt in Berührung zu bringen.

   Man erhalt so ein glasiges Produkt, welches die Eigenschaft hat, im gemahlenen Zustande mit Wasser angemacht, keine oder nur eine sehr geringe Temperaturerhöhung bei der Behandlung mit Kohlensäure zu geben. 



   Um die chemisch wirksame Schlackenvarietät herzustellen, können die Zerteilungsmittel eventuell ebenso eingestellt sein, wie in den vorbeschriebenen Fällen, doch werden bessere Resultate erhalten, wenn man die Einstellung derart   bewirkt, dass die Schtacko   in unregelmässig schwammigen, glasigen,   zerreibbaron Massen   oder Teilchen gewonnen wird, und die   Kühlung   der Schlacke muss so schnell wie möglich bis zum plastischen Stadium getrieben, von da ab aber langsamer bis unter sichtbare Rotglut durchgeführt werden. In gewissen Fallen ist es wünschenswert, mit einem   Dampf-oder Luftgebiase oder anderen   mechanischen oder dgl.

   Zerteilungsapparaten eine gewisse Menge von Wasser anzuwenden, jedoch nicht so viel, dass das Produkt davon feucht wird ; das Wasser soll vielmehr ledig-   iich   durch seine plötzliche Verwandlung in Dampf zur Bildung des schwammigen Zustandes der Schlacke beitragen. Die so gewonnene Schlacke hat eine bimssteinartige, nicht glasige
Struktur und gibt im pulverförmigen Zustande, mit Wasser angemacht, eine sehr starke
Reaktion mit   kohlensäure,   welche durch eine sehr bedeutende Temperaturerhöhung er- kennbar wird. 



   Im allgemeinen ist es vorzuziehen, die beiden Produkte, durch deren Mischung der Zement entsteht, getrennt herzustellen, weil dadurch die Mischung besser reguliert werden kann. Man kann aber, wie oben erwähnt, gelegentlich der Zerkleinerung auch sofort eine Mischung beider Schlackenarten erhalten. Zu diesem Zwecke muss in das Verfahren ein gewisses unregelmässiges Moment eingeftihrt werden, so dass Form und Struktur der erhaltenen zerkleinerten Schlackenpartikel variieren können. Z.   R   muss bei der Verwendung eines Dampf- oder Luftstrahles zur Zerkleinerung der Schlacken dieser unregelmässig in 
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 werden.

   Im Falle der Anwendung mechanischer Zerkleinerungsmittel kann beispielsweise der Schlackenstrom in unregelmässiger Weise auf die bewegliche Fläche auftreffen oder unregelmässig auf verschiedene Distanzen oder mit verschiedener Geschwindigkeit geschleudert worden. Bei Anwendung von Fallzerkleinerung muss die Schlacke den   Schlackendamm   unregelmässig und mit verschiedenen Geschwindigkeiten passieren. Im allgemeinen lässt sich der   gewünschte   Effekt in genügender Weise dadurch erzielen, dass dem Schlacken strom zeitweise geeignete Hindernisse entgegengesetzt werden, so dass eine zeitweise Drosselung des Stromes eintritt, doch können auch andere Mittel verwendet werden, um die gewünschten Unregelmässigkeiten zu veranlassen.

   Zu diesem Zwecke wird etwa die Apparatur absichtlich auf einen Punkt eingestellt, bei welchem die einzelnen Teilchen der zerschleuderten Schlacke einer verschiedenen Behandlung unterliegen, durch welche Verschiedenheiten in Grösse, Form und Struktur herbeigeführt worden, und wodurch wiederum die Kühlung bald über, bald unter dem entscheidenden Punkt verläuft. Auf diese Weise worden sowohl glasige als nichtglasige, umgewandelte Schlacken erzielt, und zwar gleichzeitig und in   gf-   eigneten Verhältnissen. 



   Ein anderer Weg, um zu dem gleichen Resultate zu gelangen, besteht darin, dass man   dio   beiden Partien der zerkleinerten Schlacke auf   Oberflächen   von verschiedener
Struktur auffallen lässt, so dass die Kühlung   unter verschiedenen äusseren   Umständen ver- läuft. Auch kann man einen Teil der Schlacke bei ihrer Abführung aus dem Apparat in dünnen Schichten über die   J\ühlflächen laufen lassen, wlihrend man   einen anderen Teil 
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 man einen Teil des Stromes von Schlackenpartikeln mittels einer gekühlten Oberfläche in einer Entfernung auffängt, wo die Teilchen eben eine feste oder plastische Struktur erlangt haben, und den anderen Teil weiter durch die Luft wandern lässt, bis vollkommene Abkühlung erfolgt ist. 

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   Im folgenden sollen nun an Hand der Zeichnungen die einzelnen Ausführungsformen dos Verfahrens erläutert worden. In Fig. 1 ist A ein Schlackenstrom, welcher im Nieder- 
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 Durch Regulierung der Stärke des Strahles B und der Temperatur der Flächen C und D wird die Grösse und Art der Kühlung der Schlackenteilchen   bestimmt.   
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 sich drehende Schleudervorrichtung statt, und die zerkleinerte Schlacke wird gegen die wassergekühlten Wände C geworfen, von wo sie durch eine Rutsche D in die Abführrinne E gleitet ; sowohl D   wie E   sind ebenfalls mit Wasser gekühlt.

