AT232482B - Kolonnenboden mit aufklappbaren Umlenkplatten - Google Patents

Kolonnenboden mit aufklappbaren Umlenkplatten

Info

Publication number
AT232482B
AT232482B AT371862A AT371862A AT232482B AT 232482 B AT232482 B AT 232482B AT 371862 A AT371862 A AT 371862A AT 371862 A AT371862 A AT 371862A AT 232482 B AT232482 B AT 232482B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
opening
piece
column
floor
deflection
Prior art date
Application number
AT371862A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dipl Ing Kittel
Original Assignee
Walter Dipl Ing Kittel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Walter Dipl Ing Kittel filed Critical Walter Dipl Ing Kittel
Priority to AT371862A priority Critical patent/AT232482B/de
Priority to ES0281799A priority patent/ES281799A1/es
Application granted granted Critical
Publication of AT232482B publication Critical patent/AT232482B/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/32Other features of fractionating columns ; Constructional details of fractionating columns not provided for in groups B01D3/16 - B01D3/30
    • B01D3/324Tray constructions
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/16Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid
    • B01D3/22Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid with horizontal sieve plates or grids; Construction of sieve plates or grids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Kolonnenboden'mit aufklappbaren Umlenkplatten   Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des im Patent Nr. 227659 behandelten Kolonnenbodens mit Öffnungen, die zur strömungsweisenden Einleitung von Gasen oder Dämpfen in eine auf dem Boden befindliche Flüssigkeit von aufklappbaren Umlenkplatten überdeckt wird. 



  Nach dem Stammpatent weist jede der im wesentlichen kreisrunden Umlenkplatten eine längs einer i Sehne dieses Umfangskreises verlaufende geradlinige Begrenzung auf, die an beliebiger Stelle des Umfanges der darunter befindlichen Bodenöffnung einstellbar, jedoch tangential zum Öffnungsrand liegt und in der Bodenöffnung ein Führung - un Halteorgan um deren Vertikalachse drehbar angeordnet ist, das die geradlinige Begrenzung der Umlenkplatte auf dem Kolonnenboden festhält, so dass die Unterkante dieser geradlinigen Begrenzung der Umlenkplatte eine horizontale Schwenkachse für dieselbe auf der Bodenebene bildet, um welche die Umlenkplatte nach oben bis zu einem Anschlag schwenkbar ist. 



  Jede der Umlenkplatten schliesst auf diese Weise im Betriebszustand des Kolonnenbodens einen Neigungswinkel mit der Bodenebene ein, dessen maximale Grösse durch den genannten Anschlag bestimmt wird, der vorzugsweise am Führungs-und Halteorgan vorgesehen ist. Die Bodenfläche eines Kolonnenbodens ist mit einer Vielzahl von kreisrunden Durchtrittsöffnungen in zweckmässiger Verteilung versehen, wobei an jeder dieser Öffnungen eine erfindungsgemäss ausgebildete Umlenkplatte angeordnet und um die vertikale Öffnungsachse beliebig gedreht bzw. eingestellt werden kann. 



  Bei diesen bekanntenKolonnenböden tritt bei denFührungsorganen derUmlenkplatten eine sogenannte Gleitreibung zwischen beweglichen und ortsfest angeordneten Teilen auf, wobei berücksichtigt werden muss, dass nur ein geringes Spiel vorhanden sein darf, wenn man den gewünschten Umlenkungseffekt erreichen will. Es hat sich daher im praktischen Betrieb gezeigt, dass die erläuterten Böden stark gegenüber der Bildung von Ablagerungen bzw. Verkrustungen empfindlich sind, mit denen jedoch in den meisten Fällen in mehr oder weniger starkem Umfang gerechnet werden muss. Bereits sehr geringe Ablagerungen (beispielsweise hervorgerufen durch Rostbildung) können ein Verklemmen der gewichtsmässig notwendigerweise sehr leichten Umlenkplatten hervorrufen und auf diese Weise die Ausbildung des gewünschten gleichförmigen Strömungszustandes auf dem Boden verhindern. 



  Durch die Erfindung werden die aufgezeigten Mängel dadurch beseitigt, dass von der Unterseite einer jeden Umlenkplatte ein zu deren geradliniger Begrenzung parallel verlaufendes T-Stück absteht, dessen Querbalken den Rand der zugehörigen Öffnung im Kolonnenboden unterhalb der Bodenebene beiderseits übergreift. 



