AT232490B - Verfahren zur Abtrennung von Olefinen und bzw. oder aromatischen Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung von Olefinen und bzw. oder aromatischen Kohlenwasserstoffen

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  Verfahren zur Abtrennung von Olefinen und bzw. oder aromatischen Kohlenwasserstoffen 
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 ( !)-fluorid verwenden, um eine wässerige Lösung von Silberborfluorid herzustellen, in der die Borfluoridionen gegenüber den Silberionen im Überschuss zugegen sind. Jedoch sind wässerige Lösungen der freien Bor- fluorwasserstoffsäure den Lösungen dieser Salze im allgemeinen vorzuziehen, weil sich wässerige Bor- fluorwasserstoffsäurelösungen besonders leicht konzentrieren lassen. 



   Die erfindungsgemäss verwendeten Silberborfluoridlösungen, in denen die Borfluoridionen gegenüber den Silberionen im Überschuss sind, deren Zahlenverhältnis zwischen Silberionen und Borfluoridionen also kleiner als   1 : 1   ist, weisen gegenüber Edelstählen keine Korrosion auf. Die freie Borfluorwasserstoffsäure ist praktisch nicht flüchtig. 



   Ungesättigte Kohlenwasserstoffe, die sich durch die erfindungsgemäss verwendeten Silberborfluorid- lösungen abtrennen lassen, sind alle diejenigen, die bei den Reaktionstemperaturen gasförmig oder flüs- sig sind oder sich in gelöstem Zustand befinden und die eine oder mehrere Kohlenstoff-Kohlenstoff-Dop- pelbindungen haben. Diese Doppelbindungen können olefinischer oder aromatischer Natur sein. Geeig- nete Olefine sind besonders solche mit 2 - 20 Kohlenstoffatomen, wobei es sich um geradkettige, ver- zweigte oder cyclische Mono-,   Di- oder   Polyolefine handeln kann. Als typische Beispiele seien genannt : Äthylen, Propylen, Butene, Isobuten, Heptene, Dodecen-1, Butadien, Isopren, Cyclopenten, Cyclo- hexen und niedrig alkylierte Cyclohexene.

   Aromatische Kohlenwasserstoffe sind besonders Benzol und andere einkernige Kohlenwasserstoffe, deren aliphatische Seitenketten geradkettig oder verzweigt sind und vorzugsweise bis zu 6 Kohlenstoffatome enthalten. Besonders bevorzugt sind demnach ausser Benzol einkernige alkylsubstituierte aromatische Kohlenwasserstoffe mit   7 - 12   Kohlenstoffatomen, wie Toluol, Äthylbenzol, Styrol, Isopropylbenzol, Hexylbenzol, die Xylole, Mesitylen und seine Stellungsisomeren. 



   Als geeignete mehrkernige aromatische Verbindungen seien Tetrahydronaphthalin, Naphthalin und alky- lierte Naphthaline genannt. Unter dem Begriff Aromaten sollen hier nicht nur die aromatischen Grund- kohlenwasserstoffe und ihre durch Kohlenwasserstoffreste substituierten Abkömmlinge verstanden werden, sondern auch solche Derivate, bei denen der aromatische Kern durch funktionelle Gruppen substituiert ist, die sich unter den Reaktionsbedingungen inert gegenüber der Borfluorwasserstoffsäure bzw. ihren in der wässerigen Lösung befindlichen Salzen verhalten, wie Halogenatome, Nitro-, Sulfonsäure-,   Cart) oxyl-,  
Hydroxy-, Oxogruppe u. a. Insbesondere dürfen diese funktionellen Gruppen nicht mit den Silberionen der wässerigen Lösung zu wesentlichen Ausfällungen unlöslicher Silberverbindungen führen. 



   Als Aromaten, die funktionelle Gruppen tragen, kommen unter anderem in Betracht : Benzoesäure,
Phthalsäure,   Isophthalsäure,   Terephthalsäure, Chlorbenzol, Dichlorbenzole und andere Halogenbenzole,
Nitrobenzol, höher nitrierte Benzole wie m-Dinitrobenzol, Phenol, Acetophenon, Anilin, Pyridin usw. 



   Die zu trennenden Gemische können, insbesondere wenn es sich um Gasgemische handelt, neben den genannten Kohlenwasserstoffen bzw. ihren Derivaten auch andere gasförmige Stoffe wie Kohlendi- oxyd, Kohlenmonoxyd, Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff oder Edelgase enthalten. 



   Befinden sich höhere Olefine, beispielsweise Propylen, in dem zu trennenden Gemisch, so können bei längerer Einwirkung kleine Mengen der den höheren Olefinen entsprechenden Alkohole entstehen. 



  Sind in dem zu trennenden Gemisch geringe Mengen Acetylen enthalten, so entstehen Silberacetylide, die jedoch, solange ein gewisser Gehalt an diesen Verbindungen nicht überschritten wird, in Lösung bleiben und erst ausfallen, wenn die Konzentration der Silberacetylide durch die Zuführung grösserer Mengen an Acetylenen wesentlich erhöht wird. Insbesondere ist in Gegenwart von Acetylenen die Verwendung von borfluorwasserstoffsauren Silberborfluoridlösungen des   angegebenen Ionenverhältnisses   zusätzlich deshalb von Vorteil. weil man sie-wie dies für wässerige Silberborfluoridlösungen bereits vorgeschlagen worden ist-von Silberacetyliden bei verhältnismässig niederen Temperaturen wieder befreien kann, indem man sie einige Zeit auf etwa 50-150 C, vorzugsweise auf Siedetemperatur, erhitzt.

   Hiebei erfolgt eine Rückspaltung der Silberacetylide in Acetylene und Silberborfluorid. Diese Möglichkeit ist nicht gegeben, wenn man die Borfluorwasserstoffsäure durch eines ihrer Salze ersetzt, da der   pli-Wert   solcher reiner Salzlösungen für die Spaltung der Acetylide nicht ausreicht. 



   Durch die Verwendung der erfindungsgemäss zusammengesetzten Silberborfluoridlösungen mit einem   Zahlenverhälmis   zwischen Silberionen und Borfluoridionen kleiner als   l : l gegenüber entsprechendenLö-   sungen, in denen dieses Verhältnis   l : l   beträgt, ist es somit möglich geworden, eine wesentliche Steigerung der Kapazität von Silberborfluoridlösungen für ungesättigte Kohlenwasserstoffe bei gleichbleibender Silberionenkonzentration zu erzielen. Dies bedeutet, dass man mit den erfindungsgemäss zusammengesetzten Lösungen grössere Mengen an ungesättigten Kohlenwasserstoffen aus Gasgemischen binden kann, als dies mit den nach älteren Verfahren bzw. Vorschlägen verwandten Silberborfluoridlösungen möglich ist. 

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AT326462A 1961-04-21 1962-04-19 Verfahren zur Abtrennung von Olefinen und bzw. oder aromatischen Kohlenwasserstoffen AT232490B (de)

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