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Fahrbarer Motorgenerator, insbesondere Bahnumformer
Die Erfindung befasst sich mit der Ausbildung eines fahrbaren Motorgenerators, wie er beispielsweise als Umformer zur Speisung von Bahnnetzen eingesetzt wird. Hiebei kommt es darauf an, den Umformer auch während des Transportes, etwa von einem Aufstellungsort zum andern, stets betriebsfähig zu halten, so dass der Umformer unmittelbar nach seiner Ankunft am Aufstellungsort in Betrieb genommen werden kann. Da zur Speisung von Bahnnetzen der Generator des Umformers einphasig ausgeführt ist, treten die bekannten störenden Drehmomentpulsationen auf, die bei ortsfesten Einphasengeneratoren bekanntlich durch eine tangential federnde Lagerung des Ständers ausgeglichen werden.
Der Erfindung liegt die Auf- gabe zugrunde, es auch für fahrbar angeordnete Motorgeneratoren unter Berücksichtigung der hier vor- liegenden besonderen Verhältnisse zu ermöglichen, die beim Betrieb auftretenden Drehmomentpulsationen ebenfalls durch eine tangential federnde Lagerung des Ständers auszugleichen.
Zu diesem Zweck ist der Wellensatz der Hauptmaschinen des Motorgenerators auf einer eine Nicht- überschreitung der für den Wellensatz noch zulässigen Gesamtdurchbiegung gewährleistenden, selbsttragenden Brücke abgestützt, deren Endjoche auf Drehgestellen eines Tiefladewagens ruhen. Die notwendige Versteifung des Motorgenerators wird hiebei von der selbsttragenden Brücke aufgebracht ; das Gehäuse des Motorgenerators wird also nicht wie bisher zur Versteifung des Maschinensatzes herangezogen. Infolgedessen kann das Gehäuse des Einphasengenerators auf der selbsttragenden Brücke in an sich bekannterweise in tangentialer Richtung federnd gelagert werden, so dass die im Betrieb auftretenden tangentialen Schwingungen des Gehäuses ausgeglichen werden können.
Die selbsttragende Brücke ist bei einer Anordnung des Motorgenerators, wie sie die Erfindung vorsieht, so ausgebildet, dass sich die Durchbiegung der Brücke noch in für die Durchbiegung der Welle tragbaren Grenzen hält. Hiedurch entfallen zusätzliche Abstützungen des Motorgenerators während des Transportes, so dass dieser nach seiner Ankunft am Aufstellungsort sofort betriebsbereit ist.
An sich ist es aus der Zeitschrift ASEA's Tidning, 1934, Seiten 130-132, bekannt, ein aus einem Dreiphasen-Synchronmotor und einem Einphasen-Synchrongenerator bestehendes Umformeraggregat auf einem mehrachsigen Plattenwagen zu montieren. Für höhere Belastungen sind jedoch zusätzliche Achsen an dem Wagen notwendig, so dass damit die Länge des Transportwagens heraufgesetzt wird. Da anderseits aber die Länge des Transportwagens auf Grund seiner Kurvenführung begrenzt ist, kann die Belastung eines solchen Wagens nicht beliebig gesteigert werden.
So hat man beispielsweise nach der deutschen Patentschrift Nr. 6 70388 Transform atoren für den Eisenbahntransport derart zwischen den Drehgestellen eines Schwerlastwagens angeordnet, dass das Transformatorgehäuse, das an einer besonderen Tragkonstruktion aufgehängt ist, gleichzeitig den mittleren Teil des Wagens bildet. Hiebei wird also das Gehäuse des Transformators als tragendes Bauelement herangezogen. Diese bekannte Anordnung ist jedoch für einen Bahnumformer nicht geeignet, da in diesem Fall das Generatorgehäuse als tragendes Bauelement fest an das Gehäuse des Antriebsmotors angeflanscht wird und damit eine federnde Lagerung des Generatorgehäuses, wie sie zum Ausgleich der durch die Drehmomentpulsationen hervorgerufenenStänderschwingungen des einphasigen Generators notwendig ist, unmöglich ist.
Vielmehr müsste in diesem Fall das Blechpaket federnd gelagert werden, was jedoch bei dem geringen zur Verfügung stehenden Profil solcher Umformer nur unter Schwierigkeiten möglich ist und überdies eine Verminderung der Nennleistung mit sich bringt.
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EMI2.1