  Das an der Unterseite der Umlenkplatte vorgesehene T-Stück, dessen Querbalken mit der Bodenunterseite zusammenwirkt,. hält somit die Umlenkplatte beim Hochklappen mit ihrer geradlinigen Begrenzung auf der Bodenebene fest und die sich dabei um die Schwenkachse drehende Oberkante des Querbalkens des T-Stückes bildet an den den Rand der Bodenöffnung übergreifenden Stellen einen Anschlag mit der Unterseite des Bodens unter Begrenzung des maximalen Öffnungswinkels der Platte mit der Bodenebene. 



  Um ein Herausgleiten der Umlenkplatte und des an ihr vorgesehenen T -Stückes bzw. dessen unter der Bodenebene befindlichen Querbalkens aus der Bodenöffnung zu verhindern und gleichzeitig die Ausrichtung der Umlenkplatte im gewünschten Sinn um die Vertikalachse der Öffnung festzulegen und beizubehalten, ist eine am Boden befestigte bzw. in ihm ausgenommene Haltevorrichtung vorgesehen, die   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 mit dem T-Stück der Umlenkplatte zusammenwirkt, ohne dass jedoch beim Aufklappen der Umlenkplat- te Gleitbewegungen und damit Gleitreibung entsteht. 



   Einige   Ausführungsformen   der Erfindung werden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläu- tert. 



  Fig. 1 zeigt eine durch eine Umlenkplatte überdeckte Öffnung eines Kolonnenbodens in Ansicht von oben, Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und die Fig. 3 und 4 sind Schnitte nach den
Linien III-III bzw. IV-IV der Fig. 1, u. zw. einmal mit niedergeklappter und das andere Mal mit aufge- klappter Umlenkplatte, Fig. 5 zeigt in Draufsicht eine andere Ausführungsform, derzufolge eine Öffnung eines Kolonnenbodens durch zwei im wesentlichen halbkreisförmige Umlenkplatten überdeckt ist, Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5 und Fig. 7 und 8 sind Schnitte nach der Linie VII-VII der
Fig. 5 mit nieder-bzw. aufgeklappten Umlenkplatten :

   Fig. 9 zeigt eine Variante zu Fig. 5 in Drauf- sicht, Fig. 10 zeigt einen Teil einer Kolonne im Vertikalschnitt durch die Mittelachse mit einigen über- einanderliegenden   Kolonnenböden,   Fig. 11 zeigt einen Ausschnitt eines Kolonnenbodens, bei dem die
Flüssigkeit in der Mitte zu-und am Umfang abgeführt wird, im Schnitt nach der Linie XI-XI der Fig. 10,
Fig. 12 zeigt einen Ausschnitt eines Kolonnenbodens wie Fig. 11 mit anders ausgerichteten Umlenkplat- ten, Fig. 13 zeigt einen Ausschnitt eines Kolonnenbodens, bei dem die Flüssigkeit am Umfang zu- und in der Mitte abgeführt wird, im Schnitt nach der Linie XIII-XIII der Fig. 10 und die Fig. 14 und 15 zei- gen Ausschnitte von Böden wie Fig. 13 mit anders angeordneten Umlenkvorrichtungen. 



   In den Fig.   1 - 4   ist ein Teil eines Kolonnenbodens 1 mit einer Kreisöffnung 2 dieses Bodens und einer mit dieser Öffnung zusammenwirkenden Umlenkvorrichtung dargestellt. Diese Umlenkvorrichtung besteht aus einer die Kreisöffnung 2 konzentrisch überdeckenden Platte 3, die in ihrer Auflage auf der
Bodenebene längs einer Sehne geradlinig begrenzt ist und mit dieser geradlinigen Begrenzung 4 tangential zum Rand der Öffnung 2 liegt. An der Unterseite der Umlenkplatte 3 ist ein   T -Stück   5 angeschweisst bzw. angenietet oder sonstwie befestigt, dessen Schaft 5a von einer gewissen Stelle an zusammen mit dem
Querbalken 5b rechtwinkelig von der Unterseite der Umlenkplatte 3 nach unten abgebogen ist, wobei dieser abstehende Teil des   T -Stückes   5 in einer zur geradlinigen Begrenzung 4 der Platte parallelen Ebene liegt.

