<Desc/Clms Page number 1>
Tragschiene
Die Erfindung bezieht sich auf eine mit Stromabnehmern versehene und einen mit z. B. Leuchtstofflampen verbundenen bewegbaren Wagen aufnehmende Tragschiene.
Beim Verladen der Eisenbahnwaggons werden die Güter in der Regel über eine Rampe zur Waggontür herangefahren. Je nachdem, wie die Waggons angefahren sind bzw. bei Waggons unterschiedlicher Bauart besteht das Bedürfnis, die Türöffnung richtig auszuleuchten.
Es ist bereits bekannt, seitlich verschiebbare Lampen zu benutzen, die in einer Tragschiene mit Hilfe eines Stromabnehmerwagens bewegbar sind. Die bekannte Tragschiene weist eine Vielzahl mittels Schrauben od. dgl. befestigte Isolierkörper auf, welche zur Befestigung der eigentlichen Strombänder an einer Aluminiumschiene dienen. Bei der bekannten Ausführung ist es erforderlich, eine besondere Erdungsleitung für die Aluschiene vorzusehen. Da Kriechströme im gewissen Masse immer vorhanden sind, kann, wenn der Erdungsleiter schadhaft wird, auch die Aluminiumschiene Strom führen und eine Gefahrenquelle darstellen. Die Montage der Kontaktstellen zur tragenden Schiene ist als umständlich anzusehen.
Erfindungsgemäss wird eine mit Stromabnehmern versehene und einen mit z. B. Leuchtstofflampen verbundenen bewegbaren Wagen aufnehmende Tragschiene vorgeschlagen, wobei die Tragschiene aus
EMI1.1
sparungen wie Schlitzen versehen und in diesen Schlitzen eingeschobene Strombänder, wie Kupferbänder, vorhanden sind. Hiedurch wird die Tragschiene einmal einfacher und billiger. Sie ist ferner deshalb vorteilhaft, weil sie eine volle Abisolierung der in ihr gelagerten Strombänder gestattet.
Darüber hinaus ist die Tragschiene aus Kunststoff als voll korrosionsbeständig anzusehen, was bei den bekannten Tragschienen bisher nicht der Fall war. Ferner ist vorteilhaft, dass eine besondere Erdungsleitung entfallen kann. Die neue Schiene kann in billiger Weise im Extruder- (Zieh)-Verfahren hergestellt bzw. gespritzt werden ; ebenfalls ist Handanfertigung möglich. Die Ausdehnungskoeffizienten des Kunststoffes und des Werkstoffes der Strombänder, z. B. des Kupfers, sind unterschiedlich ; die Stromschiene ist relativ lang, und deshalb sind die Ausdehnungsunterschiede in der Längsrichtung zwischen beiden Werkstoffen beachtlich.
Durch die lose Einführung der Kupferschienen und die zweckmä- ssige Einspeisung des Stromes in der Mitte wird vermieden, dass beide Teile sich zueinander verziehen oder verzerren können, was zu Rissen oder Brüchen führen kann.
Hier ist unter anderem zu beachten, dass der Kunststoff PVC eine nicht unbeachtliche Massänderung von nahezu. 5'10 über einen Temperaturbereich von etwa 1150 aufweist. Diese Änderung der Längsausdehnung weicht beachtlich von denjenigen Werten beim Kupfer ab. Der Werkstoff PVC hat aber im Bereich + 20 bis-200 C ausgezeichnete Eigenschaften in bezug auf die Kerbschlagzähigkeit. Das lose Einführen der Kupferbänder wird durch die Toleranz der Schlitzabmessungen stets gewährleistet, auch in bezug auf die späteren Temperaturschwankungen.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Tragschiene mit mindestens zwei diese vorzugsweise umfassenden Flanschen versehen ist, welche ebenfalls aus Kunststoff, wie aus Polyvinylchlorid schlagfest, bestehen. Diese weisen eine oberhalb der Tragschiene angeordnete Bohrung auf, um ein Befestigungsrohr aus Eisen bzw. Aluminium aufzunehmen. Hiedurch wird die Aufhängbarkeit der
<Desc/Clms Page number 2>
Tragschiene vereinfacht und unfallsicherer ausgeführt.
Die Verwendung von aus Kunststoff bestehenden Tragflanschen, die als'Kopfflansche ausgebildet sein können, ist in bezug auf die Isolation vorteilhaft. Zusammen mit der Ausbildung der gesamten Tragschiene aus einzelnen Teilstücken trägt die Ausführung der Tragflansche der Lösung der Notwendigkeit bei, diese Schiene gegebenenfalls über beliebige Strecken verlängern zu können, da man die Tragflansche aneinanderfügen und das Rohr durch die benachbarten Tragflansche hindurchstecken kann.
