AT233148B - Korrosionsschutzauflage aus thermoplastischem und/oder duroplastischem Kunstharz für mit Wasserdampf oder wasserdampfhaltige Dämpfemischungen beaufschlagte Flächen, insbesondere Wärmeaustauschflächen - Google Patents

Korrosionsschutzauflage aus thermoplastischem und/oder duroplastischem Kunstharz für mit Wasserdampf oder wasserdampfhaltige Dämpfemischungen beaufschlagte Flächen, insbesondere Wärmeaustauschflächen

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AT233148B
AT233148B AT374462A AT374462A AT233148B AT 233148 B AT233148 B AT 233148B AT 374462 A AT374462 A AT 374462A AT 374462 A AT374462 A AT 374462A AT 233148 B AT233148 B AT 233148B
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steam
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Hubert Salmen
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Hubert Salmen
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Korrosionsschutzauflage aus thermoplastischem und/oder duroplastischem Kunstharz für mit Wasserdampf oder   wasserdampfhaltige Dämpfemischungen beaufschlagte Flächen, insbesondere Wärmeaustauschflächen    
Korrosionsschutzauflagen aus Kunstharz haben sich in den verschiedensten Zweigen der Verfahrens- technik bewährt, insbesondere auch als Schutzauflagen auf Wärmeaustauschflächen. In manchen Fällen treten jedoch merkwürdige Korrosionserscheinungen auf. So beobachtet man an Wärmeaustauschflächen, die mit Wasserdampf oder wasserhaltigen Dämpfemischungen beaufschlagt werden, häufig Bläschenbil- dungen und endlich Ablösungen der Korrosionsschutzauflagen, die ihrerseits   z. B.   aus plastifizierten härtbaren, in Alkohol gelösten Phenolharzen, gegebenenfalls mit Zusatz an Silikonen aufgebaut sind.

   Offenbar kann es bei derartigen Wärmeaustauschflächen, z. B. Kondensatoren, dampfseitig zu Kondensations- erscheinungen des Wasserdampfes kommen. Hiebei kann es vorkommen, dass Wasserdampf in seiner
Dampfphase durch die Korrosionsschutzauflage hindurch bis auf die metallische Oberfläche der Wärme- austauschflächen gelangt und erst dort kondensiert. Bläschenbildungen und endlich Ablösungen der Korrosionsschutzauflage werden dann verständlich. Übrigens werden derartige Phänomene insbesondere in Raffinerien, in denen die Dämpfe neben Benzin, Wasserdampf, Ammoniak, Schwefelwasserstoff und ähnliche Stoffe enthalten, häufig beobachtet.

   Um diese Nachteile zu vermeiden, ist, wie allerdings nicht zum Stand der Technik gehört (gemäss DAS 1111653), vorgeschlagen worden, eine spezielle Korrosionsschutzauflage einzusetzen, die aus etwa 80% plastifizierten, härtbaren, in Alkohol gelösten Phenolharzen, Rest mit den Phenolharzen verträgliche Silikone, besteht, wobei zusätzlich etwa 20 - 60 Teile fein verteilten Kohlenstoffes oder andere gut wärmeleitende Substanzen eingearbeitet sind. Verwendet man derartige Kunststoffkombinationen für die Korrosionsschutzauflagen, so tritt überraschenderweise eine Bläschenbildung oder Ablösung der Korrosionsschutzauflagen im allgemeinen nicht mehr auf.

   Tatsächlich dürfte infolge der Aufnahme der zusätzlichen Wärmeleitersubstanzen in die angegebene Kunststoffkombination die Überzugsschicht infolge dieser guten Wärmeleitung die Temperaturen der Kondensatoroberfläche oder   der Wärmeaustauschoberfläche aufweisen, so   dass die Kondensation bereits an den Schutzüberzügen unter Schutzfilmbildung aus der kondensierten Flüssigkeit auf eben der Kunstharzschutzauflage stattfindet. Ein Eindiffundieren von Dampf in die Korrosionsschutzauflage kann folglich nicht mehr auftreten. Bei andern Kunstharzkombinationen führt die vorgeschlagene Massnahme häufig nicht zum Erfolg, sie ist folglich beschränkt auf die Fälle, für die die angegebene Kunstharzkombination hinreichend resistent ist. Insbesondere bei Temperaturen von über 1000C führt die beschriebene Massnahme nicht immer zum vollen Erfolg. 



   Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, anzugeben, wie Korrosionsschutzauflagen aus thermoplastischem und/oder duroplastischem Kunstharz aufgebaut werden müssen, um für mit Wasserdampf oder wasserdampfhaitigen Dämpfemischungen beaufschlagte Flächen, insbesondere Wärmeaustauschflächen, eingesetzt werden zu können, ohne dass Bläschenbildung und Ablösung der Schutzschichten auftritt. 



   Die Erfindung betrifft eine Korrosionsschutzauflage aus thermoplastischem und/oder duroplastischem Kunstharz,   z. B.   auf Phenolharzbasis, Epichlorhydrinharzbasis, Silikonharzbasis oder auf Polyvinylchloridbasis od. dgl., für mit Wasserdampf oder mit wasserdampfhaltigen Dämpfemischungen beaufschlagte 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Flächen, insbesondere Wärmeaustauschflächen. Die erfindungsgemässe Korrosionsschutzauflage ist gekennzeichnet durch einen Zusatz von 25 bis 40 Gew.-%, bevorzugt   30 - 35 Gew. -Ufo,   an feinpulverigem Glimmer.

   Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der Glimmer als mirkofeiner Glimmer (Körnung etwa   5 fi)   zugesetzt wird. 
 EMI2.1 
 bevorzugt 30 - 35 Gew.-%, an feinpulverigem Glimmer in   Korrosionsschutzauf1agen   aus thermoplastischemund/oder duroplastischem Kunstharz für mit Wasserdampf oder wasserdampfhaltigen   Dämpfemi -   schungen beaufschlagte Flächen, insbesondere Wärmeaustauschflächen. 



   Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem darin zu sehen, dass die erfindungsgemä- ssen Korrosionsschutzauflagen aus thermoplastischem und/oder duroplastischem Kunstharz bei Beaufschlagung mitWasserdampf oder wasserdampfhaltigenDämpfemischungen   in Wärmeaustauschern od. dgl.   überraschenderweise keinerlei Bläschenbildungen und Ablösungen zeigen, u. zw. auch dann nicht, wenn die Temperaturen bei Verwendung von geeignet temperaturbeständigen Kunstharzen bei 120 - 1300C liegen. Besonders überraschend ist fernerhin, dass der angegebene Zusatz von Glimmer bei praktisch allen Kunst-. harzen zu dem angegebenen Verhalten führt, so dass die Korrosionsschutzauflage selbst nach den speziellen Korrosionsbeanspruchungen ausgewählt werden kann.

   Dieses Verhalten der erfindungsgemässen Korrosionsschutzauflagen wird auf einen durch den Zusatz an Glimmer bedingten Ultrafiltrationseffekt der mit Glimmer gefüllten Kunstharzkombinationen zurückgeführt, wodurch offenbar ein Abfliessen von unter der oder in der Schutzschicht durch Kondensation gebildeten Wassers möglich ist. Im Gegensatz zu der vorn kritisierten Massnahme ist es also nicht erforderlich, mit gut wärmeleitenden Zusatzstoffen zu arbeiten. 



   Im folgenden wird die Erfindung an Hand von Rezepturbeispielen ausführlicher erläutert. 



   Beispiel 1 : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 63 <SEP> Gew.-Teile <SEP> einer <SEP> 40 igen <SEP> Lösung <SEP> eines <SEP> Präkondensationsproduktes <SEP> von <SEP> Epoxyd-und <SEP> Phenolharzen,
<tb> 2 <SEP> Gew.-Teile <SEP> eines <SEP> Silikonharzes,
<tb> 35 <SEP> Gew.-Teile <SEP> mikronisierten <SEP> Glimmers, <SEP> Korngrösse <SEP> etwa <SEP> 5 <SEP> p,
<tb> 0,5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> eines <SEP> inerten <SEP> Pigments, <SEP> beispielsweise <SEP> Titandioxyd, <SEP> einschliesslich <SEP> zur <SEP> Einfärbung.
<tb> 
 Beispiel 2 : 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 63 <SEP> Gew.-Teile <SEP> einer <SEP> 60%igen <SEP> Lösung <SEP> eines <SEP> Phenolformaldehydharzes,
<tb> 2 <SEP> Gew.-Teile <SEP> eines <SEP> Silikonharzes,
<tb> 35 <SEP> Gew.-Teile <SEP> mikronisierten <SEP> Glimmers, <SEP> Korngrösse <SEP> etwa <SEP> 5 <SEP> p.
<tb> 
 Beispiel 3 :