   Der abgebogene Teil des Schaftes 5a und der Querbalken 5b sind durch die Öffnung 2 des Bodens 1 gesteckt, wobei der Querbalken 5b den Rand der Öffnung unterhalb der Bodenebene beiderseits über- greift. Damit wird die Platte 3 beim Aufklappen um ihre geradlinige Begrenzung 4 (s. Fig. 4) mit dieser
Begrenzung tangential zum Rand der Öffnung 2 auf der Bodenebene 1 festgehalten und gleichzeitig der maximale Öffnungswinkel der Platte mit der Bodenebene festgelegt, indem nämlich, wie dies Fig. 4 deutlich zeigt, der obere Rand des Querbalkens 5b des T-Stückes 5 gegen die Bodenunterseite anschlägt. 



   Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Umlenkplatte 3 dadurch in ihrer Auflage auf der Bodenebene längs der Sehne 4 geradlinig begrenzt, dass der über diese Sehne hinausragende Abschnitt 3a gegen die Plattenfläche abgebogen ist, entspricht dem durch den Anschlag des Querbalkens des T-Stükkes gegen die Bodenunterseite festgelegten maximalen Öffnungswinkel der Platte, so dass sich der Plattenabschnitt 3a im aufgeklappten Zustand der Platte auf die Bodenebene auflegt (s. Fig. 4). Auf diese Weise wird der geringe Spalt, welcher im niedergeklappten Zustand zwischen dem abgewinkelten Teil des T-Stückes 5 und der Rundung der Kreisöffnung 3 gebildet wird, verschlossen und die Gase bzw.

   Dämpfe, welche von der Bodenunterseite durch die Öffnung 2 nach oben strömen, verlassen dieselbe bevorzugt im Sinn des Pfeiles 6 (Fig. 1 und 4) an der in bezug auf die geradlinige Begrenzung 4 der Platte 3 gegenüberliegenden Seite der Öffnung, wodurch der gewünschte Richtungssinn erreicht ist. 



   Um diese Ausrichtung der Umlenkplatte 3 im gewünschten Sinn beizubehalten und festzulegen und um ausserdem ein Herausgleiten der Umlenkplatte und des an ihr befestigten T-Stückes 5 bzw. des unter der Bodenebene befindlichen Querbalkens 5b desselben aus der Kreisöffnung 2 zu verhindern, ist noch eine eigene Haltevorrichtung vorgesehen. Dieselbe besteht beim dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem an der Bodenunterseite an der der Austrittsrichtung der Gase bzw. Dämpfe gegenüberliegenden Stelle der Öffnung 2 befestigten H-Stück 7, dessen Schaft 7a senkrecht zur geradlinigen Begrenzung 4 der Umlenkplatte 3 steht und das mit seinem einen Querbalken 7b in die Kreisöffnung 2 hineinragt, wobei sein Schaft 7a durch einen Durchbruch 8 im umgebogenen Teil des T-Stückes 5 hindurchführt und sein vorderer Querbalken 7b den durch den Durchbruch 8 in zwei Teile 5b und 5b' (s.

   Fig. 2) aufgeteilten Querbalken des T-Stückes 5 an der der Mittelachse der Kreisöffnung 2 zugewandten Seite übergreift und damit ein Herausgleiten des an der Umlenkplatte 3 befestigten   T -Stückes   5 bzw. seines Querbalkens   5b-5b'   aus   der Kreisöffnung   2 verhindert. Das H-Stück 7 kann an der Bodenunterseite angeschweisst bzw. angenietet oder sonstwie befestigt sein. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Wie aus dem bisher Gesagten und aus der Zeichnung ohne weiteres hervorgeht, ist es mit Hilfe der beiden sich gegenseitig übergreifenden   T-bzw. H-Stücke   5 bzw. 7 auf einfache und absolut betriebssi- chere Weise möglich, die Umlenkplatten 3 in beliebiger Ausrichtung um die Vertikalachse der von ihr überdeckten Kreisöffnung 2 anzubringen und gleichzeitig ihren maximalen Öffnungswinkel in bezug auf die Bodenebene in beliebigem Ausmass festzulegen. Worauf es dabei in erster Linie ankommt, ist der
Umstand, dass jegliche Gleitbewegung zwischen bewegten und stillstehenden Teilen praktisch vollkom- men ausgeschaltet ist, so dass auch keine Gleitreibung auftritt und keine Gefahr eines Verklemmens be- steht. 