   Durch Regulierung der Temperatur dieser beiden Oberflächen, ebense wie der   Umdrehungsgeschwindigkeit   des   Schleuderkonus   B und der Temperatur der hei F eintretenden Luft vermittels Einstellung des Ringschiebers G wird die erforderliche Beeinflussung der   Kühlung herbeigefültrt. Es   kann unter Umständen die hohle Spindel, die den Konus B trägt, mit Luft-oder Wasserzuleitung vorsehen sein, welche eventuell aus einer Reihe von Löchern in den Konus B ausmündet und von welcher das Wasser in geringen Quantitäten, wie oben bereits angedeutet, zugeführt wird, um durch die plötzliche Dampfentwicklung die Erlangung einer bestimmten Struktur der Schlacke zu unterstützen. 



   In Fig. 3 ist   A   wiederum der Schlackenstrom, welcher über eine Art   Wehr fällt   und welcher genügende Fallhöhe hat, um schon beim Niederfallen bis zu einem gewissen
Grade abgekühlt zu werden. Danach fällt die Schlacke auf eine mit Wasser gekühlte
Fläche B und sodann in die ebenfalls mit Wasser gektlhlte   Abführrinno C. Durch   
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 zur Einwirkung kommenden Luftmenge in F vermittels Bewegung des Konus G gelingt es, die gewünschte Beeinflussung der Abkühlung herbeizuführen. 



   Fig. 4 zeigt eine Anordnung, bei welcher ein Teil der Schlacke durch eine gekühlte Fläche aufgehalten, der andere Teil dagegen bis zur genügenden   Abkühlung durch die   Luft weiter geschleudert wird. A ist der   Schlackonstrom, T ?   ist ein Strom von Dampf-, Luft-, oder Gas oder   Gemischen   derselben oder eine andere Zerkleinerungsvorrichtung für 
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 das chemisch aktive und inaktive Material, glcichzeitig erzeugt werden, wenn der Schlackenstrom A variabel oder von intermittierender   Stärke   gehalten wird, oder es kann das Gebläse B dadurch, dass man seine Regulierventile abwechselnd drosselt und öffnet, in fortwährend variierender Stärke benützt werden, wie es in Fig. 1 zeichnerisch angedeutet ist, indem eine Hubscheibe den Hebel des Gebläsehahnes bewegt.

   Auch durch diese Mittel können Schlackenteile verschiedener Dimensionen erhalten werden, welche je nach ihrer Grösse in verschiedener Stärke al) kühlen, oder es kann auch die gekühlte Platte C horizontal gelegt sein, so dass die Teile sich an verschiedenen Stollen der Platte absetzen und auf der Oberfläche derselben in Schichten von verschiedener Dicke abkühlen. Bei der Verwendung   mechanischer   Zerkleinerungsapparate, wie sie beispielsweise in Fig. 2 dargestellt sind, kann die notwendige   Unregelmässigkeit   in den Dimensionen der Schlackenteilchen ebenfalls durch eine Beeinflussung des Schlackenstromes selbst herbeigeführt werden. Es kann aber auch der Schlackenstrom statt zentral auf den   Konus von.

   S abgeführt   zu werden, zum Teil 
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 auf mit verschiedener Geschwindigkeit sich bewegende und die Schlacke fort leitende Oberflächen auftrifft. Dadurch wird aber die Schlacke selbst mit verschiedener Geschwindigkeit durch die   Luft xu den gekühlten Wändon dos Apparates geschleudert werden,   und so auch in der   Sammelrinne   in verschiedenen Kühlungsstadien anlangen. Bei der Verwendung von Fallzerkleinerern, deren Typus durch Fig. 3 dargestellt ist, kann der   gewünschte   Effekt durch   Benutzung   eines alternierenden oder fluktuierenden Schlaclcnstromes herbeigeführt werden und befinden sich auch dann die die   Kühlungsflächen     B   herabgleitenden Schlackenteilchen in verschiedenen Kühlungsstadien.

   Selbstverständlich können auch noch andere MassnahmenundApparatedemgleichenZweckedienen. 



   Es soll hier ausdrücklich bemerkt werden, dass es bekannt war, für die verschiedensten Zwecke Schlacke zu zerkleinern oder zu zerstäuben, und zwar auch für die Zwecke der   Herstellung von Zement durch Zuschlag von Kalk. Es sind ferner bereits Apparate bekannt, vermittels weicher man die Schlacken auf verschiedene Zerkleinerungsformen, wie Wolle,   

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 Herstellung von Schlackenkörpern dicht zu machen. Hievon unterscheidet sich das vor. liegende Verfahren dadurch, dass durch eine bestimmte Leitung der Zerkleinerung bcxw. 



  Abkühlung eine zerkleinerte Schlacke gewonnen werden soll, welche nach dem Mischen und Mahlen ohne weiteres Zement ist. 



    PATENT-ANSPRÜCHE:   
1. Verfahren zur Herstellung der für die Erzeugung von Zement durch Mischen verschiedenartiger Hochofenschlacken erforderlichen Schlackenarten durch Kühlung der Schlacke, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssige Schlacke bis zum Erstarren schnell und von da ab, je nachdem man die chemisch aktive oder chemisch inaktive Varietät erhalten will, langsam oder schnell, oder aber ein Teil langsam und der andere schnell weiter   ge ! : üh ! t wird, wobei   im letzteren Falle die beiden Schlackenarten getrennt oder gleichzeitig gebildet werden können.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf die flüssigo Schlacke k ! eine Mengen Wasser zur Einwirkung gebracht werden, zu dem Zwecke, durch die plötzliche Dampfentwicklung die Zerkleinerung der Schlacke und die Bildung der chemisch aktiven, schwammigen Modifikation zu unterstützen.
AT23379D 1902-09-20 1903-06-23 Verfahren zur Herstellung der für die Erzeugung von Zement durch Mischen verschiedenartiger Hochofenschlacken erforderlichen Schlackenarten. AT23379B (de)

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AT19443D AT19443B (de) 1902-09-20 1902-09-20 Verfahren zur Herstellung von Zement.
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