   
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> 60 <SEP> Gew.-Teile <SEP> einer <SEP> 40o/igen <SEP> Lösung <SEP> eines <SEP> Epoxydharzes,
<tb> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> eines <SEP> Silikonharzes,
<tb> 35 <SEP> Gew.-Teile <SEP> mikronisierten <SEP> Glimmers, <SEP> Korngrösse <SEP> etwa <SEP> 5 <SEP> g,
<tb> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew. <SEP> -Telre <SEP> eines <SEP> inerten <SEP> Pigments <SEP> (Eisenoxyd), <SEP> zur
<tb> Einfärbung.
<tb> 
 



   Zusammenfassend ist zu den Beispielen zu bemerken, dass durch die Füller vermutlich eine die offenbar erforderliche Mikroporosität bedingende Störung des Harzgefüges erreicht wird. 



    PATENT ANSPRÜCHE :    
1. Korrosionsschutzauflage aus thermoplastischem und/oder duroplastischem Kunstharz für mit Wasserdampf oder wasserhaltige Dämpfemischungen beaufschlagte Flächen, insbesondere Wärmeaustauschflächen, gekennzeichnet durch einen Zusatz von 25 bis 40   Gew. -0/0,   bevorzugt   30 - 35 Gew. -0/0,   an feinpulverigem Glimmer.

Claims (1)

  1. 2. Korrosionsschutzauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Glimmerzusatz in Form von mikrofeinem Glimmer (Korngrösse etwa 5 Il) beigegeben ist. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Korrosionsschutzauflage nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die folgende Zusammensetzung : EMI3.1 <tb> <tb> 63 <SEP> Gew.-Teile <SEP> einer <SEP> 40%igen <SEP> Lösung <SEP> eines <SEP> Präkondensationsproduktes <SEP> von <SEP> Epoxyd- <SEP> und <SEP> Phenolharzen, <tb> 2 <SEP> Gew.-Teile <SEP> eines <SEP> Silikonharzes, <tb> 35 <SEP> Gew.-Teile <SEP> mikronisierten <SEP> Glimmers, <SEP> Korngrösse <SEP> etwa <SEP> 5 <SEP> p, <tb> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> eines <SEP> inerten <SEP> Pigments, <SEP> beispielsweise <SEP> Titandioxyd, <SEP> einschliesslich <SEP> zur <SEP> Einfärbung. <tb>
    4. Korrosionsschutzauflage nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die folgende Zusammensetzung : EMI3.2 <tb> <tb> 63 <SEP> Gew.-Teile <SEP> einer <SEP> 60'% <SEP> gen <SEP> Lösung <SEP> eines <SEP> Phenolformaldehydharzes, <tb> 2 <SEP> Gew.-Teile <SEP> eines <SEP> Silikonharzes, <tb> 35 <SEP> Gew.-TEile <SEP> mikronisierten <SEP> Glimmers, <SEP> Korngrösse <SEP> etwa <SEP> 5 <SEP> u. <tb>
    5. Korrosionsschutzauflage nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die folgende Zusammensetzung : EMI3.3 <tb> <tb> 60 <SEP> Gew.-Teile <SEP> einer <SEP> 40%igen <SEP> Lösung <SEP> eines <SEP> Epoxydharzes, <tb> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> eines <SEP> Silikonharzes, <tb> 35 <SEP> Gew.-Teile <SEP> mikronisierten <SEP> Glimmers, <SEP> Korngrösse <SEP> etwa <SEP> 5 <SEP> J. <SEP> L, <SEP> <tb> 0,5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> eines <SEP> inerten <SEP> Pigments <SEP> (Eisenoxyd), <SEP> zur <tb> Einfärbung. <tb>
AT374462A 1961-06-30 1962-05-08 Korrosionsschutzauflage aus thermoplastischem und/oder duroplastischem Kunstharz für mit Wasserdampf oder wasserdampfhaltige Dämpfemischungen beaufschlagte Flächen, insbesondere Wärmeaustauschflächen AT233148B (de)

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