   Die die Arretierung des an der Umlenkplatte 3 befestigten T-Stückes 5 bewirkende Haltevorrichtung ) kann selbstverständlich in verschiedener anderer Weise als durch das beschriebene H-Stück 7 verwirklicht werden. So kann rein beispielsweise am Rand der Kreisöffnung 2 des Bodens 1 parallel zur und unterhalb der geradlinigen Begrenzung 4 der Umlenkplatte 3 ein rechteckiger Ausschnitt in der Bodenfläche vorge- sehen werden, durch welchen der rechtwinkelig nach unten abgebogene Teil des an der Platte 3 befestig- ten T-Stückes mit seinem Schaft durchragt, während der Querbalken des T-Stückes unter der Bodenebene liegt und beiderseits den Rand des Ausschnittes überragt, so dass die Umlenkplatte gleichzeitig ausgerich- tet und arretiert ist. 



   Im allgemeinen sind jedoch solche Vorrichtungen vorzuziehen, die nicht unmittelbar die Bodenplat- te in Mitleidenschaft ziehen, so dass aus dieser lediglich die Kreisöffnungen 2 in der gewünschten Anord- nung ausgestanzt sind und die Umlenkvorrichtungen erst bei der Fertigstellung des Kolonnenbodens auch jeweils in der gewünschten Ausrichtung befestigt werden   (z. B.   durch Anpunkten bzw. Annieten   od. dgl.).   



   Mit Hilfe der bisher beschriebenen Umlenkeinrichtung kann man also erreichen, dass die durch die
Bodenöffnung von unten nach oben strömenden Gase bzw. Dämpfe vorwiegend in eine Richtung umge- lenkt werden, wodurch ein ganz bestimmter Richteffekt erzielt wird. 



   Bei verschiedenen Kolonnenböden bzw. bei bestimmten Betriebszuständen ist hingegen ein solcher
Richteffekt - wie nachfolgend noch näher erläutert   wird-unerwünscht   bzw. störend. 



   In diesen Fällen sieht die Erfindung unter anderem eine abgeänderte Ausführung der Umlenkeinrich- tung vor, wie sie in den Fig.   5 - 9   beispielsweise dargestellt ist. Auch hier ist das gleiche allgemeine
Prinzip verwirklicht wie bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform, nur dass jetzt eine Öffnung 12 des
Bodens 11 nicht durch eine einzige kreisförmige, sondern durch zwei im wesentlichen halbkreisförmige, spiegelbildlich zur Mitte der Kreisöffnung angeordnete Umlenkplatten 13 und 13a konzentrisch überdeckt ist. An der Unterseite einer jeden dieser Umlenkplatten ist ein abgewinkeltes T-Stück 14 bzw. 14a be- festigt, das mit seinem Querbalken 15 bzw. 15a unterhalb der Bodenebene den Rand der Kreisöffnung 12 in diesem Fall in der Nähe ihrer Mittelachse ebenfalls überragt und somit beim Aufklappen der Umlenk- platte (s.

   Fig. 8) in der bereits beschriebenen Weise die Grösse des Öffnungswinkels zwischen der Umlenk- platte und der Bodenebene durch den Anschlag des Oberrandes des Querbalkens an der Unterseite der Bo- denebene im gewünschten Ausmass begrenzt. 



   Aus Fig. 8, welche die Umlenkeinrichtung mit den beiden Umlenkplatten in geöffnetem Zustand zeigt, ist die gegenseitige Aufhebung des durch die aus den beiden einander gegenüberliegenden Öffnun- gen in Richtung der Pfeile 16 bzw. 16a ausströmenden Gase bzw. Dämpfe verursachten Richteffektes er- sichtlich. 



   Ausserdem geht aus dieser Darstellung deutlich hervor, dass die beiden zueinander spiegelbildlich an- geordneten Umlenkplatten 13 und 13a infolge der einander entgegengesetzten, jedoch von derselben Mit- telachse ausgehenden Strömungsrichtungen der Gase bzw. Dämpfe und der damit verbundenen Rückstoss- kraft während des Betriebes gegeneinander gedrückt gehalten werden und sich damit innerhalb der Kreis- öffnung 11 von selbst arretieren, wobei auch ein unerwünschter Durchtritt von Gas bzw. Dampf durch einen sich gegebenenfalls im Ruhezustand zwischen den beiden rückwärtigen geradlinigen Begrenzungen der Umlenkplatten ausbildenden Spalt praktisch ausgeschlossen ist. 