In an sich bekannter Weise kann dieses Rohr od. dgl. aufgehängt werden, vorzugsweise in Form von einer Polygonaufhängung. Die Tragflansche sind mit Befestigungslöchern versehen, so dass man solche aneinandergefügten Teile leicht und auch einwandfrei befestigen kann. Die Befestigung bringt auch eine Versteifung mit sich, welche bei längeren Tragschienen eine geradlinige Führung der Kupferbänder noch besser gewährleistet und eine eventuelle Verkantung ausschliesst. Es ist ferner zweckmässig, die Kupferbandenden durch andere Flansche, wie Blindflansche, abzudecken.
Der Erfindungsgegenstand wird an Hand der nachfolgenden Zeichnungen erläutert, die schematische Ausführungsbeispiele darstellen.
Es zeigen : Fig. 1 eine Stirnansicht auf ein in einen Kopfflansch eingesetzte mit Strombändern versehene Tragschiene. Fig. 2 eine Draufsicht auf Fig. l. Fig. 3 eine Seitenansicht auf Fig. 1.
Die aus dem Werkstoff PVC-schlagfest bestehende, etwa U-förmige Tragschiene 10 weist Fussteile 11 auf, die über Schenkel 12 mit dem Kopfteil 13 verbunden sind. Die Stromschiene besteht vorzugsweise aus einem einzigen Stück. Im Fussteil sind seitliche Aussparungen, z. B. Schlitze 16, im Kopfteil entsprechende Aussparungen, wie Schlitze 15, vorhanden. Ein leistenförmiger Teil 14 kann zur Bildung der oberen Schlitze 15 verwendet werden, wobei dieser Teil 14 einteilig mit der Tragschiene ausgebildet sein kann.
Aus Fig. 1 ist ferner ersichtlich, dass die Länge der Leiste um ein Geringfügiges kleiner als der lichte Innendurchmesser der Tragschiene gewählt ist, u. zw. um ein Mass, das die Stärke der in die Schlitze 15 und 16 einsetzbaren Strombänder, vorzugsweise Kupferbänder 17,18 übersteigt. Man kann deshalb in die seitlichen Schlitze der PVC-Tragschiene die Kupferbänder in beliebigen Längen lose einziehen. Das lose eingeführte Kupferband, das einen unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten im Vergleich zur Kunststoffschiene hat, wird in seiner Längsausdehnung nicht behindert, und umgekehrt.
Zweckmässig ist vorgesehen, dass die Stromeinspeisung in der Mitte des Bandes erfolgt, damit die Dehnung nach beiden Seiten stattfinden kann, und auch, um ein willkürliches Wandern der Kupferbänder zu verhindern. Gleichzeitig ist hiedurch eine feste Einspeisung gewährleistet. Die Erfindung ist aber hierauf nicht eingeschränkt, so dass der Netzanschluss auch an andern nicht mittigen Stellen der Kupferbänder erfolgen kann. Es ist vorteilhaft, die jeweiligen Abschlussenden der Bänder 17,18 durch stirnseitige Blindflansche od. dgl. abzuisolieren.
Wie nun im einzelnen nicht dargestellt, läuft imU-förmigen Raum der Tragschiene ein Stromwagen, dessen seitlicher Abnehmer durch Federdruck stets an den Bändern 17,18 anliegen und der Wagen über Rollen od. dgl. entlang der unten vorstehenden Flächen des Fussteiles 11 fährt. Dieser Wagen ist steif genug, um eine an ihm herabhängende Leuchtstofflampe zu tragen. Der Wagen kann nun links oder rechts entlang der Schiene zu der gewünschten Stellung bewegt werden, wobei ein ständiger Stromkontakt durch die Bänder 17,18 gegeben ist.
Die Tragschiene 10 wird, wie aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, durch Tragflansche 19 umfasst und getragen. Die Tragflansche bestehen vorzugsweise aus PVC Kunststoff, insbesondere aus PVC-schlagfest.
Sie sind mit Öffnungen, wie Bohrungen 21 versehen, durch welche andere Tragelemente, z. B. Rohre, durchgezogen werden können.
Diese Rohre werden nun aufgehängt, vorzugsweise durch polygonal angeordnete Trägerkörper, wie Stäbe, Schienen, Seile od. dgl. Hiedurch wird eine einfache und auch feste Aufhängung der Tragflansche mit den Tragschienen gewährleistet. Zur Verlängerung der Tragschiene können die Tragflansche 19 aneinandergefügt werden, wobei in einfacher Weise die Befestigung durch Löcher 22 erfolgt, die einander gegenüberliegen. Man kann somit die Stromschiene baukastenartig beliebig verlängern. Die durch die Bohrung 21 durchgeführten Rohre können aus Aluminium oder Stahl bestehen. Es ist ersichtlich, dass dadurch die Aufhängung nicht ortsgebunden ist und trotzdem vereinfacht wird.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.