   Die bei dem in den Fig.   5 - 8   dargestellten Ausführungsbeispiel vorgesehene, als zwischen den bei- den Umlenkplatten 13,13a angeordnete, mit seinen Enden in beliebiger Weise auf der Bodenebene 11 befestigtes Schwert 17 ausgebildete Haltevorrichtung hat daher in diesem Fall lediglich die Aufgabe, eine unerwünschte Drehung der Umlenkplatten um die Vertikalachse der Kreisöffnung 12 zu verhindern bzw. die gewünschte Ausrichtung der Umlenkplatten während des Betriebes beizubehalten. 



   Die gleiche Massnahme lässt sich aber, wie die Fig. 9 zeigt, im Bedarfsfall auch durch zwei diame- tral gegenüberliegende rechteckige Aussparungen 18 und 18a am Rand der Kreisöffnung 12, welche von den Schäften der nach unten abgebogenen T-Stücke 14 und 14a durchdrungen werden, bewirken. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Auch bei den zuletzt beschriebenen Umlenkeinrichtungen ist der Vorteil gewahrt, dass Gleitbewe- gungen und die dadurch bedingte Gleitreibung möglichst vermieden sind, so dass die Empfindlichkeit und
Störanfälligkeit der Einrichtungen äusserst gering sind, was für den praktischen Betrieb von grösster Wich- tigkeit ist. 



  ! Nachfolgend soll noch anHand   einigerAusführungsbeispiele   gezeigt werden, wie sich die bisher ein- zeln beschriebenen Umlenkeinrichtungen zwecks Erzielung verschiedener Strömungseffekte auf den Ko- lonnenböden den jeweiligen Bedürfnissen und Anforderungen gemäss beliebig anordnen lassen. 



   Fig. 10 zeigt schematisch einen Teil einer Kolonne mit einigen übereinander angeordneten Böden,   wobei - wie üblich - angenommen wird,   dass Gase bzw. Dämpfe innerhalb der Kolonne aufsteigen, wäh-   rend eine Flüssigkeit   generell von oben nach unten fliesst. 



   Innerhalb des Kolonnenmantels 20 sind Böden, wie jener 21, vorgesehen, bei denen die Flüssigkeit (vom darüber liegenden Boden kommend) mittels eines zentralen Rohres 22 in der Bodenmitte zugeführt wird und durch einen Ringkanal 23 am Bodenumfang abfliesst. Diese Böden wechseln mit andern Böden, wie jener 24, ab, bei denen die Flüssigkeit mittels des Ringkanals   23'am   Bodenumfang zugeführt wird und durch das zentrale Abflussrohr 22 abfliesst. 



   Sämtliche Kolonnenböden sind mit vorzugsweise kreisförmigen Öffnungen 2 versehen, die auf Kreis- bzw. Polygonbahnen symmetrisch um die Bodenmitte angeordnet sind. Es versteht sich, dass die einzel- nen Böden nicht aus einem Stück hergestellt zu sein brauchen, sondern in an sich bekannter Weise aus
Einzelelementen zusammengestellt   werden. können.   



   Auch die Öffnungen in den Böden brauchen nicht gerade unbedingt kreisförmig zu sein, obwohl dies die bevorzugte Gestalt ist, sondern können beispielsweise auch die Form eines regelmässigen Vielecks besitzen. In. jeder dieser Öffnungen 2 der Böden ist nun eine Umlenkvorrichtung befestigt, wie sie unter
Bezugnahme auf die Fig.   1 - 4   bzw.   5 - 9   beschrieben wurde. 



   Es sei zunächst die Verwendung von Vorrichtungen nach den Fig.   1 - 4   in Betracht gezogen, mittels welcher - wie gesagt - ein Richteffekt erzielbar ist. 



   Wie Fig. 11 veranschaulicht, sind bei den Kolonnenböden - wie jener   21 -,   bei denen die Flüssig- keit in der Mitte zugeführt und am Umfang abgeführt wird, die Umlenkplatten 3 in den verschiedenen
Kreisöffnungen 2 der Böden derart befestigt, dass die in der Kolonne aufsteigenden Gase bzw. Dämpfe bei ihrem Durchtritt durch die Öffnungen 2 in bekannterweise einheitlich und symmetrisch um die Vertikal- achse des Bodens in die sich auf den Böden befindliche Flüssigkeit einströmen, so dass in der letzteren eine gleichmässige Rotationsströmung um die Mittelachse des Bodens erzeugt wird. Bei der Anordnung der
Umlenkeinrichtungen gemäss Fig. 11 ist   dieAustrittsrichtungder   Gase bzw. Dämpfe aus den Öffnungen 2 vorwiegend rein tangential.

   Die durch die Rotationsbewegungen entstehenden Fliehkräfte stimmen in die-   sem   Fall in bezug auf ihre Richtung mit derjenigen des Flüssigkeitsweges überein und es lässt sich auf dem Boden ein sehr gleichmässiges Strömungsbild erzeugen, zumal, wie aus Fig. 12 ersichtlich ist, die beschriebene Umlenkeinrichtung es auf Grund der Möglichkeit, die Strömungsrichtung der aus den einzelnen Öffnungen 2 des Bodens austretenden Gase bzw. Dämpfe durch entsprechende Anordnung der Umlenkplatten 3 beliebig um die Bodenmittelachse auszurichten, in diesem Fall gestattet, die mit zunehmender Geschwindigkeit der aus den Öffnungen 2 austretenden Gase bzw. Dämpfe erheblich anwachsenden Fliehkräfte durch entsprechende teilweise radiale Ausrichtung der einzelnen Umlenkplatten 3 zur Bodenmitte wirksam aufzufangen bzw. abzubremsen. 



   Bietet somit, wie gezeigt, die Verwendung der kinetischen Energie der in einer Kolonne aufsteigenden Gase bzw. Dämpfe bei einem völlig achsensymmetrischen Boden (wie jener 21 nach Fig. 10), bei welchem die Flüssigkeit in der Mitte aufgegeben wird (Rohr 22) und am äusseren Umfange abfliesst (Ringkanal 23), bei entsprechender Anordnung bzw. Ausrichtung der Umlenkplatten 3 für die Gase bzw. 



  Dämpfe in strömungstechnischer Hinsicht ganz erhebliche Vorteile, so ist demgegenüber zu beobachten, dass bei der umgekehrt gelagerten Aufgabenstellung des nächstfolgenden Bodens (wie jener 24 nach Fig. 10), bei welchem die Flüssigkeit am Umfang aufgegeben wird (Ringkanal 23') und in der Mittelzone abfliessen soll (Rohr 22), eine Einwirkung auf die Flüssigkeit durch die Gase bzw. Dämpfe im obigen Sinne denkbar nachteilig ist, da in diesem Fall die entstehenden Fliehkräfte der Strömungsrichtung der Flüssigkeit entgegengesetzt gerichtet sind und daher bei stärkeren Belastungen des Bodens ein Ablaufen der Flüssigkeit überhaupt verhindern können. 



   Dies trifft insbesondere dann zu, wenn das Mengenverhältnis zwischen den aufsteigenden Gasen bzw. 



  Dämpfen und der herablaufenden Flüssigkeit sehr gross ist. 



   In solchen Fällen stellt auch eine rein radiale Anordnung der Umlenkplatten 3 zur Vertikalachse des Bodens 24 gemäss Fig. 13 unter Verzicht auf jegliche tangential ausgerichtete Einwirkung der Gase bzw. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   40Dämpfe auf die Flüssigkeit keine wirksame Abhilfe dar, weil damit die in Richtung des Flüssigkeitsab- laufes 22 austretenden Gase bzw. Dämpfe bei höheren Belastungen die Flüssigkeit vom Boden fortblasen und somit die Ausbildung einer zusammenhängenden   Flüssigkeitsschicht,   welche bekanntlich die Voraus- setzung für einen befriedigenden Austauscheffekt des Bodens bildet, verhindern würden. 



  Für den Betrieb der, wie aus Fig. 10 zu ersehen ist, paarweise zusammenwirkenden Böden 21,24 ist also, im Gegensatz zu den Böden 21, bei den Böden 24 in den weitaus meisten Fällen jeder durch die ki- netische Energie der aus den Austrittsöffnungen 2 der Böden ausströmenden Gase bzw. Dämpfe verursachte
Richteffekt von eindeutigem Nachteil. 



   Die sich hieraus ergebende Forderung, jedes strömungsweisende Einleiten der Gase bzw. Dämpfe in die auf den Böden 24 befindliche bzw. von ihrem Umfang nach ihrer Mitte strömende Flüssigkeit so weit als möglich auszuschalten, lässt sich mit den beschriebenen Umlenkeinrichtungen in einfacher und zu- gleich höchst wirkungsvoller Weise dadurch erreichen, dass man, wie in Fig. 14 gezeigt ist, die Aus- trittsrichtung der konzentrisch um   diemi. ttelachse   des Bodens angeordneten Umlenkplatten 3 rein tangen- tial zu den die Mittelachse konzentrisch umgebenden Kreisbahnen und gleichzeitig paarweise einander entgegengesetzt vorsieht, da sich auf diese Weise die kinetischen Energien der aus den einzelnen Öffnun- gen 2 ausströmenden Gase bzw. Dämpfe gegenseitig aufheben. 



   Gleiches gilt für eine Anordnung gemäss Fig. 15, derzufolge die Umlenkplatten 3 innerhalb einer je- den die Mittelachse des Bodens konzentrisch umgebenden Kreisbahn zwar mit gleicher, aber von einer
Kreisbahn zur nächstfolgenden mit wechselnder Ausrichtung angeordnet sind, da sich auch in diesem Falle die kinetischen Energien der aus den Öffnungen 2 des Bodens austretenden Gase bzw. Dämpfe weitestge- hend aufheben. 



   Eine weitere Möglichkeit, den Richteffekt der aus den Öffnungen eines Bodens austretenden Gase bzw. Dämpfe auszuschalten, ist durch die Verwendung der in den Fig.   5 - 9   dargestellten Umlenkein- richtungen gegeben, bei denen ebenfalls eine gegenseitige Aufhebung des durch die aus den beiden ein- ander gegenüberliegenden Durchtrittsstellen einer jeden Kreisöffnung 12 des Bodens austretenden Gase bzw. Dämpfe verursachten Richteffektes zustande kommt. 



   Die Drehachsen der Umlenkplatten 13 und 13a, welche die auf konzentrischen Kreis- bzw. Poly- gonbahnen liegenden Öffnungen 12 des Bodens paarweise überdecken, sind in diesem Fall vorzugsweise innerhalb einer jeden Kreis- bzw. Polygonbahn abwechselnd radial zur Bodenmitte bzw. tangential zur
Kreis-bzw. Polygonbahn anzuordnen. 



   PATENTANSPRÜCHE :   1.   Kolonnenboden mit Öffnungen, die zur strömungsweisenden Einleitung von Gasen oder Dämpfen in eine auf dem Boden befindliche Flüssigkeit von aufklappbaren Umlenkplatten überdeckt sind, nach Patent Nr. 227659, dadurch gekennzeichnet, dass von der Unterseite einer jeden Umlenkplatte (3 bzw.
13) ein zu deren geradliniger Begrenzung (4) parallel verlaufendes T-Stück (5 bzw. 14) absteht, dessen Querbalken (5b bzw. 15) den Rand der zugehörigen Öffnung (2 bzw. 12) im Kolonnenboden (1 bzw. 11) unterhalb der Bodenebene beiderseits übergreift.

Claims (1)

  1. 2. Kolonnenboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Umlenkplatte (3) abstehende T -Stück (5) in seinem Mittelteil mit einem Durchbruch (8) versehen ist und dass an der Bodenunterseite ein H-Stück (7) befestigt ist, dessen Schaft (7a) senkrecht zur geradlinigen Begrenzung (4) der Umlenkplatte (3) steht und das mit seinem einen Querbalken (7a) in die Öffnung (2) des Bodens (1) hineinragt, wobei sein Schaft (7a) durch den Durchbruch (8) des T-Stückes (5) hindurchgeführt ist und der Querbalken (7a) des H-Stückes (7) die beiden Teile (5b, 5b') des Querbalkens des T-Stückes (5) an der der Mittelachse der Öffnung (2) zugewandten Seite übergreift.
    3. Kolonnenboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der über die geradlinige Begrenzung (4) hinausragende Abschnitt (3a) der Umlenkplatte (3) um einen Winkel in bezug auf die Plattenfläche nach oben abgebogen ist, der dem grössten Öffnungswinkel der Umlenkplatte entspricht.
    4. Kolonnenboden nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass jede Öffnung (12) des Bodens (11) von zwei im wesentlichen halbkreisförmigen Umlenkplatten (13,13a) konzentrisch überdeckt ist, die spiegelbildlich zur Mitte der Öffnung (12) angeordnet sind und deren von ihrer Unterseite abstehende T- <Desc/Clms Page number 6> Stücke (14 bzw. 14a) mit ihren Querbalken (15 bzw. 15a) unterhalb der Bodenebene den Rand der Öffnung (12) in der Nähe ihrer Mittelachse überragen, während die Schäfte dieser T-Stücke (14 bzw. 14a) etwas schmäler sind als der Durchmesser der von ihnen durchdrungenen Öffnungen (12).
AT371862A 1961-10-24 1962-05-07 Kolonnenboden mit aufklappbaren Umlenkplatten AT232482B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT371862A AT232482B (de) 1962-05-07 1962-05-07 Kolonnenboden mit aufklappbaren Umlenkplatten
ES0281799A ES281799A1 (es) 1961-10-24 1962-10-23 Mejoras introducidas en los platos de columnas

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT227659D
AT371862A AT232482B (de) 1962-05-07 1962-05-07 Kolonnenboden mit aufklappbaren Umlenkplatten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT232482B true AT232482B (de) 1964-03-25

Family

ID=25600368

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT371862A AT232482B (de) 1961-10-24 1962-05-07 Kolonnenboden mit aufklappbaren Umlenkplatten

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT232482B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4118446A (en) 1974-08-30 1978-10-03 Viktor Leontievich Burin Valve tray for mass-exchange apparatus
CN108114687A (zh) * 2017-12-29 2018-06-05 天津衡创工大现代塔器技术有限公司 一种高操作弹性喷射塔板

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4118446A (en) 1974-08-30 1978-10-03 Viktor Leontievich Burin Valve tray for mass-exchange apparatus
CN108114687A (zh) * 2017-12-29 2018-06-05 天津衡创工大现代塔器技术有限公司 一种高操作弹性喷射塔板
CN108114687B (zh) * 2017-12-29 2024-05-14 天津衡创工大现代塔器技术有限公司 一种高操作弹性喷射塔板

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1519711C3 (de) Zuführen eines Dampf-Flüssigkeits-Gemisches in Stoffaustauschkolonnen
DE2828503C2 (de) Drehkonsole für Fahrzeugsitze
DE60021400T2 (de) Dampf-flüssigkeits-kontaktapparat
AT232482B (de) Kolonnenboden mit aufklappbaren Umlenkplatten
DE69330472T2 (de) Gerät zum Streuen von Material
DE696613C (de) Einrichtung an Wehren zur Verhinderung stoerender Geraeusche und von Schwingungen des Wehrkoerpers
DE3248365C2 (de)
CH645157A5 (en) Revolving door arrangement
DE3608026C1 (de) Vorrichtung zum Entwaessern und Trocknen von Feststoffen,insbesondere von unterwassergranulierten Kunststoffen
DE3210828C2 (de) Vereinzelungsvorrichtung für eine Ballwurfmaschine, insbesondere für Squashbälle
DE2728370C2 (de) Mischer
DE2904121C2 (de)
DE2115640C3 (de) Trocknungsanlage zum trocknen von einseitig offenen behaeltern, z.b. dosen
DE2511497C3 (de) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Stoffaustausch zwischen heterogenen Systemen
DE2603127C2 (de) Vibrationsgleitschleifmaschine
DE69410638T2 (de) Bogen-offsetdruckmaschine
DE3314827C2 (de) Boden für eine Stoffaustauschkolonne
DE2627266A1 (de) Vorrichtung zum behandeln des filterkuchens bei einem bewegten filter
DE2109338C3 (de) Boden für Stoffaustauschkolonnen
DE2410754B2 (de) Zentrifugalsiebabscheider
DE3235601C2 (de) Vorrichtung zur Abdeckung von Warenbahneintritts- und Warenbahnaustrittsschlitzen an Spannrahmen
AT227659B (de) Kolonnenboden mit aufklappbaren Umlenkplatten
DE1407699A1 (de) Streugeraet fuer koerniges oder pulverfoermiges Gut,z.B. Kunstduenger
DE1510710C (de) Spannvorrichtung fur Unterriemchen an einem Spinnereimaschinen Streckwerk
DE709108C (de) Reibbarrenmuehle